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(Nachdruck verbeten.)
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Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. — Zahlungen unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.
„Du liebst sie noch, die blasse, blonde Hexe, die mir deine Liebe stöhlen?"
„Za, ich liebe sie heute wie damals, als sie die Meine wurde.
Volkmar klopfte an Gertruds verschlossene Tür. Er bekam keine Antwort. Frieda Leutner, di« Gertruds Dienerin geworden war, teilte ihm mit, daß sein« Frau sich zur Ruh« brgeben, p« |et nicht ganz wohl
Die „Oberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich dur6> die Polt 2.25 (ohne Bestellgelds, bei unseren Zeitungsstellen 2 <M. frei ins Haus. —' Verlag von Dr. C. Hitzeroth. — Druck der Univ- Buchdruckerci I. A. Koch (Znh. Dr. E. Hitzeroth). Markt 21. Tel. 55.
baten ermordet hatten. Sämtliche Gebäude der Station sind alt und baufällig gewesen, lieber den Zusammenstoß mit Eingeborenen im Muni-Bezirk, wo bekanntlich der Vizeseldwebel Siewert- sen gefallen ist, wird ein umfassender Bericht des Majors Zimmermann veröffentlicht. Die allerorts verhetzten Eingeborenen, mit denen auch die Franzosen bis in die jüngste Zeit fortwährend kämpfen mutzten, scheinen nach dem energischen Eingreifen unserer Schutztruppe ein friedliches Verhalten beobachten zu wollen. Denn sie haben freiwillig durch Vermittlung eines treu gebliebenen Häuptlings eine geraubte Geldkiste der Erenzexpedition wieder zugestellt.
Kein wahres Wort?
Belgrad, 3. Aug. Das Serbische Pressebüro tritt den buk« garischerseits verbreiteten Nachrichten über angebliche Grausam» leiten der Serben entgegen, indem es meldet:
„Es mutz hervorgehoben werden, daß die Bulgaren in ihren verleumderischen Berichten über angebliche serbische Grausamkeiten sich niemals aus wirkliche Tatsachen, Untersuchungen und Berichte von Kommissionen berufen konnten, wie es von serbischer Seite geschehen ist. Die ebenso unwahren Nachrichten über serbische Offensivaktionen verfolgen offenbar den Zweck, angesichts des abzuschlietzenden Friedens während der Friedensverhandlungen Serbien als den Störenfried und als diejenige Macht hinzustellen, die bestrebt ist, die Friedensverhandlungen zu stören, während doch die Bulgaren als stets angreifender Teil alles tun, um noch im letzten Augenblicke irgendwelche Erfolge zu erringen, und damit den Beweis zu erbringen, daß die militärische Lage Bulgarien» sich gebessert und das Kriegsglück sich gewendet habe. Darauf ist di« bulgarische Meldung über den Durchbruch der serbischen Stellungen bei Egri Palanka zurückzuführen. Daß an allen diesen Berichten kein wahres W o r t ist, ergibt sich aus der allgemein bekannten Lage am Kriegsschauplatz auf der ganzen Linie von Widin bis Kotschana und Zarew Selo, die von den serbischen Truppen tapfer und erfolgreich verteidigt wird. Es wurden dabei sogar beträchtliche Vorstötze gemacht und früher von den Bulgaren besetzte Punkte genommen."
Einigung zwischen Rumänien und Bulgarien.
Bukarest, 3. Aug. Heute früh fand eine Konferenz der bulgarischen und rumänischen Delegierten unter dem Vorsitze Majorescus statt. Nach einer längeren'Beratung, die bis Mittag dauerte, kam es zu einer Einigung unter den beiden Parteien über drei Punkte, die von Rumänien in der Note vom 21. Juli formuliert worden sind. Der Verlauf der neuen Grenze wurde durch die militärischen Delegierten festgelegt. Ferner verpflichtete sich Bulgarien, die Befestigungen Rustschuks und Schumlas zu schleifen und keine neuen Befestigungen in dem dazwischen liegenden Gebiet und in einem Umkreis von 20 Kilometer um Bal-
vorbehalten ist, kann Bulgarien nach dieser Richtung keine Ver» pflichtungen übernehmen. 3. Bulgarien kann die Berechtigung der Forderung der Verbündeten nach einer Entschädigung der Einwohner nicht anerkennen und über diesen Gegenstand auch nicht verhandeln. 4. Bulgarien willigt ein, datz die Streitigkeiten betreffend die alte serbisch-bulgarische Grenze einer internationalen Militärkommission anvertraut werden, die von den Großmächten zu ernennen ist. 5. Bulgarien nimmt den Grundsatz an, demzufolge die Kriegführenden sich unter Wahrung der Gegenseitigkeit verpflichten, auf ihrem Gebiete den Nationalitäten volle Schul- und Kirchenfreiheit zu gewähren.
Kämpfe trotz des Waffenstillstandes.
Sofia, 2. Aug. Der Kommandeur der an der serbischen Grenze operierenden bulgarischen Truppen entsandte am Nachmittag des 31. Juli einen Parlamentär, um die serbischen Vorposten von dem Eintritt des Waffenstillstandes zu verständigen. Der serbische Oberst erklärte, die Feindseligkeiten nicht einstellen zu können, da er die nötigen Befehle nicht erhalten habe. Gleichzeitig rückte ein serbisches Regiment gegen Prossenic und Ugrenovkamik vor. Trotz des Waffenstillstandes hatten die Serben um 1.10 Uhr nachmittags das Feuer eröffnet, das 40 Minuten andauerte. Ferner sollen die Serben bei Vranja die von einem bulgarischen Parlamentär um 7 Uhr abends gestellte Aufforderung zur Einstellung der Kämpfe mit dem Bemerken abgelehnt haben, datz sie keine Verständigung über die Waffenruhe erhalten hätten und sollen die Angriffe fortgesetzt haben. Die bulgarische Regierung hat gegen dieses Verhalten Einspruch erhoben.
halben Zahre angetan, ist in dieser Minute gebützt worden. Ich reise morgen ab, hier bleiben mag ich nicht mehr. Meiner Mutter gewährst du wohl vorläufig eine Freistatt." v
„Gehe in Frieden. Was du bedarfst an Geld, laste dir auszahlen, ich werde meinem Bankier Anweisung geben."
„Leb wohl und . . vergib . . ich bin hart genug gestraft."
Er winkte nur mit der Hand zum Zeichen der Gewährung, dann war er hinter der Tür verschwunden.
Sie sah ihm nach mit leerem Blick. „Es ist alles aus", murmelten ihre Lippen. Dann ging sie hinüber zu ihrer Mutter.
„Wir reisen morgen früh ab, Mama. Bitte, lah alles packen."
Die Mutter sah sie erschreckt an. „Mein Gott, was ist denn nur geschehen? Gertrud war auch bei mir, um mir Lebewohl zu sagen. Sie will auch verreisen."
„Das hat sich jetzt geändert. Gertrud bleibt und ich gehe. Frage mich jetzt nicht, Mutter. Später will ich dir alles berichten. Wir gehen für immer von hier."
Frau Melzer sah trostlos zu ihr auf.
„Wieder nach Berlin, all das Schöne hier verkästen, wieder in eine enge Mietswohnung?"
„Nein, nein, sorge dich nicht, wir können leben, wir wollen leben, ohne Sorgen. Volkmar sorgt für uns."
„Das lohne ihm Gott. Wenn ich nur müßte, was mit dir wäre."
Da warf sich Herta plötzlich an ihre Brust. „Du hast mich doch lieb, Mama, ich bin dein Kind, du liebtest mich auch, wenn ich böse war. Siehst du, nun bin ich schlecht, ganz schlecht geworden. Die beiden Eheleute da vorn wollte ich auseinanderbringen, weil ich Volkmar liebe, immer geliebt habe. Mein böser Plan ist mißglückt, ich bin entlarvt, und nun gehe ich fort. Hält deine Liebe stand, stützt sie mich nicht von dir?"
„Mein armes, liebes Kind. Nein, ich liebe dich auch jetzt noch. Eine Mutter hört nie auf, ihr Kino zu lieben, am wenigsten, wenn es schuldig und unglücklich ist. Komm, weine dich aus, wir wollen zusammen beten, datz Gott dir verzeiht und dir Ruhe gibt. Versuch es nur, deine Mutter recht von Herzen lieb zu haben, ich sehne mich so sehr nach deiner Siebe."
3
ich
Unerfüllbare Forderungen
, Sei bims und Griechenlands.
Da die Serben und Griechen in den alten Balkanfehler verfallen, im Glück unmätzig zu sein und Oesterreich-Ungarn mit Rußland darüber einig ist, selbst wenn man auf der Bukarester Konferenz diese übertriebenen Forderungen annähme, zugunsten Bulgariens ein Veto einzulegen, so scheint letzten Endes nichts anderes übrig zu bleiben, als die Gebietsverteilung von der Zustimmung der Mächte abhängig zu machen. Die Friedensverhandlungen würden sonst höchstwahrscheinlich im Sande verlaufen und der nicht gerade human geführte Krieg würde seinen Fortgang nehmen:
W i e n, 2. Aug. Wie die „Wiener Allg. Ztg." erfährt, wird in hiesigen diplomatischen Kreisen gegenüber den Forderungen der griechischen und serbischen Delegierten auf der Bukarester Konferenz darauf hingewiesen, daß man unmöglich annehmen könne, es sei Serbien und Griechenland mit solchen Anpsrüchen ernst, deren Unerfüllbarkeit auch in Belgrad und Athen unmöglich verkannt werden könne. Die Unmäßigkeit der serbischen und griechischen Forderungen rückte den Gedanken näher, wie berechtigt der seither auch von anderer Seite vertretene Standpunkt gewesen, den Oesterreich-Ungarn von Anfang an geltend machte, daß die Eebietsverteilung auf dem Balkan nicht ohneZustimmung der Großmächte erfolgen dürfe. Man mutz hoffen, datz die Serben und die°Sriechen, wenn sie schon bei Präsentierung, der Forderungen dem gut gemeinten rumänischen Ratschlag kein Gehör schenkten, dies wenigstens im Verlaufe der Konferenz tun würden, um den Großmächten die gewiß nicht gewünschte Mühe eines umfangreichen Revisionswerkes zu ersparen.
Budapest, 3. Aug. Der Pester Lloyd meldet bezüglich der Wiener Auffassung über die griechischen Forderungen, datz es aus- gefchlosien sei, daß so weitgreifende Aspirationen verwirklicht wür- oen, Oesterreich-Ungarn und Rußland seien überein st immend der Auffasiung, daß Bulgarien nicht erdrosselt werden dürfe.
Die bulgarischen Gegenforderung««.
B u k a r e st, 2. Aug. In der Sitzung der Friedenskonferenz stellten die Bulgaren gegenüber den Forderungen der Serben und Griechen folgende Gegenforderungen auf: 1. Die neue Grenze beginnt an der alten serbisch-bulgarischen Grenze, geht zwischen Ku- manowo und Egri Palanka nach Süden zwischen Veles und Jstip über den Wardar bis Murichowo bei Monastir und sodann über Eewgheli und westlich von Serres über die Struma und endet am Golf von Orfano. Es bleiben daher auf bulgarischem Gebiet Egri Palanka, Kratowo, Kotschana, Jstip, Radowista, Strumitza, Serres, Demir-Hisiar und Kawalla. Die Griechen haben in den Besprechungen mit den Bulgaren die Grenze von Makri nach dem Golf von Lagos zurückgezogen. 2. Da die Entscheidung über die Inseln von der Botschasterkonferenz in London den Großmächten
werden an meinem Weibe?" Und plötzlich ergriff er rauh ihr Handgelenk „Du hast sic verleumdet, gestehe, Gertrud hat jenen Lasten geliebt."
Roman von Hedwig Courths-Mahler.
(Sortierung.)
„Volkmar, sprich doch," flehte sie in wahrhafter Angst, sein Benehmen beunruhigte sie.
„Steh' auf,“ sagte er ruhig und kühl. "Du bist krank, fieberisch erregt, denn was du mir soeben gesagt, kommt sonst nicht so leicht über Weiberlippen."
„Volkmar!"
Er sah sie ruhig an.
„Du verhöhnst mich, trittst meine Liebe mit Füßen", schrie sie.
„Hast du vergesien, datz ich verheiratet bin, soll ich zum Schurken
Rundschau.
Weiteres Steigen der Fleischpreise.
Das „Zentralblatt der Preise, die bei den Vergebungen der Fleischlieferungen für die Truppenküchen der bedeutendsten preußischen Garnisonen vereinbart sind. Die Preise verstehen sich für das Kilogramm frei Ausgabestelle der betreffenden Garnisonen. Für die wichtigsten Fleischsorten ergeben sich hiernach im ersten und zweiten Halbjahr 1913 verglichen mit dem zweiten Halbjahr 1912 folgende Mindest- und Höchstpreise für das Kilogramm in Mark:
gen der Fleischpreise, und besonders die für das zweite Halbjahr 1913 festgesetzten bzw. vereinbarten Preise lehren, daß die Schlächtermeister mit einer weiteren Verteuerung des Fleisches rechnen. Und leider dürsten sie damit recht haben. Man kann also wohl schon jetzt sagen, daß die preußische Negierung, wenn sie noch im letzten Winter die Fleischteuerung als eine vorübergehende Erscheinung betrachtete, sich geirrt hat. Namhafte Volkswirtschaftler sind überdies schon längst der Meinung gewesen, daß wir es in der Teuerung mit einer feststehenden Position in unserm Wirtschaftsleben zu tun haben. Die bayerische Staatsregierung fdjeint daher durchaus auf dem rechten Wege zu sein, wenn sie Ende September eine Agitation für den Konsum von F i s ch f l e i s ch zu entfalten beabsMiZt, die, durch öffentliche Vorträge, Fischkochkurse usw. nachdrücklich unterstützt werden soll.
Di« Grenzvermesinng und Besetzung' 9tthtameruns. -NMr*
Auf Gründ der eingelaufcnen Berichte teilt das amtliche „Deutsche Kolonia^jilatt" mit, daß die Erenzvermessungsarbeiten sämtlicher Ost- expeditxM.en nunmehr ihren Abschluß erreicht haben. Bon den beiden Südgruppen sind die Mitglieder der Ssanga-Dscha-Expedition nach Beendigung ihrer Arbeiten, bei denen völlige Uebereinftimmung mit ihren französischen Kollegen erzielt wurde, bereits sämtlich heimgekehrt. Die Monda-Dscha-Expedition wird voraussichtlich noch bis Mitte September beschäftigt sein.
Die Besetzung der Station Mbaiki des Bezirks Mittel-Ssangha- Lobaye ist von Zwischenfällen begleitet gewesen, über die ausführliche Berichte des Oberleutnants v. Puttkamer Aufschluß geben. Die Gesinnung der dortigen Eingeborenen ist nämlich geteilt. Es besteht eine Kriegspartei, die zwar zum offenen Kampfe nicht stark genug ist, aber durch Brandstiftung Erregung hervorgerufen und großen Schaden verursacht hat. Ein nahe der Station gelegenes Dorf ging eines Sonntags, während die Kompagnie neben dem Chefhause zum Appell angetreten war, an allen Ecken in Flammen auf. Infolge starken Windes fing, wie die Eingeborenen berechnet hatten, die Station selbst Feuer und war nach einer Viertelstunde bis auf den Grund niedergebrannt. Munition, Kaste und Pferde wurden in Sicherheit gebracht, für sich selbst aber konnten die Europäer und Soldaten nur wenig retten. Einige Brandstifter, darunter ein Häuptling, wurden verhaftet. Durch Vermittlung des Oberhäuptlings Zamo, der sich von Anfang an sehr gut mit dem Posten gestellt hatte, gelang es, alle Häuptlinge Mbaikis zur Unterwerfung zu bewegen, nachdem das ruhige und sichere Verhalten der Kompagnie und die Rettung der Munition sie eingeschüchtert hatte. Sie versprachen jede Genugtuung und die Auslieferung zweier Eingeborenen, die einen Sol-
„Nicht um deiner Liebe willen. Wenn du mich wirklich liebtest auf deine Art, so helfe dir Gott, ich kann es nicht, denn meine Liebe gehört Gertrud."
„Auch bann, wenn sie dich um den andern verläßt." i „Auch bann.“
Sie schluchzte auf aus trockener Kehle. „Nun benn, so gehe zu ihr Unb bitte sie um Verzeihung. Ich habe sie verleumdet, sie war empört Über die Zudringlichkeiten des jungen Runge. Und nun ich dir bas gejagt, verachte mich, wenn bu willst, verdamme mich, haste mich. Ich habe Nichts mehr yt verlieren. Gertrud ist gerächt. Was ich ihr tn diesem
Marburg
Montag, 4 August
gewesen. Da stand er nun mit schwerem Herzen und starrt« auf di« Tür. Stören wollte er sie nicht, wenn sie wirklich schlief.
Er hatte wohl bemerkt, wie blaß und müde sie jetzt aussah, et hatte ihm das Herz ergriffen, aber bann bildete er sich ein, daß ihr Kummer nicht ihm galt, sondern seinem vermeintlichen Nebenbuhler, besten Gefährlichkeit ben Weibern gegenüber er schon früher kennen gelernt hatte. Er war außer sich vor Scham und Zorn, wenn er daran dachte, wie er Gertrud behandelt hatte in der letzten Zeit. Würde et Verzeihung finden bet ihr? Langsam und zögernd ging er davon. Et gab Frieda Weisung, ihn sofort zu rufen, wenn seine Gattin erwache« würde. Dann trat er hinaus in die herbe, kühle Herbstluft und schritt hinunter ins Tal.
Auf dem Wege dahin kam ihm Reinhold Runge entgegen. Er blieb vor Volkmar stehen und zog den Hut.
„Verzeihung, Herr Doktor, kann ich wohl Ihre Frau Gemahlin auf einige Minuten sprechen?"
Volkmar sah ihn fragend an.
„Im Augenblick nicht, meine Frau ist etwas unwohl und hat sich zur Ruhe begeben. Was wünschen Sie von ihr?"
Reinhold blickte verlegen zu Boden. „Zch hätte es der gnädige». Frau gern selbst gesagt."
„So müssen Sie sich später heraufbemühen."
„Sehr wohl, Herr Doktor!"
Er zögerte einen Augenblick, bann richtete er sich entschlossen auf. „Zch erlaube mit, Zhnen mitzuteilen, baß ich mich soeben mit bet Witwe des Heizers Mertens verlobt habe."
Volkmar trat überrascht einen Schritt zurück. „Wat es bas, was Sie meiner Frau zu sagen wünschten?"
„Za, das heißt, ich hatte noch eine bezügliche Bitte an Zhte Fra« Gemahlin."
„So. Diese Ihre Wahl überrascht mich sehr. Was sagt Zht Vater dazu?"
Reinhold wurde wieder sehr verlegen. „Mein Vater wolltt mh erst seine Einwilligung versagen, er hatte andere Pläne mit mit. Da . . . nun ich sagte ihm darauf, daß die gnädige Frau mit selbst den Rat gegeben hatte . . . daß ... daß ich eine Schuld an meiner Braut abzutragen hätte, die ich sühnen wollte. Mein Vater hatte darauf nichts mehr einzuwenden. Er verehrt die gnädige Frau so grenzenlos, dich «r überzeugt ist, sie hat mir gut geraten.“
(Schluß felgt)
Ich gestehe, daß deine Berichte mich von ihr entfernten, daß ich beinahe deinem Zauber erlegen wäre, weil ich deinen Einflüsterungen Gehör schenkte. Gestehe, daß bu gelogen hast, daß du mich mit Absicht meinem Weibe entfremdetest. Ich will dir um dieser einen Wahrheit willen alles verzeihen, alles, nur nicht, daß du meinen Bruder betrogen, diesen «dein, treuen Menschen, der für dich die Sterne vorn Himmel herabgeholt hätte, wenn er es. vermocht. Das kann ich dir nicht verzeihen, niemals." Sie lachte schrill wie im Wahnsinn auf. „Recht so, schmähe mich um meiner Liebe willen."
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Beilage".
Der Anzeigenpreis beträgt für die 7ge[paltene Zeile ober .Q , deren Raum 15 <3, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4, für 48. HUyrg, Reklamen die Zeile 60 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt.
2. Halbj 1912
1. Halbj. 1913
2. Halbj. 1913
Kuhfleisch . . . .
1,12—1,50
1,16—1,62
1,18-1,57
Ochsensleisch . . .
1,14—1,57
1,18—1,66
1,24—1,62
Gehacktes Rindfleisch
1,20—1,70
1,25—1,93
1,42—1,90
Kalbfleisch ....
1,00—1,70
1,20—1,80
1,30—1,84
Kalbsbraten . . .
1,16—1,95
1,30—2,00
1,60—2,20
Hammelfleisch . ,
1,22—1,62
1,30—1,64
1,48—1,80
Schweinefleisch . .
1,08—1,39
1,38—1,85
1,16—1,70
Eisbein ....
0,80—1,40
1,00—1,70
0,90—1,48
Schweineschmalz . .
1,10—1,55
1,45—2,00
1,20-1,80
Aus diesen Preistabellen ergibt sich ein anhaltendes Stet