I
1913
Erstes Blatt
Marburg
Dienstag, 15. Juli
Vereinigung erklärte, er habe sich in seinen Anschauungen nicht geändert. Umso interesianter ist, daß die „Franks. Ztg." ihm jetzt vorschreibt, wie er sich als Vertreter der Linken entwickeln soll: „Bisher hat man Herrn Dr. Böhme, auch nachdem er Eeschäfts- führer des liberalen Deutschen Bauernbundes geworden war, seine frühere Zugehörigkeit zum Bunde der Landwirte noch häufig in °sehr wenig erfreulicher Weise angemerkt: dah zum Beispiel der deutsche Bauernbund noch immer keine kräftige Aktion gegen die bauernfeindlichen Futtermittelzölle unternommen hat, entspringt sicher in erster Linie der unklaren Haltung, die Herr Dr. Böhme selbst in dieser für den Bauernstand so eminent wichtigen Frage einnimmt. Jetzt, wo er Reichstagsabgeordneter geworden ist, wird er wohl auch einmal deutlicher sagen, wohin er den Deutschen Bauernbund zu führen gedenkt." Der von Sozialdemokraten gewählte Dr. Böhme auf dem Wege zu Eothein — ein wundervolles Bild! Wir Marburger haben ein merkwürdiges Geschick mit unseren Abgeordneten und — ihrer Prinzipientreue!
auf ihrem Vormarsch ununterbrochen mit dem Feinde in Beruh- rung. Es finden sich überall zurückgelasiene Waffen, Munition und Lebensmitel. Mehrere bulgarische Soldaten, die auf der Flucht vor E r m a t t u ng liegen geblieben waren, wurden sterbend aufgefunden. . Das beweist die vollkommene Zerrüttung der bulgarischen Streitkräfte. Auf dem Wege von Jstip nach Petritsch wurden 26 Kanonen, 400 Wagen mit Munition, funkentelegraphischen Apparaten, sowie Krankenwagen, Jnfanteriepatronen, andere Kriegsmaterialien und Lebensmittel erbeutet.
Meuterei im bulgarischen Heer.
Frankfurt a. M., 14. Juli. Die „Franks. Ztg." meldet aus Genf: Ein hierher geflüchteter bulgarischer Offizier, der den vom General Kowatschew befehligten Truppen angehörte und während des ersten Balkankrieges wiederholt ausgezeichnet wurde, sagte, er habe den Kriegsschauplatz verlassen müssen, um den Drohungen und Beschimpfungen seiner eigenen Soldaten zu entgehen und der Gefahr von ihnen getötet zu werden. Mehrere bulgarische Offiziere habe dieses Schicksal er. eilt; sie seien von ihren eigenen Mannschaften getötet worden. Di, Truppen, bei denen der zweite Balkankrieg geradezu verhaßt, jedenfalls unpopulär sei, wollen durch derartige Maßregeln einen Druck auf die Regierung ausüben zur Einstellung der Feindseligkeiten und zu ihrer Entlastung. Alle Nachrichten über derartige Gewaltakte und Kundgebungen würden von der Zensur natürlich unterdrückt, weshalb das übrige Europa davon bisher nichts erfahren habe. Bei der gegenwärtigen Erbitterung der Bevölkerung wäre der Bürgerkrieg in Bulgarien fast unvermeidlich.
Gegenseitige Bezichtigung unerhörter Greuel.
Athen, 13. Juli. Der König übersandte unabhängig von dem an die Mächte gerichteten Protest persönlich den Staatsoberhäuptern einen Protest gegen die Grausamkeiten der Bulgaren. Mehr als 30000 Personen nahmen an der Protestversammlung gegen die Ereueltaten der Bulgaren teil. Der Bürgermeister von Athen Merkuris hielt eine mit großem Beifall aufgenommene Rede. Die Versammlung beschloß, an die Hauptstädte Europas und Amerikas ein« Protestkundgebung zu senden.
Athen, 13. Juli. Ein offizieller Bericht besagt: In Stru« mitza marterten die Bulgaren die serbischen Gefangenen und verbrannten einen serbischen Offizier lebend. Di« griechische Polizei entdeckte in den Häusern der Bulgaren in, Strumitza eine große Zahl von Bomben und gestohlene Sache« aus griechischen und muselmanischen Häusern. Bulgarische Kriegsgefangene erzählen, die Offiziere hätten ihnen am Abend vor dem Kriege in den Kasernen auseinandergesetzt, der Krieg würde all« Soldaten reich machen. In den Städten, die besetzt würden, würde ihnen volle Freiheit zur Plünderung gelosten, auch könnten fie griechische und muselmanische Frauen ungestraft verwaltigen.
Belgrad, 14. Juli. Der Operateur einer russischen Filmfabrik, dem es gelungen war, einem Nahkampf zwischen Serben und Bulgaren beizuwohnen, beschuldigt die Bulgare« derunerhörtestenErausamketten gegen die serbischen Verwundeten. Zahlreiche Leichtverwundete wurden ans Kreuz geschlagen, anderen wurde die Zunge ausgeschnitten und die Augen ausgestochen. Wieder andere wurden in schreck« kicher Weise verstümmelt. Nach anderen hier vorliegenden Meldungen haben die Bulgaren in einem mazedonischen Dorfe 100 junge serbische Mädchen geschändet und 60 von ihnen ermordet. Die serbische Regierung hat die Vertreter der ausländischen Preste aufgefordert, *bie Aufmerksamkeit der zivilisierten Welt auf die bulgarischen Grausamkeiten zu richten.
S o f i a, 14. Juli. Die Agence Bulgare erklärt entgegen den unwahren Meldungen aus griechischer und serbischer Quelle übe» Ausschreitungen, die die bulgarischen Truppen sich an der griechischen Bevölkerung hätten zu schulden kamen lasten, daß es vielmehr die serbischen und griechischen Truppen waren, die in den von ihnen besetzten Gebieten an den bulgarischen Bewohnern Ausschreitungen begingen, die überhaupt unbeschreiblich wären. Die bulgarischen Bewohner Thraziens sind einer Schreckensherrschaft durch die Serben und Griechen ausgesetzt. Alle Bulgaren werden drangsaliert, gefangen genommen und fortgeschleppt, sodaß sie bald ausgerottet sein werden. Das von den Griechen und Serben besetzte Gebiet ist in eine Einöde verwandelt worden. Die Griechen hätten alle bulgarischen Dörfer angezündet, in die sie letzthin eingezogen, und aus der sich die Bevölkerung, wenn es ihr gelang, flüchtete. Ueber 200 bulgarische Familien sind aus Kilkitsch in bejammernswertem Zustand in Sofia angekommen. Tausende । andere, die aus den Bezirken von Doiran, Strumitza, Jstip und s anderen entkommen sind, überfluten die nach Bulgarien führenden Wege. Die Flüchtlinge erzählen entsetzliche Dinge von der ', Aufführung der serbischen und griechischen Truppen. Um die Wahrheit an den Tag zu bringen, ist die bulgarisch« Regierung bereit, einer internationalen Untersuchung der Ausschreitungen zu-- zustimmen.
S o f i a, 14. Juli. Am 11. d. Mts. traf ei« zur Rekognoszierung nach Serres gesandtes Detachement auf ein 1000 Mann starkes Korps Antartes (griechische Irreguläre), das sich zu einem Kampfe teils in di« Stadt, teils auf einen benachbarten Bergrücken zurückzog. Als die Bulgaren zu den Toren von Serres gelangten, feuerten in den Häusern verborgene Griechen auf sie. Es entwickelte sich ein erbittertes Feuergefecht. Als die Bulgaren eine Umgehungsbewegung um die Stadt begonnen hatten, beschlosten die Antartes, außer Stande den Kampf fort- zufetzen, sich zurückzuziehen. Vor dem Rückzug aber steckten sie die Lebens- mttel- und Munitionsdepots, die von den Bulgaren zurückgelasten worden waren, in Brand. Die Anstrengungen der Bulgaren, des Feuers Herr zu werden, blieben erfolglos. Die ganze Stadt stand bald infolge de» heftigen Windes in Flammen. Zuerst kennte da, bulgarische,
Zwei Ersatzwahlen.
In der vorigen Woche haben zwei Ersatzwahlen stattgefunden, deren Ergebniste bereits mitgeteilt wurden, an denen man aber doch nicht so kurz vorübergehen kann. — Beide Male hatten Konservative ihre Mandate zu verteidigen, die angefochtenen Mandate der Linken werden bekanntlich von der Wahlprüfungskommission nicht so schnell „gefördert", man hat sich dort, wie es in der Presse letzthin hieß, seine Mandate gegenseitig noch auf einige Zeit „garantiert". — Beide Male haben die Konservativen die Mandate verloren. Die Linke ist gestärkt,so jubelt es laut im freisinnigen Lager. Ob man aber z. B. Dr. Böhme, den Erwählten von Salzwedel, so zur Linken rechnen kann, bleibt uns — selbst eine starke Wandlungsfähigkeit vorausgesetzt — doch immerhin zweifelhaft, er müßte sonst auch seinen ganzen wistenschaftlichen Standpunkt z. B. in der Zollfrage „revidieren". Und die jungliberale „Köln. Ztg." trifft doch den Nagel auf den Kopf, wenn sie zur Wahl ,in Zauch-Belzig sagt: „Mit der billigen Freude, daß die Linke hier wieder ein Mandat auf Kosten der Rechten gewonnen hat, kommt man hier nicht aus. Abgesehen davon, daß wir schon wiederholt gezeigt haben, wieweniginderpraktischenpoli- tischen Arbeit mit einer Mehrheit der Linken zu leisten ist, die zu einem großen Teil aus der Sozialdemo- f r a t i e b e st e h t . . . ." Das zeigte ja doch auch die ganze Verabschiedung der Wehrvorlage. Der Freisinn freilich gefällt sich im Spielen mit dem Eroßblockgedanken; er weiß warum. Er steht und fällt mit der Gunst der Sozialdemokratie. Darum hat er es auch fertig gebracht gegen den freikonservativen Kandidaten v. Oertzen, einen allgemein geachteten nationalen Politiker von bedeutenden Qualitäten, irgend einen sozialdemokratischen Dutzend-Agitator Ewald zu unterstützen. Der 111. Sozialdemokrat im Reichstage verdankt dem freisinnigen Verrat an der Sache des Bürgertums oder wenn man lieber will, dem neuesten Beweise seiner Hörigkeit gegenüber der Sozialdemokratie seinen Sitz. Das wird man nicht vergesten, und man wird auch in konservativen Kreisen dazu kommen müsten, dem Freisinn klar zu machen, daß man ihm, wenn «r sich so sehr als Bruder der Sozialdemokratie fühlt, seine häus- sichen Kämpfe mit diesen auch a l l ein ausfechten läßt. Und hoffentlich steht die Rechte hier nicht allein. Wie eine Wahlparole für Ewald gegen Oertzen zu beurteilen ist, nachdem eben e r st die Kämpfe um die Wehrvorlage beendet, ergibt sich für jeden bewußt nationalen Politiker von selbst. Die Wahlparole des Freisinns gegen Oertzen findet denn auch bis weit in die Kreise der Linken hinein einstimmige Verurteilung. Es muß aber endlich der Zwit- kerpartei des Freisinns klar gemacht werden, was-gerade Nationale Politik heißt.
Die Wahl in Salzwedel hat für uns mehr lokales Interests Ivegen der Person des Siegers. Daß v. Kröcher fiel, ist manchem ein großes Vergnügen, weniger daß Böhme gewählt wurde, von dem es im Börsenkurier heißt, daß nur ein mit homöopathischen Dosen von Liberalismus gespeister Mann in den Reichstag einzieht. Wie schnodderig radikale Politiker aber mit Persönlichkeiten umgehen, die doch wahrhaftig geistig turmhoch über ihr stehen, beweist die „Berl. Morgenpost". Da schreibt einer: „War doch Jordan v. Kröcher, der langjährige Dreiklastenhaus- präsident, der typische Vertreter junkerlicher Gewaltpolitik. Er markierte inner- und außerhalb des Parlaments den „starken Mann", dem der Besitz eiserner Nerven gestattet, auf den Luxus hervorragender Intelligenz Verzicht zu leiste n." Man kann der „Täglichen Rundschau", der man „reaktionäre" Tendenzen gewiß nicht nachsagen wird, nur Recht geben, wenn sie schreibt: „Man könnte im Berufsintereste jedem demokratischen Zeitungsschreiber nur ein Drittel der Intelligenz wünschen, wie sie Jordan von Kröcher bei aller Einseitigkeit eigen war." Im übrigen hat in Salzwedel auch die Sozialdemokratie eine Rolle gespielt, denn Herr Dr. Böhme hat ihre volle Unterstützung erhalten. Wie die Sozialdemokratie ,tn ihrer offiziellen Erklärung zur Stichwahl sagte, hat man Herrn Dr. Böhme von ihrer Seite in einer Versammlung einem Examen unterworfen, daß er so gut bestand, daß man die Ueberzeugung gewann, die Sozialdemokratie „müßte Mann für Mann und r e st l o s f ür D r. B ö h m e st i m m e n/
Ob das Eintreten der Genosten für Dr. Böhme auf seinen Sieg schließlich entscheidend eingewirkt Hat, ist für uns hier gleich- giltig. Für seine Wahl ist in letzter Linie wohl sein ausgezeichnetes, rücksichtsloses agitatorisches Geschick maßgebend gewesen, das er schon hier betätigte. Dr. Böhme ist von rechts und links gewählt. Seine sorgfältig gewählte Stellung ermöglichte ihm diesen Luxus. Ob sie auch in der Praxis sich als dauernd erweist?
Wir wollen nicht so boshaft sein und an die wirklich bösen Geschichten bei seinem Abgang aus dem Wahlkreis erinnern. Aber die näheren Umstände seines Salzwedeler Sieges machen den Beobachter herzlich lachen. Es war vor ungefähr — 6 Jahren, daß Dr. Böhme in Alsfeld erklärte, die Nationalliberalen müste man (nach dem fälschlich Bismarck zugeschriebenen Wort) „a n d i e Wanddrücken.btssiequ letschen"! Heute schließt er sich bieser Partei, ja sogar der Fraktion an. Wenn die „Frankfurter Ztg." heute frohlockt, daß der damalige ftt Reaktionär und Anti- femit al» Vertreter der Linken gewählt ist, so könnte man sich vor Lachen schütteln. Daß das Wort „Böhme" in sozialdemokratischen Preisen geradezu als Schimpfwort gebraucht wurde, dürfte heute einen besonderen Reiz haben. Bekannt Ist, daß Dr. Böhme ein Greiner Agrarier" war und nach seinem Austritt aus der Wirtsch.
Das Emqreifen Rumäniens und der Türkei.
Es hat Bulgarien nichts genützt, auf den Einmarsch der rumänischen Truppen und die Abberufung des Prinzen Ehika-von Sofia nicht zu reagieren. Man hat dem bulgarischen Gesandten, wie gemeldet, einfach die Tür gewiesen. Jetzt mußte er wohl oder übel das ungastliche Land verlasten:
Bukarest, 14. Juli. Der bulgarische Gesandte Kalinkow und das Personal der Gesandtschaft haben heute Bukarest im Sonderzug verlasten und sich über Giurgewo nach Rustschuk begeben. Der Kriegszustand zwischen Rumänien und Bulgarien ist damit endgjiltig eröffnet.
Trotzdem finden die vordringenden Rumänen noch immer keinen Widerstand. Man weiß auch nicht, wie weit sie in bulgarisches Gebiet einrücken werden. Das als Endziel genannte Baltschik haben sie bereits ereicht:
B u k a r e st, 14. Juli. Blättermeldungen zufolge erreichte die rumänische Armee gestern Turtukhai und Dobritsch.
-—- S ofia, 44. Juli. Rumänische Kavallerie Hut außer Sili- stria auch Dobritsch, Baltschik und die benachbarten Ortschaften besetzt.
Bukarest, 14. Juli. Die „Agence Roumaine" bezeichnet die ausländische Blättermeldung, rumänische Trupepn seien vor Carabia erschienen, um einen Uebergang über die Donau vorzubereiten, als Erfindung. Die „Agence Roumaine" ist ermächtigt, die Meldung formell abzuleugnen.
Die Türken finden gleichfalls keinen Gegner vor und sollen bereits Tschorlu besetzt haben und auf Adrianopel marschieren. Nach einer anderen, wohl richtigeren Meldung, hat Bulgarien sich mit der türkischen Regierung geeinigt. Die Türkei hat den bulgarischen Vorstellungen nachgegeben und den türkischen Truppen Befehl gegeben, nur das Gebiet östlich der Grenzlinie Enos-Midia zu besetzen. Bulgarien stimmt einer geraden Linie zwischen Enos und Midia als Grenzlinie zu. Die Entschlostenheit der Mächte, der Pforte zu notifizieren, sie würden ihre militärischen Bewegungen über die Grenze Enos-Midia hinaus, die bereits infolge der Mediation der Botschaftervereinigung festgelegt sei, nicht g e st a t t e n , hat also gewirkt. Bulgarien hat in die freiwillige Räumung des von ihm noch besetzt gehaltenen türkischen Gebietes eingewilligt und den Militärbehörden befohlen, mit den ottomanischen Befehlshabern die Räumung der Gebiete, die nach dem Friedensvertrag an die Türkei zurückgegeben werden, zu regeln. Bulgarien besttmmte den General Horsattschief zum Vertreter in der Erenzkommisston.
Es scheint auch, daß es bald zu einem Waffen st ill st and zwischen Bulgarien und Serbien kommen wird:
Belgrad, 14. Juli. Die Meldung, daß Serbien die Friedensunterhandlungen zurückgewiesen habe, ist, wie das Serbische Preßbüro mitteilt, völlig unrichtig. Serbien hat erklätt, daß es bereit sei, von Bulgarien abgesandte Bevollmächtigte zu erwarten, mit denen die Unterhandlungen wegen der Friedenspräliminarien gepflogen werden sollen. Nach der Unterzeichnung dieser Präliminarien ist Serbien sofort bereit, die Feindseligkeiten einzustellen.
Einstweilen aber wird aus allen Kriegsschauplätzen weiter gekämpft, am heftigsten
um Küstendil:
Wien, 14. Juli. Der „Zeit" wird aus Belgrad telegraphiert: Vor und um Küstendil in Bulgarien wütet seit einigen Tagen ein Kampf, dessen Heftigkeit alleshinter sich läßt, was sich bisher in den so blutigen Kämpfen ereignet hat. Die Serben bekennen unumwunden, daß die Bulgaren mit heldenmütigster Hartnäckigkeit kämpfen. Jeder Fuß breit Land muß mit S t r ö me n V l u t e s erkauft werden. Die Zahl der Opfer ist auf beiden Seiten ungeheuer.
Im Norden.
S e m l i n, 14. Juli. Die Kämpfe der bulgarischen Nordarmee dauern ununterbrochen an, und dabei gewinnen die Bulgaren, wenn auch sehr langsam, wird er anBoden. Nego- tin wurde jedoch noch nicht angegriffen. Die Serben entsandten das 13. Regiment zur Verstärkung dorthin. 40 Kanonen find von Kragujevaz über Paracin nach Zajecar abgegangen. 2000 serbische Komitatschis mußten vor den Bulgaren die Flucht ergreifen, sie ereichten Brza Palanka an der Donau.
, Der Rückzug der bulgarischen Südarmee.
Athen, 13. Juli. Nach einem Telegramm des Hauptquartiers an das Kriegsministerium wird der bulgarische Rückzug über die Paste von Kresna und Petschewo fottgesetzt. Die Griechen find
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