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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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»preis beträgt für die Tgeipaltene Zetle ober .r cvn(,rn , bei amtlichen nnd auswärtigen Anzeigen 20 4. füriO.

1913.

Ho 150 die Post 2.25 .« (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstelleni 2 Jt */,Ä ldV frei ins Haus. - Verlag von Dr. E. Hitzeroth - Druck der Umo^.

Buchdruckerei I A. Koch (Inh. Dr. C. Hitzeroth). Markt 21. Tel. 55.

Erstes Blatt

Marburg

Montag, 30 Juni

I findet . Zwischenfall <m'i»eTioneuPösterreichische Dampfer, der 1 dem »

DieOberhesfische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn und Feiertage. Der Bezugspreis betragt viertelrahrlrch durck

I aann die Segelwettfahrt. ,

Deutsch-italienisch« Kameradschaftlichkert. Kiel, 29. Ium. I Zwischen den Offizieren der hier ankernden italienischen Schiffe ITrinacrra" undAmalfi" und denen der deutschen Kriegsschiffe entwickelte sich ein herzlicher und kameradschaftlicher Verkehr.

I Zahlreiche Einladungen zu Bordfestlichkeiten und anderen Ver- I anstaltungen gingen dem italienischen Offizierkorps zu, denen I gern entsprochen wurde. So war das Offizierkorps der JachtTrr- nacria" und des KreuzersAmalfi" bei dem gestern vom Sta-

I tionschef Admiral Eoerper in der Admiralität gegebenen Earten- I fest überaus zahlreich vertreten. Der gleiche herzliche Verkehr ist zwischen den Mannschaften der deutschen und italienischen Schiffen

I zu beobachten. Morgen veranstaltet die Stadt Kiel zu Ehren der I Unteroffiziere und Mannschaften der italienischen Schiffe eine Festvorstellung im Reichshallentheater. Heute nachmittag fand

I ein Wett rudern der mit je 14 Mann besetzten Kutter des PanzerkreuzersAmalfi", des LinienschiffesHesien" und des PanzerkreuzersMoltke" statt. Der italienische Kutter siegte mit I einer Bootslänge. Der Kaiser sah dem Wettrudern zu. Die Sie­ger wurden mit großem Jubel begrüßt. ,

_ Anfrage an den Reichskanzler wegen der Ttgrisschtsfahrt. Berlin, 28. Juni. Dem Reichskanzler ist folgende, von den AAe- ordneten Basiermann und Frhrn. v. Richthofen unterzeichnete An­frage zugegangen.Ist die Meldung richtig daß die deutsch« Re­gierung bei den deutsch-englisch-türkischen Verhandlungen über Kowett und die Endstrecke der Bagdadbahn f ü r i m m e r aus ,ede deutsche Beteiligung an der Schiffahrt a u f d e m T i g r i s verzichtet habe? Wir begnügen uns mit einer schriftlichen Ant­wort." DemHirsch-Telegr.-Büro" zufolge soll die Meldung von dem deutschen Verzicht amtlicherseits als den Tatsachen nicht entsprechend bezeichnet worden sein.

Klug geworden. Straßburg, 28. Juni. Um Mitte August 4 fn Colmar i. E. eininternationale, Turnfest" statt, zu von »ußerdeutschen Turnvereinen namentlich schweizerische

deren Raum 15 4, -...... » , - v «...

Reklamen die Zeile 60 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt ^leder Rabatt gilt als Barrabatt. Zahlungen unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

nicht überhört."

Bulgarisch-rumänischer Zwischenfall.

Bukarest 28. Juni. Die Agence Telegraphique Rumaine meldet' Als der'österreichisch-ungarische DampferKarl Ludwig" mit 300 nach Rustschuk bestimmten bulgarischen Reservisten im Hasen von Ramadan anlegte, flüchtete ein Teil der Reservisten auf einen österreichischen Schleppkahn, um zu desertieren Die Sol- baten wollten auf den Kahn schießen, wurden jedoch durch den Kapitän und die bulgarischen Offiziere daran gehindert Die De- {erteilte wurden auf die Wache gebracht. Ein bulgarischer Unter­offizier, der an Land ging, um die Deserteure zurückzubringen, wurde verhaftet, später jedoch nach einer vom Hafenkapitan, dem Kapitän dcs Dampfers und einem bulgarischen Leutnant veran­stalteten Untersuchung freigelasien. Der bulgarische Leutnant dankte für die Beendigung der Zwischenfälle, worauf der Dampfer nach Rustschuk wetterfiihr.^re Bulgare" meldet über den

und französische angemeldet waren. Wie verlautet, hat die Regierung dem Verein, von dem die Veranstaltung ausgeht, mit­teilen lasten, daß französische Vereine nicht zu g elass en wer­den würden. Die Regierung geht dabei sicher von der richtigen Erwägung aus, daß das Turnen nur Vorwand für den Kultus der Revancheidee sein würde.

__ Vorbildliche Opserfreudigkeit von Ausländsdeutsche«. Berlin 28. Juni. Aus freiwilligen Beiträgen zu Kosten der Heeresverstärkung sind von der deutschen Kolonie Antwerpen 350 811 cM. bei der Reichshauptkaste eingegangen.

40'bulgarische Soldaten an Bord hatte, bei Eiurgevo anlegte, ver­suchten zwei Soldaten türkischer Nationalität zu entfliehen. Ein Korporal, der die Verfolgung aufnahm, wurde von rumänischen Soldaten verhaftet. Die Bulgaren demonstrierten lärmend und erklärten dem Kapitän, sie würden den Dampfer nicht abfahren lasten, wenn ihr Führer nicht freigelasten werde. Infolge der Intervention des österreichisch-ungarischen Konsuls wurde der Korporal freigelasten.

Bulgarische Banden. |

Saloniki, 28. Juni. Eine bulgarische Bande unter dem Kommando Christows stieß zwischen Monastir und Ochrida auf eine starke serbische Militärabteilung. Nach mehrstündigem Feuergefecht gelang es den Komidatschis, sich unter Benutzung von Handgranaten durch die Serben durchzuschlagen. Auf beiden Seiten waren empfindliche Verluste zu verzeichnen.

Saloniki, 28. Juni. Schwere Ausschreitungen bulgari­scher Soldaten und Komidatschis werden aus den Dörfern Raicovo, Jeniköj Yendidje und Batoustra gemeldet. Im Bezirk Tanthi wur­den Lehrer und Priester gezwungen, nach Xanthi zu fliehen, und Bauern, das Schisma anzunehmen. Die Einwohner werden be­drückt und die Häuser geplündert. Das Dorf Baloustra wurde vollständig verwüstet. .

Deutsche Seesoldaten für Skutarr.

W i e n , 29. Juni. Der deutsche KreuzerBreslau" wird am 30. Juni Po'la anlaufen, um ein auf dem Bahnwege eintreffendes, vier Offiziere und 88 Mann umfastendes Detachement deutscher Seesoldaten an Bord zu nehmen, um es nach Skutari zur Ab­lösung der dortigen Marinemannschaften zu bringen.

* * *

Rom, 28. Juni.Eiornale d'Jtalia" schreibt über die be­vorstehende Begegnung des Deutschen Kaisers mit dem König von ^^»eibe Monarchen werden von ihren Ministern begleitet; daher haben ihre Unterredungen sicher politischen Charakter. In erster Linie werden in Kiel die Orientfragen erörtert. Die Gesichtspunkte Italiens und Deutschlands hinsichtlich des Orients sind fast dieselben; beide haben während des Balkankrieges übereinstimmend für den Sieg des Grund­satzes' Der Balkan den Balkanvölkern" und an der Beilegung des. Kon­fliktes zwischen Oesterreich-Ungarn und Rügland gearbeitet. Jetzt wüsten sie mit Oesterreich-Ungarn zusammenwirken, die Organisation des unab­hängigen albanischen Staates durchzuführen, alle Anstreirgungen machen, um einen brudermörderischen Orientkrieg zu verhindern und besonders an der Konsolidierung der asiatischen Türkei arbeiten. Ferner ist die Frage der Südgrenze Albaniens und der ägäischen Inseln zu regeln. Deshalb und wegen der daraus zu erwartenden Verstärkung I der deutsch-italienischen Freundschaft sehen wir die Begegnung unseres Königs mit seinem mächtigen und genialen Verbündeten mit Freude.

B e l g r a d, 28. Juni. Einer Meldung aus Uesküb zufolge, sind daselbst 12000 montenegrinische Soldaten ein­getroffen.

Sofia, 28. Juni. Die bulgarische Bevölkerung von Salo­niki hat an König Ferdinand ein Telegramm gesandt, in dem sie über die Bedrückungen und Mastenverhaftungen seitens der I griechischen Behörden Klage führt und die Hilfe des Königs an- I ruft.

Besserung der Blil^cmlage?

Der rumänische Gesandte in Sofia Prinz Ehika hat der bul- I garischen Regierung die amtliche Erklärung abgegeben, daß sich I Rumänien im Falle eines serbisch-bulgarischen Krieges die Frei- I heit des Handelns vorbehalte. Von unterrichteter Seite wird er- I klärt, daß mit einem Einmarsch des rumänischen I Heeres in Bulgarien bei Ausbruch des Krieges der Zweck I verfolgt werde, einen Balkankrieg zu verhindern. Wenn diese Absicht nicht erreicht werde, so werde die rumänische Armee im Falle eines siegreichen bulgarischen Vordringens tätigen Anteil I gegen Bulgarien nehmen, weil Rumänien in einem siegreichen I Bulgarien eine große Gefahr für die Zukunft erblicke. Die Neu­tralität Rumäniens würde vielleicht in letzter Stunde zu erzielen I fein durch freiwillige Ueberlastung derjenigen Gebiete an Ru- I mänien, die es zu Beginn des bulgarisch-rumänischen Streitfalles gefordert hat, nämlich der durch die Linie TurtachanBaltschik bezeichneten Gebiete, die Rumänien zur Erhaltung des Kräfte- verhältnistes auf dem Balkan für unerläßlich hält. Diese un- 1 zweifelhafte Stellungnahme des kräfteftffchen Rumäniens hat an­scheinend ihre Wirkung nicht verfehlt. Es ist doch eine äußerst I heikle Lage für Bulgarien zwischen zwei Gegner eingekeilt zu sein. Der Ausgang eines Krieges wäre auf jeden Fall für Bulgarien I ungünstig. So ist es nicht zu verwundern, daß Rumänien Nach­richten aus Belgrad und Sofia erhielt, die darauf hindeuten, daß I bet Konflikt zwischen Serbien und Bulgarien sich auf fried- I kichern Wege lösen läßt. Die Mobilisierungsvorbereitungen der rumänischen Armee wurden deshalb unterbrochen. Die serbische Negierung soll auch der russischen Forderung auf Annahme des Schiedsgerichts zugestimmt haben. Durch die Zustimmung Ser­biens ist auch die Frage der Reduzierung des Effektivbestandes der Armee grundsätzlich gelöst. Die Einwilligung der bulgarischen Regierung hierzu ist noch im Laufe dieser Woche zu erwarten.

Zwei schiedsgerichtliche Entscheidungen.

Belgrad, 28. Juni. Das HandelsblattTrgovinski Glanik" führt aus, daß in der Schiedsgerichtsfrage eine förmliche Verwirrung herrsche, da die Oeffentlichkeit über die einzelnen Phasen des schiedsgerichtlichen Vorfahrens nicht im klaren sei.

Es muß", sagt das Blatt,zunächst festgestellt werden, daß nach dem serbisch-bulgarischen Bündnisvertrag zwei schiedsgerichtliche Entscheidungen vorgesehen sind und zwar jene russischen Kaisers über die endgültige Grenzlinie und jene der russischen Re- | oierung über alle sich ergebenden Streitfragen. Demnach hat das Schiedsgericht der russischen Regierung den Charakter eines erst- instanzÜckien Gerichtshofes, dem beide Prozeßparteien ihre Ankla­gen und Rechtfertigungen ohne Einschränkungen zu unterbreiten haben und desten Urteil von keiner der beiden Parteien angenom­men werden muß, da eine Appellation an eine höhere Instanz den russischen Kaiser, ausdrücklich vorgesehen ist. Erst das Urteil dieser höheren und gleichzeitig höchsten Instanz ist für beide Parteien bindend. Es muß streng daran festgehalten werden daß durch Meinungsverschiedenheiten zwischen den verantwortlichen Mi­nistern Rußlands und der Balkanstaaten die Person des russischen Kaisers in keiner Weise berührt wird. Sollte das russische Schieds­gericht erfolglos bleiben, bann bleibt nur das äußerste Rechts­mittel übrig: der K r i eg, für den Serbien keine Verantwortung treffen kann." , Ä , ,

Oesterreich mahnt nochmals.

Wien 29. Juni. DasFremdenblatt" schreibt:

Durch zwei wichtige Kundgebungen wurde in der letzten Zeit die Haltung der Monarchie gegenüber der neuesten Phase tn ber Drienttnte vräiudiüert. Ministerpräsident Gras Tisza legte im ungarischen Abge- o-dn-tenhaus- und Ministerpräsident Gras Stüergkh un a^rreichffchen Herrenbaüe- b:e Gesichtspunkte der auswärtigen Politik der Monarchie S!«* «..«> <«"> In 6<»en iR.l.n da- Statt d-r B-»an. Laten zum Ausdruck, ihre Angelegenheiten aus eigener Machtvoll- kommenheit zu ordnen. Beide sprachen di- Honnung aus, daß «erbien und Bulgarien sich auf einen friedlichen Weg zur Entwirrung des Strei- tes begeben. Unsere Genugtuung darüber wird nod) gefteigeit da­durch daß die von beiden Ländern bisher zu Gunsten der Durchführung einer friedlichen Politik unternommenen Schritte aus der eigenen Ent- toneiiuna hervorqingen. Damit ist zugleich gesagt, da« rott in «ner w-e mmer gearteten Beeinträchtigung der Entschlreßungsfreiheit der Balkanstaaten eine unzulässige Intervent.° n erblicken müß- ten Es läßt sich nicht übersehen, daß Gesahren tatsächlich eintreten würden, wenn die Balkanstaaten sich zum Wer zeug der auf eine «er- schi-bung des europäischen Gleichgewichts abzielenden Bestrebungen ge­brauchen ließen. Aus alle Fäll- würde es gut fein, wenn man auf dem Balkan di- freundschaftliche Mahnung der beiden Ministerpräsidenten

Deutsches Reich»

Der Kaiser in Kiel. Kie,! 29. Juni. Der Kaiser machte gestern morgen. einen längeren Spaziergang bei Kitzeberg und hörte später an Bord derHohenzollern" den Dortrag des Staats­sekretärs des Reichsmarineamts Großadmirals v. Tirpitz. Heute vormittag hielt der Kaiser Gottesdienst an Bord derHohen­zollern" ab. Zur Frühstückstafel war der Fürst von Monaco mit seiner Umgebung geladen. Vormittags um 11 Uhr 35 Min. be-

Koimrkss-' mit) Tagungen.

Deutscher Luftflotten-Tag.

s & H. Danzig, 28. Juni. Mit einer geschlossenen AusschuF- sihung begannen hier die Beratungen der 5. Mitgliederversammlung des Deutschen Luftslottenvereins zu der die ?

der deutschen Luftschiffahrt erschienen waren. Dr. Ellas (Berlin) gab einen Ueberblick über di- Entwicklung der Flugzeugtechnik. Er betonte, daß noch immer eine starke Rüstung das beste Mittel gewesen sei, um den Frieden zu erhalten. Das Vorbild Frankreichs zwinge auch^uns eine starke Luftflotte zu schasfsen. Wenn sich seiner Zeit auf Druck von außen hin die Notwendigkeit zur Errichtung einer starken Luftflotte get* tend machen sollte, werde hoffentlich das deutsche Volk mrgleicher Be­geisterung an di- Sache Herangehen rote seiner Zeit an d'- Zeppellri ivende (Lebh. Beifall.) General a. D. v. Eckenbrecher erstattet- den Jahresbericht. Eiiileitend wird darauf hingewiesen, daß der Deutsche Luftflottenverein ein gut Teil des Erfolges bezüglich der nallona en Flugspende für sich in Anspruch nehmen könne. Der Verein habe auch im verfloßenen Jahre trotz aller Schwierigkeiten ^ erfreuliches Wach» tum gezeigt. Es gehören ihm jetzt 11750 E nzelmitglleder und gegen 4500 korporative Mitglieder an. Um die nationalen Z'ele des Veie,ns schärfer zu betonen, haben die Satzungen einen Paragraphen erhalten^ der besagt' Der Verein erstrebt im vaterländischen Interest- die Forde­rung des deutschen Lustsahrwesens und die Schaffung einer sMrken deutschen Luftflotte." Um für den Verein nach außen zu agli'e^n. wurd- die Einführung eines MLtzenabzeichens und von Briefver cktlunmarken beschloßen. Der Kassenbericht ergibt, daß sich die finanziellen Verhalll niste des Vereins gegen das Vorjahr erheblich verbessert babem sodaß A das kommende Jahr mit einem Uebeffchuß zu rechnen ist. Der ur­sprüngliche Sitz des Vereins war Mannheim. Es wurde beschlossen, den Sitz nach Berlin zu verlegen, um hier mit den maßgebenden Be- Hörden bester in Fühlung bleiben zu können. Zum Ort der nächsten Tagung des Deutschen Luftslottenvereins wurde Rostock gewählt. Damit war die Tagesordnung erschöpft und der stellvertretende Aoiptzende sch. die Versammlung mit Dankesworten an die Teimehmer. Es folgte ein. Ausflug der Teilnehmer mit einem Dampfer nach Hela.

14. Deutscher Kongreß für Volks- und Jugendspiele.

Stettin, 28. Juni. Der 14. deutsch- Kongreß für Volks- und Jugendspiele ist hier eröffnet worden. Anwesend waren Vertreter des- Kriegsministers sowie.der staatlichen und städtischen Behörden. Ober­bürgermeister Dr. Ackermann-Stettin begrüßte die Anwesenden, unter denen zahlreiche Delegierte aus allen Teilen Deutschlands waren, un» wies darauf hin, daß Stettin 100 000. für einen großen Spiel- und Sportplatz bewilligt habe. In den Verhandlungen sprachen Professor Dr. Schmidt-Bonn, Stadtschulrat Dr. Wickinger-Mannheim und Ober­bürgermeister Dominieus-Schöneberg über Spielplätze und Volksgesiind- heit. Im Anschluß an die Vorträge faßte der Kongreß folgende Res^ luiston:Der 14. deutsche Kongreß für Volks- und Jugendspiele begrubt die vom Reichstag am 24. Juni gefaßte Resolution, durch die der Reichs- kanzler ersucbt wird, dafür zu sorgen, daß in allen deutschen Bundes­staaten die Wehrfähigkeit der Jugend durch bester- körperliche Aus- bildung gehoben wird. Der Kongreß bittet den Reichskanzler den ver- bündeten Regierungen warm zu empfehlen, der Resolution zuzustimmen.

21. Bundestag Deutscher Gastwirte.

S & H Trier, 28. Juni. Der Bund Deutscher Gastwirte (mH dem Sitz in Leipzig), der ziffa 40000 Mitglieder umfaßt, trat hier z» seinem 31. Bundestag zusammen, der durch zahlreiche Delegierte besuch war Rach Absendung, eines Huldigungstelegramms an den Kais« wurde der Geschäfts- und Kastenbericht genehmigt. Die Tagung de I schäftigte sich dann mit den verschiedenen, das Eastwirtsgewerbe nament I lich interessierenden Fragen, so der Konzestionssteuer und der Frage bei I Militärboykotts. Di- Versammlung nahm eine Resolution an> r.® die Bundesleitung ersucht wird, dafür sorgen zu wollen, daß der Militär I hoykott atte deutschen Wirte aufgehoben werde. Ein weiterer an | genommener Antrag verlangte, daß nach einem Zeitraum von 10 odei I 15 wahren alle Polizeiverordnungen ungültig sein sollen, da diese nad einer gewissen Zeit nicht mehr auf die veränderten Veihältnipe passen In einer schaffen Resolution wandt- sich die Tagung gegen die Aus- I wüchse der Abstinenzbewegiing und gegen die Förderung, die den Aom- I nenten von staatlichen und städtischen Behörden zuteil wird. Von Bres- I lau aus wurde der An'rag gestellt, erneut auf Einführung von East- wirtskamm-rn zu petitionieren. Der Vorstand wurde entsprechend be­auftragt. Ferner 6eWcfe die Ve^ammlung, ter Verschmelzung mit I dem Deutschen Eastwirtsverbande im Pr-nstp zuzustimmen. Der Etat für das kommende Jahr wurde mit 19 500 Mark genehmigt. Znm Ort I .der nächsten Tagung wurde Hannover gewählt. Mit dem Bund-stagi I waren e'ne Re-He Festlichkeiten verbunden.

I Marburg und Umgegend.

I (Nachdruck aller Lriginalartikel ist gemäß § 18 des Urheberrechts nur I mit der deutlichen QuellenangabeOberhest. 3tg. gestattet.) I Marburg, 30. Juni.

I * Obstbauroanderoersammlusig. Es sei hiermit nochmals aus die Wanberversammlung des Obsibauvereins für den Reg.-Bez.

I Cassel hingewiesen, welche kommenden Mittwoch den 2. Juli, 10>/g Uhr vormittags im Hotel Freidhof in Marburg statisindet und zu der alle Freunde des Obstbaues herzlich eingeladen sind.. An die Versammlung schließt sich nach einem gemeinsamen Mrflageste« | eine Fahrt nach Holzhausen zur Besichtigung der Frhr. »- Stumm# 1 schen Obst- und Garienanlagen.