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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage".

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Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespaltene Zeil« oder CYflhTA deren Raum 15 4. bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4. für 4o.

1913

Marburg

Dienstag, 17. Juni

Reklamen die Zeile 60 4- Bet Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Zahlungen unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

I DieOberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn I und Feiertage. - Der Bezugspreis betragt vierteljährlich dura die Post 2.25 M (ohne Bestellgelds, bei unseren Zeitungsstellen 2 M ftei ins Haus. Verlag von Dr. C. Hitzeroth. Druck der Unw.- Vuchdruckerei I. A. Koch (Inh. Dr. C. Hitzeroth). Markt 21. Tel. 55.

Der .topthifl ier Aibiliiiliilssestlichkeite«

unter der Leitung des Generalmusikdirektors Blech mit Berger in der Titelrolle. Nach der Vorstellung hielt das Kaiserpaar in dem blumengeschmückten Foyer Cerkle ab. Während der Galaoper wurde die Kaiserin von einem Unwohlsein besal» l e n und verließ das Theater noch vor Schluß der Vorstellung.

Landschaften. Von derProvinzHessen-Nassau vertraten den Bezirksverband Cassel Kammerherr Rabe von Pappenheim. Liebenau und der Kommunallandtagsvorsitzende Landeshaupt­mann Kammerherr Riedesel Freiherr zu Eisenbach, den Bezirks­verband Wiesbaden Geh. Justizrat Dr. Humser-Frankfurt a. M., Kommunallandtagsvorsitzender und Landeshauptmann Geh. Re­gierungsrat Krekel-Wiesbaden. Für die Stadt Berlin war Ober­bürgermeister Wermuth erschienen. Sodann erschien die Abord­nung des Deutschen Städtetages, vir Trifftn-H^n. im Aderte von 23 bis 25 Millionen überreichte. Es erschienen der Reichsverband deutscher Städte, die Rektoren der deutschen Universitäten und Hochschulen, die Vertreter der Akademien der Wissenschaften, Ver­treter der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft, der Katholischen Mis­sionen usw. sowie der Kaiserliche Aeroklub und Wohltätigkeits­vereine. Eine größere Abordnung, geführt von Pfarrer D. Weber- M.-Gladbach vertrat die evangelischen und katholischen Arbeiter­vereine Deutschlands, der Bergarbeiter Jacobs-Eisleben führte die Abordnung des Hauptausschusies nationaler Arbeiterverbände. Die deutschen Korps, Burschenschaften und Landsmannschaften waren ebenfalls durch eigene Abordnungen vertreten. Mit den Vertretern des Verbandes deutscher Beamtenvereine (Ministerial­direktor a. D. Just als Sprecher), des Allgemeinen Verbandes der Eisenbahnvereine der preußisch-hessischen Staatsbahnen und der der Reichseisenbahnen (Obeiregierungsrat Dr. Erünberg-Cassel), des Zentralkomitees der deutschen Vereine vom Roten Kreuz war die Reihe der Abordnungen, im ganzen über 80, abgeschlossen. Alle überreichten Ädresien bezw. Geschenke, für die der Kaiser kurz mit freundlichen Worten dankte. Für den evangelischen und katholischen Ausschuß zur Sammlung der Kaiser Wilhelm- o P t K t c vtv wtftpirnen in den deutschen Kolonien

und den Schutzgebieten waren erschienen die Präsidenten der beiden Ausschüße v. Wedel-Piesdors und Fürst zu Löwenstein- Wertheim. Das. vorläufige Ergebnis der evangelischen Samm­lung, die bis zum 30. Juni fortgesetzt wird, beträgt 2 503 486 M, das bereits abgeschlossene Ergebnis der katholischen Sammlung 1300 000 M, sodaß dem Kaiser insgesamt bereits rund 3 8 0 0 0 0 0 M zur Verfügung gestellt werden konnten.

Bei dem Empfange des Präsidiums, der Schriftführer und der Quästoren des Abgeordnetenhauses sprach der Präsident Gras Schwerin-Löwitz dem Kaiser die aufrichtigsten Glückwünsche des Hauses zum Regierungs-Jubiläum aus. Der Kaiser dankte für die freundlichen Glückwünsche huldvollst und knüpfte daran den Ausdruck der Befriedigung über die erfolgreiche Mit­arbeit des Abgeordnetenhauses an den während sei­ner Regierungszeit verabschiedeten Gesetzen. Der Kaiser sprach zu­gleich die Hoffnung aus, daß das Abgeordnetenhaus auch künftig in treuer Mitarbeit gleich erfolgreich zu einer gedeihlichen Fort­entwicklung des Landes beitrage.

Um 12 Uhr begab sich der Kaiser zu Fuß nach dem Zeughause, begleitet von seinen sechs Söhnen, seinem Schwiegersöhne sowie den Herren des Hauptquartiers, unter dem Jubel einer unge­heuren Menschenmenge. Vor dem Zeughause stand eine Ehren­kompagnie. Die Leib-Batterie des 1. Garde-Feldartillerie-Regi- ments feuerte einen Salut von 101 Schuß. Im Lichthofe lieh der Kaiser einen

Armeebefehl des Kaisers von Oesterreich verlesen und brachte selbst ein dreifaches Hurra auf den Kaiser Franz Josef aus. Rach der Rückkehr ins Schloß war um 1.15 Uhr Familienfrühstückstafel. Der Armeebefehl lautet:

Wilhelm II., Deutscher Kaiser, König von Preußen, begeht das Jubiläum der 25jährigen Regierung. Seit 1881 darf sich mein Heer der Ehre rühmen, Seine Majestät zu den Seinen zu zählen. Viel­fältig sind die Beweise von Anteil und Halft die Seine Majestät nicht allein den Regimentern, die mit Stolz seinen erlauchten Namen führen, sondern auch meiner gesamten Wehrmacht bei allen Anläßen, die Seiner Majestät Blicke aus sie lenkten, zu geben geruhte. Wenn jetzt Heer und Flotte im Deutschen Reiche ihrem allerhöchsten Kriegs­herrn mit Begeisterung zujubeln, stimmen auch Oesterreich-Ungarns Kriegs- und Seeleute freudigst ein. Ich an deren Spitze bringe Seiner Majestät, meinem treuen Freunde und erhabenen Verbündeten, den Gruß meines Heeres, der Landwehren und der Kriegsmarine mit unserer aller Herzenswunsch: Der Allmächtige mit der Fülle seiner Gnade betreue Kaiser Wilhelm bis in die fernste Zukunft zum Wohle seiner ruhmreichen Wehrmacht und zum Heile des deutschen Reiches!"

Festvorstellung im Opernhause.

Berlin, 16. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin machten heut« nachmittag eine Ausfahrt im offenen Automobil, wobei sie von vielen Tausenden, die sich Unter den Linden und im Tiergar­ten ergingen, mit andauernden Ovationen begrüßt wurden. Um 6% Uhr war im königlichen Schloß Familientafel. Gegen 8 Uhr begab sich das Kaiserpaar nach dem Opernhause, wiederum von der dicht gedrängten Menge mit herzlichen Zurufen begrüßt. Der Zu­schauerraum des Opernhauses war mit Nelkengeranken in allen Schattierungen von Rot und Teppichen geschmückt. Im Parkett sah man Offiziere, Beamte, Vertreter der Stadt Berlin, Männer der Wissenschaft und Kunst. Der Kaiser in der Uniform des 1. Earderegiments z. Fuß und die Kaiserin, die eine lichtgrüne Robe trug, nahmen an der Logenbrüstung Platz, neben dem Kaiser die Kronprinzessin, Prinzessin Eitel Friedrich und Prinzessin August Wilhelm. Neben der Kaiserin Prinzessin Heinrich und Prinzessin Friedrich Leopold. Gegeben wurde der erste M von ^Lohengrin"

Gnadenerlaße, Ordens- und Adelsverleihungen.

Eine Sonderausgabe desReichsanzeigers" veröffentlicht eine große Reihe allerhöchster Gnadenerlaße und Auszeichnungen, zunächst drr: umfaßende Amnesiieerlaße für Zivilpersonen, für An­gehörige des Heeres und der Marine, ferner die Uebernabm« be» Protektorates des Kyffhäuserbundes der deutschen Landeskrieger­verbände durch den Kaiser, drittens einen Erlaß betr. Schaffung einer einheitlichen Organisation zur Pflege der sch ul ent- lassenen Jugend^ viertens die Verteilung eines Gnaden­geschenkes von je 50 cM. an 600 Kriegsteilnehmer. Unter den Neu­geadelten befinden sich der Vizepräsident des Abgeordnetenhauses Krause, der Schriftsteller Josef Laufs, die Generale Eallwttz und Mudra, Oberstabsarzt Dr. Riedner, die Admirale Thomsen, Cör- per Pohl Lans und Karpf. Unter den ins Herrenhaus Berufenen befindet sich Geh. Komm.-Rat Arnhold, Reichsbankpräsident Ha- venstein, Franz v. Mendelssohn, Staatssekretär a. D. Dernburg und der vorige Chef der Hochseeflotte Admiral v. Holtzendorff.

DieStraßburger Korrespondenz" veröffentlicht einen kaiser. lichen Gnadenerlaß zwecks Milderung von Strafen für Straftaten, die durch Rot, Leichtsinn oder Verführung veranlaßt worden sind. Die Korrespondenz gibt sodann eine große Anzahl von Ordensaus­zeichnungen bekannt: Es erhielten u. a. den Roten Adlerorden 1 Klasse mit Eichenlaub: Freiherr Zorn v. Bulach, den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaüb die Universitätsprofeßoren -Tt Madelung und Dr. Echwatve-Stratzburg, den Kronenorden

3. Klasse Bürgermeister Dr. Schwander-Siraßburg.

Gnadenerlaße sind weiter ergangen vom König von Württem­berg, den Eroßherzögen von Hessen, Baden und Oldenburg, dem Fürsten zu Schaumburg-Lippe und den Senaten der Freien Städte Hamburg und Bremen.

Ehrung des jetzigen und vorigen Reichskanzlers.

Berlin, 16. Juni. Der Kaiser ließ dem Reichskanzler sein Bild in Form einer Plakette mit einem überaus gnädigen Handschreibe n überreichen und beförderte ihn außerdem zum Generalleutnant a la suite der Armee. Der Kaiser verlieh wei­ter dem Fürsten von Bülow sein Bildnis in Form einer Porträtplakette, die dem Fürsten heute bei seiner Durchreise durch Basel von dem kaiserlichen Gesandten bei der Schweizerischen Eid­genoßenschaft übergeben wurde.

Auszeichnung von Truppenteilen.

B e r l i n , 16. Juni. Anläßlich seines Regierungsjubiläums verlieh der Kaiser dem Füsilierregiment von Gersdorff (Kur- hessisches) Nr. 80 in Wiesbaden und Homburg zu den Helmen schwarze, den Spielleuten rote Helmbüsche und dem Fußartillerie­regiment Eeneral-Feldzeugmeister (Brandenburgisches) Nr. 3 in Mainz zu den Helmen schwarze, den Spielleuten rote Helmbüsche. Das Armeeverordnungsblatt" veröffentlicht eine Kabinetts­order, die bestimmt, daß das Jägerbataillon Nr. 2 in Kulm (West- preußen) künftig die BezeichnungJägerbataillon Fürst Bis- m a r ck (Pommersches) Nr. 2" zu führen hat. Fürst Bismarck hat in diesem Bataillon den zweiten Teil seiner Dienstzeit durchge- macht, nachdem er bei den Garde-Jägern eingetreten war.

Das heutigeMarineverordnungsblatt" enthält die kaiserlich« Genehmigung eines Abzeichens für Marineflugzeug f ü h r e r und Bestimmungen für die Anlegung und Ablegung der selben.

Kaiser und Bundesfürsten.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung,, schreibt zum Eintref­fen der Bundesfürsten und der Bürgermeister der Freien Hanse-

her feierlichen Kundgebung der Fürsten und der Freien Stadt« kommt weithin erkennbar zum Ausdruck, wie fest und innig Kaiser und Bundesfürsten, Reich und Einzelstaaten sich einander verbunden wißen. Auf dem Boden der vor mehr als vier Jahrzehnten in gemeinsamer An­strengung errungenen Einheit hat sich der Reichsgedanke leben­dig und fruchtbar bewährt. Die Verfaßung, wie sie dem Reiche im Einvernehmen aller Bundesmitglieder gegeben ist, befähigte die Nation zu machtvoller Entwicklung ihrer Eefamtkraft und die einzelnen Staaten und Stämme zu ungekürzter Weiterbildung des eigenen Lebens. In seinen Fürsten verehrt das deutsche Volk die Träger alter liebet« lieferung wie die Führer zu neuem Aufstieg. In engstem gegenseitigen Vertrauen unter Wahrung der berechtigten Besonderheiten ihres Landes und mit Rat und Tat für das Beste des Reiches zu wirken, ist das Ziel, das die deutschenFürsten unbeirrt im Auge haben. So gewinnt dre be­vorstehende Kundgebung der Bundestreue für Kaiser und Reich einen tiefen Gehalt. Gilt sie doch als der Träger der Reichsgewalt, die wah­rend eines Vierteljahrhunderts im Geiste der Reichsgründer ihres er­habenen Amtes waltete. Wir bringen den Bundesfürsten der Regie­rungen und der regierenden Bürgermeister der Freien und Hansestadt« ehrerbietige Willkommensgrüße. Wir sind überzeugt, daß auch unser« Bevölkerung den hohen Verbündeten des Kaisers eine herzliche Auf­nahme bereitet."

DieBayerische Staatszeitung" vom 16. d. M. bringt an der Spitze des Blattes einen offiziös gekennzeichneten Glückwunsch- artikel zum Regierungsjubiläum des Kaisers, in dem es nach einer Würdigung der PersönlWeit Kaiser Wilhelm» IL em Schluss« W* _ ... ....... . -

Der gestrige Festtag wurde in Berlin bei prächtigem Wetter 1 morgens um 7 Uhr durch das Eroße Wecken eingeleitet, das von den Spielleuten der 2. Eardeinfanteriebrigade und dem | Musikkorps des Gardefüsilierregiments ausgeführt wurde, wäh­rend das Trompeterkorps des 2. Eardeulanenregiments von der Schloßkapellenkuppel Choräle blies. Eine große Menschenmenge lauschte vom Lustgarten und Schloßplatz aus den feierlichen Klängen und wartete aus den

Anmarsch der 7000 Knaben und Mädchen

der Berliner Eemeindeschulcn, die gegen 8*4 Uhr anrückten, um dem Kaiserpaar vom Großen Schloßhof aus ein Ständchen zu bringen. In musterhafter Ordnung, geführt von den Lehrern, marschierten sie an, die Mädchen in weißen Kleidern und mit Blumenkränzen im Haar, die Knaben mit Schleifen in den Retcys- farben geschmückt. Als erster Chor wurde der ChoralDich seh ich wieder, Morgenlicht!" gesungen. Das frische FestlicdBruder Unb Schwestern, windet die Kränze" folgte. Ergreifend klang das LiedAus der Jugendzeit". Dann schloß das Programm kräftig mit demDeutschen Lied". Rach dem Verklingen des letzten Liedes brachte Oberbürgermeister Wermuth ern Hoch auf das Kaiserpaar aus, welches mit den Prinzen und Prinzeßtnnen des Königlichen Hauses von den Fenstern des ersten Stockes den Vorträgen lauschte. Die Nationalhymne folgte und musterhaft, wie sie gekommen waren, zogen die 7000 Sänger ab unter Tucher- schwenkcn und Hurrarufen hinauf zu den Majestäten, die unauf­hörlich dankten. Um 9y4 Uhr nahm dann das Kaiserpaar tm Speisesaal der kaiserlichen Wohnung die Gratulationen des enteren Hofes entgegen, um 9^ Uhr im Pfeilersaal die Elück-

hoc e'rnnnrin?|gni)nn-o=, V-inren und VrinzcsL^tzkN

des königlichen Hauses sowie der hier anwesenden Prinzen, Prin­zessinnen und Souveräne altsürstlicher Häuser.

Im Laufe des Vormittags wuchsen die Menschenmaßen Unter den Linden und in den übrigen Zufuhrstraßen zum Schloße ins Ungeheure, während die Auffahrt der Abordnungen zur

Eratulationscour

vor sich ging. Die farbenprächtige Ausschmückung der Straßen vnd die Galauniformen der anfahrenden Herren vereinigten sich zu einem reizvollen Bilde. Während oben in großer Hohe über dem Schloß eine Fliegertaube kreiste, empfing das Kaiserpaar um 10 Uhr im Kapitelsaale die Abordnungen, die Adressen und Geschenke überbrachten. Der Kaiser in der Uniform des 1. Earde­regiments zu Fuß und die Kaiserin nahmen unter dem Thron­baldachin Aufstellung. Zur Rechten des Kaisers standen die Prinzen, gegenüber bildeten die Hofchargen und Pagen Spalier. Auf der Fensterseite standen die Umgebungen. Zuerst sprach das Staatsministerium seine Glückwünsche durch den Reichskanzler aus. Im Namen der stimmführenden Bevollmächtigten zum Bundesrat, mit denen wieder der Reichskanzler und Staats­sekretär v. Jagow erschienen, sprach Graf v. Lerchenfeld: das Prä­sidium des Reichstages mit den Schriftführern und Quästoren, ge­führt von Dr. Kämpf, das Herrenhaus mit dem Kammerherrn v. Wedel-Piesdorf als Sprecher sowie des Abgeordnetenhauses mit dem Grafen v. Schwerin-Löwitz schloßen sich an. Weiter folgten die als Komitee für das Ehrengeschenk der Armee er­schienenen Eeneralfeldmarschälle, Generalobersten und Generale. Eeneralfeldmarschall Graf Häseler überreichte dabei dem Kaiser den Fe-ld m a r s ch a l l st ab, den der Kaiser, der bei lebet Gruppe freundlich dankte, entgegennahm, indem er hervorhob, daß es ihn besonders freue, das Geschenk der Armee aus den Händen eines glorreichen Mitkämpfers seines Großvaters entgegennehmen zu können. An der Spitze der Marineabordnung die aus dem Großadmiral v. Tirpitz und mehreren Admiralen bestand, über­reichte Prinz Heinrich einen silbernen Adler, der den ^laggcnstock der JachtHohenzollern" zieren soll. Die Offizierabordnungen des Regiments der Gardes du Corps, des 1. Garderegiments zu Fuß des Leibgarde-Husarenregiments sowie des Erendaierregi- ments Rr. 2 schloßen sich an und überreichten Erinnerungs­gaben. Der englische Militärattachee Rußel überreichte ein Ge­schenk der Royal Dragons, Vertreter des deutschen evangelischen Kirchenausschußes mit dem Wirkt. Geh. Rat Voigts als Sprecher sowie der Erzbischof von Köln Dr. v. Hartmann und der Bischof von Rottenburg Dr. v. Keppler als Vertreter der Bischöfe folgten. Die Reichslande ließen durch eine Abordnung unter Führung des Statthalters Grafen v. Wedel, mit dem Staatssekretär Freiherrn Zorn v Bulach u. a. ihre Glückwünsche aussprechen: für das Reichsgericht sprach deßen Präsident Wirkl. Geh. Rat Freiheit v Seckendorfs: für das Reichsmilitärgericht deßen Präsident General Graf v. Kirchbach. Die Abordnung des British Council of the Churches zur Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu

; Deutschland wurde von Bischof Boyd Carpenter geführt. Nachdem Herr Carnegie an der Spitze bet amerikanischen Aborbnung eine Adresse überreicht hatte, folgten die Abordnungen aus den Pro­vinzen. Um 11 Uhr war im Rittersaal Eratulationsdefiliercour. Das Kaiserpaar hatte vor dem Throne Aufstellung genommen, die Prinzen und Prinzessinnen standen zu Seiten des Thrones, die Hofchargen dem Throne gegenüber. Oberstkämmerer Fürst zu Solms Baruth und Oberhofmarschall Graf Eulenburgleiteten die Tour.

Bei dem Empfang im Kapitelsaale des Schloßes waren u. a. rrschienen Vertreter der Provinzialverbände, pon Staaten und