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1913.

Erstes Blatt

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tionen auf jenes Maß zurückzuführen, das bei Wahrheit entspricht. Die Nachricht, derzufolge Redl die Mobilisierungs- und Aufmarsch­pläne des Deutschen Reiches an eine fremde Macht verraten hat, bedarf jedoch wegen seiner Ungeheuerlichkeit einer so­fortigen Richtig st ellung, dahingehend, daß wie jedem mit den militärischen Organisationen einigermaßen Vertrauten bekannt ist, kein Offizier überhaupt in den Stand gesetzt ist, militä­rische Geheimnisse einer auswärtigen Macht preiszugeben." Die Entdeckung des Landesverrats des Obersten Redl hat auf den Kaiser einen niederschmetternden Eindruck gemacht. Einer hohen Persönlichkeit gegenüber bemerkte der Kaiser, daß die­ser Vorfall wohl das Unerhörte st e wäre, was er während sei-

Tk* Ansfincinderschlmg auf irm Halfan.

Berlin, 1. Juni. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt:Den Staatsmännern des Balkanbundes wird das Ver­trauen entgegengebracht, daß sie kein Mittel zur gütlichen Lösung der schwebenden Streitigkeiten unversucht lasten werden. Soweit eine Gefährdung des Friedens droht, läßt es die europäische Diplo­matie an vermittelnden Einwirkungen nicht fehlen; alle vernünf­tigen Erwägungen sprechen gegen den Ausbruch eines neuen Krieges. Zwischen den Großmächten scheint jede Gefahr eines Zu­sammenstoßes beseitigt. Die letzten Wolken im nahen Osten werden sich hoffentlich bald zerstreuen."

Wien, 31. Mai. DiePolitische Korrespondenz" meldet amtlicher griechischerseits aus Saloniki: In der Unterredung mit General Sarafow erklärte Ministerpräsident Venizelos, es sei dringend geboten, Zwischenfällen, wie den letzten bewaffneten Zu­sammenstößen zwischen den griechischen und den bulgarischen Trup­pen durch eine freundschaftliche Verständigung zwischen den Regie­rungen der Verbündeten über die Verteilung der eroberten Ge­biete ein Ende zu setzen. Im Hinblick auf den Abschluß des Vor­friedens fei es an der Zeit, daß sich die Lenker der Geschicke bei Verbündeten an den Tisch setzen, um die Meinungsverschieden­heiten durch gegenseitige Zugeständniste beizulegen. Sollte es sich als unmöglich erweisen, ein Einvernehmen zu erzielen, dann wäre die Lösung der Differenzen einem Schiedsgerichte anzuver­trauen. Die Antwort Sarafows war von dem gleichen friedlichen Geiste erfüllt und ungefähr im gleichen Sinne gehalten wie die Worte des Ministerpräsidenten Venizelos.

A h e n, 31. Mai. Athener Blätter begrüßen herzlich die Un­terzeichnung des Friedens und fügen hinzu, der Friedensabschluß würde mit größerer Freude begrüßt, wenn nicht durch die griechisch­bulgarischen Zwischenfälle der letzten Tage, die Begehrlich­keit Bulgariens den politischen Horizont verdunkeln würde. Die Zeitungen fügen hinzu, Griechenland wünsche, in der Zukunft in Freundschaft mit der Türkei zu leben und es läge im Interesse beider Länder, in Zukunft jegliche Reiberei zu vermeiden. Den ganzen Tag setzten die Vulgaren gestern die An g r i f f e a u f d i e Griechen fort. Möglicherweise greift, wenn die Bulgaren so fortfahren, ein griechisches Geschwader ein.

Belgrad, 1. Juni. Ministerpräsident Pasitsch ist heute nachmittag nach Saribrod abgereist, um mit dem Ministerpräsiden­ten Eeschow zusammenzutreffen.

Petersburg, 31. Mai. DiePetersburger Telegraphen- Agentur ist ermächtigt, zu erklären, daß die Unterstellung eines Ar­tikels des bulgarischen BlattesMir", Rußland sei die Macht, welche Serbien für den Fall, daß es auf das adriatische Küstenge­biet verzichte, Kompensationen im Wardartale versprochen hätte, eine teilte Erfindung sei.

Bulgarisch-türkisches Einvernehmen.

Sofia, 1. Juni. Zum Friedensschluß schreibt derMir": Es war für niemanden ein Geheimnis, daß die Türkei und Bul­garien den Frieden wünschten. Die beiden benachbarten Länder haben keinen Grund mehr, miteinander zu hadern, im Gegenteil, ihre wohlverstandenen Jnteresten gebieten ihnen ein g e g e n s e i - tiges Einvernehmen und die besten freundnachbarlichen Beziehungen. Bulgarien zählt innerhalb seiner neuen Grenze un­ter bei Bevölkeiung zahlreiche Muselmanen, bie sich voller reli­giöser, politischer unb persönlicher Freiheit erfreuen werben. Von nun an haben wir keine nationalen Bestrebungen mehr in bet TLikei und dahei auch gatkeineErobeiungsabsichten. llnseie wiitschaftlichen Jnteiesten sind die einzigen, die wir nun­mehr in der Türkei haben. Wir erlegen uns auf, in Zukunft die eifrigsten und auftichtigsten Schützer der Integrität des türkischen Reiches zu sein. Alles deutet darauf hin, daß die Türken dies voll­kommen begreifen. Eine Aera der besten türkisch-bulgarischen Be­ziehungen kündigt sich an."

Konstantinopel, 1. Juni. Nach Informationen aus militärischen Kreisen ist noch keine Entscheidung über $e Beur­laubung der Tschataldscha-Truppen getroffen worden. In Kreisen der Pforte wird erklärt, daß darüber ein Uebereinkommen mit Bulgarien abgeschlossen werden solle. Die Entlastung könne demnächst beginnen. Auf jeden Fall, so heißt es offiziell, teilt die Regierung nicht die von gewissen Preßotganen unterstützte Idee, daß die Pforte ihre Armee auf dem Kriegsstande erhalten solle, um aus einem Kriege zwischen den Verbündeten Nutzen zu ziehen; die Türkei habe vor allem Ruhe nötig, um sich der inneren Sammlung zu widmen.

Frankreich und die Türkei.

P a r i s, 1. Juni. Das französische Ministerium des Aeußern übersandte den Mitgliedern der Mittwoch zusammentretenden internationalen Finanzkommission ein Schriftstück, durch welches ihnen der llebetblick über die in der Finanzkommission obliegenden Arbeiten erleichtert werden soll. Dieses Schriftstück beruht auf den von den türkischen Delegierten herrührenden Angaben über die

Rundschau.

Elsaß-Lothringen.

Eine wichtige Materie, mit der sich der Reichstag trotz der De­batten am Freitag und Sonnabend noch einmal zu beschäftigen haben wird, ist bekanntlich die von der elsaß-lothr. Regierung beantragte Verschärfung des Vereins- und Preß- g e s e tz e s, vorausgesetzt, daß der Antrag zunächst im Bundesräte Annahme findet. Das wird von unterrichteter Seite verneint. Der Reichskanzler konnte am Freitag in feiner Beantwortung der sozialdemokratischen Interpellation im Reichstag über die Stel­lung der Regierungen keine Auskunft geben, weil diese zu den An­trägen bisher noch nicht Stellung genommen hat. Dementsprechend vermied er es auch, sich auf den Boden der Anträge zu stellen und setzte nur auseinander, daß die Bestimmungen sich lediglich gegen den Nationalismus richten, nicht aber gegen die friedliche Bevöl­kerung, daß ihnen also der eigentliche Charakter eines Ausnahme­gesetzes für das Land fehle. Es ist sehr zu bezweifeln, daß es dem Kanzler gelungen ist, diejenigen, die anderer Auftastung sind, zu Überzeugen. Das schien auch um so mehr ausgeschlossen, als Herr v. Vethmann Hollweg offen aussprach, daß er auch heute noch die lleberzeugung teilt, es werde dem unbesonnenen Teil der elsässi­schen Bevölkerung gelingen, die Störer auszumerzen unb bie Ver­schmelzung mit bem Reich 'mmer mehr zu fördern, bieselbe lieber« zeugung, bie ihn vor zwei Jahren zu bet verfrühten unb mit Hilfe der Sozialdemokraten bewerkstelligten Einführung einer selb­ständigen Verfassung veranlaßt hat. Daß eine Politik der Un- stetheit und Widersprüche auf keinen Erfolg rechnen darf, hat ihm mit aller Deutlichkeit die Annahme des Antrags in der Ersten teichsländischen Kammer gezeigt, der die Aenderung des Vereins­und Preßgesetzes als unnötig und unzweckmäßig verwirft und der von einer Reihe von Abgeordneten unterzeichnet ist, die nichts mit der nationalistischen Bewegung zu tun haben und zum Teil vom Kaiser selbst in die 1. Kammer berufen sind. Wäre bei Ein­führung der Verfastung gleich das Reichspreßgesetz auf das Reichs- kand ausgedehnt und die in Frankreich schon immer geltenden Vorschriften gegen fremdsprachliche Blätter nicht nur in Elsaß- Lothringen, sondern in allen anderen gemischtsprachigen Landes­teilen eingeführt worden, wäre das Geschrei über Ausnahmegesetze jetzt unterblieben, das Verfastungswerk aber sicher nicht in höherem Maße ungenügend genannt worden, als es damals der Fall war. Jetzt mutz sich der Kanzler von nahezu allen Seiten den Vorwurf der Inkonsequenz, der unreifen Staatskunst und man­gelnden Voraussicht von neuem und in verstärktem Grade machen lasten, ein Vorwurf, der sich noch verschärft, wenn es sich bewahr­heitet, daß der Statthalter Graf Wedel schon 1911 dieselben ein­schränkenden Bestimmungen verlangt hat, die jetzt Herr v. Beth- mann vor dem Reichstag verfochten hat. Die zweitägige Aussprache hat jetzt schon ergeben, daß auf eine Annahme bet Abänberungen im Reichstag n i ch t zu rechnen ist. Von allen bürgerlichen Parteien würbe bas Gefährliche ber nationalistischen Bestrebungen aner­kannt unb bie Gegenmaßnahmen der Regierung für verständlich erklärt. In seltsamem Widerspruch hierzu hielten aber die tatsäch­liche Verwirklichung solcher Gegenmaßnahmen nur Konservative und Reichsparteiler für erforderlich. Im übrigen war noch von besonderem Interests der Ruf ber Sozialdemokraten nach einer elsaß-lothringischen Republik.

Der Verrat des Obersten Redl.

Immer weitere Kreise zieht die Spionageangelegenheit des der irdischen Gerechtigkeit nun entzogenen Eeneralstabschefs des Prager Armeekorps. Man scheint dem Mittelpunkte eines über Oesterreich gespannten russischen Spionagenetzes a*f die Spur ge­kommen zu sein, an dessen Ausbreitung sowohl mehrere russische diplomatische Beamte, deren Abberufung aus Oesterreich gefordert werden dürfte, als auch noch weitere aktive österreichische Offiziere beteiligt sein sollen. Man spricht davon, daß verschiedene führende Persönlichkeiten im Eeneralstab ihre Vertrauensseligkeit mit dem Verlust ihrer Stellungen werden büßen mästen. Es soll auch die Entlastung einer der höchsten österreichischen Militätper- sonen bevorstehen. Die Untersuchung ergab, daß Redl kurz vor der Mission des Prinzen Hohenlohe nach Petersburg zweimal in Warschau war und wichtige Schriftstücke an den dortigen russischen Ecneralstabschef ablieferte. Trotz der Tüchtigkeit des österreichi­schen Heeres und seines Offizierkorps, verhehlt mÄN sich in einge- weihten Kreisen nicht, daß manches faul ist. Bei der infolge ber Balkankrise erfolgten teilweisen Mobilisation ist es wieberholt zu Widersetzlichkeiten gekommen, namentlich bei den slawischen Trup­penteilen, und die Spionagefälle zugunsten Rußlands haben in den letzten drei Jahren so zugenommen, daß diese neue Affäre lebhafte Beunruhigung in allen Kreisen Osterreich-Ungarns hervorgerufen hat. Man sieht daraus, wohin die seinerzeit von dem Kriegs- minifter Kuhn eingeführte schrankenlose Demokratisierung des österreichischen Offizierkorps geführt hat. Auch das Deutsche Reich soll durch die ehrlose Tat des Obersten Redl in Mitleiden­schaft gezogen worden sein, da dieser Einzelheiten Über das aus dem Bundesverhältnis entspringende eventuelle Zusammenwirken des deutschen und österieich-ungarischen Heeres ebenfalls an Ruß­land verraten haben soll. Was darüber bisher in der Presse mit­geteilt worden ist, scheint aber zu weitgehend und aufgebauscht zu fein. Die Wiener offiziöseMilitärische Rundschau" schreibt dar- Über:Der Fall Redl hat eine Flut abenteuerlicher Gerüchte her- eorgerufen, die augenblicklich unmöglich zu übersehen, geschweige zu kontrollieren sind. Wir behalten uns vor, demnächst eine Dar­stellung des Sachverhaltes zu geben, und die zahlreichen Publika-

Marburg

Moulag, 2. Jun!

Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespaltene Zeil« oder .Q , deren Raum 15 4, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4, für 48.

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Verwaltung ber türkischen Schuld sowie auf densehr inter­essanten Arbeiten ber deutschen Delegierten". DerTemps" behauptet, daß dieses Schriftstück bei gewisten Dele­gierten Befremden hervorgerufen habe. Man habe sich gefragt, warum dasselbe lediglich den lobenden Hinweis auf die deutschen Darlegungen enthalte und die Darlegungen anderer Delegierten zu ignorieren scheine.

Konstantinopel, 1. Juni. Die Pforte hat die Dele­gierten bei der Pariser Finanzkonferenz angewiesen, bei den Ver­handlungen wegen Konzessionen für Vahnbauten in Anatolien sie­det französischen Regierung gegenüber möglichst entgegenkommend zu zeigen.

Selbständigkeitswünsche der Albaner.

Wien, 1. Juni. DerAlbanischen Korrespondenz" zufolge haben eine Anzahl Albanerführer an die Botschaftervereinigung in London telegraphisch ein Memorandum gesandt, in dem die Vereinigung gebeten wird, auf die Idee der Verlängerung des provisorischen Zustandes in Albanien zu verzichten und sich für die möglichst rasche Ernennung ein es Souveräns zu ent­scheiden. der mit dem Prestige seiner Geburt und hohen Stellung der moralische Mittelpunkt wäre, um den sich alle Albaner ver­einigen können.

Ein Mittelmeerbündnis?

London, 1. Juni. In hiesigen diplomatischen Kreisen spricht man viel von dem bevorstehenden Abschluß eines Mittel- meerbiindnisse? zwischen Frankreich. Spanien unb Griechenland sowie Italien. Der Abschluß dieses Bündnistes, bas vorläufig nur im Entwurf besteht, wirb als sicher betrachtet.

Die bulgarisch-rumänische Frage erledigt.

Bukarest, 31. Mai. Die Kammer nahm nach zweitägiger Beratung bas Petersburger Protokoll in geheimer Sitzung mit 127 gegen 17 Stimmen bei zwei Stimmenthaltungen an, wodurch die Regierung ermächtigt wird, das Protokoll durchzuführen.

Deutsches Aetch.

Die Kaiserin in Bad Homburg. Berlin, 31. Mai. Die Kaiserin nimmt während der Nordlandsreise des Kaisers Aufent» halt im Schloß von Bad Hornburg.

Die Thronfolge in Braunschweig. Berlin, 31. Mai. Preu­ßen wird demnächst dem Bundesrat einen gegenwärtig in Vor­bereitung befindlichen Antrag zu einer neuen Regelung der Thronfolge in Braunschweig einreichen. An der Annahme des An­trages braucht man wohl nicht zu zweifeln. Da bie geschäftsmäßige Behanblung jebvch, aus technischen Giönben, eine Reihe von Mo­naten in Anspruch nehmen wirb, so ist es wahrscheinlich, baß Prinz Ernst August und seine Gemahlin erst Ende dieses Jahres als Herzog und Herzogin in Braunschweig einziehen werben. Heber ben Einfluß der Vermählung des Prinzen mit der Prinzessin Viktoria Luise auf die zukünftige Haltung ber Welfenpartei in Hannover hat sich ber welfische Reichstagsabgeorbnete Alpers kürz­lich bahin geäußert, baß bie Stellung seiner Partei nicht geändert werde. Aus dem Fahneneid des Prinzen ergebe sich keinerlei Verzicht, im Gegenteil habe er vor Leistung des Fahneneids ausdrücklich eine Verzichtleistung abgelehnt. Es wäre erwünscht und zweckmäßig, wenn von Regierungsseite über diesen Punkt eine unzweideutige Erklärung abgegeben würde.

Kanzlerkrise? Berlin, 31. Mai. Die ablehnende Haltung des Bundesrats gegenüber einer Reichsvermögenssteuer soll, wie verlautet, auf neue Handschreiben einzelner Bundes­fürst enanden Kaiser zurückzuführen sein. Im Bundesrat sei man infolgedessen der Ansicht, daß bet Reichskanzler v. Beth- mann Hollweg von seinem Amt zurücktreten werbe, falls der Reichstag eine Reichsvermögenssteuer beschließen würde.

Reiterseft zum Kaiserjubiläum. Erfurt, 1. Juni. Anläß­lich des Regietungsjubiläurns des Kaisers fand auf dem Gelände der Kavalleriekasetne ein militätisches Reitetfest statt, das von den hier liegenden drei Regimentern veranstaltet worden ist. Mehrere tausend Zuschauer hatten sich aus Erfurt und ben umliegenden Ort­schaften eingefunden. Ferner waren erschienen der regierende Fürst Günther zu Schwarzburg unb Gemahlin, Prinz Albert von Schles- wig-Holstein, ber hier beim 71. Infanterieregiment stehenbe Prinz Friedrich Wilhelm zu Lippe, der kommanbierenbe General bes 11. Armeekorps Freiherr v. SchefferBoyabel, sowie andere hervor­ragende Persönlichkeiten. Das Programm, desien Hauptnummer in preußischen Uniformen aus dem Jahre 1813 ausgeführt wurde, ist äußerst beifällig ausgenommen worden. Das Ganze schloß mit einem großen Blumenkorso.

Das Mißgeschick desBlücher". Kiel, 31. Mat. Der Pan­zerkreuzerBlücher" sitzt im Großen Belt immer noch fest. Nach­dem Munition und Kohlen von Leichterfahrzeugen übernommen worden sind, werden nunmehr die Geschütze abmonttert. Bei dem Auslaufen ist ein Leck entstanden. Das LinienschiffPom. metn" und einige Werftfahrzeuge sind an der Unfallstelle

- Anfrage des Abg. Herzog. Berlin, 31. Mai. Abg Herzog von der Wirtschaftlichen Vereinigung stellte folgende Anfrage. an den Reichskanzler:Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt daß der Herr Präsident der Reichsbank ohne befriebtgenbes Ergebnis die Leiter der Großbanken zu bestimmen versucht, für Börsengeschäfte von Laien einen Mindesteinschuß von 50 P^nt zu nenangen? Was gedenkt der Herr Reichskanzler zur Durchführung dieser For derung des Leiters der Reichsbank zu tun, nachdem dte Erfahrung gelehrt hat, daß die heute üblichen Einschüsie den spekulierende« Laien bei Kursschwankungen seht häufig verloren gehen?"

Schwere Borwürfe gegen den Abgeordnete« WetterlL Straßburg, 31. Mai. Bekanntlich hatte der Abgeordnete SßetteiU. behauptet,' ein französischer sozialdemokratischer Journalist habe ihm in einem Gespräche gesagt, die französischen Sozialisten wür-^

Di«Obrrhessischr Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich dura « 126 die Post 2.25 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen 2 «* frei ins Haus. Verlag von Dr. T. Hitzeroth. Druck der Univ.- Buchdruckerei 3. A. Koch (Inh. Dr. E. Hitzeroth). Markt 21. Tel. 55.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Rach Feierabend",Fürs Haus" und Landwirtschaftliche Beilage".