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suf folgender Strecke rinzurichten: am 1. Pfingstfeiertag für di« Strecke Friedberg einschließlich Stadt über Kietzen nach Marburg ausschließlich Stadt und für den 2. Pftngstfeiertag für bis Strecke Marburg ausschließ­lich Stadt über Gießen, Wetzlar-Braunfels, Weilburg nach Limburg einschließlich Stadt. Bei der Schnelligkeit, mit der die Autos den Flie­gern zu folgen gezwungen sind, ist es notwendig, daß di« Straßen mög­lichst freigehalten werden, r»m Unfälle zu vermeiden und auch in dieser Beziehung haben die beteiligten Kreis« ihre Unterstützung in jeder Weise zugesagt.

Die Znternatisnale Bausach-Ausstelluug Leipzig 1913. Im natio- ttalsn Gedenkjahre 1913, wo die Gefilde Leipzigs alle Schieckenserinne- rungen an den grausigen Zerstörer jeder traulichen Heimfiedelung »Krieg" in greifbarer Lebendigkeit wieder hermtfführt, konnte hier an der Stätte des blutigen Ringens der Völker vor 100 Jahren kein packenderer Gedanke in die WirMchkeit umgesetzt werden, als in einer großen Inter­nationalen Ausstellung alles das vereinigt vorzusühren, was der Men­schengeist erfunden hat, um die Stätten, in denen sich im Frieden das Leben jedes Einzelnen wie der menschlichen Gemeinde in all ihren tau­sendfachen Lebensäutzerungen abspielt, erst einmal zu schaffen. So ent­stand die Internationale Banfach-Ausstellung zu Leipzig. Sie entstand auf dem Gelände, das der Erinnerung an jene ruhmvollen Tage vor 100 Jahren in alle Zukunft geweiht bleiben wird, im Angesicht des Ruhmesmales des gewaltigen Ringens um die deutsche Freiheit gegen die Sklaverei des Korsen, des Leipziger Bölkerfchlachtdenkmals. Rach der ersten großen Fach-Weltausstellung, der Dresdener Hygiene-Aus­stellung im Jahre 1911, wird diese zweite große Fach-Weltausstellung am 3. Mai dieses Jahres im Beisein Se. Majestät des Königs von Sachsen feierlich eröffnet werden.

Deutsches Bereinsleben im Ausland«. Es ist bekannt, daß ein wesentliches Mittel zur Erhaltung des Deutschtums außerhalb des zu­sammenhängenden Sprachgebiets die zahlreichen Vereine aller Art bil­den. Namentlich die Kaufleute, die Pioniere des deutschen Handels im Ausland«, haben sich an allen Plätzen, wo eine deutsche Kolonie be­steht, zu blühenden Vereinigungen zusammengeschlosien. An der Spitze der kaufmännischen Vereinsorganisationen im Auslände stehen die Be­zirke des Hamburger Vereins für Handlungs-Tommis von 1858. Richt weniger als 150 Zweigvereine find bereits vorhanden, die insgesamt 8000 deutsche Kaufleute und Handlungsgehilfen umfaßen. Die größten Zweigvereine sind die in Paris und London mit je rund 1000 Mitglie­dern. An beiden Plätzen befinden sich auch eigene Bureaus des Ver­eins, die in erster Linie die Stellenvermittlung betreiben und je etwa 200 Stellen im Jahre besetzen. Auch in Antwerpen, Brüssel, Barcelona, Triest, Buenos Aires und Rewyork find Bureaus des 58er Vereins für die Stellenvermittlung vorhanden.

A. D. A. E.-Wageufahrt durch Süddeutjchland. Die dreitägig« Zu- verläsiigkeitsfahrt des Allgemeinen Deutschen Automobil-Tlub, Sitz München, für Drei- und Vierradwagen bis 12 Steuer-LS ist auf den 17., 18. und 19. Juli verschoben worden. Der Meldeschluß ist auf den 1. Juli 1913, der Nachmeldeschluß auf den 10. Juli 1913 festgesetzt. Für die Fahrt macht sich in der Deutschen Automobil-Industrie großes Inter­esse bemerkbar. Es liegen bereits eine Reihe Meldungen der bekannte­stendeutschen Automobilmarken vor.

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Verleger: Dr. phil. T. Hitzeroth.

Für die Redaktion verantwortlich: Kurt Hainke. Beide in Marburg.

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Eisenbahn und Waldbrand. B e r l i n, 2. Mai. Nach einer BlStter- meldung entstand gestern nachmittag bei der Station Nassenheide nahe von Oranienburg durch Funkenauswurf einer Lokomotive ein Wald- brand. An der Bahnstrecke gerieten fünfhundert bis sechshundert Qua­dratmeter in Brand. Der erste Zug, der das Flammenmeer durchfahren mußte, war der Straljunder Personenzug. Der Lokomotivführer konnte auf freier Strecke nicht halten, da wenige Minuten später der Kopen­hagener v-Zug erwartet wurde. Er entschloß sich daher, mit Volldampf hindurchzufahren. Die Reisenden wurden ausgefordert, die Fenster zu schließen. Mit 70 Kilometern Geschwindigkeit wurde die Brandstelle durchquert. Ts gelang dem Lokomotivführer, der an beiden Armen Brandwunden davontrug, den Zug, der unbedeutende Brandschäden er­litt, durch das Flammenmeer hindurchzubringen.

Lin Offizier verunglückt. Brandenburg (Havel), 2. Mai. Auf der Chaussee Plaue-Brandenburg wurde der Fliegeroffizier v. Lede- bour, der mit dem Offizier v. Arnim auf einem Motorzweisitzer fuhr, infolge Pneumatikdefektes vom Rad« geschleudert und stürzte gegen einen Baum. Mit einer schweren Gehirnerschütterung wurde er nach dem hiesigen Städtischen Krankenhaus geschafft, wo Ledebour in der letzten Nacht gestorben ist. Er roar 24 Jahre alt und stammte aus Pankow.

Großfeuer. Storkow, 2. Mai. Heute vormittag brach auf einem Holzlagerplatz in Storkow ein Feuer aus, das bald eine große Aus­dehnung annahm. Der heftige Wind trieb die Flammen nach einem gegenüber liegenden Hause und setzt« es in Brand. Die Ortsfeuerwehr und sämtliche Wehren der umliegenden Ortschaften eilten herbei, doch gelang es erst nach stundenlangen Bemühungen, den Brand zu löschen. Bei dem Zusammenbruch des Hauses ist der Schlossermeister Kaiser von der Friedrichsdorfer Wehr von herabstürzenden brennenden Balken er­schlagen worden. Zwei andere Feuerwehrleute wurden erheblich verletzt.

Leichenfund. Lindau (Bodensee), 2. Mai. Da, JHntauer Tage­blatt" meldet: Heute nachmittag wurde am Nordende des Eisenbahn- dammes, der Lindau mit dem Festlande verbindet, von einem Eisenbahn­wärter eine ans Land geschwemmte Leiche geborgen. Man vermutet, daß es der seit dem 13. März vermißte Justizrat Körner aus Dresden ist.

Eine Sängerfahrt nach Deutschland. Rewgsrk, 2. Mai. Die Milwaukeer Sängergesellfchaft hat auf dem DampferBarbarossa" eine Fahrt nach Deutschland angetreten.

Der Tod beim Stiergesecht. Paris, 2. Mai. Aus Valencia wird gemeldet: Während eines StiergefeiPs schüttelt« ein verwundeter Stier den Degen, den ihm ein Torrero in den Hals gestoßen hatte, mit so hastiger Gewalt ab, daß der Degen unter di« Zuschauer fiei und einen Mann die Brust durchbohrte.

Feuer im Hospital. Brüssel, 2. Mai. Im 6t. Jean-Hospital brach gestern abend Feuer aus, das namentlich int Pavillon für weib-

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