•an uns selbst te bi* Sttch»ahl gebracht worden, und Sjm «rdenbergrr, beHen Behinderung inzwischen sottgefallen war, war unser erster gemeinsamer Kandidat gewesen. Gutem Vernehmen nach ist die erwähnte Resolution auch gegen ihren Willen gefaßt worden, so daß wir ihnen bin Uebereifer ihrer Freunde nicht zur Last legen können. Hätten wir uns für Herrn Mengel erklärt, so hätten wir den Bürgerverein in eine schiefe Lage gebracht und außerdem unnötigerweise ein Mitglied der 2. Abteilung eingeschoben. Hätten wir Herrn Zeichenlehrer Becker oor- grschlagen, so wäre der Beamtenvereinigung von der Gegenseite sicher btt Borwurf gemacht worden daß sie es mit ihrem Verzicht nicht ernst genommen habe und nun im Trüben fischen wolle. Beides soll vermieden roetben. Die Kandidatur des Herrn Becker kann übrigens von uns ernstlich erwogen werden, wenn sie bei passender Gelegenheit als Sache der .Allgemeinen Beamtenvereinigung" wieder in die Erscheinung tritt.
Für die diesmaligen Stichwahlen aber schlagen wir in der 3. Ad- fcilnitg nur Herrn Glasermeister Karl Ritter und Herrn Bureauvorsteher Icrdinand Erdenberger vor.
Den Wählern der 2. Abteilung empfehlen wir gleichzeitig aufs nmrmste Herrn Obermeister Friedrich Ros«.
Di« Vertreter des BLrgervereins, der Allgemeinen Beamtenvereinigung, des Jnnungsausschusses und des Kaufmännischen Vereins.
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Letzte Nachrichten.
Warburg, 3. Mai. Ein Großfeuer wütete auf der Station Sohnenburg bei Warburg. Sieben Wohnhäuser mit allen Nebengebäuden wurden eingeäschert. Das Feuer war durch spielende Kinder «rursacht worden.
Stuttgart, 3. Mai. In Baden und Württemberg gingen gestern schwere Gewitter mit Hagel sch lag nider, die an den Kulturen großen Schaden anrichteten. In den höheren Berglagen trat Schneegestöber bei 2 bis 3 Grad Kälte ein. Der Feldberg, der Belchen und andere Gipfel tragen eine neue Schneedecke.
München, 3. Mai. In Lindau wurde gestern nachmittag die Leiche des feit dem 13. März vermißten Oberjustizrat Dr. Körner aus Dresden, des Rechtsanwalts der Frau Tofelli, im Bodensee gefunden. Bei der Leiche wurde u. a. auch ein großer Geldbetrag gesunden. Auffallend ist es, daß Dr. Körner an einer Stelle aufgefunden wurde, die schon wiederholt von Tauchern abgesucht worden war. Auch ist die Leiche für die Zeit von 7 Wochen, in der sie im Wasser gelegen hat, un- serhältnismäßig wenig entstellt.
Wien, 3. Mai. Heute findet ein österreichischer und ein ungarischer M i n ist e r r a t statt zur Entgegennahme von Vorschlägen der gemeinsamen Regierung.
Rom, 3. Mai. Das „Giornale d'Jtalia" meldet aus Gaeta: Die Schlachtschiffe Regina Margherita, Varese, Garibaldi, Sizilia, Umberto und Emanuele Diliberto haben ihre Schießübungen abgebrochen und find auf radiotelegraphischen Befehl nach Einnahme eines auf 14 Tage berechneten Lebensmittelvorrats nach Brindisi abgedampft.
Paris, 3. Mai. Die Regierung wird von ihrem durch Gesetz von 1905 festgelegten Rechte Gebrauch machen und die Jahres- klasse 1910 für ein weiteres Jahr unter den Waffen behalten.
Paris, 3. Mai. Aus Madrid wird gemeldet, daß gestern vor dem Tore des Hauses des päpstlichen Nuntius eine Schachtel mit zwei Dynamitpatronen gefunden worden sei. Man glaubt, daß es sich um einen anarchistischen Anschlag handelt.
Athen, 3. Mai. Ein königliches Dekret ordnet den Belagern n g s z u st a n d auf allen von Griechenland besetzten ägäischem Inseln an.
Rewyork. 2. Mai. „Sun" meldet aus Mexiko, daß die Rebellen bei La Cascade einen Eisenbahnzug zerstört und 45 Passagiere niedergemetzelt haben.
Rewyork, 3. Mai. Der Dampfer „Concordia" ist auf dem Mississippi in der Nähe von Ratchez mit einem Schwimmdock zusammen gestoßen und gesunken. 25 Mann fanden den Tod in den Fluten.
Die Haltung Rußland».
Petersburg, 2. Mai. Rußland wird der Franks. Ztg." zufolge, ein eigenmächtiges Vorgehen Oesterreick-Ungarns nicht als cafus belli betrachten; ebensowenig die gleichzeitigen italienischen Operationen in Südalbanien. Dagegen wird vermutlich von beiden Mächten die Erklärung gefordert werden daß die Besetzung der Balkangebiete provisorisch und nicht auf Landerwerb gerichtet ist. Eine Verweigerung dieser Erklärung würde die Lage bedenklich verschlimmern. Die Form des
österreichischen vorgehens, ob Krieg g«gG Montenegrs und eventuell , andere Verbündete oder eine Expedition unter Umgehung des montene- I grinifchen Gebiets, ist nach der hiesigen Auffasiung nebensächlich. — I Immer deutlicher stellt sich Essad Pascha als das Werkzeug starker , politischer Gruppen dar die bis in das Auswärtige Amt Einfluß üben. Sasonow wagt augenscheinlich nicht, Essad Pascha zu desavouieren, den man Oesterreich gegenüber als Spieleinsatz behalten will.
Oefterreichische Landungstruppen in Autivari.
Wien, 3. Mai. Die Nachricht, daß österreichische Transportschiffe mit Landungstruppen in Antivari angekommen find, bestätigt fich, ebenso die Meldung, daß die Truppen in Castel- lanuovo auf telegraphische Order des Kriegsministeriums in der Nacht eingeschifft worden sind.
Die Proklamation König Nikitas. /
Ekutari, 2. Mai. Die Proklamation, die Erbprinz Danilo im Namen seines Vaters erlassen hat, wurde unter großem militärischem Pomp ud im Beisein aller höheren Offiziere und Behörden öffentlich verlesen und in serbischer und albanischer Sprache gedruckt verteilt. Es heißt darin u. a.:
, An die Bevölkerung von Skutari! Das ruhmreiche Heer Seiner Majestät des Königs Nikolaus ist in Skutari eingezogen. Nicht wie eine Armee, die Euch besiegen will, kommt es zu Euch, sondern als eine Macht, die Euch befreien will von dem türkischen Joch, unter das Eure Vorfahren — gerade in diesem Monat sind es 435 Jahre —, nach einem für sie ruhmreichen Kriege, nach tapferen Kämpfen geraten sind. Bevölkerung von Skutari! In diesem für das Heer Seiner Majestät des Königs so bedeutsamen Augenblick ergreife ich Besitz von Skutari als der neuen Haupt st adt von Montenegro. Ich hoffe, daß diese Stadt erblühen wird in den Strahlen des Glücks ihrer Bewohner. Ich verspreche allen Einwohnern Sicherheit ihres Lebens und Besitzes, verspreche ihnen, daß Gerechtigkeit und Friede allen gewährt wird. Ruhe und Friede wird unter Euch herrschen. Wir alle werden Euch aller jener Segnungen erfreuen, die eine friedliche und zivilisierte Regierung einem Volke zu bringen vermag. Möge ein jeder zu seiner Beschäftigung zurückkehren, die er in der trüben Zeit verlassen, die er erlebt hat. Dag Glück hat es gewollt, daß fich unter der glorreichen Fahne Montenegros jenes Land wieder vereinigt, das Gewalt vor mehr als 400 Jahren getrennt hat. Bewohner der Stadt Skutari! Vereinigt Euch mit uns in dem Rufe: Es lebe König Nikolaus I. Er lebe, er lebe, et lebe! Der Kommandant der montenegrinischen Armee: Erbprinz Danilo.
Depeschen.
^.Potsdam,». Mai. Der Kaiser gedenkt fich heute nach Wiesbaden zu begebe«.
W. M ü « ch e n, 3. Mai. Prinzregent Ludwig und Gemahlin reise« heute zu den Antrittsbesuchen an de« süddeutsche« Höfe« afi;. sie «erden sich zunächst nach Stuttgart, Karlsruhe, dann nach Darmstadt begebe«.
IV. Limburg (Lahn), 3. Mai. Die Bischofswahl findet am 13. Mai statt.
Friedrichshafen Mai. Das «e«e Zeppelinluftschiff „Sachsen" hat heute seine erste Probefahrt unter persönlicher Führung des Grafe« Zeppelin unternommen.
W. Altdorf, 3. Mai. Beim Landen wurde ein Flugzeug in dem fich zwei Straßburger Offiziere befanden, schwer beschädigt. Die Insasse« bliebe« unverletzt.
W. Sacrame«to,3. Mai. Der kalifornische Senat hat eia Amendement angenommen, wonach es Japaner» gestattet sei« soll, auf 3 Jahre Land zu pachten.
OesterreichUch-italie«rfche Expedition «ach Albanien.
IV. Fra »rfurt a. M., 3. Mai. Di« franst. Ziitg." mtlbet aus Rom: Aus zahlreich«» Garnisonen «erde» Truppen für ei« Expedition nach Albanien zusammengezogen »ud ringekleidet. Di« Truppe» «erden in Stärke von 30 068 Mann in Brindisi eingeschisst '
IV. SBien, 1 Mai. O^eererch-tlngarn «ML wen» die Mmachl engen zwischen ihm und Italien keine Abänderung erfahre», 50—4»gg^ Mann in Albanien verwende».
W. Sarajewo, 3. Mai. Heute w«be der Ausnahmezustand W Bosnien und die Herzegowina erklärt.
Markt-Bericht«.
Butter per Pfd. 135-140 Pfg.
Hühnereier 2 Stück 14—15 Pfg.
Gänse per Pib. 03-00 Pf.
Handkäse 1 Stück 12 Pfg Käscken per Stück 5 Pfg. Käfematte per Stück 5 Pfg. Kartoffeln per P'd 8—10 Pfg. Kartoffeln 100 -l s,. 3,00-3,50 Mk. Vorre per Stück 5—8 Pfg.
Sellerie per Stück 10—30 Pfg. »üben, rote, Psd. 15 Pfg. Weißkraut Kopf 10—50 Pfg. Rotkraut per Kopf 25—80 Pfg. Wirsing per Kopf 20—80 Pfg. Blumenkohl Stück 20- 83 Pfg. Bohnen per Pfund — Pfg.
Gurken IQO Et. 0.00-0,00 Mk.
Marburg. 8. Mai 1913. Oberkohlrabi per Stck. . 5—10 Spinat per Pfd, 20 Pfg. Endivien CO—00 D,a. Salat per Kopf 12—15Pfa. Radieschen per Pack 8—10 Pfg. Möhren per Pack 10-03 Pfg Zwiebeln per Pfd. 8—10 Pfg. Knoblauch per Back 5 Pfg MeereUig per Pack 10—35 Pfg Häim« per Stück 2.50—3.50 Pfg. Hühner Stück 2.03—2.50 Mk. Tauben per St. 40- 50 Pfg. Birnen per Pfd. 20—00 Pfg. Aepfel pe Pfd. 12-30 Pfg Weintrauben Pfd. 03—00 Pfg. Spargel Pfd. 6q—75 Pf. Rbavqrber Psd. 23 Pfg.
Amtlicher Wetterbericht.
Hessische Wetterdienststelle Gießen.
Wetterausfichten für Sonntag, 4. Mai 1913: Bewölkt, küh^ Regenschauer, nördwestliche Winde.
Verleger: Dr. phil. E. Hitzeroth. !
Für die Redaktion verantwortlich: Kurt Hainke.
Beide in Marburg.'
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Welch« Hausfrau betrachtet nicht mit Wohlgefallen nach der großen Wäsche den mit blendend weißer Wäsche wohlgesüllten Wäscheschrank. Aber manchmal gestaltet sich die blendende Weiße auch etwas anders. Die Wäsche wird grau und gelb, riecht schlecht und nach einiger Zeit, wird die Hausfrau gewahr daß fich viele beschädigte Stellen zeigen. Es ist gewiß nicht zu vermeiden, daß fich die Wäsche mit der Zeit abnutzt, aber fie so lange zu erhalten wie nur irgend möglich, muß im Interesse des Geldbeutels der Grundsatz jeder tüchtigen Hausfrau sein. Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Wäsche mehr als durch das Tragen, durch das Waschen nach falscher, veralteter Methode oder durch Benutzung schlechten Wassers und schlechter Waschmittel leidet. Unsere heutige Zeit erfordert eine fortschrittliche, die Wäsche schonende Behandlung. Deshalb empfehlen wir allen Hausfrauen, sich die praktische Vorführung eines Waschfestes wie es fein soll am Dienstag, den 6. Mai, nachmittags 4 UhG in den Stadtsälen, anzusehen.
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