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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Ho 77 die Post bezogen 2.25 (ohne BeiteNgeld), bei unseren Zeitungsstellen

*1=1 2,- M frei ins Haus. Druck der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch

1913.

(Inh.: Dr. G. Hitzerothf, Markt 21. Telephon 55.

irrstes Blatt

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DieOberhessischr Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch

Eine neue Gründung des Flottenvereins. Au, Kiel ittrl denL. N. N." geschrieben: Der Deutsche Flottenverein Hai tu Eckernförde ein umfangreiches Gelände angekauft, am darauf du Seemannsheim zu errichten. Das 27 preußische Morgen um- fassende Terrain liegt auf einer landschaftlich schönen Anhöhe am Meer und bietet für Gebäude und Park reichlich Raum. Das Heim soll sowohl Invaliden der Kriegsmarine, ehemaligen Unteroffi­zieren und Mannschaften wie dienstunfähig gewordenen Veteranen der Handelsschiffahrt offenstehen. Die Insassen erhalten Woh­nung, Heizung und ärztliche Hilfe unentgeltlich und haben nur für die Verpflegung einen bescheidenen Betrag zu zahlen.

Veteranenbeihilse. Berlin, 2. April. Der Magistrat hat abermals 150 000 J*. als Beihilfe für die Veteranen aus den Krie­gen 1864, 1866 und 1870/71 bewilligt. Die Spende ist nur für Veteranen bestimmt, die feit dem 2. Oktober 1910 ihren Wohnsitz in Berlin haben und den gestellten Bedingungen entsprechen.

Eine Mahnung. Berlin,'2. April. DieNorüd. Allgem. Ztg." fordert die deutsche Presse ohne Unterschied der Partei auf, künftig weder Nachrichten über Erfindungen und Verbesserungen auf dem Gebiete der Bewaffnung und Ausrüstung des Heeres, noch über Uebungen solcher Spezialtruppen zu veröffentlichen, wovon man annimmt, daß sie denen anderer Armeen überlegen sind. Sie weist dabei darauf hin, daß das Beispiel der englischen Luftflotte lehre, daß auch Dinge, die vielen bekannt sind, der Aufmerksamkeit des Auslandes entzogen werden können, wenn nur von der heimi- fchen Presse peinlichste Geheimhaltung gewahrt wird.

y Kein Erbschaftssteuerantrag Basiermann? In einem Ar­tikel über die Erledigung der Wehrvorlage schreibt dieNat.-Lib, Korr.":Bei dieser Gelegenheit möchten wir übrigens bemerken, daß es sich bei der Meldung derNeuen Ges. Corr.", der Abg. Basiermann würde einen die Erbanfallsteuer enthaltenden Ini­tiativgesetzentwurf einbringen, lediglich um eine Vermutung han­delt. Was der Abg. Basiermann bezw. die nationalliberals Reichstagsfraktion tun werden, wird sich erst aus der Beratung der Fraktion ergeben." Der angedrohte gemeinsame Erbschafts­steuerantrag der liberalen Parteien scheint demnach zur Zeit nock nicht absolut festzustehen.

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" und .Landwirtschaftliche Beilage"

stimmt haben, erweist sich als umso notwendiger angesichts der Meldungen über die fortgesetzte starke Beschießung Skutacis sowie der ablehnenden Antwort Montenegros gegenüber den Forde­rungen der Großmächte. Das Blatt verweist darauf, daß Serbien entgegen seiner Ausdrücklichen Zusage, dem Beschlüsse der Mächte hinsichtlich Albaniens sich zu fügen, an den Kämpfen um Skutari teilnchme. Die Durchführung der Flottendemonstration steht un­mittelbar bevor. Eine Abteilung unserer Flotte erhielt bereits den Befehl zum Auslaufen. Soweit bisher bekannt, werden an der Flottendemonstration nebst Oesterreich-Ungarn auch Italien und Deutschland teilnehmen. Betr. Frankreich steht nsch die Ent­scheidung aus, Rußland, das kein Kriegsschiff im Mittelmeer hat, wird sich an dieser Demonstration nicht beteiligen. Von Bedeutung aber ist, daß der Beschluß der Flottendemonstration von allen Mächten gefaßt wurde und daß daher diese Aktion einen inter­nationalen Charakter trägt. Auch in der öffentlichen Meinung, die durch die jüngsten Ereignisie auf dem westlichen Teile der Val- kanhalbinsel in lebhafte Bewegung gesetzt worden ist, findet man die Maßnahmen gegen den Widerstand Montenegros begreiflich unv notwendig. Mit Ungeduld harrt die Bevölkerung der Weiter­entwicklung der Dinge. Allgemein wird eine möglichst rasche Klä­rung verlangt. Die baldige Regelung der Angelegenheit ist auch umso notwendiger, als den Balkanstaaten kein Zweifel darüber ge­laßen werden darf, daß bei aller bisher gezeigten Bereitwilligkeit 6er Mächte, ihren billigen Wünschen entgegenzukommen, eine nach­trägliche Vereitelung der europäischen Beschlüsse absolut ausge- schlosien ist.

Die Haltung Englands und Rußlands.

London, 2. April. DieTimes" tritt für eine Interven­tion im adriatischen Meere ein, auch wenn einige Mächte nicht daran teilnehmen. England sei es sich selbst schuldig, diesen Kurs zu verfolgen und außerdem sei es im Interesie des europäischen Friedens sehr ratsam. Das Blatt schreibt, wir betrachten die Zu­sammenkünfte der Botschafter als ein äußerst wichtiges Instru­ment für die Erhaltung des europäischen Friedens. Wir sind ge­wiß, daß ihr Ansehen unwiderruflick geschädigt werden würde, wenn Länder wie Montenegro und Serbien ihre Entscheidung:« zu Nichtemachen würden. DieTimes" weist auf die positiven Sicherungen hin, die Serbien den Mächten gegeben hat und be­tont, daß die Entscheidung über Nordalbanien ein unteilbares Ganze sei. Wenn Serbien nicht gewillt sei, Skutari Albanien zu überlasten.

London, 2. April. DieWestminster Gazette" schreibt: Die rusiische Zustimmung zur Flottenaktion ist vorläufig so aufzu- fasien, daß sie die Bedingung einschließt, daß keine militärische Ak­tion stattfinden soll, außer, soweit sie notwendig wäre, an der Küste, um die Flotte zu unterstützen. Die Flottendemonstratton mag eine langsame Wirkung haben und wird hoffentlich frei von Sensationen und Blutvergießen sein, aber sie wird schließlich wirk­sam sein. Dagegen würde eine militärische Attion weit größere Fragen als Montenegro und Skutari auf die Tagesordnung setzen und neue Gefahren für die Mächte und die Verbündeten herbei­führen. Die richtige Lösung der Frage wäre, daß die Verbünde­ten sie selbst lösten, indem sie die Vermittlung der Mächte annäh­men, denn nichts könnte bedrohlicher für die Kriegführenden und ihre ganze Sache sein, als die Aussicht auf Differenzen zwischen den Mächten, die in elfter Stunde alles umstoßen könnten.

Frankreich nimmt auch teil.

Paris, 2. April. Angesichts der ablehnenden Antwort Montenegros hält man die Flottendemonstration in diplomati- schen Kreisen jetzt für unvermeidlich. Frankreich ist bereit, sich ihr anzuschließen, vorausgesetzt daß das verbündete Rußland ihm klar und deutlich das Mandat erteilt, es zu vettreten. Die Antwort aus Petersburg, die nicht zweifelhaft erscheint, wird unverzüglich erwartet.

Paris, 2. April. DerFigaro,, meldet, daß die französische Regierung in dem gestern abgehaltenen Ministerrate infolge der aus London, Petersburg, Rom und Berlin eingetroffenen Mittei­lung ihre Zustimmung zu der Flottendemonstration gegen Monte­negro gegeben und die Botschafter in Wien, London und Peters­burg von diesem Beschluste verständigt.

Die Laae auf dem Balkan

Verzögerung der Antwort.

Wien, 2. April. Die Antwort der Balkanstaaten auf den Friedensvermittlungsvorschlag der Großmächte, der von der Türkei bereits angenommen worden ist, verKgert sich, da Serbien und Griechenland hinsichtlich er Abgrenzung Schwierigkeiten machen.

Russische Glückwünsche.

Petersburg, 2. April. Der Reichsrat hat den Antrag angenommen, den Königen der verbündeten Balkanstaaten ein Glückwunschtelegramm zu senden anläßlich des Falles von Adria- nopel und ihrer Erfolge auf dem Schlachtfelde und beim Friedens- fchluste.

Deutsches Reich.

Der Besuch des Herzogspaares von Cumberland bei dem Kaiserpaar ist abermals verschoben worden. Wie aus Bad Hom­burg gemeldet wird, trifft das Herzogspaar nach den neuesten Dis­positionen am 13. April zum Besuch der kaiserlichen Familie in Bad Homburg ein. Prinz Adalbert von Preußen wird am Sonnabend in Bad Homburg erwartet. Am Donnerstag begibt sich der Kaiser im Automobil nach Mainz, um die Neubauten der Festungswerke zu besichtigen.

Der deutsche Kronprinz als Schriftsteller. Wie dieDanz. Allg. Ztg." meldet, hat der deutsche Kronprinz zu dem in Kürze er­scheinenden WerkeDeutschland in Waffen" die Einleitung sowie einen Aufsatz über die Gardes du Corps als Beitrag geliefert.

Der bayerische Prinzregent bei den diesjährigen Kaifer- manöoern. Der Kaiser hat, wie aus München gemeldet wird, den Prinzregenten Ludwig zur Teilnahme an den Kaisermanövern in Posen eingeladen. Der Prinzregent wird der Einladung folgen und sich mit dem Kaiser unmittelbar nach der Feier tn der Be­freiungshalle in Kehlheim ins Manövergelände begeben.

Der Besuch eines russischen Kriegsschiffe, in Kiel. Der rus­sische PanzerkreuzerRossija", der von Westindien nach Kronstadt unterwegs ist, lief in Kiel zu mehrtägigem Aufenthalt ein. Der Kreuzer war auf seiner Heimfahrt in der westlichen Ostsee durch Rebel aufgehalten worden. .

Bon unserer Oüareme.

Die neue Miliiärvoilage sieht auch eine bedeutende Verstärkung der Festungen vor. Wenn auch die für diesen Zweck auszuwenden Mittel sowohl für die Westgrenze und die Ostgrenze, als auch für die Kissten- befestigungen bestimmt sind, so dürfte doch der Löwenanteil der Ostgrenze zufallen, dank der erhöhten Aufmerksamkeit, die man nach den Ereignissen der letzten Monate ihr zu schenken sich gezwungen sieht. So werden für Königsberg und Eraudenz, ihrer erhöhten Bedeutung wegen, Eouver- neursposten geschaffen werden, und besonders Eraudenz, desien Fortifi- kation am 1. April versuchsweise in eine für den Norden und in eine für den Süden der Festung geteilt worden ist, sckeint zu einem starken Wasfenplatz ansgebaut werden zu sollen. Als Weichselbrückcnkops und wichtiger Eisenbahnknotenpunkt besitzt es in der Tat eine strategisch Be­deutung, die die ausgiebigste Sicherung gebieterisch erfordert. Abgesehen von Thorn, das großen baulichen Veränderungen unterworfen werden muß, da, wie schon erwähnt, seine PläKe kürzlich an Rußland verraten worden sind, sollen auch Posen, Breslau und eine Anzahl kleinerer Fest­ungen im Osten in ihren fortisikatorischen Anlagen erheblich ausgebaut und mit den modernsten technischen Hilfsmitteln für den Krieg ausge­rüstet werden. Es sind das aber alles lediglich Eegenmaßregeln gegen die Tätigkeit auf russischer Seite.

Wenn man die Karte zur Hand nimmt, so sieht man, daß die russische West- und Südgrenze gegen Preußen und Oesterreich, beiläufig in einer Ausdehnung von ungefähr 1200 Kilometern, durch keinerlei Eeländeab- schnitte gebildet wird, nur im Süden bildet die Weichsel zwischen Polen und Galizien auf eine Entfernung von 150 Kilometern eine natürliche Erenzscheide. Einem in Polen eindringenden Feinde würde also erst an der Weichsellinie Halt geboten werden können, deren Uebergänge durch die Festungen Nowo-Georgiewsk, Warschau und Iwangorod ge- , schützt werden. Nun weckte jedoch der Verlauf der Grenze, die Polen * halbinselartig nach Preußen hervorspringen läßt, in den russischen mili­tärischen Kreisen die Bedenken, ob man nicht neben einem Angriffe in der Front mit einem solchen aus Norden und Süden östlich der Weichsel zu rechnen haben werde, der die Bedeutung der Weichsellinie völlig illu­sorisch macken mußte. Man erwog also allen Ernstes die Frage, ob man nicht die Weichsellinie aufgeben und den ersten Widerstand etwa in einer Linie BjelostockBrestLitowsk und dann dem Lauf des Bug entlang nach Süden leisten solle. Nach langen Verhandlungen beschloß man die Weichsellinie nicht nur nicht aufzugeben, sondern im Gegenteil stark auszubauen. Zunächst wird die Stadt Sierozk nordöstlich von Warschau an der Mündung des Bug in den Narew stark befestigt. Dann hat die schon vor 100 Jahren angelegte, an der Einmündung des Bug-Narew in die Weichsel belegene Festung Nowo-Georgiewsk. die schon seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts einen Gürtel von ungefähr 7 Kilo­meter vorgeschobenen Werken besaß, einen noch weiter vorgeschobenen sehr starken Fortgürtel erhalten. Auch Warschau, eine schon bisher starke Festung ist besonders auf dem rechten Weichseluser erheblich ausgebaut und mit den neuesten technischen Hilfsmitteln ausgestattet worden. Iwangorod auf dem linken Flügel der russischen Verteidigungslinie an der Einmündung des Wieyrsch in die Weichsel hat ebenfalls teilweise ganz moderne Forts, die die Kernbefestigung in einem Umkreise von 20 Kilometern umgeben. Außer den Befestigungen dieser Festungen sind nun nock in Polen ständig große Truppenmengen untergebracht, die, schnell zusammengefaßt, durch die eigentümliche Ausbuchtung von Polen nach Westen zu, bei einer etwa beabsichtigten Unternehmung gegen Ber­lin durch die Kürze des zurückzulegenden Weges sehr im Vorteil sind. Es müssen daher auf ihrem Wege preußische Festungen liegen, die nicht umgangen werden können, wenn anders die rückwärtigen Verbindungen nicht aufgegeben werden sollen. Andrerseits ist es für die angriffsweise gegen Polen vorgehenden Preußen sehr wichtig, in den Festungen eine starke Basis zu haben, von der die Operationen ausgehen können.

Die für die ostpreußischen Festungen Königsberg, Pillau, Doyen usw. 'geforderten Verstärkungen finden in denselben Erwägungen ihre Begrün­dung. Der von Norden drohende Umgehungsangriff auf die Weichsel­linie wird die Russen zu Eegenmaßregeln zwingen, und so wird das weit nach Rußland hineinspringende Ostpreußen mindestens im Anfänge eines Krieges der Schauplatz kriegerischer Ereignisse werden.

Ausland.

** Trauerfeier für König Georg I. Athen, 2. April. Di« Trauerfeierlichkeit für den König Georg gab der Stadt vom frühen Morgen an das Gepräge. Die Traueroersammlung füllte di« Kathedrale. Neben dem König Konstantin waren alle Mitglieder der königlichen Familie, die fremden Fürstlichkeiten, darunter die Prinzen Heinrich und Joachim von Preußen und Prinz Ernst August, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg anwesend. Um 10 Uhr begann die kirchliche Trauerfeier. Nach Schluß bildete sich der Trauerzug. Die Dekorationen des Königs und die Fahnen der Regimenter wurden vor der Lafette, die den Sarg des Königs trug, vorangetragen. Letztere wurde von Matrosen gezogen. Dahinter ging das Schlachtrotz des Königs. Dem Sarge folgten König Kon« stantin mit feinen Söhnen, die fremden Fürstlichkeiten und Abge­sandten der Souveräne, sodann die Wagen 6er Königinwikwe und der Prinzessinnen. Truppen schloffen den Zug, der sich zum Larissa- Bahnhof bewegte, wo der Sarg von den P'inzen in den Wagen ge­tragen wurde. Die Artillerie und die fremden Kriegsschiffe feuer­ten einen Trauersalut von "*01 Schutz. Morgen finden Trauer- feietn im ganzen Königreich statt.

** Gegen die dreijährige Dienstzeit. Paris, 2. April. Dit Mitglieder des einflußreichen landwirtschaftlichen Kredirvercins in Chauffir im Jura-Departement nahmen in einer un-er dem Vorsitz des radikalen Deputierten Ponsont abgehaltenen Vollver­sammlung eilten Beschlutzantrag an, in dem sie unter Betonung ihres opferwilligen Patriotismus entschieden gegen di- Einfüh­rung der dreijährigen Dienstzeit sich aussprachen, die für die Land­wirtschaft geradezu ein Unglück wäre. Die tn Reims tagens« Ostgruppe des nationalen Eisenbahnersyndikats beschloß gleichfalls eine gegen die dreijährige Dienstzeit gerichtete Resolution.

* * Bon dem Nachlaß König Leopolds. Brüssel, 2. April. In der Begründung des Urteils, das in £em um den Nachlaß des Kö­nigs Leopold geführten Prozeß heute gesprochen wurde, wird das Abkommen zwischen der Niederfüllbacher Stiftung und dem belgi­schen Staat für gültig erklärt. Die strittige Hauptsumme geht also in den Besitz des belgischen Staates über. Das Gericht erklärt, daß die Gültigkeit der Stiftung durch das genannte Abkommen für Belgien hinfällig geworden sei.

* * Zusammenstoß zweier Torpedoboote. London, 2. April. Die Torpedoboote 114 und 118 sind bei Uebungen in der Nähe von Margate zusammengestoßen. Beide wurden schwer beschädigt.

* * Ein Rationalgeschenk. Kopenhagen, 2. April. Dem Ver­teidigungsminister wurde heute von einer Deputation des Ko­mitees für die Landesspende mitgeteilt, der dänischen Marine werde ein Unterseeboot, deren Herstellungskosten durch freiwillige Beiträge aufgebracht würden, geschenkt werden. Gleichzeitig wurde der Wunsch ausgesprochen, daß das Unterseeboot den Namen Zweiter April" erhalte. Der Minister dantte im Namen der Re­gierung und der Marine für die Gabe.

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Marburg und Umgegend.

Rachdtuck aller Orginalarttkel ist gemäß tz 18?Ut mtt p«r deutlichen Quellenangabe Lberheü Zta gestattet Z

Marburg, 3. April.

Som Setter. Der April läßt sich, wie es der Landwirt und der Gartenbesitzer wünscht,feucht und naß" an. Es ist auch gut, daß die sommerliche Hitze, die an den beiden letzten Tagen iw März herrschte, nicht anhielt. Wer da glaubt, daß der Erdboden

Marburg

Tonnerslag, 3. April

Die feindlichen Brüder.

Saloniki, 2. April. Wie aus Elevthera gemeldet wird, kam es dort zwischen Griechen und Bulgaren zu einem Zusammen­stoß. Einzelheiten fehlen. Die griechisch-bulgarische Militärkom- mission ging gestern zur Untersuchung der bekannten Vorfälle in Rigrito dorthin ab.

Ein Provisorium?

Wien, 2. April. Das Bombardement von Skutari ist, wie von unterrichteter Seite verlautet, seit gestern nachmittag pro­visorisch eingestellt worden, angeblich weil die Belagerer serbische Verstärkungen von San Giovanni di Medua erwarten. Es heißt, das Bombardement werde morgen wieder aufgenommen werden.

Die Flottendemonstration.

W i e n, 2. April. DasFremdenblatt" schreibt: Der fortge- sttztt Widerstand Montenegros gegen die Entscheidungen der Mächte machte Maßregeln notwendig, um den Willen Europas zur Eelcung zu bringen. Die rascheste Durchführung der Flottendemon- strar.sn gegen Montenegro, welcher sämtliche Großmächte zuge­