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NunMau.

Ein Protest gegen di« deutschen Rüstungspläne.

Mülhausen, 23. März. Eine von der Fortschrittlichen Volkspartei und der Sozialdemokratie gemeinsam veranstaltete Protestversammlung gegen die Heeresverstärkung soll am 30. März hier in der neuen Markthalle stattsinden. Die Zentrumspartei ist um ihre Teilnahme angegangen worden, hat aber nicht zuge­sagt. Die Fortschrittler sind in einer üblen Lage. Die Genossen werden ihren guten Freunden kaum verzeihen, wenn sie mit den Panzerplattenpatrioten" usw. für neue Rüstungen stimmen wer­den. Aber man kann ja auch in Berlin dafür stimmen und in der Provinz Protestversamlungen dagegen berufen. In derFranks. Ztg." macht übrigens der Abg. Payer in einem sehr langen Artikel Front gegen die deutschen Rüstungen, für die er die Agitation kriegslustiger Militärkreise der Alldeutschen, dieinteressierten Industriellen" und die von diesen bewußt oder unbewußt ab­hängige Presse verantwortlich macht. Die politische Lage gibt Herrn Payer sonst weiter nichts zu denken. Er ist also glücklich daran. Man sieht, es sind die alten Argumente der Demokratie, mit denen auch Herr Payer arbeitet und die sich von denen der landläufigen demokratischen Agitation und Presse nur durch die Tonart unterscheiden. Interessant bleibt nur die Stellungnahme des fortschrittlichen Führers als solche, die festgenagelt zu werden verdient.

Aufruf zu einer Nationlspende für bedürftige Veteranen.

Der vor kurzer Zeit gegründeteReichsverband zur Unter­stützung deutscher Veteranen" hat mit der Werbearbeit begonnen. Aus denAufgaben und Zielen des Reichsverbandes" ist hervor­zuheben, daß in erster Linie den allerbedürftigsten Veteranen, die in Rot und Bedrängnis leben, durchgreifende und nachgehende Fürsorge zuteil werden soll. Sodann soll ferner noch arbeits­fähigen Veteranen durch eine den speziellen Verhältnissen an- gepaßtx Stellenvermittlung und Auskunft leichte Beschäftigung nachgewiesen und sachliche Beratung zur Erlangung der Staats­beihilfe gewährt werden. Richt Ersatz der Staatshilfe, aber eine wertvolle Ergänzung soll die Verbandshilfe bringen, und zwar besonders auch in allen denjenigen Fällen, wo das Veteranen­fürsorgegesetz ein Eingreifen des Staates nicht zuläßt. Sodann will ferner der Verband überall da eingreifen, wo die bisherige private Fürsorge der Landeskriegerverbände, die fatzunasaemaß nur ihre eigenen Mitglieder unterstützen, ihre Grenze findet. Strengste Durchführung des Prinzips der politischen und kon­fessionellen Neutralität ist als vornehmster Grundsatz in die Satzung des Reichsverbandes ausgenommen worden.

Um den Verband zu einem allgemeinen Völksverband zu machen, ist der Beitrag für außerordentliche Mitglieder auf nur 1 M normiert, während ordentliche Mitglieder einen Jahres­mindestbeitrag von 6 cM zu entrichten haben. Für das Kaiser­jubiläum veranstaltet der Reichsverband eine besondere Samm­lung, die alsKaiser-Jubiläums-Stiftung für bedürftige Vete­ranen" Verwendung finden soll.

Es ergeht daher der Aufruf an alle deutschen Männer und Frauen, es möge jeder nach seinen Kräften dazu beitragen, daß besonders die allerbedürftigsten unter den noch lebenden Vete­ranen möglichst bald eine durchgreifende Unterstützund finden. Anmeldungen zum Beitritt und Zeichnungen für dieKaiser- Jubiläums-Stiftung für bedürftige Veteranen" sind zu richten an denReichsverband zur Unterstützung deutscher Veteranen", . Berlin W. 9, Potsdamer Straße 126: Einzahlungen können er­folgen auf Reichsbank-Eiro-Konto oder auf das Postscheckkonto, Berlin 16 399 oder auch direkt an den Verband. Um unnötige Schreibarbeit und Unkosten zu vermeiden, wird mitgeteilt, daß Anträge und Unterstützungsgesuche von Veteranen nicht von der Zentralverwaltung angenommen werden, sondern nur von den in Bildung begriffenen Zweigorganisationen, deren Adressen später bekanntgegeben werden.

Die Lage.

Sofia, 25. März. Heute früh wurde vor Adrianopel der Eeneralsturm auf allen Sektoren gegen die vorgeschobenen Posi­tionen der Türken und alle befestigten Punkte unternommen. Der Oslsektor wurde im Sturm genommen.

Konstantinopel, 25. März. Der heutige amtliche Kriegs­bericht besagt' Adrianopel wurde am 22. und 23. schwach beschossen. An der Nordfront fand ein Artilleriekampf statt: vor Bulair an der Tschataldschalinie verlief der 23. März ruhig. Gestern griff vor Tschataldscha der Feind, etwa zwei Bataillone stark, unseren rechten Flügel an, wurde jedoch zurückgeschlagen. Es kam zu einem heftigen Artillerie- und Jnsanteriekampfe. Eine feindliche Streit­macht von mehr al» einer Division griff einen von unserer an der Südküste befindlichen Schiffseinheit ausgesandten Vorposten an. In dem Kampfe, der bis zum Abend dauerte, wiesen unsere Vor­posten überall die Angriffe des Gegners tapfer zurück und konnten die Positionen behaupten.

; Konstantinopel, 25. März. In dem BlatteDazife" J begründet Prinz Sabah Eddin die Notwendigkeit des Friedens- ^schlnsses. Di« Fortsetzung des Krieges würde selbst im Falle eines Erfolges Selbstmord bedeuten. Der Prinz verurteilt die bisherige ^Mnßere Politik der Pi orte und erklärt, jetzt müsse der Friede schnell schlossen werden, um gegen Skutari und Adrianopel andere Vor- ri«tutauschen. Eine neu« Niederlage würde den Verlust Kon­

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mit dem Krelsblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

und den Beilagen:3?adj Feierabend".Fürs Laus" und «Landwirtschaftliche Beilage".

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DieOberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.25 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen 2 ji frei ins Haus. Druck der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. C. Hitzeroth), Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Mittwoch, 26. März

Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 L, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4. für Reklamen die Zeile 60 «$. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Zahlungen unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

---SS

48. Jahrg.

1913.

Vrttes Blatt.

stantinopels bedeuten. Nach dem Kriege müßten soziale Reformen durchgeführt werden, wenn die Türkei nicht unter das Joch von Fremden geraten wolle.

C e t i n j e, 25. März. Der österreichisch-ungarische Gesandte Freiherr v. Eiesl ist gestern hierher zurückgekehrt und heute vor­mittag vom König Nikolaus in Audienz empfangen worden. Hier­auf hatte er eine längere Besprechung mit dem Minister des Aeußern.

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Deutsches Reich,

Der Kaiser und sein Pächter. In der Presse ist gemeldet worden, daß der Kaiser auf eine Eingabe des Pächters Sohst bis­her nicht geantwortet habe und eine Antwort auf diese Eingabe abgelehnt habe. Wie eine Nachrichtenstelle hört, trifft das letztere nicht zu. Die Angelegenheit liegt augenblicklich im Zivilkabinett des Kaisers, und es wird als sicher angenommen, daß der Kaiser aus die Eingabe antworten laßen wird.

Der Prinz von Wales. Heidelberg, 25. März. Der Prinz von Wales unternahm heute eine Automobilfahrt nach Eberbach und Amorbach. Gegen 7 Uhr traf derPrinz mit seiner Begleitung wieder in Heidelberg ein.

Die Auflösung des preußischen Abgeordnetenhauses, die in­folge der Anberaumung der Neuwahlen vor dem Schluß der Legis­laturperiode aus formellen Gründen notwendig werden wird, wird kurz vor Pfingsten erfolgen. Der Schluß der Landtagssession dürfte spätestens am 3. Mai vorgenommen werden.

Ein historischer Huldigungssestzug des berliner Handwerks zum Kaiserjubiläum. Wie mitgeteilt wird, ist ein großer Jubi­läumsfestzug des Berliner Handwerks aus Anlaß des Regierungs­jubiläums des Kaisers geplant. Die einzelnen Handwerkerberufe werden in dem historischen Festzuge eine Darstellung ihrer Ent­wicklung vom Mittelalter bis zur Jetztzeit geben, was durch sym­bolisch angxordnete Gruppen erreicht werden soll.

Deutsche Verluste an Polen. Die polnische Hand in unserer Ostmark ist leider nichts neues. Reu ist aber, daß der Erbe und Enkel einer der markantesten Vorkämpfer des Deutschtums, Ksnne- mann, Mitbegründer des Deutschen Ostmarken-Vereins, ein erst kürzlich erworbenes Bauerngut und Gastwirtschaft an einen polni­schen Bauern verkauft hat. Es handelt sich um den Rittergutsbesitz Jouanne auf Klenka.

Ausland.

** Frankreich und Italien. Mailand, 22. März. Im Secolo veröffentlicht der französische Deputierte Painlevä einen Aussatz, der eine seltsame Werbung um die italienische Freundschaft dar­stellt. Außer mit Gemeinplätzen über die Gleichheit der zivilisa­torischen Bestrebungen beider Völker arbeitet Painlev4 mit dem Hinweis aus die in Frankreich herrschende Ueberzeugung, daß Ita­lien für den Fall eines europäischen Krieges neutral bleiben werde. Dann falle der französischen Flotte die Aufgabe zu, Italien gegn die Zwangsmaßregeln seiner Verbündeten zu schützen.

** Neue Untaten der Stimmrechtsweiber. Manchester, 25. März. Die unabhängige Arbeiterpartei hielt gestern eine Kon­ferenz ab, wozu den Suffragetten der Zutritt untersagt wurde. Die Suffragetten zogen eine schwere Eisenkette durch die Griffe der beiden Torflügel und verschloßen diese mit einem schweren Vorhängeschloß. Die Versuche der Eingesperrten die Türen zu öffnen, waren vergeblich. Es wurde ein Schlößer herbeigeholt. Als die Delegierten den Saal verließen, wurden sie mit Flaschen und anderen Gegenständen bombardiert. Mehrere Frauen wurden verhaftet.

Marburg und Umgegend.

Nachdruck aller Orgtnalarttkel ist gemäß y 18 des Urheberrecht, nur mit der deutlichen Quellenangabe jDberbeii Ztg." gestattet.)

Marburg, 26. März.

* Universität. Dem Sonitätsrat Dr. Alsberg in Caßel wurde anläßlich seines 50jährigen Doktor-Jubiläums von der medizini­schen Fakultät der hiesigen Universität das Diplom erneuert.

* Von der Post. Anfang April erscheint eine neue Nummer des Postblattes, das eine Beilage zum Reichsanzeiger bildet, aber auch für sich bezogen werden kann. Im Postblatt, das im Reichs- Postamt zrlsammengestellt wird, sind die wichtigsten Versendungs­bedingungen und Tarife für Postsendungen aller Art sowie für Telegramme enthalten. Auf die seit dem Erscheinen der voran­gegangenen Nummer (Anfang Januar) eingetretenen Aende- rungen wird in der neuen Nummer durch besonderen Druck (Schrägschrift) hingewiesen. Das Postblatt kann auch neben an­deren, umfangreicheren Hilfsmitteln für den Verkehr mit der Post und Telegraphie (Postbücher, Post- und Telegraphennach- richten für das Publikum usw.) mit Vorteil benutzt werden, weil es diese bis auf die neueste Zeit ergänzt. Der Bezugspreis des Postblatts beträgt für das ganze Jahr 40 Pfg., für die einzeln« Nummer 10 Pfg. Bestellungen werden von den Postanstalten entgegengenommen.

* Diäten für Schöffen und Geschworene. Wie dieLeipziger Neuesten Nachrichten" hören, beschäftigt sich der Bundesrat zur Zeit mit einem Entwurf über die Gewährung von Diäten für Schöffen und Geschworene. Es dürfte sich um Tagessätze in Höhe von 3 bezw. 5 <M handeln, und außerdem würden auch noch Diäten für das Nachtquartier zu berechnen fein. Die Kosten, die dem preußischen Staate entstehen würden, sind auf etwa 1 Million Mark pro Jahr zu berechnen. Die Gewährung der Reisekosten für Schöffen und Geschworene kommt nicht in Betracht, da hierfür bereits Mittel in den Staatshaushaltsetat eingestellt find, au»

denen die Reisekosten der Schöffen und Geschworenen sowie auch der Vertrauensmänner gedeckt werden. Im letzten Entwurf sind insgesamt 288 000 <Al hierfür vorgesehen. Die Vorlage ist al» Antrag süddeutscher Regierungen beim Bundesrat eingebracht worden und dürfte nach deßen Annahme in der entsprechenden Form eines Gesetzentwurfes dem Reichstage zugehen.

* Jahrmarkt. Das schöne Wetter, das schon die Feldarbeiten ermöglicht, übte einep ungünstigen Einfluß auf den heutigen Jahrmarkt aus. Der Besuch seitens der Landbevölkerung ließ zu wünschen übrig.

* Rohe Flegel scheinen während der Feiertage die Frauen- bergstraße passiert zu haben. Dort sind nämlich von den Obst« bäumchen teils die Kronen abgeknickt, teils die Aeste abgerißen. Jeder anständige Mensch müßte dazu beitragen, daß diese Fle­geleien geahndet werden könnten.

* Die Gefährdung der Straßenbäume durch Gasleitungen. Uns wird geschrieben' Gar oft kann einen das kümmerliche Aussehen unserer Straßenbäume, deren erstes Grün uns im Frühling entzückt, von Herzen dauern. Wie kärglich fristen sie ihr Leben, mit ein paar Stunden Sonne müssen sich viele begnügen, die übrige Zeit stehen sie im Schatten der Häuser, spärlich dringt der Regen durch den festgetretenen Boden de» kleinen, vom Pflaster verschont gebliebenen Vierecks, und nicht frei dürfen sie ihre Wurzeln in den Grund entsenden, denn da liegen allerlei Röhren und Kabel, die dem Lebensdrang des Baumes trotzen. Und da­mit nicht genug, daß der Mensch solche Hindernisse legt, nein, aus diesen geheimnisvollen Kanälen brechen zuweilen auch noch giftige Gase her- vor, die dem schwachen Leben des Baumes den Rest geben. Lange gingen die Meinungen über die schädliche Einwirkung der Gasleitungen auf Bäume aus einander. In einer der letzten Sitzungen der Gruppe Brandenburg der Deutschen Gartenstadt-Gesellschaft ist diese Frage, wi« Gartendirektor Leßer in der Bauwelt mitteilt, wiederum erörtert wor­den. Ans Grund langjähriger Erfahrungen sprachen sich bei dieser ®e* legenheit mehrere tüchtige Eartenfachleute dahin aus, daß Pflanzen durch Easausströmungen eingehsn. In Berlin ist schon eine große Anzahl starker Straßenbäume infolge von schadhaften Gasleitungen plötzlich abgestorben. Und trotzdem, daß man in den betreffenden Baum­löchern die Erde sorgfältig durch neue ersetzte, ging selbst nach der ersten und zweiten Nachpflanzung noch immer der und jener Baum etn._ Es hat sich dabei meistens gezeigt, daß die Rinde der eingegangenen Bäume einen schwammigen Charakter angenommen hatte. Im Palmengarten zu Frankfurt a. M. sind vier schöne, kräftige Linden infolge Easrohr- bruchs plötzlich eingegangen. In Hannover hat die Gasanstalt da­durch, daß sie sämtliche Baumschäoen ersetzte, eingestanden, daß die Bäume durch das Gas eingegangen sind. Man HM dort später sämt­liche Gasleitungen in Kies verlegt und etwaige Ausströmungen durch auswärtsgehende Rohre aus der Kiesschicht in die Laternenschäste zn leiten versucht. In Breslau wurde, um die bisherigen Schäden an den Anpflanzungen nicht durch weitere zu vermehren, die Kaiserin Augusta- Promenade mit Spiritus-Elühlicht versehen. Bei der Ferngasleitung nach Eeestbach, die in einer Länge von 3,75 Kilometer durch Hamburger Gebiet geht, ist festgestellt worden, daß von 310 Bäumen 26 Stück, also 8,13 Prozent, durch Gasausströmungen abgestorben und 19 dem Ab­sterben nahe sind. Die Schäden, die diese Fernleitung verursacht hat, sind rückhaltlos von der betreffenden Gasanstalt anerkannt worden. In » den asphaltierten und gepflasterten Straßen, wo das Gas ja im allge- F meinen nur aus den Baugruben entweichen kann, fügen die Easaus­strömungen den Bäumen natürlich am meisten Schäden zu. Es wird deshalb in solchen Straßen stets notwendig sein, die undichte Stelle des Gasrohres nicht nur an einer Stelle, sondern längs einer ganzen Streck« zu suchen. Von den Gasfachleuten wurde in der erwähnten Sitzung erklärt, daß Rohrbrüche jetzt immer seltener würden und daß es möglich sei, Easröhren vollständig zu dichten und so allen Easentweichungen oorzubeugen. Jedes Gaswerk müße und könne seine Leitung vollständig dicht halten. Bei Barmen liege z. B. eine 16 Kilometer lange Gas- leitung unter Wäldern und Wiesen, ohne bisher Schaden an Pflanzen verursacht zu haben. Immerhin muß überall da, wo Pflanzen plötzlich eingehen, genau untersucht werden, ob dies infolge von Easausströmun­gen geschehen ist. Vor allem muß aber dafür gesorgt werden, daß sämt­liche Gasleitungen, in deren Nähe sich Pflanzen befinden, von vornherein peinlich genau verlegt werden. Wir bringen diese Ausführungen mit allem Vorbehalt, da es sich bisher bei Nachprüfung solcher Nachrichten immer herausgestellt hat, daß die gemeldeten schädlichen Einflüße des Gases stark übertrieben waren.

* Berichtigung. Zum Tode des Zimmermeisters Georg Becker wird uns mitgeteilt, daß die allgemein verbreitete und von uns mitgeteute Nachricht, der Verblichene habe Aufnahme in der Klinik gefunden, nicht den Tatsachen entspricht.

Setlammlun«en, Konzert«, Theater, Sdergnügungsnakhrilblen uiis.

Stadttheater Gießen. Noch einige interessante Aufführungen bringt der Schluß der Spielzeit, so vor allem das neue Schauspiel von Walter LutzAndreas Hofer", das mit seinen prächtigen Charak­terfiguren und eindrucksvollen Maßenszenen als das wirkungsvollste Schauspiel der letzten Jahre bezeichnet werden kann. Am Samstag nachmittag 3)4 Uhr findet eine Aufführung dieses Werkes als Schüler- vorstellung statt, am Sonntag nachmittag eine Wiederholung bei kleinen Preisen. Am Sonntag abend wird die bekannte lustige EesangspoßeDer <5ta6strompeter zur einmaligen Aufführung gebracht und am Montag, den 31. März wird als Venefizvorstellung für Herrn Oberregißeur Walter Dworkowski als letzte Vorstellung der Spiel­zeit Max Dreyers SchauspielDie Siebzehnjährigen" ge- geüen.

Sterzhansen, 25. März. Gestern fiel hier ein etwa 7 Jahre alte» Kind in die gegenwärtig stark angeschwollene Lahn und wur e . 300 Meter wett fortgetrieben. Zwei Männern gelang es , Kind den Fluten zu entreißen.

- Fronhausen, 25. März. ®«« X

von hier wurde aus Anlaß seiner Versetzung m den Ruhestand das

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Dreih^fen und Ebsdorf den Snträfl zur Dciloppeldng beeilt hoben und nunmehr auch Wermettshaufen und Roßberg diesem Beilstiel ge«

folat sind ist auch in Leidenden die Stimmung sehr im Wachsen.

Hoffentlich führt sie recht bald zur Antragstellung. Denn es wäre zu« großen Vorteile aller Dörfer des Ebsdorfer Grundes, wenn mit der 3» sammenlegung der Grundstücke der genannten Orte auch gleichzeitig dich von Leidenhofen und Hachborn vorgenommen werden könnt«.