>2 ß 1 Post bezogen 2.25 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen
*'*=• V * 2,— jK frei ins Haus. — Druck der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch
1913.
(Inh.: Dr. C. Hiheroth), Markt 21. — Telephon 55.
gen, wobei er ungefähr 300 Tote und Verwundete zurückließ. Die
Mlatt
Marburg
Montag, 17 Dtärz
im Gefecht zu Gefangenen gemachten Türken erzählten, daß die Offiziere und Soldaten jede Hoffnung auf einen Erfolg aufgegeben hätten. Man zwinge sie jedoch, vorzugehen. — An demselben Tage versuchten die Türken, vor der rechten Flanke der Vulgaren gegen Kadikoej vorzugehen, wurden aber durch einen Gegenangriff der bulgarischen Truppen ebenfalls zurückgeworfen und bis zum Dorfe Elbasian verfolgt. Seit diesem Tage haben die Türken jeden Ver-
Reklamen die Zeile 60 .;. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. — Zahlungen unter Rr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.
such eines Vorstoßes Unterlasten.
Konstantinopel, 16. März. Wie verlautet, begann an der Tschadaldschalinie nach einem Angriff der Bulgaren ein größeres Gefecht. Nach amtlich veröffentlichten Meldungen fand bei Kastapkoej ein Kampf statt, wobei die Bulgaren zurückgeschlagen wurden. Gestern wurde gegen Adrianopel ein leichtes Bombardement unterhalten.
Athen, 16. März. Der Kronprinz meldet: Die 8. Division, in der Gegend von Delvino und Argyrokastro kämpfend, schlug bei Arinista die Nachhut des Feindes: 1600 Türken wurden gefangen.
Konstantinopel, 16. März. Eine feindliche Truppenabteilung, die versuchte, in der Richtung auf Histar Beyli nahe von Derkostee vorzurücken, wurde infolge lebhaften Artilleriefeuers zum Rückzug gezwungen.
Podgoritza, 16. März. Am Freitag begann ein furchtbares Bombardement aller Belagerungsgeschütze gegen die Befestigungen Skutaris und die Staut selbst. Ein Stadtviertel wurde in Brand geschosten.
Die „Oberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch
Jahren gewidmet, der Erinnerung an die ruhmvolle Erhebung des Balkes in Waffen zur Befreiung unseres Vaterlandes von jahrelanger Fremdherrschaft. Gott dem Herrn, der an Preußen so Kroßes getan, und den Helden der Befreiungskriege ist heute von unserem Heer und Volk an geweihten Stätten Dank und Verehrung dargebracht. I« pattiottscher Begeisterung wird bei den heutigen Festlichkeiten mit besonderem Stolz der Ruhmestaten der preußischen Landwehr gedacht, deren Bildung vor hundert Zähren dem Heere neue Kräfte zuführte. Eine besondere Freude ist es mir, am Abend dieses Gedenktages im Kreise der Kameraden der Landwehttnspektion Berlin weilen und an bei Feier der stärksten Vereinigung von Offizieren des Veurlaubtenstandel teilnehmen zu können.
Zch danke Ihnen herzlich für Zhre Einladung und die freundlich« Begrüßung durch den Mund Ihres Inspekteurs. Die feierliche Erneuerung Ihres Treuschwurs und das Gelöbnis Zhrer Landwehrdevise „Mit Gott für König und Vaterland!" allezeit eingedenk zu bleiben und ihr nachzuleben, habe ich gehobenen Herzens entgegengenommen. Es ist mit eine Bürgschaft dafür, daß der Geist heuet Pflichterfüllung del unserem Volk vor hundert Jahren mit Gottes Hilfe den Sieg verlieh, auch heute noch in dem Offizierskorps des Beurlaubtenstandes wie bet aktiven Armee lebendig ist. In unserer ernsten Zeit aber p’It es. diesen Geist der Hingabe an das Vaterland auch in unserem Volke und in seiner Jugend wach zu erhalten, die sittlichen Kräfte zu heben und zu stärken und nicht durch Selbstsucht, Genußsucht und Abfall von dem Glauben unserer Väter verkümmern zu lasten. Und dazu mitzuwirken, stnd Sie, Kameraden von der Reserve und Landwehr, ganz besonders berufen und ausersehen. Sie stehen in Ihrem Berufsleben in daiierndei Fühlung mit allen Schickten der Bevölkerung. Ihr Beispiel. Ihr« Lebensanschauung und Ihre Pflichterfüllung gegen Gott, König und Vaterland sind von außerordentlicher Bedeutung im Kampfe gegen d i« finsteren Mächte des Unglaubens und derVatet- landslofi gkeit, die in unseren Tagen an dem gesunden Marke unseres Volkes zehren und leine Ruhe und seine Zukunft zu zerstören droben. Das Vaterland erwartet von Ihnen in erster Linie nicht kriegerische Lorbeeren, sondern ein v e r - dien st volles Wirken als Staatsbürger. Es rechnet darauf, daß Sie dem deutschen Volke und besonders der deutschen Jugend mit Rat und Tat und einem charaktervollen Dorbilde heu zur Seite stehen. Ein solches Eintreten für die idealen Lebenswerte wird Sie umso tüchttger macken zur Erfüllung Ihrer mtlitäriscken Aufgaben als Führer bet Söhne unseres Volkes, auch auf dem Scklacktlelde, wenn die Rat des Vaterlandes Sie je zwingen sollte, Ihren friedlicken Beruf mit dem Sckwert zu vertauschen. Das ist der Weg. aus dem Sie sich als würdige Nachfolger jener ersten Landwebroffiziere vor hundert Jahren erweisen sollen, die nicht nur auf des Königs Ruf selbst ftei- willig zu den Fahnen geeilt waren, sondern sckon vorher, als sie noch aus Katheder, im Bureau, in der Fabrik ober auf eigenem Hofe sckaffien, durch Wort, Sieb ober Beispiel die gute Saat in das Hetz des Volkes gestreut und es zur fteudigen Hingabe von Cut und Blut für Ehre und Freiheit des Vaterlandes begeistert hatten. Eingedenk des verheißungsvollen und zugleich mahnenden Wortes des Feldmarschalls Blücher in seinem Armeebefehl nach der Scklacht von Belle Alliance „Nie wird Preußen untergehen, wenn eure Söhne und Enkel euch gleichen" und im festen Vertrauen auf die Treue meinet Triarier trinke ich aus das Wohl des Landwehtofsizierkotps Berlin. Vivant Regis triarii. Drei Hurra« unserer Landwehr!"
fie Vaqe auf dem Balkan.
• Die Forderungen der Verbündeten.
Konstantinopel, 16. März. Die Pforte erhielt noch keine offizielle Mitteilung von den Friedensbedingungen der Verbündeten. Sowohl die leitenden tür'ifchen als auch die diplomatischen Kreise halten die Bedingungen für unannehmbar und eine Mediation auf dieser Grundlage für unmöglich. In der Pforte nahestehenden Kreisen nimmt man an, daß die Mächte diese Bedingungen der Türkei nicht einmal mitteilen, sondern trachten werden, sie zu ändern und für die Pforte annehmbar zu machen. Nach sicheren Informationen seien die Mächte entschlosien, eventuell den Balkanstaaten die Bedingungen aufzuerlegen, die sie selbst aufstellen werden. Die Großmächte würden für eine Grenzlinie San Etesano-Maritza-Enos intervenieren.
London, 15. März. Wie das Reuterbüro meldet, befaßte sich die Botschastervereinigung heute ausschließlich mit der Antwort der Verbündeten. Man verhehlt sich nicht, daß die Bedingungen der Verbündeten als übertrieben angesehen werden. In gewisien Kreisen stellt man ein Gefühl von Gereiztheit fest, die von der Art herrührt, die man auf „orientalische Weise feilschen" nennt. Zum letzten Ende sind jedoch die Botschafter nicht der Ansicht, daß die Antwort jede Möglichkeit einer Mediation aus- schließt. Daher werden die Mächte auch beim nächsten Schritt der Verbündeten diesen gewisie Ratschläge geben, die wie man hofft bas Ergebnis haben werden, daß die Bedingungen der Verbündeten in deren Sinne modifiziert werden, der nach der Meinung der Mächte für den Friedensschluß eine günstigere Grundlage bilden wird. Die Vereinigung hat sich bis auf den kommenden Mittwoch vertagt.
Die „Nordd. Allg. Ztg." zur Lage.
Berlin, 16. März. Die „Norddeutsche Allgemeine Ztg." schreibt in ihrer Wochenrundschau: „Die Forderungen des Balkanbundes find teilweise recht weitgehend und greifen außerdem in., mehr als einem Punkt auf Fragen über, die mit den europäischen Interessen verknüpft sind und die deshalb nicht ohne Mitwirkung Europas gelöst werden können. Wir nennen beispielsweise die Entscheidung über die Zukunft Skutaris und die Aegäischen Inseln «nd das Verlangen nach einer Kriegsentschädigung. Unter diesen Umständen sind die Vorschläge der Verbündeten einer eingehenden Nachprüfung durch die Mächte zu unterziehen. Damit wird leider dem allgemein gehegten Friedenswunsch eine neue Eeduldprobe auferlegt. Wir halten indeffen an der Hoffnung fest, daß die schwierige Arbeit der europäischen Vermittlung trotz der noch entgegenstehenden Hindernisie glücklich durchgeführt werden kann Seit der Einnahme Janinas macht Montenegro erhöhte Anstrengungen, um Skutari in seine Gewalt zu bringen. Man muß es beklagen, daß in diesen Kämpfen das Leben so vieler tapferer Männer geopfert wird, ohne daß daraus für Montenegro ein Vorteil erwächst. Nach dem einmütigen Willen Europas soll Skutari, welches auch sein Schicksal in diesem Feldzug sein mag, mit dem künftigen Albanien vereinigt werden. Man möchte glauben, die Klugheit des Königs Nikolaus werde seinem Volke neue schwere Opfer ersparen, die nach Lage der Dinge nußlos bleiben müsien.
Betreffs der Verhandlungen der Botschafter in Petersburg zur Lösung der rumänisch-bulgarischen Frage spricht die „Nordd. Allg. Ztg." die Erwartung aus, daß die Botschafter in Petersburg ihre Arbeit in demselben versöhnlichen Geiste beginnen und durchführen werden, wie die Botschafter in London.
Zu den Aeutzerungen des englischen Premierministers Asquith im Unterbause über die Bemühungen der Mächte zur Lösung der Orientkrise bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg.": Wenn Asquith hierbei besonderen Nachdruck auf die Feststellung legte, daß das einmütige Zusammenarbeiten Deutschlands und Großbritanniens bei der Behandlung der jüngsten Orientkrisis gegenseitiges Vertrauen zwischen den beiden großen Nationen hervorrief, so wird man sich bei uns dieser Erklärung gern anschließen.
Um Adrianopel.
Konstantinopel, 14. März. „Asdarner" veröffentlicht den Brief eines Armeniers aus Adrianopel, 8. März. Darin heißt es: Die Behörden haben allen Proviant aus den Pttvathäusern zusammengetragen und verteilen ihn unter die Bevölkerung. Ebenso wurden Kleider den Wohlhabenderen zur Verteilung abgenommen. Die Magazine und Backofen werden bewacht. Jeder erhalte 350 Gramm Brot, ein Stück Käse und Konserven. Zweimal wöchentlich werden Mehffuppen verabreicht. Anstatt Salz wird gesalzener Käse gegeben. Heizmittel fehlen. Auf weiten Sttecken ist kein Baum oder Strauch mehr vorhanden. Nur die Nußbäume blieben verschont, weil Nüsie ein Exportartikel der Stadt sind. Das Bombardement erfolgt nur zeitweise.
Sofia, 15. März. An zuständiger Seite wird erklärt, daß seit vorgestern 14 neue PHftionsgeschütze vor Adrianopel aufgestellt worden sind, die größere Ergebnisse hatten als sie bisher erwarten ließen. Daraus erkläre sich der neuerliche Optimismus politischer Kreise, daß die Festung innerhalb weniger Tage fallen könne. — Die türkischen Truppen in Adrianopel desertieren in Akassen. Gruppen von 50 bis 60 Soldaten mit Unteroffizieren erscheinen täglich vor der Einschließungslinie, um stch zu ergeben.
Weitere Kämpfe.
Sofia, 16. März. Wie die Agence Bulgare meldet, haben 12. März zwei bulgarische Rekognoszierungskolonnen, die in «r Richtung auf Akalan ausgeschickt worden waren, gegen den cfeinb einen Bajonett-Angriff gemacht. Ein« östlich von dieser Ortschaft gelegene Redoute wurde erobert. Der Feind versuchte, unterstützt von einer starke« Abteilung, die Redoute zurückzuer-
wwxbt aber durch einen Gegenangriff in die Flucht geschla
Skutari.
Getinfe, 14. März. Die montenegrinische Regierung erklärte gestern abend in Erwiderung des von den Vertretern der Großmächte unternommenen Schrittes, für bie gesamte Zivilbevölkerung Skutaris bie Erlaubnis zum Verlassen der Stadt zu erwirken. Sie haben bei Beginn bet Belagerung der Stadt den ftemben Konsuln alle Erleichterungen angeboten. damit sie die Stadt mit ihren Staatsangehörigen verlasien könnten, doch habe das Konfularkorps es nicht für zweckmäßig oder notwendig erachtet, davon Gebrauch zu machen. Die Regierung fei bereit, dasselbe auch jetzt zu tun, jedoch sei sie zu ihrem lebhaftem Bedauern aus militärischen und politischen Gründen nicht in der Lage, der gesamten
Griechen und Bulgaren.
Wien, 14. März. Nach einer Meldung der Politischen Korrespondenz aus Konstantinopel sind dort Nachrichten aus. Adrianopel eingetroffen, wonach die Uebergabe sehr nahe bevorstehen soll. Nach einem Berichte der Politischen Korrespondenz aus Salonik sollen in dem Zusammenstöße in und bei Nigrita die Bulgaren 35 Tote unb über 100 Verwundete verloren haben. Außerdem hätten die Griechen 60 Gefangene gemacht und den Bulgaren zwei Geschütze weggenommen. Die Griechen sollen nur 14 Tote gehabt haben, darunter einen Leutnant. Ein anderer Leutnant sei verwundet worden. Es heißt, daß sowohl Bulgaren wie Griechen ihre Besatzungen in jener Gegend durch andere Truppen ablösen werden. Die Ortschaft Nigrita soll größtenteils vernichtet sein. Die griechischen Truppen wurden in Salonik in Kasernen zusammengezogen und halten sich in Bereitschaft. Alle Karnevalsvergnügungen und Maskeraden, welche die Griechen abzuhalten gedachten, wurden behördlich untersagt.
Die Sobranje über den bulgarisch-rumänischen Streiffall.
Sofia, 15. März. Auf der Tagesordnung der gestrigen Sobranjesitzung standen Anfragen, betreffend die bulgarisch-rumänische Streitfrage, den Stand der Friedensverhandlungen sowie die Beziehungen Bulgariens zu Serbien und Griechenland. Nachdem mehrere Redner ihre Anfragen begründet hatten, ergriff Ministerpräsident und Minister des Aeußern Eeichow das Wort. Was den bulgarifch-rumnänifchen Streitfall betreffe, so sei an die Stelle der Verhandlungen die von den beiden Ländern angenommene Vermittlung getreten. Der Minister teilte dem Hause den wesentlichen Inhalt des Londoner Protokolls vorn 29. Januar mit, in welchem Bulgarien erklärte, es werde den Kurzowalachen in den zukünftigen bulgarischen Gebieten Schulen- und Kirchenautonomie gewähren, wobei Rumänien das Recht erhalten solle, jene unter der Kontrolle der bulgarischen Regierung zu subventionieren. Bulgarien erklärte sich des weiteren bereit, die Befestigungen von Silistria zu schleifen. Diese Maßnahme gäbe Rumänien, bas bas Recht behält, seine südliche Grenze zu befestigen, die gewünschte absolute Sicherheit. Bulgarien gab seine Zustimmung zu einer Erenzregulierung unter Abtretung eines Küstendreiecks. Hinsichtlich der Beendigung des Krieges, sagte der Ministerpräsident, müßte er kategorisch erklären, daß, so sehr Bulgarien den Frieden wünsche, dieser Friede vollständig den ungeheuren vor dem Waffenstillstand gebrachten Opfern und den fühlbaren Verlusten nach der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten entsprechen muffe. Auf die zwischen den Verbündeten bestehenden Beziehungen übergehend, erinnerte der Ministerpräsident schließlich an den Entschluß Bulgariens, treu seine Verpftichtungen zu erfüllen, und sprach bie Ueberzeugung aus, daß auch die Verbündeetn bie ihrigen ebenso loyal einhalten werden. In der festen Ueberzeugung von der Notwendigkeit der Erhaltung des Bündnisses, nicht nur in der Gegenwart, sondern auch für die Zukunft, eines Bündnisses, das ihren wahren Interessen entspricht, werden die Verbündeten alles Mögliche tun, damit das Werk von dem verdienten Erfolge gekrönt wird.
Deutsches Reich.
— Zum Jubiläum des Kaisers. Berlin, 15. März. Die deutschen Bundesfürsten sowie die Bürgermeister der Freien Städte werden am 14. Juni zur Beglückwünschung des Kaisers eintreffen.
— Vom deutschen Luftschiffbau. Friedrichshafen, 15. März. Das Luftschiff „L Z 16" hat eine interessante Probefahrt gemacht. Zum ersten Male wurde vom Oberdeck des Schiffes aus mit einem Maschinengewehr scharf geschossen. Es wurden 500 Schüsse abgefeuert. Die ganze Anordnung genügt vortrefflich ihrem Zweck. — Für das Marineluftschiff „L 1" ist ein Niesenscheinwerfer gebaut worden, nach Art der für die Kriegsschiffe verwandten. Er hat eine Leuchtkraft von 40 000 Kerzen und beleuchtet bas Gelänbe bis auf eine Entfernung von 1500 Metern.
— Ein deutsch-französischer Zwischenfall wird aus Casablanca gemeldet. Am 8. März war großer Zapfenstreich. Als di« Musik an einem Hause vorbei kam, wo sich bie Büros bes Deutschen Heinrich Ficke befinben, wurden Steine auf sie geschleudert, die den Kapellmeister und zwei Soldaten erheblich verletzten. Die Eingeborenen, bie mit der Musik marschierten, gerieten in große (Erregung, kletterten auf bas flache Dach bes Nachbarhaus, um von dort in das Haus Fickes einzudringen. Sie fanden aber nut zwei marokkanische Wächter vor, die sie hinaus auf die Straße drängten und nach der Polizei schleppten. Nach einem Bericht der „Köln. Ztg." aus Tanger hat tatsächlich der Janhagel bas Militär und gleichzeitig das Haus des Deutschen beworfen, wobei er letzteres ausplünderte. Das deutsche Konsulat beantragte beim französischen Schadenersatz. Dieses eröffnete ein Verfahren gegen Unbekannt.
mtt dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und ^Landwirtschaftliche Beilag«".
Polttische Umschau.
Eine 9tebe bee Kaisers.
Die von Seiner Majestät bem Kaiser am Montag, bat 10. Märtin Landwehr-Offiziers-Kasino zu Berlin gehaltene Rede hatte folgenden Wottlaut: Der heuttge Geburtstag der unvergeßlichen Königin Luise ist der Erinnerung an bit weltbewegenden Ereignisse vor 100
Der Anzeigenpreis beträgt für bie 7gespaltene Zeile ober Q , bereu Raum 15 H, bei amtlichen unb auswärtigen Anzeigen 20 A- für 4ö.
Marburg und Umgegend.
Nachdruck aller Orgtnalarttkel ist gemäß $ 18 des Urheberrechts nur mtt bet betulichen Quellenangabe „Oderhess Ztg gestattet)
Marburg, 17. März.
♦ Militärisches für den Beurlaubtenstand. Ende März werden wieder neue Kriegsbeorderungen und Paßnottzen ausgegeben. Dm Manschaften des Beurlaubtenstanbes, wozu bie Reservisten unb Land- wehtleute, sowie bie Erfatzreservisten gehören, werben baraui hmgeune. fen baß jebem einzelnen bie Kriegsbeorderung bezw. Pagnotiz btreft durch bie Post zugestellt werben wirb. Die Empfangsbescheinigung l Postkarte) welche der Kriegsbeorderung bezw. Patznottz beiliegt, ist nach Unterschrift am 1. April durch die Post an das Hauptmeldeamt zu- rückzufenden. Die Posttatte (Quittung) daff nicht in Marburg oder an einem zum Ortsbestellbezirk Marburg gehörenden Orte zur Post gegeben werden, sondern am Wohnsitz des Betreffenden, da sonst Strafporto entsteht. Den in Marburg wohnenden Mannschaften wird empfohlen am 21., 22. oder 23. März beim Bezirksfeldwebel, Frankfurterstr. 614 (Zim-