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und den Beilagen: ..Nach Feierabend". ..Fürs Haus" und .Landwirtschaftliche Bellaae".

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DieOberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« ui.b Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.25 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen 2, M frei ins Haus. Druck der Unio.-Buchdruckerei I. A. Koch. (Inh.: Dr. C. Hitzeroth). Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Mittwoch, 5. BkSrz

Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespaltene Zeil« oder deren Raum 15 «5. bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 für Reklamen die Zeile 60 J). Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Zahlungen unter Rr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

48. Jahrg.

1913.

Erstes Blatt.

Zufttnftsanssi ten.

Mit Bezug auf das Ende des Balkankrieges ist augenblicklich wieder ein Optimismus zum Durchbruch gekommen, der vielleicht doch noch keine Grundlage in den Tatsachen findet und der daher eines schönen Tages wieder in sein Gegenteil umschlagen könnte, wie wir das in den letzten Wochen so manchmal erlebt haben. Offenbar sind ja von türkischen Staatsmännern in London Erklärungen abgegeben worden, die diesen Optimismus bis zu einem gewissen Grade erklären und rechtfertigen, aber die Nachrichten aus Konstantinopel selbst lassen es zweifelhaft er­scheinen, ob diese friedlich klingenden Aeußerungen als hinreichend auto­risiert zu betrachten sind und wer eigentlich dort zurzeit die Autorität in Händen hat. Die Verschwörung, die man in Konstantinopel entdeckt haben will, macht cs einigermaßen fraglich, wie sich dort die Verhältnisse gestalten werden. Wenn es aber zu einem Regierungswechsel kommen sollte, so bedeutet das doch im Grunde nur eine neue Schwierigkeit, denn es ist eher denkbar, daß eine Regierung, die schon das ihrige an Wider­stand geleistet hat, der öffentlichen Meinung die Resignation zumutet, als daß neue Männer damit debütieren. So mögen immerhin noch einige Tage oder auch Wochen vergehen, bis der Friede wirklich zustande kommt, obwohl man es in St. Petersburg nicht ungern sehen würde, wenn der Friede als eine Art Weihegabe zum Jubiläum des Hauses Romanow dargebracht würde. Speziell wird versichert, daß man in St. Petersburg einen raschen Friedensschluß wünsche, um nicht eventl. Sku- tari vorher noch fallen zu sehen, weil dadurch eine neue Komplikation der albanischen Frage entstehen würd», deren endgültige Lösung ja wie es scheint erst nach dem formellen Friedensschlüsse erfolgen soll, über die man aber sonst in der Hauptsache einig ist.

Aber wie dem auch sei, es ist jedenfalls dafür gesorgt, daß das poli­tische Interesse, das sich vom Balkankrieg und den damit zusammen­hängenden Problemen abzuwenden beginnt, neue Nahrung und einen neuen Gegenstand findet. Der gewaltige Appell an den Patriotismus des deutschen Volkes und besonders seiner besitzenden Klassen, der sich vorzubereiten scheint, erregt schon jetzt die lebhafte Aufmerksamkeit des Auslandes. Dabei ist erfreulich, daß man insbesondere in London nicht im Zweifel darüber zu sein scheint, wo in Wahrheit der Anstoß zu der neuen Beunruhigung der europäischen Welt ausgegangen ist. Seit eini­gen Monaten schon kann es geradezu als der bedeutsamste Zug in der europäischen Konstellatton gelten, daß zu derselben Zeit, in der der Drei­bund sich in ungeahntem Maße befestigt, die Triple-Entente durch un­zweideutige Proteste Englands gegen gewisse Eigentümlichkeiten der französischen Politik eine Erschütterung erleidet. Der neueste Beitrag zu diesem Thema ist ein Leitartikel derTimes", in der Süße «nd Bit­terkeit eigenartig gemischt erscheint. Das Cityblatt, das niemals beutst freundlich war, schreibt über dasneue Frankreich":Wir stnd sicher, daß Poincarö keine Politik ins Auge fassen wird, die nicht die volle Billigung aller Partner der Tripleentente und der großen arbeitsamen Massen des Landes besäße, deren beständiger, praktischer Sinn die wahre Meinung Frankreichs bildet. Er kennt die Bedingungen, unter denen allein jene Billigung erfolgen kann, und et weiß, daß Mäßigung und Nüchternheit in Wort und Tat dazu gehören. Wir halten den Präsi- deuten auch nicht für einen Schwächling, der sich gegen sein eigenes Ur­teil zu Unklughciten verleiten oder zwingen ließe. Aus allen diesen Gründen sind wir nicht geneigt, den exttavaganten Bekundungen des C- aurinismus, die aus Paris gemeldet werden, eine übergroße Bedeu­tung beizulegen. Wit freuen uns über den Geist des Selbstverttauens des neuen Frankreichs, wir freuen uns über den unverkennbaren Schneid und Elan der französischen Truppen, und rott achten die Bereitwilligkeit, mit der die französische Nation der Forderung neuer Opfer für die Lan­desverteidigung entsprechen will. Aber wir sehen mit Bedauern, daß diese Zeichen von echtem Patriotismus von provozierenden Reden. Schrit­ten ufro begleitet werden. Weise Franzosen, die die Lage Europas ken­nen, mii" durch die Art unruhig werden, wie die Chauvinisten, und vielleicht n cht die Chauvinisten allein, Elsaß-Lothringen in den Vor­dergrund stellen. Wenn die Franzosen daran denken müsien, so sollten sie sich an Gambettas Rat erinnern und ihre Gedanken für sich behalten. Denn auf dieser Seite des Kanals, wo die französische Renaissance mit größtem Jnteresie und größter Sympathie verfolgt wird, können solche Reden nur den Gedanken an einen Revanchekrieg auslösen, und der Sinn und das Gewisien Englands sind unveränderlich und unerschütter- lich gegen Revanche- und Angriffskriege. Kriege dieser Art stehen im Widerspruch zu den grundlegenden Prinzipien der Tripleentente, deren raison d'eire die Erhaltung des Friedens auf der Basis des jetzigen Gleichgewichts der Mächte und des Statusquo ist."

Diese Aeußerungen sind sicherlich interesiant genug, wenn Deutschland auch gut daran tun wird, seine Politik fester zu gründen, als auf bie Vernunft, welche dieTimes" den Franzosen predigt,

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ausgesprochen hat, daß die Militärvorlage am 28. März dem Reichstage zugehen werde. Die Vorlage soll am 7. April im Ple­num beraten werden. Daß die Deckungsvorlage ebenfalls am 28. März dem Reichstage zugehen^werde, darüber habe der Reichskanz­ler dem Präsidenten nichts gesagt. Doch nehme man an, daß dieses der Fall sein wird. An dem morgigen Schwerinstag soll der kon­servative Antrag, betreffend die kleinen Garnisonen und Petitio­nen auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Beanstandete Wahl. Berlin, 4. März. Die Wahlprüfungs­kommission des Reichstages beschloß heute vormittag, die Wahl des Abgeordneten Peus (Soz.), Potsdam 8, Brandenburg-Westhavel- land, zu beanstanden und Beweiserhebung vorzunehmen.

Keine Elektrisierung der Berliner Bahne«. Berlin, 4. März. Die 17. Kommission des Abgeordnetenhauses zur Vorbe­ratung der Elektrisierung der Berliner Stadt-, Ring- und Vorort­bahnen lehnte die Regierungsvorlage mit 14 gegen 7 Stimmen ab und nahm folgenden Antrag mit 11 gegen 10 Stimmen an: Zur Vorbereitung des elektrischen Betriebes der Berliner Stadt- und Ring- sowie der Vorortbahnen unter vorläufiger Beschränkung auf den von den Stadt- und Ringbahnzügen befahrenen Strecken 25 Millionen einzusetzen. (Die Vorlage sieht zur Einrichtung der elektrischen Zugförderung 50 Millionen vor.) Ferner die Staats­regierung zu ersuchen, eine Denkschrift zu unterbreiten über die Ergebniffe der noch anzustellenden Vcrsuchsfahren mit Triebge­stellen, über die zu wählende Stromart und deren Erzeugung und Verwendung. Auch soll in der Denkschrift Aufschluß gegeben wer­den, ob es wirtschaftlich ist, auf weiteren Linien der Berliner Vor­ortbahnen die elektrische Zugförderung einzuführen. Ferner wurde mit 17 gegen 4 Stimmen folgende Zentrumsresolution angenom­men: Bei den in Aussicht genommenen Tariferhöhungen auch auf die Erzielung eines angemesienen Betrages für die Verzinsung und Tilgung des Anleihekapitals Bedacht zu nehmen, das seither für die Berliner Stadt- und Ring-, sowie die Vorortbahnen aufge­wendet worden ist.

Aufgelöste polnische vesnmmlung. Posen, 4. März. Die Polizei löste auf Grund der Sprachenparagraphen die Versamm­lung des polnischen landwirtschaftlichen Zentralvereins auf. Bis­her wurden die Beratungen dieser unpolitischen Organisation an­standslos in polnischer Sprache geführt.

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von Eumberland bei ihrer Ankunft in Gmunden.

Deutsches Reich-

Vom Kaiser. Wilhelmshaven, 4. März. Der Kaiser ver­blieb heute morgen an Bord des LinienschiffesKaiser", das nach 11 Uhr am alten Liegeplatz in der Werft festlegte. Um diese Zeit unternahmen die beiden Marineflugzeuge Ausstiege, die der Kaiser vom Schiffe aus beobachtete und die vorzüglich verliefen.

Das Hochzeitsgeschenk Braunschweigs. Braunschweig, 4. März. Der Landtag hat den Antrag der Finanzkommisfion ein­stimmig angenommen, zur Vermählung des Prinzen Ernst August von Cumberland mit der Prinzessin Viktoria Luise von Preußen 50 000 Jt für ein vom Lande darzubringendes Hochzeitsgeschenk zu bewilligen.

Der Arbeitsplan de, Reichstags- Berlin, 4. März. Der Eeniorenkonvent des Reichstages ist heute vormittag zusammen­getreten und hat sich dahin geeinigt, die Osterferien am 2. April zu Ende gehen zu lassen. Bezüglich der Geschäftslage für die nächste Zeit ist in Aussicht genommen morgen Mittwoch einen Schwerins­tag abzuhalten. Im llebrigen geht das Bestreben dahin, in dieser Woche den Kolonialetat, wenn nötig mit Hilfe von Abendsitzungen fertigzustellen, sodaß Ende dieser Woche die Osterferien beginnen könnten. Wird der Kolonialetat in dieser Woche nicht fettig ge­stellt, so gehen die Beratungen in der nächsten Woche weiter, jedoch der Montag freibleiben. Im Laufe der Sitzung gab der Prä- stdent bekannt, daß der Reichskanzler ihm gegenüber die Hoffnung

Ausland.

** Die Demobilisierung Rußlands und Oesterreich». Krakau, 4. März. Hier, in Lemberg und anderen galizischen Städten wer­den die älteren Reservisten bereits entlassen. Petersburg, 4. März. Zm Zusammenhang mit der bevorstehenden Demobilisie­rung der österreichischen Truppen an der russischen Grenze entläßt Rußland am 14. März seine unter den Fahnen zurückgehaltenen Reserve-Truppen.

** Für und wider die dreijährige Dienstzeit. Paris, 3. März. In Epernay hielt der frühere Zustizminister Ballä bei der Ueber- reichung der Denkmünzen an die Veteranen des Krieges von 1870 eine Ansprache, in der et unter Hinweis auf die deutsche Heeres- vermehrung die Hoffnung aussprach, daß das französische Volk ohne die geringsten Schwierigkeiten die erforderlichen Opfer an Leuten «nd Geld bewilligen werde, damit Frankreich nicht zu einem Lande zweiten Ranges herabfinke. Zn Vitry-le-Francoi» hielt der ehemalige Minister Augagneur eine Rede, in der er u. a. sagte: Die reattionären Anhänger der dreijährigen Dienstzeit wollen die Republikaner zwingen, das Bedauern über das Rekru- i tierungsgesetz von 1912 auszusprechen, durch welches die zweijäh­rige Dienstzeit etngefühtt wurde. Die Rückschrittlichen würden | dann behaupten, daß die Republikaner zur Regierung unfähig | feien, da sie alle paar Jahre die von Ihnen angenommenen Gesetze

abändern müssten. Augagneur sprach sich dann entschieden gegen den dreijährigen Dienst aus, da derselbe trotz aller Versprechungen der durch die zweijährige Dienstzeit erzielten Gleichheit ein Ende machen werde. Es gäbe ein sehr einfaches Mittel, um die Ver­teidigung der Grenzen Frankreichs zu sichern. Man brauche nur die Besatzungen gewisser Städte, wo solche lediglich im Interesse des lokalen Handels aufrechterhalten würden, in die Grenzstädte zu verlegen und so die Deckungstruppen hinreichend zu vermehren.

** Zum Jubiläum des Hauses Romanow. Zarskoje Selo, 3, März. Der Kaiser empfing heute im Großen Palais den Khan von Khiwa, der anläßlich des Romanow-Jubiläums hier einge­troffen ist, in feierlicher Audienz. Der Khan überbrachte dem Kaiser und der kaiserlichen Familie zahlreiche Geschenke. 5» heißt, daß Delcassö seine Abreise nach Petersburg um einige Tage aufschieben werde, da der bisherige Botschafter Louis der Drei- jahrhundertfeier des Hauses Romanow als Vertreter Frankreich» beiwohnen soll und deshalb sein Abberufungsschreiben erst im Laufe der nächsten Woche überreichen könne. Dem diplomatischen Brauche entsprechend, werde DelcassS sich erst nach der Ueberreich- ung des Abberufungsschreibens Louis nach Petersburg begeben.

** Die Begegnung zwischen dem französischen und dem engli­schen Marineministet. Paris, 4. März. Eine Note der Agen« Havas besagt, daß die Begegnung zwischen dem Marineministet Baudin und Sir Winston Churchill, die durch zufällige Umstände herbeigeführt worden sei, den herzlichsten Charatter gehabt hätte. Als Churchill herVoltair" verließ, sprach er dem Marineministet Baudin seinen lebhaften Dank für den ihm zuteil gewordenen warmen Empfang aus. Baudin erwiderte, wie glücklich er persön­lich» wäre, daß er Sir Winston Churchill an Bord desVoltait" habe empfangen können und fügte hinzu, die französische Marin« werde das Verhalten und die Courtoisie Churchills zu würdigen wissen und in dem neuen Zeugnis der Sympathie einen Beweis für die herzlichen Beziehungen der beiden Flotten erblicken. Chur­chill kehrte von Bord desHussart" um 5 Uhr nach Villefrance zu­rück.

** Bom Balkankrieg. Athen, 4. März. DieAgence d'Athenes" meldet aus Korfu: Gestern vormittag 11 Uhr verließ eine Division der griechischen Schlachtschiffe in Schlachtordnung den Hafen in der Richtung nach Norden, gefolgt von mehreren Transportschiffen. Gegen 1 Uhr 30 Min. beschossen die Kriegsschiffe Santi Ouaranta. Die Bevölkerung von Korfu vernahm die Kanonade gleich ent­ferntem Donner. Nach telephonischen Nachrichten leisteten die Türken keinen Widerstand und flohen. Um 11 Uhr abends kehrten die Transportschiffe nach Korfu zurück. Die griechischen Truppen besetzten Santi Ouaranta; die türkische Artillerie ist vernichtet. Paris, 4. März. DerTemps" meldet aus London, man fei da­selbst der Ansicht, daß die Forderung der Balkanstaaten nach einer Kriegsentschädigung immerhin eine Erörterung verdiene, sei doch die finanzielle Lage der Türkei, wenn man ihr keine Kriegsent­schädigung auferlege und sie um 20 pCt. der ottomanischen Schuld entlasten würde, günstiger als früher. Man glaubt deshalb, einen für alle Teile annehmbaren Ausgleich ausfindig machen zu können. Saloniki, 4. März. Die Hafenbehörden ordneten an, daß die in bet letzten Zeit gelöschten Leuchtfeuer an der Küste der chalkidischen Halbinsel wieder regelmäßig angezündet werden sollen.

Sladtverordnelen-Sitzuna.

Die gestern begonnene Stadtverordnetensitzung nahm heute nachmit­tag um 4 Uhr ihre Fortsetzung. Heute wohnte auch Oberbürgermeister Troje der Sitzung bei. Zunächst kamen einige Dringlichkeitsst-brn und zwar handelt es sich um die Zustimmung zu den vom Bezirk..- ^schuß verlangten detaillierten Besttmmungen betreffs der am 21. Februar be­schlossenen Anleihe von 1% Millionen. Man war damit einverstanden, daß die 1% Millionen-Anleihe 511 4 % mit 2 % Tilgung erfolgt. Ein« außerordentliche Tilgung soll außerdem durch die Beiträge erfolgen, welche auf Grund des Fluchtliniengesetzes erhoben werden. Ebenso war man auch mit der Marktordnung, welche für den Wochenmarkt Abgaben vorsieht, einverstanden. Es handelt sich um diejenigen Verkäufer, welche größere Plätze in Beschlag nehmen. Begründet wurde die Vorlage vom Stadtv. Prof. Bredt damit, daß der Wochcnmartt durch die verschiedenen Neueinrichtungen größere Unkosten verursache. Ferner wurde das Ge­such des langjährigen verdienten Stadtrats Döring, um Entlassung aus seinem Amt genehmigt. Es soll ihm zugleich der Dank der städti­schen Körperschaften für seine Tätigkeit übermittelt werden. Für ihn sowohl wie auch für das verstorbene Stadtratsmitglied Hecker solle« alsbald Ersatz«»ahlen stattfinden.

Es wurde dann mit der Beratung des Etats fortgefahren vnb zwar begann man mit der Stadthauptkaffe, die nach dem Voranschlag mit 1534 700 Jt abschließt. Bei Titel allgemeine Verwaltung beantragte Stadtv. Poetsch Aufhebung des Bürgergelds, da dies eine veraltete Ein­richtung sei, die viele Städte nicht mehr hätten und die auch Viele ihres Wahlrechts verlustig macht. Stadtv. Prof. Dr. Maurmann schloß sich ihm an, während der Stadtverordneten-Vorsteher darau hinwies, daß dies nicht angängig sei, weil darüber eine Ordnung bestände. Bei Titel Friedhöfe wurde gewünscht, ob es nicht angängig sei, bei Beerdig­ungen die Kapelle zu Heizen. Man wies darauf hin, daß dies Sache der Kirchengemeinde fei. Der Oberbürgermeister wies darauf hin, daß schon früher Verhandlungen deshalb bestanden hätten, der Magistrat könne sie ja wieder onfnehmen.

Bei Titel Bauverwaltung wurde gewünscht, daß die Uhren über­einstimmend gehen. Der Oberbürgermeister bemerkte hierzu, daß et ferne Bemühungen, diese Uebereinstimmung herbeizuführen, fortsetzen werde. Bei Titel Straßenbeleuchtung wünscht Stadtv. Eckhardt, daß am Mar- bacherweg so schnell wie möglich andere Beleuchtung angebracht werde, da die Petroleumbeleuchtung bort nicht genüge.

K-i Titel vereine erwähnt Stadtv. Tromm, daß der V-rkehrsvetei« für Hessen und Waldeck, welcher seinen Sitz in Cassel hat, t« feine« Brofchüren und Karten Marburg zu wenig berücksichtige, und daß bte Eisenbahnkatte von Cassel dirett bis Gießen zeigt und Marburg auf bet Karte nicht erwähnt ist. Oberbürgermeister Troje bestätigte die» wnb erklärt«, daß hierüber schon Korrespondeuzen mit dem Verein geführt