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*» frei ins Haus. Druck der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch

' (Inh.: Dr. T. Hitzeroths, Markt 21. - Telephon 55.

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Dundee, 80. Jan. «ei dem Festmahl, das heute ja Ehren der Verleihung des Ehrenbürgrrrechts der Stadt an den Premierminister Asquith vom Oberbürgermeister gegeben wurde, sagt« ix Beantwortung

die Flotte sei stark und müsse in den gegenwärtigen Zeitläuften start sein Wenn er dem nächst den Etat dem Unterhaus- unterbreiten werd«, so werd« «r zuversichtlich zeigen können, daß die Flotte absolut und relativ stärker werde. Es sei keine Gefahr, daß Großbritannien von der hohen EteNung, die es erreicht habe, im Lause der Zeit durch die Um­wälzungen in der Schiffbautechntk herabgedrückt werd«. Auch dte Arme« sei kriegstüchtig und arbeite immer mehr mit der Flotte zusammen. Die, bedeut« aber nicht, dah man aus Unterdrückung und Eroberung ausgeh-. Es sei der Beweis geliefert morden, dah, wie stark auch immer die Macht Grohbritannien, fein werd«, sie nur zur Aufrechterhaltung des Wel^ friedens benutzt werden würde. Unser Antagonismus mit Frankreich in früheren Jahren hat zur Beseitigung der Südküste und zu ihrem Aus- bau für Flottenzw-cke geführt. Jetzt aber hat sich dte international« politisch« Lage geändert und die Buchten und Häfen der Ostküste haben besondere Bedeutung erlangt. Unser Zwist mit Frankreich ist glücklicher- weise zu End« und wir dürfen einer Zeit entgegensehen, wo wir, ohn, dah der Frieden der Kulturnattonen gefährdet wird, auf dem besten Fuhe mit jedem der europäischen Mächte stehen werden.

DieOberhejfisch« Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn, und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch

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des deutschen Reichstags, das dieser der preußischen Regierung für ihre Polenpolitik ausgestellt hat, hat natürlich auch Wiederhall im preuhischen Abgeordnetenhause gefunden. Die Redner der Rechten verwahrten sich hier energisch gegen eine Einmischung des Reichs in diese preußische Angelegenheit, und besonders der Abgeordnete v, fiatborff fand scharfe Worte der Zurückweisung und übte bitter« Kritik an der gefährlichen und schwächlichen Politik einzelner Par. teien und der Regierung in der Polenfrage und in der Frage bes Schutzes bet Arbeitswilligen. Näheres darüber ist aus dem Heu- tigen Sitzungsbericht vom Abgeordnetenhaufe ersichtlich.

In den Zeitungen wird natürlich das vorgestrige Mißtrauens- Votum des Reichstags für Herrn v. Bethmann-Hollweg entsprechend ihrer Patteirichtung Stellung genommen. DieGermania" ist Über das Ergebnis der Abstimmung erfreut. Sie bespricht di« Konsequenzen, die das Mißtrauensvotum eventuell haben könnt« und führt u. a. aus:In parlamentarisch regierten Staaten das Deutsche Reich ist nicht ein solches Staatswesen und wird es hoffentlich auch niemals werden würde ein Reichskanzler nach einem mit so großer Mehrheit ausgesprochenenMißtrauens­votum" von seinem Amte zurückgetreten und die Leitung der Staatsgeschäfte einem anderen überlasten müffelt. Selbstverständ­lich ist das im Deutschen Reiche und in diesem Falle ausgeschlossen. Herr v. Bethmann wird Reichskanzler und preußischer Minister- Präsident bleiben, und leider ist auch, vorläufig wenigstens, anzu- nebmen, daß die preußische Regierung trotz des für sie vernich­tenden Votums des deutschen Reichstages bei ihrer unseligen Polenpolitik verharren wird. Ob sie aber auch die Zwangs­enteignung polnischer Gütet bis jetzt sind vier Güter davon be­troffen fortsetzen kann und wird, ist eine andere Frage." DieKreuzzeitung" kommt zu dem Schluß, daß ein solches Miß­trauensvotum, wie es bet Reichstag bet Regierung ausstellte, bei uns glücklicherweise nicht dirpraktische Wirkung" hat, wie in parlamentarischen ßänbetn.Sonst würbe so fährt bas Blatt fort das Zentrum sich doch wohl anders besonnen haben. Aber zu unterschätzen ist bet Eindruck dennoch nicht, den die Tatsache machen muß, daß eine Reichstagsmehrheit dem Reichskanzler als preußischem Ministerpräsidenten ihr Mißtrauen kundgibt. Im Jnlande werden Polen und Sozialdemokraten mit diesem Be- schlusse emsig krebsen, um die Stellung des Herrn v. Bethmann- Hollweg in möglichst weiten Bolkskreisen, wenn nicht zu erschüt­tern, so doch zu erschweren. Im Auslande aber werden dieguten Freunde" des Deutschen Reichs das Mißtrauensvotum dazu aus­nutzen, um unsere Zustände zu diskreditieren und unserer Aus­landspolitik Schwierigkeiten zu bereiten. Und dabei muß man sich leider stets vor Augen halten, daß bei den heutigen Parteiverhält- nisten im Reichstage, insbesondere angesichts der roten Hundert­zehn und ihres erheblichen Einflustes auf die bürgerliche Linke, gar nicht abzusehen ist, wie bald wieder und wie oft ein solcher Interpellationsvorstoß gegen dte Regierung unternommen wird. Die Sozialdemokratie hat die kräftige Ausnutzung bet ihr so will­kommenen Neuerungen ber Geschäftsorbnung bereits angekünbigt." Mit bemerkenswerter Schärfe roenbet sich biePost" gegen die Politik des Zentrums in der Enteignungsfrage, die sie antideutsch nennt und die sie im Intereste einer kraftbewußten Polenpolitik be­dauert. Das Blatt führt aus:Es handelt sich in der Ostmark um einen Kampf des Deutschtums gegen das Slawentum, nicht um einen Kampf zwischen Protestantismus und Katholizismus. Der Deutsche, der in einem solchen Kampfe aus eigensüchtigem Partei- tnteresse für die Polen eintritt, ist ein Verräter am Deutschtum. Nur dieser Verrat am Deutschtum, der durch eine der größten Par­teien des Reichstages fortgesetzt betrieben wird, gibt der sogen, polnischen Frage ihre politische Bedeutung. In demselben Augen­blick, wo die Zentrumsabgeordneten ihrem deutschen Blut, ihrer deutschen Herkunft und dem Herzenswunsch einer nicht unerheb­lichen Minderheit ihrer Wähler entsprechend, sich auf die Seite des Deutschtums stellen würben, »fite die polnische Frage erledigt und dcks Deutsche Reich wm einer Schwäche beste«, die Bismarck und Bülow mit Recht «ttchersrdenMch hoch einfchätzten."

Konstantinopel, 81. Ian. Nach einer Meldung des Matine.rmts überfiel ber Kreuzer .Hamibieh" bei bet Insel Attto- palia vier griechische Truppenschiffe. Erschoß br et in den Grund und zwang das vierte zum Auflaufen. Der siegreiche Kreuzer wurde heimberufen, um die Operationen bei Galipoli zu unterstützen.

Konstantinopel, 31. Ian. Den Blättern zufolge er­schien bei dem französischen Botschafter eine "Deputation arabischer Notabeln, die erklärte, die muselmanische Welt bebaute die tiirken- feindliche Sprache bet französischen Presse. Die Deputation er­suchte, daß Frankreich die Türkei in bet gegenwärtigen schwierigen Lage unterstütze. Der Botschafter erroiberte, daß die Sprache der Blätter nicht die offizielle Politik Frankreichs wiedergebe.

Konstantinopel, 31. Jan. Der Ehef des Eeneralstabes Izzet Pascha, der als Generalissimus fungieren soll, ist gestern abend nach dem Hauptquartier in Tschataldscha abgere'si, wohin beträchtlicheMengenMunition gesandt wurden. Der Großwesir. ber gestern abenb nach Tschataldscha reifen sollte, ver­schob bie Abreise.

brachen worden sind. Ich habe die Ehre, darauf hinzuweisen, daß die Feindseligkeiten gemäß Artikel 4 des Waffenstillstandsproto- kolls vier Tage nach ber Ueberreichung ber Kündigung, d. h. am nächsten Montag, abends 7 Uhr, wieder ausgenommen werden.. Mahmud Schefket Pascha antwortete, daß er die Mitteilung zur Kenntnis genommen habe.

Die türkische Antwortnote und die Balkandelegierten.

Paris, 31. Ian. Wie aus London gemeldet wird, werden die Balkanverbündeten den türkischen Vorschlag rundweg ablehnen. Dr. Danew erklärte einem Berichterstatter:Der Vorschlag einet Teilung Adrianopels ist nicht neu. Ich habe schon vor einigen Monaten von einet solchen Idee gehört und dieselbe damals als unzulässig bezeichnet. Ich wiederhole dies auch heute. Wir fordern ganz Adrianopel und nicht bloß ein Viertel, wie die Türken Vor­schlägen. Die Teilung isf^jbrigens eine durchaus unmögliche Sache. Die Antwort der Türkei kann keinerlei Grundlage für die Wieder­aufnahme der abgebrochenen Verhandlungen bilden."

L o n d o n, 31. Jan. DieTimes" hält es nicht für unwahr- scheinlich, daß, wenn die Balkandelegierten auch die heutige Note als Basis für den Friedensschluß ablehnen, sie vielleicht doch als Basis für erneute Verhandlungen betrachtet wird. Wenn auch die Delegierten formell schon Abschied genommen hätten, so würde man doch enttäuscht fein, wenn sie ihre Abreise nicht ein wenig auf­schöben. DieTimes" betont, daß die gestrigen Erklärungen eines Balkandelegierten über die Unannehmbarkeit bet heutigen Note gemacht worben sei, bevor ber volle Text bet Note votlag. Der Artikel schließt: Unseres Erachtens gibt es kein wirkliches Hinbet- nis mehr für den Frieden, als die nominelle Souveränität für einen Teil von Adrianopel und die Frage der Inseln, und in dieser Hinsicht macht die türkische Regierung bedeutende Konzessionen. Wir glauben nicht, daß die Ansprüche Rumäniens und Bulgariens sich als miteinander unversöhnlich erweisen werden und die Zu­kunft Skutaris die Mächte lange in Verlegenheit setzen wird. Die kriegführenden Parteien würden sich die ernste Verurteilung ber zivilisierten Welt zuziehen, wenn sie Osteuropa von neuem in einen Krieg stürzen unb für Fragen, von benen keine für sie mehr sein kann, als eine Frage der Eitelkeit und Eigenliebe.

Marburg

Sonnabend, 1. Februar

Politische Umschau.

Di« Fleisch-En quLte-Kommiftion.

B e t l i n, 31. Jan. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Del Fleisch-Enquete-Kommission fetzte unter dem Vorsitz be» Staats- sekretärs Delbrück dir Verhandlungen fort. Bei den derzeitigen und den folgenden Verhandlungen der Kommisiion handelt es sich um Verneh­mung der aus allen beteiligten Kreisen Landwittschaft, Handel und Fleischgewerbe benannten 180 Sachverständigen aus den verschiedensten Teilen des Reiches. Gegenüber Steuerungen, daß die Kommission zu langsam arbeite, muß immer wieder hervorgehoben werden, daß es von vornherein nicht Ausgabe der Kommisiion sein konnte, Maßnahmen zur Behebung der augenblicklichen Teuerung zu beschließen. Die Kommisiion hat vielmehr ganz bestimmte Fragen zu erörtern, von deren Klärung weitere Entschließungen erst abhängen sollen. Während augenblicklich die Sachverständigen aus dem Versorgungsgebiet Berlins zu Worte kom­men, werden zu den nächsten Sitzungen Gruppen vme Sachverständigen aus arideren Teilen des Reichsgebiets eingeladen werden. Der Zweck der Anhörung der Sachverständigen ist, den Mitgliedern der Kommisiion und den Verttetern der Regierung Gelegenheit zu geben, sich auf Grund des lebhaften Meinungsaustausches ein vollständiges, objektives Bild Über alle einschlägigen Fragen zu verschaffen. Beschlüsie werden dabei nickt gefaßt, wohl aber ist den Sachverständigen, die in ihrer weitaus größten Mehrzahl Männer des prattischen Lebens sind, in umfasiender Weise Gelegenheit geboten, Wünsche und Anregungen zu den einschlägi­gen Fragen zu äußern. Am Vormittag der gestrigen Sitzung wurde das geschäftliche Verfahren der Warenhäuser beim Fleischverkauf, insbeson­dere auch die dort durchgeführte Barzahlung gegenüber der im Detail­verkehr vom Publikum in weitem Umfange beanspruchten Kreditgewäh­rung in allen Einzelheiten besprochen. Nachmittags wurde Über Sta- ttftiken sowie über das gesamte Nachrichtenwesen und da» Zustande­kommen der Zahlen für die Fleischpreise verhandelt. Heut« wird da» Eingreifen der Kommunen in die Organisation des Fleischverkaufs er­örtert. Nach Abschluß der Cachverständigenvernehmung wird in einer Schlußsitzung der Kommisiion ohne Zuziehung der Sachverständigen eine Besprechung über den Eesamteindruck herbei geführt und dabei auch über die Verwertung de» umfangreichen Materials Beschluß gefaßt werden.

<Ein« Flottenrede Churchills

Erstes Blatt,

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Das Mißtrauensvotum

Die Laae.

Die ÄSttbigung des Waffenstillstandes.

Konstantinopel, 31. Jan. Das Preßbureau veröffent- licht ein CornmuniquS aus bem Hauptquartier, bas besagt: Ds die Bulgaren btn Waffenstillstand aufkündigten, werben wir die Feinbfeligkeiten gemäß Artikel 4 bes Waffenstillstanbsprotokolls am Montag abenb um 7 Uhr wieder beginnen. Der Minister des Innern richtete an die Provinzialbehörden ein Zirkulartele­gramm, in dem er die Aufkündigung bes Waffenstillstandes durch die Bulgaren mitteilt und hinzufügt, die Regierung würbe bas Notwendige tun, um sowohl ber Situation des Lanbes, als ben nationalen Gefühlen Rechnung zu tragen, unb brückt bie Hoffnung aus, bie Bevölkerung würbe ben notroenbigen Maßregeln zustim­men. Die Behörben werden aufgeforbert, bie öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und bie Verbreitung falscher Gerüchte, bie eine Aufregung Hervorrufen könnten, nicht zu gestatten.

Konstantinopel, 31. Jan. Die Depesche, mit der der Oberkommandierende der bulgarischen Armee General Sawow dem Generalissimus ber ottomanischen Armee Mahmub Schefket Pascha

Ausland.

Marokko. Paris, 31. Jan. Wie au» Tanger gemeldet wiick, herrscht unter den Marokkanern der spanischen Zone, namentlich tn der Gegend von Gl Ksar eine große Eährung. Die spanischen Behörden beschlagnahmten in Arzila mehrere hundert Gewehre, die Raisuli Mr den geeigneten Augenblick in Bereitschaft gfhalten hat. Gleichzeitig seien mehrere Scheichs Raisulis verhaftet worden. Auch in der Gegend von Tetuan soll stck eine aufständische Bewegung vorbereiten.

* Wahlunruhen. London, 31. Jan. Bei der Parlamentsersatzwahl in London-Cerry wurde für den Unionisten Marquis Hamilton, der sein Mandat niedergelegt hat, der Nationalist Hogg mit 2699 Stimmen gegen den Unionisten Oberst Pakenham, der »42 Stimmen erhielt, ge- roSblt. Das Ergebnis ist insofern interesiant, als es den nationalistischen Parlamentsmitgliedern von Ulster eine Stimmenmehrheit gegenüber den Unionisten verleiht. Infolge der Bekanntgabe des Wahlergebnisi«» kam e» zu großen Unruhen. Anhänger beider Patteien zogen in Scharen singend durch die Straßen. Es kam zu mehreren Zusammenstößen. Di« an mehreren Stellen einschreitende Polizei wurde mit Steinen beworfen. Dreihundert Gendarmen zu Pferde gingen vor unb zerstreuten sie. Truppen sind konsigniert worden.

Deutsches Reich.

Zur «esttzsteuetfrage. Berlin, 31. Jan. Wie bieD. T." mitteUt, hat bet Abg. Eraf v. Schwerin-Löwitz in einer Rebe in Demmin ben Gedanken erörtert, bie bisher den Einzelstaaten zu- fließenden Stempelsteuern dem Reiche zu überlasten und dafür di« Erträge bet Wertzuwachssteuer den Gemeinden und die ber be­stehenden Reichserbschaftssteuer den Einzelstaaten zu überweisen. Ein ähnlicher Gedanke wirb nach bem genannten Blatte auch an gereiften Regierungsstellen gehegt. DieD. Tagesztg." schreibt bazu:Wir möchten vorläufig nicht barauf eingeben, weil bet Ge­danke noch keine einigermaßen greifbare Gestalt gewonnen Hatz. Fraglich ist es von vornherein, ob bet Bedarf bes Reiches dadurch völlig gebeckt werbe, unb nicht minbet fraglich scheint es uns, ob bie Einzelstaaten mit einet derartigen Regelung einverstanben sein würben."

Ei« Chinese in bet sozialdemokratischen Reichstagsfraktton. Berlin 31. Jan. Wie betVorwärts" mitteilt, hat an ber letzte« Sitzung ber sozialdemokratischen Reichstagsfraktion ein Chines« teilgenommen unb in französischer Sprche eine kurze Rede an bi« Reichstagsabgeordneten gehalten. Genösse Bebel bankte bem Chi­nesen für seine Ausführungen unb stellte ihm bie moralische Unter­stützung bet republikanischen Bestrebungen in China in Aussicht. (!)

nm £>em Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

und den Beilagen:Nach Feierabend".Fürs Saus" und Landwirtschaftliche Bellaae".

die Kündigung des Waffenstillstandes mitteilte, lautet: Ich teile ,v ----------,

Eurer Exzellenz mit, daß bie Verhandlungen in London abge- j eine» Toastes auf bi« Flott« der erste Lord der Admiralität Ehurchtu,

Marburg und Umgegend.

Nachdruck aller Orgtnalartiket ist gemäß« des Urheberrecht» nur mtt bet deutlichen QuellenangabeOberhesi. Ztg. gestattet, t

Marburg, 1. Februar.

* Aprilwetter. Der Januar hat sich mit einem Wetter verab­schiedet, bas schon mehr an ben April erinnerte: Glatteis, Regen, orkanartiger Sturm unb abwechselnd Frühlingssonnenschein, so schaute bas Wetter gestern aus. Gegen Abenb trat bann reicher Frost ein, bet heute noch anhielt. . ,

* Für Fastnacht. Wegen des überhandnehmenden Unfugs, der sich während der Karnevalszeit, besonders am Fastnachtsdienstag im An­schluß an da» lustige Faschingstteiben in den Abendstunden in den letzten Jahren anfügte und zu vielen Unzuttäglichkclten und Beschwerden Anlaß gab, ist jetzt eine strenge Polizeiverordnung erlassen worden. Die einzelnen Bestimmungen, welche gestern veröffentlicht wurden, beziehen sich besonders auf die Höhe der Wagen, das Tragen von Gesichtsmasken, das auf öffentlichen Straßen und in öffentlichen Lokalen nach 6 Uhr verboten ist ufro. Der Gebrauch von Holz- und Pappdeckel-Pritschen ist verboten. Der eine oder andere wird sich durch diese Polizewerordnung, die nicht nur in Marburg erlassen wurde, in seiner Karnevalsfreiheit beschränkt sehen. Demgegenüber ist jedoch zu bemerken, daß diese polt- zeilichen Maßregeln einem dringenden Bedürfnis entsprechen, denn tn ben letzten Jahren haben zu Fastnacht manchmal Rohlinge sich, ohne er- kannt zu werden, in einer Weise benommen, die nichts mit Faschings- scherzen zu tun hatte. Im allgemeinen Jnteresie liegt es, daß die Pottz t ihnen gegenüber eine Handhabe hat.

* Zur Kaufmannsgerichtswahl. Man schreibt uns: 5" J ® des vor kurzem gemeldeten engeren Zusammenschlusies mehrerer Handlungsgehtlfen-Verbände (Leipziger und 5Set) hab sck $(nt(heam, Organisationen nebst denen der Buchhandlungsgehilfe ${ .

ten auch zur bevorstehenden Kaufmannsgerichtswahl geemti Die vier Vereine bttngen, um der leidigen Zersplitterunguner denAngeEen, die bisher auch in Marburg herrlchte womogUch em Ende zu^machen, .... gnnft[ nm Monlaa nun eine gemeinsame Kanoioatenirlr u*

^edE Wählender Einigkeit unter den Angestellten an eni-M ^beittagen will - und das dürften nicht zuletzt dte jein, die keinem Verband angehören kann in öffentlichem unb eigenem Interesse nur bie gemeinsam« Liste 1 empfohlen werden.

Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespalten« Zeile oder ,q beten Raum 15 4, bei amtlichen unb auswärtigen Anzeigen 20 4, für

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