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Die „Oberhessische Zeit«««" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- w X. r» _____ : - HinriAttnhrllrtt hlirm
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1913
Erttes Blatt
Geburtstage Kaisers
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Sofias mit entfalteten Fahnen zur Pforte, wo gerade d:r Ministerrat tagte. Es gelang den Demonstranten, in den Vorhof der Pforte einzudringen. Einige Führer drangen bis in das Vorzimmer des Beratungssaales. In diesem Augenblick fielen einige Gewehrschüsse. Der Adjutant des Ministers feuerte, wie erzählt wird, auf Enver Bey, um ihm den Eintritt in den Saal des Ministerrates zu verwehren. Daraufhin gab ein Unbekannter Schüsse ab, wodurch der Kriegsminister und der Adjutant getötet wurden. Die Mache der Pforte hat den Demonstranten keinerlei Widerstand geleistet, obwohl auf die Wachoffiziere mit Revolvern geschossen wurde. Der Direktor der Anatolischen Bahn, Herr Huguenin, befand sich gerade mit dem ersten Dragoman der deutschen Botschaft, Dr. Weber, in dem Konsulatszimmer der Pforte, als die Demonstranten eindrangen. Der Kriegsminister Nazim Pascha wurde zu Füßen Hugnenins erschossen. Tie Minister waren aufs äußerste bestürzt, nur Kiamil blieb äußerlich kalt und erwartete lächelnd die Eindrinacnden. Bor der Pforte wurde unter die Bevölkerung ein Manifest verteilt, welches an die Ereignisse seit dem albanischen Aufstande und die militärischen Operationen im Sommer erinnert. Mukhtar Pascha habe durch seinen Fehler, vor den albanischen Aufständischen zu kapitulieren und auf dies« Weise den Appetit der Balkanstoaten zu reizen, welche an die militärische Schwäche der Türkei glaubten, die Bildung des Balkanbundes herbeigeführt. Die Regierung entließ 120 000 Mann, obwohl sie Kenntnis hatte von der Eristenz des Balkanbundes. Das Kabinett Mukhtar wendete nicht den seit längerer Zeit vorbereiteten Kriegsvlan für den Balkankrieg an, vertraute die Kommandos unfähigen Offizieren an und verursachte auf diese Weise die Niederlagen. Das Manifest greift auch das Kabinett Kiamil Paschas an, welches trotz der guten Situation der Armee den Frieden um jeden Preis schließen wolle. Dieses Kabinett demissionierte. Die ottomanische Nation werde ibre Rechte auf die europäische Türkei nicht aufgeben und hierfür alle Opfer bringen. Die Ottomanen würden beweisen, daß sie fäbig seien, zu leben ht Rubm und in der Weltgeschichte. An die Malis hat der Minister des Innern folgenden Runderlaß gerichtet: Das Kabinett Kiamil wollte Adrianopel und die Inseln dem Feinde überlasten und hatte deshalb eine Anzahl von Beamten unter dem Schein einer Nationalversammlung zusammenberusen. Die Bevölkerung, die darüber in Aufregung geraten ist, bat eine Kundgebung veranstaltet. Infolgedesten sind die Minister zurückgetreten.
K o n st a n t i n o p e l, 24. Ian. Nach einer Reutermeld"ng herrscht in dem Publikum große Verwirrung. Bei den Unruhe» wurden 12 Personen verwundet, viele verhaftet. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung sind weitgehende Maßnahmen getroffen worden. Starke Patrouillen durchzogen nachts die Straßen.
Konstantinopel. 24. Jan. Nach dem „Terdfumani Ha- kikat" richtete der Kommandant von Adrianopel Schukri Pascha heute an das gewesene Kabinett ein Telegramm, in welchem er sagt, nachdem er erfahren habe, daß Adrianovel den Verbündeten überlasten werden solle, beschloß er die Bevölkerung zu entfernen und die Kanonen gegen die Stadt zu richten, um diese gänzlich zu zerstören und den äußeren Raum zu durchbrechen, um nach Konstantinopel zu kommen. Der Minilterrat besprach eben diese» Telegramm, als der Regierungswechsel eintrat.
London, 24. Ian. Dr. Danew wird heute nachmittag eine Zusammenkunft mit Grey haben. Darauf werden die Balkandelegierten eine Konferenz abbalten, um sich über die zu ergreifenden Maßregeln schlüssig zu machen.
Rom, 24. Ian. Die Panzerkreuzer „San Marco" und „Pisa" haben den Befehl erhalten, sich sofort in die türkischen Gewäster zu begeben.
Mardnra
Sonnabend, 25. Januar
* - - i^legerutrotd (Sello"L llunt«) Nolpdotogt.
Am kommenden Montag vollendet unser Kaiser sein 54. Leben», jahr und im gesamten deutsche« Reich, ja weit darüber hinaus. Überall da wo echte Deutsche wohnen, wird der Tag feierlich begangen. Fahnen und Wimpeln entfalten sich ihm zu Ehren, Glocken ertönen und Kanonen donnern ihm den Geburtssalut. In Reden wird dem Herrscher aufs neue die Treue gelobt und in Schulfeiern seiner fteudig gedacht. Es geschieht das heute durchaus nicht mehr in dem Sinne eines überschwänglichen Byzantinismus, wie es manche, denen die monarchische Gesinnung überhaupt abgeht, so gern Glauben machen wollen. Eine solche Gesinnung ist weder für den Herrscher noch für da» Volk die angemestene. Die Zeiten sind dazu vorüber, da noch die öffentliche Kritik vor dem Throne Halt machte. Heute steht auch ein Fürst mitten im brau- senden Für und Wider der Meinungen und muß die Brandungen der öffentlichen Kritik über sich ergehen lasten. Wohl dem Volke aber das einen Herrscher hat, dem, wie die nunmehr bald 25« jährige Regierungszeit Kaiser Wilhelms zeigt, niemand die An« erkennuug versagen ton«! *
Die Regierung unseres Kaisers war eine Zet der ernstesten Arbeit und gewissenhaften Pflichterfüllung. Die Gegenwart verfangt Männer auf dem Throne, die da» ihnen anvertraute Amt versehen zum Wohle der Allgemeinheit und die die eiserne Arbeit höher einschahen al» ein beschauliche» Leben in Ruhe und Sorglosigkeit. Das aber ist unbestreitbar und unbestritten, daß unser Kaiser sich sein Amt al» Herrscher und Regent nicht leicht macht und daß er bemüht und gewillt ist, so weit es in seinen Kräften liegt, zum Wohle für das Vaterland zu wirken, sein Ansehen und
Karl Enaelbardt.
(Ein hessischer Dichter.)
Es gibt ein alte, Wort von der seelischen Nüchternheit des Hessen» volles. Und bi, vor kurzem schien es recht behalten zu wollen. Noch fehlte uns der große, echte Dichter, besten Kunst auf heimatlicher Scholle aufgewachsen wäre und sich doch weit über den Kreis der Heimatliteratur erhoben hätte, ohne dabei die lärmende Reklametrommel moderner Großstadtpoefie zu rühren. Ob Karl Engelhard dieser Eine werden wird, — der Eine, auf den wir mit brennender Seele warten, da, wird sich bald entscheiden mästen. Schon find eine Anzahl Dramen und mehrere Gedichtsammlungen von ihm veröffentlicht worden, und doch ist der Dichter weiteren Kreisen noch so gut wie unbekannt geblieben.
Schuld daran ist in erster Linie wohl seine eigene, rücksichtsvolle Bescheidenheit und die stille Eigenart seine, Werkes. Wer Engelhard kennt, weiß, daß der Dichter nicht mit dem billigen, lauten Alltagserfolg rechnet, der ihm in der Seele verhaßt ist. Sein schlichtes, jedem geistigen Akrobatentum so abholde« Wesen vermeidet ein Vordrängen an die Oefsentlichkeit. Seine Kunst steht abseits. Zu abseits sagen seine Freunde.
Er schafft in aristokratischer Einsamkeit, in starkem, männlichem Erkenntnisdrang und einer geheimnisvollen, sehnsüchtigen Mondscheinstimmung, wie sie die schönsten Werke unserer Volkspoesie belebt.
Dies Schwanken seiner Seele zwischen rein verstandesmäßigem Ergründen moderner Lebensprobleme und dichterischem Ausleben seiner Gefühle gibt die geist. Signatur feines Schaffens. Es findet sich in der modernen deutschen Literatur wohl kaum ein Dichter — Felix Dahn vielleicht ausgenommen —, der sich mit einer solchen Inbrunst in das mythisch-religiöse Germanentum versenkt hätte, wie Karl Engelhard. In jene gefvhlsreiche Urwelt, deren krafistolze Siegfried- und Gudrun, gestalt enden modernen Menschen vielfach wie die Verkörperung einer fremben. heißblütigeren Welt anmuten. Gewaltiger, unbändiger erscheinen ihr Haß und ihr Zorn, verzehrender, tragischer ihre Liebe und Treue f^et wird der Vernichtungskampf zwischen den Urgewalten entschieden, wie ihn Engelhard mit seinem eddischen Mysterium „H a m a r «- Heimat" dramatische dargestalt hat. In diesem echt germanischen Mingen um Kraft und Schönheit steckt bet Dichter« Herzenslieb« zu
oem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und ^Landwirtschaftliche Beilage".
seine Eröße zu erhalten und zu heben und die Wohlfahrt auf allen Gebieten, sei es auf materiellen oder geistigen zu fördern. Ein abschließendes Urteil über das, was unser Kaiser während seiner Regierungszeit für sein Volk erreicht hat, liegt nicht in der Aufgabe dieser Zeilen, ist aber überhaupt kaum möglich. Ein solches gehört ein für allemal der Gechichte an. Der Parteien Haß und Gunst und der Mangel an wirklicher Kenntnis der treibenden Kräfte im Einzelnen verhindert es auch nur annähernd ein Urteil fällen zu wollen. Unsere Zeit ist leicht dazu bereit, das, was in ihrer Strömung liegt, als etwas besonders gutes überschwänglich zu feiern, ebenso leicht ruft sie ihr „Kreuzige!" über alles, dessen Gründe und dessen Folgen sie zwar nicht zu überschauen vermag, das aber ihr selbst nicht entgegenzukommen scheint. Und doch haben wir Taten des Herrschers vor uns, deren Bedeutung außer allem Zweifel ist. Wenn heute die Welt vom Kriegs- geschrei widerhallt und wenn auch mancher in vergangenen kritischen Zeiten es gern gesehen hätte, daß das deutsche Schwert aus der Scheide gefahren wäre, der Kaiser hat Frieden gehalten, wie er es bei dem Antritt seiner Reaiernng versprachen hat. Doch das ist nicht das Höchste. Wir wissen nur zu gut, daß das Friedenhalten nicht allein auf uns ankommt und daß der Krieg um Haus und Herd noch lange nicht der Vergangenheit angehört
r, da aber dürfen wir uns freuen, daß gerade unser Kaller von der Wahrheit des Spruches durchdrungen ist: „Wer den Frieden will, mutz für den Krieg gerüstet sein." Daß der Ausbau unserer Marine wie nichts anderes das eigenste Werk unseres Kaisers ist, wird von niemand bestritten. Gegen Vorurteile und politische Hemmungen aller Art hat er seine kraftvolle Persönlichkeit hier mit Erfolg eingesetzt und wenn wir heute zur See schon Achtung zu erringen vermögen, so danken wir es unserem Kaiser. Wie alle Hohenzollern hat er aber sein ständiges Interesse auch der Entwicklung der Landmacht gewidmet, und wenn heute mancherlei weitgehendere Wünsche in unserer Rüstung zu Lande laut werden, so weit sie wirklich berechtigt und nötig sind, haben sie von dem obersten Kriegsherrn gewitz Förderung zu erwarten.. Auch im Heerwesen setzt er aber, und das ist nicht der geringste Grund zur Bewunderung, seine Persönlichkeit ein. Es wird oft erzählt, daß ausländische Offiziere uns um unseren Kaiser beneiden. Bekannt ist ja der Ausspruch eines Franzosen, der auf ein lobendes Urteil eines deutschen Offiziers über französische Truppen antwortete: „Ja, uns fehlt eben nur Ihr Kaiser."
Wenn heute das deutsche Volk sich dem Throne mit Glückwünschen zum 54. Geburtstage naht, so wird neben der Bedeutung des Kaisers für die Kraft und Stärke unseres Volkes in Waffen noch oft manches treffliche Wort gesprochen werden. Aus eins aber wollen wir noch Hinweisen, da der Geburtstag des Hauptes der Familie in erster Linie ein Familienfest ist, und uns Deutschen die Pflege des Familienlebens ganz besonders nahe liegt Unser Kaiser führt ein glückliches Familienleben, an das sich selbst die übelsten Zungen noch nicht herangewaqt haben. Es ist ein erhebendes Bild, den Herrscher an der Seite seiner Gemahlin und im Kreise seiner Tochter und feinet sechs S^ne schauen zu dürfen, ein Bild, das so recht deutsch ist in seiner Innigkeit, daß man den Geburtstagswünschen noch die Hoffnung beifügen mutz, daß es noch lange Jahre so ungestört erhalten bleiben möge.
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Der jungtlirkische Staatsstreich.
Heber den Verlauf der vorgestrigen Demonstration werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Bereits morgens war die Kundgebung von dem jungtürkischen Komitee beschlossen worden. Gegen 31/t, Uhr nachmittags zogen etwa 50 Personen, größtenteils
seinem Volke, dem et in seinen darmatischen Gedichten („F r i t h j 0 f und Jngeborg", „Die Tochter Siegfrieds") den Spiegel seiner großen Vergangenheit vorhält. Auf die Vorzüge de« modernen Dramas, einen fein abgelauschten Realismus des Dialogs und spannendes äußeres Geschehen, muß man bei diesen Dramen allerdings verzichten, aber dafür entschädigt ihre eigenartige Balladenftimmung, die Fülle ursprünglicher Poesie, die der Dichter in ihnen verschwenderisch entfaltet.
Engelhard« Begabung liegt im Epischen. Hier ist et Meister. Seine altgermanischen Dramen find ja im Grunde auch nur ausge- führte Balladen, einfache Szenen in der sinnbildstarken Sprache altvölki- scher Poesie. Es ist daher nicht wunderbar, daß bet Dichter fein Bestes bisher auf bem Gebiete bet Ballabendichtung geschaffen hat. Wahre Perlen deutscher Ballabenkunst finden sich in seiner Sammlung „N 0 r - nengast", die kürzlich von berufenster Seite al« das beste Balladen- werk bet letzten Jahrzehnte bezeichnet worben ist. Heldische Leidenschaft lebt in diesen Eddabildern von König Thorolf, der den letzten seiner zwölf Söhne erschlägt, weil et seine Brüder an des Vaters Blutsfreund gerächt hat, in der Ballade von der wildschönen Jslandskönigin Hall- gerd und den unheimlich grausigen Sängen vom „Ritter Höllen- brand" und „I a r m s Hei m", die in der Vertonung eines genialen Komponisten sicher nicht hinter Wildenbruchs Hexenlied zurückstehen würden. Alles lebt hier. Unmittelbar. Manches erscheint uns fremd, fo kühl und starr, wie nordische Eisgivfel in ihrer überwältigenden Schönheit. Aber man fühlt die sieggewohnte Kraft dieser schönheit- begnadeten Menschen und staunt sie immer wieder an, wenn man in Gedanken dem Eindruck ihrer mitunter doch so wildbarbarischen Persönlichkeit nachlebt.
Auch einige hessische Balladen, von denen der Dichter in „Hatten« loh" eine besondere Sammlung veranstaltet hat, finden sich im „Not- nengaft". Glücklich ist hier der Volkston getroffen und der heimischen Eigenart gerecht geworden, wie denn Engelhard bisher gerade auf dem Gebiete des Volksstückes feinen größten Erfolg als Dramatiker erziett hat. Sein deutsches Sagenspiel „Kuno und Else" ist verschiedentlich erfolgreich aufgeffifitt worden, und auch seine dramatische Idylle „Pestalozzi, Liebe", die in einfach edler, matfiger Sprache da« Bild des deutschesten aller Volkserzieher vorführt, wird sicher auf der Bühne ihr« Wirkung nicht verfehl««. 8iebe, unendlich« Liebe strömt
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aus den Szenen des Pestalorzistückes. Sie zeigen den werdenden Pestalozzi in bet entscheiben Epocke seines Lebens. Wer kennt nicht das alte traute Bild: Pestalozzi im Kreise seiner Kinder! Wie et sie herzt und zur Arbeit und zum Lieben anleitet. Zu jener rührenden Pestaloziliebe, die heute mehr als je zuvor als bet schönste Inbegriff volkstümlicher Pädagogik gelten kann. Das Bild lebt auf beim Lesen des Dramas. Wie müssen diese Kinderszenen erst auf bet Bühne wirken, wenn sich Vater Pestalozzi und Mutter Randli inmitten bet herzigen rotbäckigen Kinderschar bewegen. Allein um dieser Szenen willen möchte man die Idylle auf der Bühne fetten, lebendig dargestettt. in natürlichster Sprechweise. Wo ist da« Theater, da« den Versuch damit wagen wird?
Ans der Pestalozziliebe des Dichters heraus sind auch die entzückend naiven Verse seines „Kinder! an des" entftanben, die sich bas Herz der Jugend im Sturme erobern müssen.
Engelhard ist ja von Haus aus Lehrer, Volkserzieher im besten Sinne des Wortes, aus dessen Feder schon manches feine Wort über unser modernes Geistesleben veröffentlicht worden ist. Was et z. B. an verschiedenen Stellen über die Lyrik der Gegenwart geschrieben hat. gehört mit zum Besten auf diesem Gebiete. Engelhard ist ja auch hier wie kaum ein anderer zur Kritik berufen. In zwei Sammelbänden find seine eigenen lyrischen Gedichte erschienen.
Formvollendete, aus unmittelbarstem, dichterischem Empfinden heraus entstandene Lieder, wie sie nur einer Dichterseele von Gottes Gnaden beschieden sind. „Weltkinder" sind es, unter denen manche trotz der spielenden Leichtigkeit der Verse im Erhabenen ausklingen. Wer ihren Klängen einmal gelauscht hat, wird sie so bald nicht roiebt« vergessen. Es war bes Dichters erstes Werk, das er, ein Werdender du. mal«, veröffentlichte. Nur ein zweiter Band Gedichte ist ihm un^r dem Titel „Kling-hinaus" gefolgt. Dom einsamen
Herzen des Hessenlandes haben sie ihren Weg in die Welt angetteten. Dort droben sind sie in der Stille entstanden beim einsamen Traumen, für das bet Denker Engelhard in seinem letzten Werk, dem J5 a r t e « ber Göttinnen", so herrliche, tiefe Worte gefunden hat W-r haben in dem letzten Jahrzehnt wenig Bücher bekommen, die e 1«Jo innerliche Lebensauffassung offenbaren, wie btee stimmunosschwere« Erhebungen des Herzens auf dem Wege zum Wesen.
„Stimmen find es, die da fangen Aus bet Welt in feine Stille, IM