Mensch nicht überleben z« tonnen, xrr Bqnjwu vayer <un> wm cwtw zu scheiden und ließ sich von seiner Braut unter einem Vorwande «ins Flasche Lysol beschaffen. Dann nahm er von seiner Korporalschaft 86« schied mit dem Bemerken, daß fie ihn nicht Wiedersehen würden. Di« erschreckten Leute benachrichtigten sofort die Vorgesetzten von dem Co« haben des Unteroffiziers. Ein Offizier setzte sich aufs Rad und verfolgte den Selbstmordsüchtigen, der schnell die Kaserne verlassen hatte. 8« der Verfolgung des Flüchtigen beteiligte sich weiter ein Sergeant, der den Flüchtigen von weitem erblickte. Seine Zurufe stehen zu bleiben, blieben aber erfolglos. Schließlich glückte es dem Offizier, den Verfolgten zu fassen und ihm das Fläschchen mit dem Lysol abzunehmen. Das Kriegsgericht entschied, daß sich bet Unteroffizier der unerlaubten Entfernung von seinem Truppenteil sowie der Nichtbefolgung eine« Befehls schuldig gemacht habe und verurteilte ihn zu 45 Tagen Gefängnis.
Literarisches.
** Tinen Laienspiegel fügt vom neuen Jahre an die Zeitschrift „Recht und Wirtschaft" (Earl Heymanns Verlag in Berlin W. 8) ihrem redaktionellen Teile an. Es find das Ratschläge, die von erfahrenen Juristen erteilt werden und die vom Publikum selbst benutzt werden sollen. Denn da sich die Zeitschrift „Recht und Wirtschaft" an wette-e Kreise wendet und das Berständni« zwischen Juristen und Laien, zwiühen Rechtspflege und Volk zu fördern sich zur Aufgabe gesetzt hat, so w-rd man ohne Zweifel diese Bereicherung der Zeitschrift dankbar begrüben. In dem Januarheft bespricht unter dieser Rubrik Landrichter Dr. Bovensiepen „Die Bedeutung der Testamente namentlich für Ehegatten" und gibt da in einem kurzen Ueberblick alles das, was man für gewöhnlich für die Testamentserrichtung nötig hat.
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Verleger: Dr. phil. E. Hitzeroth.
Für die Redaktion verantwortlich: Gustav Kellner, Beide in Marburg.
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1918 stngelaufsnen Aolleinnahmen im Betrage von 10 Millionen Dollar als Zeichnung der noch rückständigen Entschädigungen aus dem voxeranfstand unter den Mächten ihren Anteilen entsprechend zu verteilen«
er für 1% Millionen Kronen Aktien der Trmesvar-Barjaser-Lokalbahn und 2 400 000 Kronen Aktien der Mocsolad-Stefoker-Eisenbahn. Beide Eigentum einer englischen Aktiengesellschaft, indem er die in Depot genommenen Aktien zum eigenen Nutzen versetzte und Falschstücke drucken Hetz, die er der Gesellschaft zuwandte. Auch die Prager Wskomptbank und die Ungarische Kommerzialbank in Pest wurden um namhafte Be-
Marburg und Umgegend.
Nachdruck aller Orginalarftkel ist gemäß 8 18 des Urheberrecht« nur mit der deutlichen Quellenangabe Lderheff '4t a “ gestattet l
Marburg, 20. Jan.
• Zahrhundertfeiee des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm im Jahre 1913. Die Feier findet am 7., 8. und 9. Juni statt, Hauptfesttag ist der 8. Juni. Da auf 10—12000 Teilnehmer gerechnet werden mutz, ist es dem Regiment völlig unmöglich, die alten Kameraden als Gäste behandeln zu können. Das Offizierkorps hat die Absicht, die Veteranen am 9. Juni zu einem einfachen Frühstück besonders einzuladen. Alle ehemaligen Angehörigen sind dem Regiment von Herzen willkommen, es wird ihnen geraten, den im ganzen Lande gebildeten Jubiläumsver- einigungen beizutreten, da nur dann Gewähr geboten wird, dah fie in Gießen Unterkunft und Verpflegung finden können. Auskunft erteilt der Vorsitzende der Jubtläumsvereinigung Rechtsanwalt Kaufmanni in Giehen, der auch Anmeldungen entgegennimmt.
• Mpenfest der Sektion Marburg des D. u. Oe. Alpen-Vereins am 12. Februar 1913 in den Stadtfiilen hier. Dieses erste Alpeufest in unseren Mauern zur Vorfeier der in diesem Jahre bevorstehenden Hitt- ieneinweihung der Marburg-Siegener-Hütte verspricht einen mit eignen Reizen ousgestatteten genuhreichen Abend. Die hiesige Sektion hat unter der zielbewuhten Leitung ihres Vorsitzenden Herrn Geh. Rat Pro- fefior Dr. Schenck und in Gemeinschaft mit der Sektion Siegerland den Hüttenbau in den Sarntaler Alpen letztes Jahr begonnen und erschließt damit dem Hochtouristen nun ein prächtiges Gebiet. Tagwaldhorn und Jakobspitze, die beiden höchsten Berge der Sarntaler Alpen, krönen den etwa 2450 Meter hoch gelegenen Hüttenplatz. Die Hütte selbst erfordert einen Kostenaufwand von rund 18 000 Kronen, die von den beteiligten Sektionen bereits aufgebracht sind. Die Gesundheit des Körpers, die Liebe zur Natur, die Wunder des deutschen Hochgebirges dem Wanderer immer mehr zu erschließen, ist das edle Bestreben des D. u. Oe. Alpenvereins.
Versammlungen, Konzerte, Theater, Vergnügungsnachrichten «s«.
# Stadttheater. Es sei nochmals ift letzter Stunde auf die heutige Wiederholung der Eesangspofse „A u t o l i e b ch e n" hingewiesen, die bei ihrer Erstaufführung einen so durchschlagenden Erfolg errungen hatte. — Als 12. Abonnementsvorstellung geht am nächsten Donnerstag eine Neuheit von zwei der bekanntesten deutschen Lustspielautoren Franz von Schönthan und Rudolf Presber „Der Retter in der Rot" in Szene, die bei allen bisherigen Aufführungen, so jungst am Stadttheater in Frankfurt, starken Beifall gefunden hat.
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V Lohra, 19. Jan. Gestern mittag 1 Uhr sand im Amtszimmer des hiesigen Bürgermeisters Rau unter dessen Vorsitz eine Sitzung des Schulvorstandes statt. Gegenstand der Tagesordnung war die Wahl einer Lehrerin zur Besetzung der hiesigen 3. Lehrettnstelle. Es hatten sich 3 Bewerberinnen gemeldet und wurde die Lehrerin Fräul. Mathilde Bayer aus Wabern (Bez. Cassel) einstimmig gewählt.
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UnvolitisÄe Taqesnachrichten.
Rettung der Paflagiere der „Veronese". Oporto, 18. Jan. Seeleute und Fischer retteten heute vormittag mit großen Schwierigkeiten >chs Personen des Dampfers „Veronese" und brachten fie in Sicherheit. Dann kehrten sie an Bord zurück, um das Rettungswerk fortzusetzen. Bis 10 Uhr morgens waren 90 Personen geborgen, schließlich konnten sämtliche oerettet werden.
Verhafteter Schwindler. Budapest, 18. Jan. Die Polizei ver- haftete den Einsenbahn-Brückenbauunternehmer Ignaz Pallas, welcher verschiedene Eisenbahngesellschaften, bei denen er Diretor war sowie in- und ausländische Geldinstitute durch Unterschlagung und Betrug um zusammen 8 Millionen Kronen schädigte. Unter anderem unterschlug
träge geschädigt.
Unfall beim Wintersport. Zürich, 18. Jan. Am Uetli-Berge fuhr ein Bob mit fünf Personen in einen Graben und überschlug sich. Zwei Brüder Kaegi-ZLrich wurden schwer, die übrigen leicht verletzt.
Stiftung. Essen, 18. Jan. Anläßlich des 25jährigen Eeschästr- jubiläums der Frima Th. Goldschmidt A. E., macht Dr. Goldschmidt eine Stiftung von 100 000 Mark bekannt, deren Zinsen zur Fürsorge für Beamten und Arbeiter bestimmt sind.
Verhaftete Diebe. Rom, 18. Jan. Heute nacht wurden in einem sehr belebten Stadtteil zwölf Diebe verhaftet, die sich gegenseitig schwerer Verbrechen beschuldigten und eingestanden, einen nächtlichen Einbruch in die Staatsmünze vorbereitet zu haben.
Lumpenschwindler. Hamburg, 18. Jan. Auf dem Hauptbahnhof wurde gestern abend kurz vor der Abreise nach Berlin der Kaufmann Rosenthal aus Warschau verhaftz-r der beschuldigt ist, zahlreiche Schwindeleien im Lumpenbandel verübt zu haben, indem er waggonweise Lumpen verkaufte, die Anzahlung nahm, sie aber nicht ablieferte.
Schisiszusammenstoß. Swine münde, 19. Jan. Bei Homeren (Bornholm) ist in der letzten Rächt der Hamburger Dampfer „Hava- randa" mit dem Bremer Dampfer „Minos" zusammengestoßen. Der „Minos" sank nach zehn Minuten. Die fünfzehn Mann starke Besatzung wurde von dem „Haparanda" aufgenommen und hierher aebracht.
Im Sturm. London, 18. Jan. Das der Hamburg-Amerika- Linie gehörige Motorschiff „Ebristian X." nach Baltimore bestimmt, hatte schwere Stürme auf dem Ozean zu bestehen. Nachdem es bereits 35 Tage gegen die Stürme gekämpft und fast die Neufundlandbänke erreichte, sah der Kapitän ein, daß es unmöglich war, den Bestimmungs- ort zu erreichen. Er ließ deshalb das Schiff wenden und nach der irischen Küste zurürkkehren. Mit teilweise gebrauchsunfähigen Maschinen ist das Schifi heute in Queenstown angelangt. Es hat die Rettungsboote verloren. Die Decks sind stark beschädigt. Mehrere Abteilungen find voll Wasser.
Kleine Rachrichten. Unterm 18. Jan. wird gemeldet: Berlin. Der Assistenzarzt Daeschler von der hiesigen Chirurgischen Klinik hat stch in einem Anfall nervöser lleberreizung erschollen. — Halle a. S. Bürgermeister Scherrf aus Kranichfeld, der als Direktor der dortigen Aktiengesellschaft 200 000 Mark unterschlagen batte und geflüchtet war. bat sich in Wien erschossen. — Bautzen (Sachsen). Die Untersuchung Über die Vergiftung der Familie des Rentenempfängers Hentschel im benachbarten Carlsberg, der zwei Kinder zum Opfer gefallen sind, ergab, daß es sich um Kohlenoxydgasvergiftung handelt. Die übrigen unter Bergiftungserscheinungen ennntten Familienmitglieder find wiederhergestellt. — Sarajewo. In Croal entgleiste ein Zug der Industriebahn. Der Lokomttvführer, der Zugführer und der Heizer wurden schwer verletzt.
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Vermischtes
Wölfe hi der Eifel. In letzter Zett tteten in der Eifel und im Saarrevier wieder einmal Wölfe auf, die die Bewohner der dortigen Gegend in nicht geringen Schrecken versetzen. Bor einigen Tagen wurden mehrere Leute bei Merzig (Saar) im freien Felde von den gefährlichen Bestien angefallen. Anfangs glaubte man es mit großen Hunden zu tun zu haben. Glücklicherweise konnten die Leute der drohenden Gefahr diesmal noch entrinnen. Auch ganze Rudel Wildschweine haben sich jetzt in verschiedenen Gegenden der Eifel gezeigt und machen die einzelnen Gebiete unsicher.
Strafe wegen versuchten Selbstmordes. Recht unangenehm« Folgen hatte für einen Unteroffizier des Artillerieregiments in Halle ein Selbstmordversuch, den er aus gekränktem Ehrgeiz beging. Er batte von einem Vorgesetzten Befehl erhalten, zu dessen Ausführung er nach seiner Meinung nicht verpflichtet war. Daher weigerte er sich, dem Befehle nachzukommen. Die Folge war, daß ihn sein Hauptmann zu drei Tagen Mittelarrest verurteilte. Diese Strafe glaubte der junge ehrgeizige
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