Mehrere Meßläden im Römer sind noch ju vermiethen. Das Nak-e« iß vormittäglich zu erfragen beim _v___________Rech n ep - A m t/
In der Nacht vom 23. auf den 24. d. Hat man dahier ein beyläufig MertlM Jahr altes Knabchen gefunden, welches höchst wahrscheinlich von seiner unM^ len Mutter böslich verlassen und ausgesetzt worden ist.
Dieses Kind ist wohlgebildet, hat weisse Haare und graue Augen. Sein BM- dung bestand in folgenden Stücken.
Ein altes Röckchen von grobem grauen Nanquinet, ein dunkelblaues Hâ von Cattull mit einer gelb und weißen Borde,- blau und weiß melirte baumwvw Strümpfe und ein Hemdchen ohne Zeichen. Auch, war solches in einen cattunm Weibsmantel von grünlicher Farbe mit gelben Tupfen und Raupen gewickelt. Lr Mantel hat einen runden Zuschnitt, und einen kleinen Kragen, nach der Art, m solche von der geringeren Klasse im Fuldaischen getragen werden, ist mit Flamllge- füttert und schon geflickt. '
Ein jeder, welcher über des Kindes Mutter und ihren dermaligen Aufenstall einige Auskunft geben kann, wird demnach, unter Zusicherung einer angemesseM Belohnung aufgefordert, solche baldigst anher mitzutheilen.
Frankfurt den 27. August 1816.
—__________________________________ Polizcy _
Ungefahr in der Mitte des Römerbergs befindet-sich ein freier Stadtplatz, dnM messentlichen Feilhalten daselbst dienen kann. Miethlustige können das Nahm M Vormittag erfahren beim _________________________Rech n ey - Amt.
Am löten d. M. sind zu Baden 40.00 fl. theils in Silber, theils inGoldentiM det worden. Das Silber-Geld bestand meistens in Rollen großer Thaler zu 108 fl. !>ü Rolle, dann in mehreren Rollen mit 24 fr. Stücken zu 30 und 40 fl-unbin ww Rolle mit 5 llivres-Thalern. n .
Unter dem Golde sind besonders 2 doppelte Friedrichsd'or und ? doppelte vowr- d'or, dann eine doppelte Dukate, und zwey neue französische Louisd'or bemerkbar, » übrige bestand in einfachen Dukaten, llouisd'or und Napoleons
Drey Viertheile dieses Geldes waren theils in Komödien zettel aus Baden, thenvuiM fchrrebenes-Papier, eine Rolle aber, in den Brief eines Frauenztmnn von Gernsbach an Madam Komberger, dessen Inhalt eine Besteur»» von Modewaaren betrifft, gewickelt, und in einen Sack vonstarkem, re y- grauem Tuche zusammen gebunden. Die übrigen 500 fl. befanden sich in einem Umschlag von starkem grauem Papier auf welchem geschrieben ist B od: No. .
Auf Ersuchen der Grosherzogl. Badischen Behörde bringt man diesen bedem^ Diebstahl hiermit zur öffentlichen Kenntniß und sichert in-deren Namen dem v eine ansehnliche- Belohnung zu. Frankfurt, den 29sten August iör6. _____________________________ P°>';-y -
Da die Hinterbliebene D ttwe des verstorbenen Burges und Glaftrmeistu Hann Ulrich Müller, Johanna Maria, geborne Fischer, ihres zerrütteten€ rustandes wegen zu eigener Verwaltung ihres Vermögens unfähig erfunden, - ^ halb Herr. Or. Fresenius, der Jüngere zu Deren Cura or bonorum ernannt wer 1 wird solches zu dem Ende öffentlich hierdurch bekannt gemacht, damit Nrema v^ Vonvissen und Genehmigung des benannten Curators sich mit derselben ln ^ einlasst, indem auf letztere, als-unverbindlich, keine rechtliche Rücksicht gu werden kann. Frankfurt den.21, August 1816.
Gericht IV SnlW- . Hmtman», S«n!.