Frankfurter
3« i e I l i g e M z * Blatt,
(welches auf dem Minen Hirschgraden F 77 Dienstags und zrepLagS ausgesede» wird.)
Ro. 86. Freytag, den 13. October MZ.
5^^
Lir Bürgermeister unb Rath der freyen Stadt Frankfurt fügen hirmit zu wissen:
Die hiesige ProsoeationS Ordnung verordnet zwar, daß der Provokant oder «p. ' Mant intrs fatale introducendae ac juptificandae appellationis, die vollständigen Dor» afttn sub desertioniâ praejuditio ^y gleich mit tinzure chtN habe.
RrLSem inzwischen bemerkt worden, daß Lines TheilS, weil sGt Exhibenda cum adjtmctis in Prozeß ‘ Sachen in Duplo zu überreichen sind, den Parthieen dadurch he» ürchtiichL Kosten verursacht wsrden, welche, zumalen in dem Falle, daß die ergriffene Apyrüaüon ob defectum gravaminum alöbalden abgeschlagen werden muß, oder wenn britze Mir gegen ein uns dasselbe Erksnnm ß die Berufung ergriff'n haben, respecâvt ganz unSzum Theile füZlich erspart see^en können, andern Theils aber, wenn sie Ab- f&ifttn von den Sekretarieâ des Judicii a quo, überhäufter Geschäften wegen, nicht zeitig gefertigt werden können, die dadurch veranlaßten Gesuche um Verlängerung deS Fataiis, zur Verzögerung der Justitz - Verwaltung gereiche?-; als wird hiermit verordnet/ sie folgt:
Der Apellant hat künftig nur eine beglaubt« Abschrift des Erkenntnisses »gus. nebst der BelchrinigungS Urkunde, daß und wann die Appellation eingelegt worden, bep Strafe der »r öschung, der JntrotzuctionS- und JustiffcarionS Schuft bevzulegen, vorauf das Judicium ad quod hlt Akten Den he® Jadicio a quo in den Ortginalten abfor-ert.
Der Appellant zahlt dafür eine, mit den Ksst-n der Akten Abschriften in kemem vtthaltniß stehende, in die Aerariai-€elTe fallende Gebühr, und zwar sobald ihm sol» cht'estimmt worden, bey Strafe, daß sonst seiner eingelegten Appellation vom Jiidici» ’ q»o nicht dtferirt wird. Die Gebühr wird auf den Vortrag deS Referenten vom Direcio-ia beArrmt und zwar so, daß „
a) Kry Berufungen vom Stadt'Amt an daS Seicht erster Instanz, das mimmu« Ist., daè maximum hingegen s , und . .
b) Bey Berufungen vom Bericht erster Instanz an das Schöffen App ll^tions «t»
HAf 4 minimum 4 6 / dvS maximum aber 25 st ÄUßMâcht
Bkv Recurftn, welche soliden Verfügungen und Erkenn-tnissenl admlnjstrattvttk ^Hörden, an UnS den Rath ergriffen werden, wird «S ^uk bio nämlich» Mlse gehal- "°' «nd sollen bl» verhandelttn Origis Prolskolle von der admmist^ «egen dir von derselben zu bestimmende Gebühr, auf Erfordern eingesLNdt werden. Hiernach haben sich die streitende Partheyen und deren Anwalde in Zukunft zâ
dm -rt-n September 181fr