(welches auf dem kleinen Hirschgraben F 77 Dienstags und ZrestagZ ausgegeben wird.)
No. 60. Freytag, den 22. July 1814.-
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Bekanntmach u' n g.
Kenn jedermann von jedem Alter, Stande und Geschlechte in den schönen öffent- M Karten ähnlichen Anlagen um die Stadt Vergnügen And Wohlbehagen èApstn- M/ wenn ein jeder in diesen schattig:» Spaytergängen, die mit Bäumen und Blumen m vielerlei) Art geziert sind, für seine Gesundheit neue Kräfte, und für sein Gemüth zlufheiterung schöpfet, feie die allgemeine Stimme lange schon anerkannt hat; so muß mn auch überall den Willen und den Wunsch vernünftiger Weise voraussctzcn, daß, ms für alle geschaffen worden, auch von allen möge geachtet, geschont, und in dem wchi gepflegten Zustande, so lange eS immer die Iahrezeit gestattet, erhalten werden.
Anders als bey dem unschädlichen, an dem dl osten Anblick sich ersâttigenden Genüsse läßt sich dieser von allen gesuchte Zweck unmöglich erreichen. Nur durch den Wtz ester, welchem Bäume uns Blumen anvertraut stutzt wird der Genuß eines jeden gesichert. Eine Ausnahme zieht durch das Beyspiel Hunderte nach sich, und so iM ailmählig die Zerstörung des Ganzen herbeygeführt.
So einleuchtend diese Begriffe einem Wen biOig von selbst«» seyn müssen, so laust» dtimsch seit kurzem immer häufigere Beschwerden ein, daß sich leichtsinnige Men- schm, besonders aber Mägde, welche sich mit Kindern in großer An;shl daselbst ein# H<n, unterfangen, unablässig Zweige und Blumen abzupsiückcn, nicht anders, alS 0- «kèS bloß für sie La stünde.
Unterzogenes Amt sieht sich durch diesen unleidlichen Unfug, wodurch immer gröf. um Schaden apgrrichtet wird, aufgefordert, nicht nur diejenigen, welche dergleichen fNMhin zu verüben sich beyflehen lassen, mit Gefängniß- oder Geldstrafen zu bedro- yen.Wdem auch alle Dienstherrschaften insbesondere zu ersuchen, ihren Kindermägden auf das ßcënrstr nud unter Bekanntmachung der isr Uebertretungsfall ohnfehlbar sie erwarleudrn Strafen, einzubinden, sich des Abbrechens von Zweigen und Gium:n, oder «WMr âschäöigunK der Gewächse durchaus sowohl selbst zu enthalten, als auch nicht zujugehen, daß solches Lurch" die Kinder geschehe.
»,“m du Frevler zu entdecken, habku die Aufseher und Polizeydicner geschärftere Dkfcyle erhalten. Frankfurt, den rrten July 1814.
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^r 7ten d. M. verlor eine hohe Person aus dem Gefolge Sr. Majestät deS K ftsers -W™^ 'm Heidelberg einen emaiffiften Ring mit einem Ametisten, auf welchem gmchischer Sprache die Worte: „wie Gott will," gestochen sind.
»;,JUC diesen N'.ng, welcher kaum einen Werth von n fl. bat, wird dem Finder eine ’*v*su,,3 von 4 Dukaten versprochen. Frankfurt , den raten July 1814.
Polizei) , Amt»