' ist die Zeit mit dem gestimmten Vaterlands froh ergeben zu seihen, alles fur^ zü kl|ieJl,^ii^io;^ seren Kräften steht, damit wir später daS Recht haben, freudig mit ihm zu genießen.
Auch Frankfurts Bürger werden Gesinnungen, wie die eben geschilderten zeigen. Sie werden yfchs 7 hi, Dr den übrigen Städten zurückbleiben. Sie werden ihre alte Ehre nicht beflecken lassen ; sie werden sich treu zeigen dem Vaterlande das in alten und neuen Zeiten so vieles für sie gethan.
Jmnier war ja Frankfurt eine Lieblingsstadt der Kaiser, ihre Gerechtsame-unter seinem unmittelbar -ren Schuß. Den Ruhm der Krönungsstadt genoss es, vor allen anderen Städten Deutschlands. Wie tüchtig stellt sich nicht seine freye Bürgerschaft in den mittleren Jahrhunderten dar. Mit einem gerechten Begriffe von ihrer eigenen erworbenen und verliehenen Würde, mit hochachtungsvollem Vertrauen auf des Reiches Oberhaupt , ist sie mannhaft zu Schutz und Trutz, weiß neben dem Adel ihre Stelle gebührlich zu vertreten, sich ihr Daseyn zu sichern, und dem Bestände des Kaiserthumes ihren Zoll abzurragen. Diese Tugend und Kraft der Väter ist in ihren Nachkommen nicht erloschen. Wie könnte sie auch in ihnen erloschen seyn, gerade jetzt, wo das ganze übrige Deutschland seine verlohrene Herrlichkeit wie- kergewinnt.
Blos weil sie diese Tugend und Kraft zeigen, haben ihnen die verbündeten Häupter ihre freye Ver- .fassung wieder gegeben. Denn, was kann eine Form nutzen, wenn kein Geist sie lebendig macht? Dieser Geist aber kann nicht von aussen gegeben werden, er muß im innern liegen; und rtw durch zeigt sich allein solch ein Geist in unsern Tagen? Durch freywilliges freudiges Beytreten zum Streit für das Ganze mit Gut und Blut. Das , wird von allen, wird auch von Frankfurts Bürgern mir Recht gefordert.
Frankfurt ist ein wichtiger Punkt für die gesammte Wohsfahrt des Reichs. Es liegt unfern der Gränzen ; darum wird sich der gute Wille seiner Bewohner um so entschiedener bewähren. Muth schiebt die Gränze zurück. Es ist der Sammelplatz der Fremden. Lernen diese in ihm deutsches Herz und deutsche Kraft nicht hochachten, so werden sie einen schlechten Begriff von dem ganzen Volke gewinnen. Viele kaufmännische Jugend wohnt ihre Lehrzeit durch in dieser Stadt. In ihr muß sie daher einen Spiegel von Zucht und Gemeinsinn sehen, auf daß sie früh lerne, da nicht im Kleinen zu sparen, wo alles im Großen zu Grundè zu gehen dräut.
Ausserdem genießt diese Stadt im Vergleich mit andern noch immer eines großen Wohlstandes. Zwar hat sie Lasten getragen, Kranke und Gesunde gepflegt, vieles Unrecht erlitten, und hat es still geduldet, weil die Uebermacht sie zwang ; damals sah sie ihres Elendes kein Ende: Jetzt ist sein Ende nahe. Man ruft auch Frankfurt auf, es vollends vertreiben zu helfen. Dazu wird es hülfrcich seyn, aus allen Kraft ten; gewiß den Frieden wird es für den rühmlichsten und ersprieslichsten halten, den es selbst am treusten erkämpft, bey dem cs am meisten eingesetzt hat.- Es wird wetteifern in sich, wetteifern mit andern Sräd- ten Berlin, Hamburg, Bremen , Lübeck, Leipzig, Dresden, haben alle viel mehr gelitten, als diese, unter allen Stürmen des Krieges so wunderbar begünstigte Stadt; darum wird sie viel mehr thun, als diese genannten Städte.
Das ist imbezwcifelt ihr ernstes Vorhaben. Sie wird das Vertrauen der hohen Mächte unb die Erwartung des Vaterlandes im vollsten Maase bestätigen. Man bedarf Menschen und Geld. Gerne