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schieden' sich für die Sache bet Freyheit , noch ehe sie durch entscheidende Siege bekräftigt keinem mehr zweifelhaft seyn durfte. Sie setzten ihr Leben ein, trugen den Glauben an das Vaterland im Her­zen , und giengen so im freudigen Vertrauen auf Gott der ungewissen Zukunft entgegen. Solch ein kraft tiger Wille macht erst der Zukunft gewiß. Es ist ein geringes Verdienst, sich an das Gute und Erfreuliche zu schließen, wo es vorhanden ist; es mit Ernst, Eifer und Muth gründen zu helfen, das allein ist wahrhaf­tigen Lobes werth. Noch jetzt, da ihre Vaterstadt auf das Grausamste von den Feinden gepreßt wird, sind die Hamburger unermüdet im Streite, und denken, wenn erst das Reich und die Wohlfahrt des Ganzen wird hergestellt seyn, daß dann auch ihnen ein neues schönes Leben aufblühen werde.

Bremen strebt seiner großen Schwesterstadt nach. Auch in ihm treten freywillig und zahlreich die jungen Bürger unter die Fahnen.

Eben se hat Holland die Erwartungen bestätigt, welche die Welt von ihm gehabt; alles macht sich in ihm auf, unter der Führung seines Fürsten, mit eigener Kraft den Kampf für Eigenthum , Recht und freye Verfassung zu bestehen. Das Volk erhebt sich in ihm noch unter den Augen des FeindeS , noch während er, die Festungen seines Landes besetzt hält.

Auch die inneren Handelsstädte Deutschlands zeigen einen löblichen Vaterlandsgeist. Sie begreifen, daß in diesem Kriege der Streit um Alles geführt wird, und daß, wer in ihm zurückbleibt, auch den Früchten des Friedens nicht freudig entgegcnsehen darf. Denn welch eine Schande wär' es, wenn rund um uns alles gestritten, wir aber läßig geblieben wären. Oder denkt man, der kriegerische Geist, welcher jetzt unser Volk ergreift, werde spurlos im folgenden Frieden bleiben. Die, welche dem Vaterlande nicht beygestanden haben, denen wird einst daS Vaterland auch nicht beystehen. Man soll nicht sagen, wir sind ein kleines Häuflein; denn, wenn jeder so sagte, würde nie ein großer Haufe sich sammlen. Noch weni­ger soll man sagen, wir müssen uns hüten; der Feind könnte zurückkehren; das beweist nur, daß man ängstlich an sich selbst klebt, und sich' nicht zum Ganzen erheben kann. Durch solche neutrale Halbheiten gehen eben die Staaten zu Grunde. Wer die Rückkehr des Feindes noch zu fürchten hat, soll sich darum doppelt mittag erweisen. Wer Gut und Blut freudig daran setzt, und lieber stirbt, als dem Feind erliegt, zu dem hat der Feind nicht Lust zurückzukehren. Die Bürger von Lübeck haben geholfen ihn aus ihren Mauern werfen; doch sind sie eine einzelnstehende Stadt. Welche Thaten haben aber nicht vor Zeiten einzelne Städte gethan. Spuren dieses alten Restes entdeckt man mit Bergungen noch jetzt in der aus­gezeichneten Thätigkeit mit welcher die ehemaligen südlichen Reichsstädte , Augsburg, Nördlingen, Donau- werth, nun unter den Befehlen des königlichen Hauses, ihren ererbten Pürgermuth bewähren.

Keine Provinz, und keine Stadt Deutschlandes darf hinter diesen Staaten zurückbleiben. Es ent­schuldigen keine Rücksichten gegen verwahrloste Pflichten; ja, wer mit solchen Rücksichten die Verwahr- losung seiner Pflicht beschönigen will, zeigt nur , dasi er den Zeitgeist nicht verstehe, unb ihm Unverstän­dig widerstrebe. Er wird ihm aber nicht immer widerstreben können, uni) zuletzt, wenn nicht willig, ge- tvaltzam von ihm fortgeiinen werden. Darum höre jeder, waS er gebeut, bestrebe sich jeder seiner sich würdig zu erweisen. Es ist überall thöricht die Noth abzuwarten, ■ am meisten im Kriege. Viel lieber gebe man sich mit Willen dein Enten hin, baß die Noth aufs schnellste und sicherste entfernt werde. Jetzt