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In Hannover entsprechen Tapferkeit und Gemeinsinn aller Einwohner, dem Geiste der edlen Negie- nind, die die Freyheit der Welt aufrecht gehalten, von welcher getrennt zu seyn, diesem Lande so schmerz­lich war.

Die Hessen erneuern ihren alten Kriegesruhm. Der Adel, die Gelehrten eilen zu den Waffen, einen Zustand dauernden Frieden selber mit zu erkämpfen.

Sachsen, wiewohl beynahe erdrückt von der Last des Krieges, die noch eben in ihm gewüthet, ver­heert durch Schlachten, lange geschwächt durch Durchzüge , und die Drangsale, welche diese begleiten, in seiner Hauptstadt kaum von den Feinden befreyt, rafft, sich dennoch männlich auf den Ruf der hohen Verbündeten zusammen, das wieder zu sühnen, was seines Königes schwache Politik verbrach.

Vorzüglich rühmlicher Erwähnung aber verdienen die Handelsstädte der nördlichen Hälfte unseres Vaterlands. Machte der Handel durch seine Natur selbstisch, und gleichgültig gegen gemeinsames In­teresse, so wäre er das Verderben der Staaten, wie man ihn jetzt unter die Vorzüge der Staaten rechnet. Der Handel bringt den Geist des Erwerbes, des Eigenthumes mit sich. Wohl! Hat uns aber die letzte unselige Zeit nicht klar unterrichtet, daß kein Erwerb , kein Eigenthum im Einzelnen gesichert bleiben kann wo das Ganze wankt und zusammenbricht. Also gerade wer an Erwerb und Eigenthum am meisten Antheil zu nehmen hat, halte am meisten darauf, daß das Ganze bestehe. Die Geschichte lehrt, wie da überall der Handel sein Haupt erhub , wo freye Nationen wohnten. Eine einzige große Hauptstadt, als Mittelpunct der Welt, und rundum nur dienende Völker , wäre sein unmittelbarer Ruin. In den eben verflossenen Jahren, wie oft wurde nicht der Lauf unseres deutschen Handels geändert, wie schwer wurde jeder gründliche fortschreitende Wohlstand gemacht, wie gespannt war nicht das System aller Spe- culationen, wie abhängig wurden nicht alle untergeordnete Verhältnisse, endlich wie unsicher war nicht der schon erworbene Reichthum ; und das alles, weil kein vaterländisches Gesetz galt, und wir der Will- kühr eines Fremdlinges unterlagen, der unseren Vortheil immerwährend dem seinen aufopferte. Also ein Vaterland bedarf der Handelsmann vor allen; erst wenn dieses ihm sein erworbenes Gut bewahret, wenn es nach aussen stark genug ist, feste Bänder des Erwerbes zu anderen Nationen zu flechten, kann er mit Ruhe seiner Beschäftigung froh seyn.

Solche Betrachtungen, aber gewiß noch andere sittlich höhere, waren Grund, daß unmittelbar bey dem'Erscheinen der Pefreyer die Hanseestädre ihren alten deutschen Waffenruhm so glanzend gelten machten. Sie zeigten, welch eine Kraft auch der Bürger und Handelsmann in sich^trägt, wenn die Idee des Rechts und des Vaterlandes ihn wahrhaft durchdrungen, und daß der Geist alle Gewöhnungen zu be­siegen fähig ist. Junge Männer, die ein sitzendes Leben geführt hatten, ungewöhnt aller Beschwerden, zeichneten sich, njit einemmale verwandelt, im Kriege aus. Man sah die Zeiten des Mittelalters zurück­gekehrt, in welchen jeder Bürger Soldat war , in welchen keinem ein Besitz aneignen konnte, wenn er nicht auch Muth und Kraft besaß, ihn zu vertheidigen. Was nürden unsere Fugger, was würden die fürstlichen Kaufleute neu Medicis gesagt haben, wenn man ihnen das Schwerdt verboten, uitb blos für Gewerbe sie tauglich gehalten hatte ; oder wenn man sie blos zum Geniesen verdammt hatte, von je- M’ Theilnahme aber an der Gefahr sie entfernt. Der Eifer Hamburgs ist bekannt; seine Bewohner end