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Erstes Matt.

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AAtliches OkW für AM. «»L faiikttis ianan.

Erscheint tSglrch mit Ausnahme der Sontu und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Ferttsprecha»schlitsr Nr. 230.

Samstag den 9. Dezember F-rttsprechanschli.fr Str. 230 1911

Die LtlltlgeMmmer «Ml «vier -.UMsklMW

34 Seiten.

Inhalt der heutigen Ausgabe:

Erstes Blatt: Amtliches. — Politische Rundschau. — Aus Stadt und Land. — Drahtnachrichten. — Anzeigen.

Zweites Blatt: Amtliches. — Politische Rundschau. — Aus Stadt und Land. — Aus Nah und Fern. — Sprcchsaal. Anzeigen.

Drittes Blatt: Politische Rundschau. — Zum Schluß der Legislaturperiode des Reichstages. — Der Krieg zwi­schen Italien und der Türkei. — Die revolutionäre Be­wegung in China. — Kunst und Leben. — Aus aller Welt. — Handel, Gewerbe und Verkehr. — Fuß^rll- sport. — Ein offizielles Spionagesystem auf deutschen Werften. — Aus Nah und Fern. — Schiffsnachrichten. T Anzeigen.

Viertes Blatt: Amtliches. — Politischer Wochenbericht. — Landwirtschaftliches. — Literarisches. — Aus Stadt und Land. — Verlosungen. — Gebrauchsmuster. — Feuilleton: „Hellenisches Lachen". — Anzeigen.

Fünftes Blatt: Parlament der Bühnenkünstler. — Aus aller Welt. — Anzeigen.

Beilage: Aus aller Welt. — Schiffsnachrichten. — Anzeigen, rlnterhaltungsblatt: „Der Retter", Roman-Fortsetzung. — Historische Feinschmecker. — Auf Freiersfüßen. — Unter uns. — Lose Blätter. — Poesie-Album. — Aerztlicher Ratgeber. — Küche und Keller. — Scherz und Ernst.

Amtliches.

Landespolizeiliche Anordnung betreffend die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche

im Landkreise Hana«.

Meine landespolizeilichen Anordnungen vom 3. Okt. und 8. November d. Js. — A III 4734 und 5422 — betreffend die Bekämpfung der im Landkreise Hanau aufgetretenen Maul- und Klauenseuche — Amtsblatt Nr. 40, 45, S. 346/400 — werden hierdurch, wie folgt, umgeändert.

Aus dem Sperrgebiete im § 1 scheiden die Gemeinde Bruchköbel und der Gutsbezirk Wilhelmsbad aus und treten zu dem den ganzen Kreis umfassenden Beobachtungs­gebiet. (A III Nr. 6001).

Cassel am 6. Dezember 1911.

Der Regierungspräsident.

I. V.: v. Wussow.

Eandkreis Hanau.

Infolge Erlöschens der Maul- und Klauenseuche in Bruchköbel und Wilhelmsbad werden die am 2. Oktober bezw. 31. Oktober d. Zs., V 6480/7273, für den Sperr­bezirk, Gemeinde Bruchköbel und Gutsbezirk Wilhelms­bad von mir angeordneten Maßnahmen hiermit aufge- gehoben.

Die Gemeinde Bruchköbel und der Gutsbezirk Wil­helmsbad treten zu dem Veobachtungsgebiet.

Hanau den 9. Dezember 1911.

Der Königl. Landrat.

I. V.: Karbe.

Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.

Auf Grund des § 8 des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869 und des § 2 des Wahl­reglements vom-^^-^^^ ^e ich den Tag, an

die Auslegung der Wählerlisten für die bevor- llehenden Reichstagswahlen zu beginnen hat, eitSÄ”"6*"« "" "- D-, ->"»-' »• SS-

Berlin den 30. Nov. 1911.

To q79A Der Minister des Innern.

3720 von Dallwitz.

Vorstehende Bekanntmachung wird mit dem Be- merken veröffentlicht, daß die Wählerlisten vom ho» n $ Tnge lang, einschl. des Sonntags

Mts., während der Stunden vormittags von 9 bis 1 Uhr und nachmittaas von 3 bis 6'/. Mr

im Neustädter Rathaus, Sitzungssaal gleicher Erde, zu jedermanns Einsicht ausgelegt sind.

Einsprachen sind binnen 8 Tagen nach Beginn der Auslegung beim Stadtvorstande anzubringen.

Nur diejenigen sind zur Teilnahme an der Wahl berechtigt, welche in die Wählerliste ausgenommen sind.

Die Abgrenzung der elf Wahlbezirke hiesiger Stadt wird demnächst veröffentlicht.

Hanau den 8. Dezember 1911.

Der Magistrat.

29383 Dr. G e b e s ch u s.

Gefunden: eine blaue Kindermützc. Abzuholen auf dem Geschäftszimmer der Armenvermaliung.

Hanau den 8. Dezember 1911. ’

poHtiTdte RandTd)au.

Der letzte Dienst des Kreuzers „Berlin". Dem „Lok.- Anz." wird berichtet, daß der kleine Kreuzer „Berlin" vor­aussichtlich in Agadir seine letzte dienstliche Aufgabe gelöst hat. Er werde in den nächsten Tagen in die heimatlichen Gewässer wieder zurückkehren und dann zur Außerdienst­stellung nach Kiel kommandiert werden. Damit scheidet bte „Berlin" aus der Flotille der kleinen Kreuzer aus. An ihre Stelle wird ein kleiner Turbinenkreuzer treten. Die „Ber­lin" ist mit Kolbenmaschinen ausgerüstet. Sie hat eine sechsjährige Dienstzeit hinter sich, die sie in der Hauptsache im Verbände der Aufklärungsschiffe verbrachte. Rach der Außerdienststellung wird der Kreuzer den üblichen Ueber- Holungsarbeiten unterzogen werden und dann bis zu seiner anderweitigen Verwendung außerhalb des Rahmens der Hochseeflotte in Reserve liegen.

Teuerungsmaßnahmen großzügigster Art hat die Stadt­verwaltung in Dresden in die Wege geleitet. Nachdem be­reits früher namhafte Bewilligungen stattgefunden haben, sind jetzt von den städtischen Kollegien 100 000 Mk. zur Unterstützung solcher bedürftiger, in Dresden unter­stützungswohnsitzberechtigter Familien zur Verfügung ge­stellt worden, die Armenunterstützung nicht beziehen. Die Verteilung dieses Betrages, der keine Armenunterstützung darstellt, ist dem Personalamte des Rates übertragen wor­den. Zn Frage kommen nur kinderreiche Familien mit ge­ringem Einkommen, da diese von der Teuerung am meisten betroffen werden.

Das französische Pulver. Der in der Pulverange- legenheit eingelegte Ausschuß Hal festgestellt, daß sich an Bord des Kriegsschiffes „Justice" Pulver von derselben Gattung befand wie dasjenige, welches die Katastrophe auf der ,,8i» ßerté" herbeigeführt hat. Diese Pulvervorräte wurden sofort ausgeschifft, wobei sich herausstellte, daß ein Teil davon schon ganz verdorben war.

Eine Friedenskundgebung. Eine von allen Mitglie­dern der Arbeiterpartei im englischen Unterhaus unterzeichnete Mitteilung ist an die sozialdemokratischen Mitglieder des Deutschen Reichstags geschickt worden, die darin gebeten wer­den, allen BevölkerungSklassen, die sie vertreten, die Versiche­rung der Freundschaft der britischen Arbeiterschaft zu über­mitteln. In der Mitteilung wird ferner erklärt, es sei der Wunsch Englands, daß beide Länder in Frieden miteinander leben und alle Streitigkeiten zwischen ihnen durch ein Schieds­gericht geregelt würden.

Weitere „Politische Rundschau" im zweiten und dritten Blatt.

Hus Ban au Stadt und Eand.

Hana«, 9. Dezember.

* Der Anzeigenteil unserer heutigen Ausgabe bietet einen trefflichen Führer für Weihnachtskäufe aller Art.

* Die Versteuerung der Pacht- und Mietverträge. Bestimmungsgemäß hat im Monat Januar jeden Jahres die Versteuerung der im vorhergegangenen Kalenderjahre in Geltung gewesenen schriftlichen und mündlichen Pacht- und Mietverträge stattzufinden. Diese sind in ein Pacht- und Mikiverzeichnisformular, welches 5 Jahre lang zur Einsicht der Zollbehörde aufzubewahrkn ist, einzutragen. Da die ab­gestempelten Verzeichnisse aber von den Steuerpflichtigen er» fahrungSgemäß leicht verworfen oder verlegt werden, es auch für diese sehr unbequem und zeitraubend ist, sich srdes Jahr ein amtliches Formular zu beschaffen, so sind mit höherer Genehmigung sogenannte „Pacht- und Mietverzeichnisbücher", welche 8 vo> geschriebene Formulare enthalten, von der Firma W. Reimer Nachf. Ernst Kuhn, Berlin, Belle-Alliaucestr. 94, in den Verkehr gebracht worden. Diese Bücher, welche schon seit Jahren in Berlin und Umgegend in Gebrauch sind.

haben sich sehr bewährt, zumal sie neben den Formularen nicht allein ausführliche Erläuterungen zu den stempeltest» lieben Bestimmungen, sondern auch noch kurze und doch er­schöpfende Abhandlungen über das Pacht- und Mietrecht selbst, insbesondere über Pflichten der Vermieter und Mieter, Verpächter und Pächter, Pfandrecht der Vermieter usw. ent­halten und daher auch in dieser Hinsicht jede gewünschte Aus­kunft geben. Der Preis eines solchen Buches beträgt ein­schließlich Porto 55 Pfg. bei vorangegangener. Einsendung des Betrages. Wir machen im Jutereffe unserer Leser auf diese praktische Neuerscheinung aufmerksam.

* Kunstverein. Die am vergangenen Sonntag in del Aulader kgl. Zeichenakademie eröffnete Kunstausstel­lung des Hanauer Kunfivereins ist auch in diesem Jahre ebenso gut beschickt worden, wie in den letzten Jahren. Der Gesamteindruck der Ausstellung ist abermals ein vorzüglicher, dank der Bemühung der Ausstellungsleitung, die wiederum darauf bedacht war, die einzelnen Kunstwerke in möglichst guter Anordnung den Ausstellungsbesuchern zu zeigen. Da wir in einigen Tagen einen größeren Artikel aus sachkundiger Feder über die Ausstellung bringen, io wollen wir heute nur darauf hinweisen, daß auch eine große Zahl Hananer Künstler mit Arbeiten vertreten find, so: Richard E st I e r, welcher uns das interessante künstlerische Ergebnis seiner dies­jährigen italienischen Studienreise in einer großen Zahl von Gemälden zeigt; Prof. Heck mit Skulpturen, zum Teil in Bronze: Hans ReiSner mit verschiedenen Plastiken und Oelgemâlden (Landschaftsmotive aus der Umgegend von Ha­nau); Kock-Honnef mit mehreren Porträts; ferner die Maler Vick, Ewald, Fehlhaber, Hermann, Höfler und Frau Hertel. Von in Hanau geborenen aber nicht hier ansässigen Künstlern seien Franz Stassen- Berlin, Ludwig Koch- München, Hermann Grobe- Düsseldorf und Alexander Hosse- Rothenburg ob der Tauber genannt. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 4 Uhr ununterbrochen geöffnet. Sämtliche ausgestellten Kunstwerke sind, zur leichten Orientierung des Besuchers, mit einem Zettel, auf dem der Künstler und der dargestellte Gegenstand ver­zeichnet sind, versehen. Die zu Weihnachten an alle Mst- glieder des Kunstvercius zur Verteilung gelangenden P r ä- mien blätter — zwei Künstlerlithographien von dem Hanauer Künstler Karl S ch w a b — hängen zur Wahl aus. Der Eintritt für Nichtmitglieder beträgt 50 Pfg.

* Kauft am Platze! Die Mahnung erscheint in ganz besonderem Maße angebracht in der Zeit vor Weihnachten, wo jeder seinen Lieben eine Freude zu machen gedenkt und alle die Wünsche zu erfüllen sucht, welche im Laute des Jahres ihm offen oder heimlich ausgesprochen worden sind. Die Detail- kaufleute unserer Stadt haben — das zeigen bei einem Gang durch die Hauptgeschäftsstraßen in eklatanter Weise die neu­zeitlich ausgebauten und mit reicher Auswahl und vornehmem Geschmack ansgestatteten Schaufenster — sich in anerkennens­wertester Weise bemüht, dem hiesigen Publikum alles das zu bieten, was zur Erfüllung jener Wünsche erforderlich ist, und man darf ohne Uebertreibung heute sagen, daß kaum jemand noch genötigt ist, seinen Bedarf an Weihnachtsgeschenken in Frankfurt zu decken. Man bedenke auch, daß für viele Ge­schäftszweige der Ausfall des Weihnachtsgeschäfts ein wesent­licher Faktor für ihr Gedeihen im ganzen Jahre bedeutet, und mir möchten auch aus diesem Grunde nicht unterlassen, an unsere Leser die Mahnung zu richten: Kauft eure Weihnachtsgeschenke in Hanau !

* Ueber den Marcell Salzer-Abend schreiben die „Hamb. Nachr." (3. 11. 1911): Es gab viele Hörer, denen vor Lachen die hellen Tränen über die Wangen liefen — so herrlich verstand es Marcell Salzer, die Herzen in das Land der Freude hinüberzureißen. — Marcell Salzer wird hier am 13. d. M. sein neues Programm vortragen. Karten in E. M. Albertis Hofbuchhandlung.

* Marianische Jünglingskongregation. Am morgigen Sonntag feiert die Marianische Zünglingskongregation ihr Titularfest. Zu dem Zwecke versammeln sich alle Mitglieder und Ehrenmitglieder vormittags punkt 10 Uhr im Saale des Pfarrhofes, um gemeinsam zum Festgottesdienst um %11 Uhr zu gehen. Während des Feftgottesdienstes ist Eeneralkommunion, zu welcher nochmals alle Mitglieder und Ehrenmitglieder freundlichst eingeladen sind. Nach­mittags %3 Uhr ist feierliche Aufnahme neuer Mitglieder.

* Katholischer Arbeiterverein. Wie schon mitgeteilt worden ist, ist die Generalkommunion des Arbeitervereins vom 17. Dezember auf morgen Sonntag den 10. Dezember verlegt worden. Morgen abend, präzis' «9 Uhr. ist Fami­lienabend mit Vortrag.

Eisenbahnverkehr. Sonntag den 10. Dezember wird der Personenzug 462 um 1 Uhr 45 Min. wie im Sommer, nach Frankfurt-Ost ab Hanau-Ost gefahren.