Einzelbild herunterladen
 

Erstes Blatt.

Hmllmer K Anzeiger

Vezsgsp«!«, WertestThrtich 1.80 ML, «urnatlich 60 Pfg., ffh tu» »Srtts- ettotroenftn mit betn betreff. Postaustchka«. Sie rinadne Stummer kostet 10 Vf«.

«r-tati-nsdruck und Betteg bei Bnchdruckerri bei Kreta. e». Watfenhaufe« in Hanau.

General-Anzeiger „„„ -~_,„

AMcher Grzsi für Stabt- nab faobkrtis ganan. " ^“^ ^"^

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage. verantwort!, vsvaktrnr: 6. Schrecke» ta 0omk

Nr. 276 Hrusprechaieschlitkr Nr. 230.

Die beMgeAmM mUt *t B.HütttielWK^

18 Seiten.

Amtliches.

Landespolizeiliche Anordnung, betreffend die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche im Stadtkreise Hanau.

Meine landespolizeiliche Anordnung vom 7. d. M. — A III. 5437 — betr. die Bekämpfung der im Stadtkreise Hanau aufgetretenen Maul- und Klauenseuche — Amts­blatt Nr. 45, S. 399 — wird hierdurch wie folgt abgeändert:

1. Aus dem Sperrgebiete im § 1 scheidet mit Wirkung oom 24. d. M. aus: der Stadtteil, der durch den Stadt­graben und zwar von der Bleichstraße bis zum Kanalplatz, die Krämerstraße bis zur Steinheimerstraße, letztere bis zur Sternstraße und diese bis zur Bleichstraße gebildet wird und tritt zum Beobachtungsgebiet im § 10.

2. Das Verbot des Verladens von Vieh — § 7 — auf der Bahnstation Hanau-West wird aufgehoben.

Castel den 23. November 1911. A III. 5670

Der Regierungspräsident.

Graf von Bernstorff.

Stadtkreis Ranau.

Bekanntmachung

Nach Erlöschen der Maul- und Klauenseuche unter dem Viehbestände des Landwirts Th. Stettner, Langstr. 85 hier, werden die am 2. d. M. von hier aus angeordneten Maßnahmen, die für den Sperrbezirk, der durch den Stadt­graben und zwar von der Bleichstraße bis zum Kanalplatz, die Krämerstraße bis zur Steinheimerstraße, die Stein­heimerstraße bis zur Sternstraße und letztere bis zur Bleich­straße gebildet wird, getroffen waren, aufgehoben.

Dieser Stadtteil tritt zum Beobachtungsgebiet über, welches nunmehr aus dem ganzen Stadtkreis Hanau ein­schließlich Kestelstadt besteht. Für dieses Beobachtungsgebiet bleiben die Bestimmungen in Nr. 2 der Bekanntmachung vom 2. d. M. — P. 11793 — in Kraft.

Hanau den 25. November 1911. P. 12588

Königliche Polizeidirektion.

Frhr. L a u r.

Stadttheater in Hanau.

„Lustiger Abend". Gastspiel von Hans Fredy.

„Wer Vieles bringt, wird Vielen etwas bringen." Das scheint der Leitsatz der Direktion in diesem Winter zu sein, denn an Abwechslung hat es bis jetzt nicht gefehlt, und inner­halb der weitgesteckten Grenzen der Kunst geberdet sich Thalia, ob in vierspänniger Prunkkarosse oder auf munte­ren Hupfebeinen, recht lebendig. So wurde uns am Don­nerstag abend eine interessante Bekanntschaft vermittelt: Herr Hans Fredy vom ehemaligen Wolzogentheater in Berlin, das zwar als geschlossenes Kunstinstitut längst nicht mehr existiert, aber in vieler Hinsicht anregend und be­fruchtend auf die höhere Podiumkunst gewirkt hat. Den inneren Kontakt mit dem Auditorium zu suchen und festzu­halten, ist das Geheimnis, dem lange nach­gespürt wurde, und das im Laufe der Jahre Mancher mit Glück entdeckte, zum Nutzen seiner Vorträge und zur heilsamen Gymnastik des Zwerch­fells, das in unseren trüben Zeiten oft so grobe Vernach­lässigung erfährt. Auch Herr Fredy verfügt sicher über die Kunst, mit feinem Tastsinn das zu erfühlen, was dem Publikum gefällt, und auch aus der kühlsten Seele ein Stück froher Laune heroorzuzaubern. Schon durch das mit präch- tiger Laune vorgetragene bayerische Liedchen führte sich der Kunstler aufs vorteilhafteste ein, und was dann in bunter c^olge aus seinem reichen Humorschatz noch durch das Haus ichwirrte und flatterte, war alles dazu angetan, die Lach­teufelchen wachzukitzeln, so anspruchslos und wenig neu auch manche Stücke gewesen sein mögen. Einzelne Nummern des niemals mit derben Mitteln oder groben Effekten arbei­tenden Künstlers lösten überlaute Heiterkeit aus und

^m ^" herzlichsten Beifall. Der übrige Teil des Abends wurde mit bekannten Operettenschlagern ausgefüllt wobei die Damen Harves, Brand und Büttner so- wre die Herren Fünfgeld, Haase Wallbrück und Glorgi ihr Bestes taten.

, * Stadttheater« Am heutigen Samstag geht „Poi­nt s ch e W i r t s ch a f t" bei kleinen Preisen in der Original-

Samstag den 25. November

Landkreis Hanau.

An die Herren Bürgermeister des Kreises und an den Herrn Eutsvorsteher in Pulverfabrik.

Da der Sylvestertag in diesem Jahre auf einen Sonntag fällt, können auf Grund ministeriellen Er­lasses die Verkaufsstunden für den Handel mit Back- und Konditorwaren am Nachmittage des 31. Dezember d. Js. bei nachgewiesenem Bedürfnis gemäß § 105e der Gewerbe-Ordnung über die in Ziffer 136 a der Aus­führungsanweisung gesetzten Grenzen vermehrt werden.

Ich ersuche bis zum 1. k. Mts. um Aeußerung ob in ihrer Gemeinde ein Bedürfnis hierfür vorliegt. Die Art des Bedürfnisses ist näher zu begründen.

Fehlanzeige ist nicht erforderlich.

Hanau den 21. November 1911. V 7575

Der Königliche Landrat.

Frhr. L a u r.

An die Herren Bürgermeister des Kreises.

Der Detaillisten-Verband für Hessen und Waldeck hat gebeten, am Sonntag den 31. Dezember d. J. eine Verlänge­rung der Geschäftszeit für den Papierhandel zu gestatten. Gemäß Ziffer 136d der Ausführungsanweisung zur Ge­werbe-Ordnung darf für diesen Handel, wenn einer der drei letzten Tage vor Neujahr auf einen Sonntag fällt, an diesem Sonntage die Beschäftigungszeit auf höchstens 10 Stunden verlängert werden.

Ich ersuche, mir bis zum 1. Dezember d. J. anzugeben, ob in Ihren Gemeinden eine Vermehrung der Verkaufs­stunden für den Papierhandel am 31. Dezember d. J. er­forderlich erscheint.

Fehlanzeige ist nicht erforderlich.

Hanau den 21. November 1911. V. 7743

Der Königliche Landrat.

Frhr. L a u r.

Dienstnachrichten aus dem Kreise.

Infolge Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Köppern und Gonsenheim, Kreis Obertaunus, find von dem Herrn Regierungspräsidenten in Wiesbaden diese Gemein­den als Sperrbezirke und die Gemeinde Dillingen als Be- obachtungsgebiet erklärt worden.

Hanau den 24. November 1911. V. 7828

besetzung in Szene. Morgen, Sonntag nachmittag, kommt bei kleinen Preisen die hier so erfolgreiche Operette „Der R a st e l b i n d e r" und abends Schiller's Drama „W al len« ff e i n s T o d" zur Aufführung. Am Dienstag gastiert im Abonnement B die reizende Margarete Beling- Schäfer als „Oculi" in der Operette „Bruder Straubinger" von Edmund Eysler, dem bekannten, hochtalentierten Wiener Operettenkomponisten. „Bruder Straubinger" erschien zum ersten Male im Jahre 1903 mit ungeheurem Erfolg auf dem Spielplan der Operettenbühnen und enthusiasmierte das Publikum mit seiner köstlichen Hand­lung und den prachtvollen Melodien. Das Werke wurde dann überall gegeben und konnte ein Aufführungsjubiläum nach dem anderen feiern, auch waren die beiden Haupt­partien des „Bruder Straubinger" und der „Oculi" vor­treffliche Aufgaben für die Operettenstars und noch heute spricht man beispielsweise von Girardi's Erfolgen in dieser Operette. Da die Operette für Hanau „Novität" ist, so wird sie zweifellos eine glänzende Aufnahme finden, unter­stützt durch das Gastspiel der in voriger Spielzeit hier so beliebt geworbenen Margarete Beling-Schäfer und durch die Besetzung der Titelpartic mit Herrn Alfred Haas e. Die Vorstellung beginnt um 1/s8 Uhr und ist bei erhöhten Preisen. (Abonn. B.)

* Der Spielplan des Stadttheaters zu Hauau lautet: Sonntag den 26. November, nachmittags ^il Uhr: „Der Rastelbinder". Kleine Preise. Abends ^8 Uhr: „Wallenstein's Tod". Abonnement A. — Montag den 27., abends 8 Uhr: Volksvorstellung für den Volksausschuß: „Charley's Tante". — Dienstag den 28., abends ^8 Uhr: 1. Gastspiel von Margarete BeNng-Schäfer: „Bruder Strau- lnnger". Erhöhte Preise. Abonnement B. — Mittwoch den 29., abends 8 Uhr: „Der Rastelbinder". Außer Abonne- ment. Kleine Preise. — Donnerstag den 30., abends 8 Uhr: „Sappho". Außer Abonnement. Volkstümliche Preise. — Freitag den 1. Dezember, abends ’/a8 Uhr: 2. Gastspiel von Margarete Beling-Schäfer: „Binder Straubinger". Erhöhte Preise. Abonnement A. — Samstag den 2., abends 8 Uhr: „Glaube und Heimat". Außer Abonnement. Kleine Preise. — Sonntag den 3., nachmittags ^ Uhr: „Meyer's"' Kleine Preise. Abends8 Uhr: „Der Probepsell". Abonne­ment B.

FernfprechanschUtst Nr. 230 1911

Infolge Erlöschens der Maul- und Klauenseuche in Nauort im Unterwesterwaldkreise sind von dem Herrn Regierungs- Präsidenten in Wiesbaden die über die Cemeindebezirke Nauort, Stramberg, Caan, Sessenbach, Wirscheid, Alsbach, B itenau, Deesen, Wittgert, Ransbach, Baumbach, Hunds­dorf, Hilgert, Kammerforst, Grenzau, Höhr und Erenzhaufen verhängten Sperrmaßregeln aufgehoben worden.

Hanau den 24. November 1911. V. 7828

Im Schlachthofe zu Frankfurt a. M. ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Hanau den 24. November 1911. V. 7807

Handelsregister.

1. Firma: „Wilhelm Schoder" in Hanau.

Die Firma ist erloschen.

2. Firma: „Heinrich Jost jr." in Hanau.

Die Firma ist erloschen.

Die der Ehefrau des Heinrich Jost erteilte Prokura ist gelöscht.

Einträge des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hanau vom 17. November 1911. 28087

Bekanntmachung.

In Ortenberg und Eckartsborn ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.

Die Orte und Gemarkungen Ortenberg und Eckartsborn scheiden aus dem Beobachtungsgebiet aus und werden als Sperrbezirke erklärt.

Die Orte und Gemarkungen Fauerbach, Schwickarts­hausen, Usenborn und Gelnhaar treten zum Beobachtungs­gebiet.

Für die Sperrbezirke und die Beobachtungsgebiete gelten die Vorschriften der Bekanntmachung vom 5. Oktober d. J„ Amtsverkündigungsblatt Nr. 41.

Die Eroßharzoglichen Büraermeistereien verweisen tob noch besonders auf unser Amtsblatt vom 14. Oktober d. J. betreffend Ein- und Ausfuhr von Schlachtvieh aus Sperr- und Beobachtungsbezirken.

Büdingen den 14. November 1911.

Grotzherzogliches Kreisamt Büdingen.

J. V.: Stumpf.

Gefunden: 1 Zwanzigmarkstück. Abzuholen auf dem Geschäftszimmer der Armenverwaltung.

Hanau den 24. November 1911. 28143

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 Kinderschirm.

Vertauscht am 20. d. Mts. in der Centralhalle

1 Herren-Schirm mit Silberbeschlag.

Zugel au fen: 1 großer weißer Kater mit schwarzem Schwanz und schwarzen Flecken auf dem Rücken.

Entlaufen: 1 schwarzer Dachshund, kleine Rasse, auf den Namen Waldmann hörend.

Hanau den 25. November 1911.

Politische Rundschau.

Krieg zwischen Chile und Peru? An der chilenisch- peruischen Grenze werden gegenwärtig starke Truppenmaffen zusammengezogen. Bor zwei Wochen sandte Chile drei Regimenter Infanterie nach Arica, heute wurde unter dem Jubel der Volksmassen ein Kavallerieregiment eingeschifft, das im Norden bleiben soll. Ein höherer Offizier teilte mit, das Regiment habe Befehl, von Arica aus an die peruisch« Grenze vorzurücken. Nachrichten aus Lima zufolge gingen von dort gleichfalls 3000 Mann peruischer Truppen als Verstärkung an die Grenze. Allerdings erfolgt die langsam« Truppenansammlung an der durch keine Eisenbahn über­querten Grenze unter dem Vorwand von Manövern. Die ganze Lage deutet aber auf den baldigen Ausbruch von Feindseligkeiten hin, die beginnen sollen, sobald die Truppen die pflanzenarmen Salpetergegenden im Norden Aricas über­wunden haben. Die Beziehungen der beiden Republiken sind äußerst gespannt. Der Kurs des chilenischen Papiergeldes ist reißend gefallen. Der Goldaufschlag ist heute in Chile 100 Proz., in Peru 130 Proz. Die Truppen beider Staaten sind gut ausgebildet, die chilenischen von deutschen Instrukteuren. Die an die Grenze gesandten Truppen be­deuten ein äußerst starkes Aufgebot im Verhältnis zur ge- nannten Anzahl der Truppen, das unter europäischen Ver­hältnissen mit mehreren Armeekorps verglichen werden dürfte. In der Flotte herrscht gleichfalls größere Tätigkeit. Ein Teil der chilenischen Flotte ist mit Tegelbefehl nach dem "Norden bereits in See gegangen.