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Erstes Blatt.

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Rotationsdruck »nb Verlag der Buchdruckerei be* verein. ee. Waffenhauses in Hanan.

Gcneral-Allzeiger

AMiltzer Gqm fit Stabt* nah fanöktfis Ssmu.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Die Zerspaltene Petitzeitt oder bete* Raum 20 M im RâmeatrU dio Zeile Ä Pfg.

verantwort!. Rebakteur: S, Schrecker ta Hanan,

^I. 223 F-rrnsprechansÄltifr Nr. 230,

Die SMlgeMMK msilßi cher -.MK-ÄtmOM 14 Seiten.

Amtliches.

Landespolizeiliche Anordnung betreffend

die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche im Landkreise Hanau.

Mit Rücksicht auf den Ausbruch der Maul- und Klauen­seuche in Gronau, Nieder--und Oberdorfelden bestimme ich in Erweiterung meiner landespolizeilichen Anordnung vom 8. Mai b. 3. — A. III. 2152a — Amtsblatt Nr. 19, S. 140/1 — folgendes:

1. Zu dem Sperrbezirk im § 1 treten die Gemeinden Kronau, Niederdorfelden und Oberdorfelden, sowie der Gutsbezirk Eronauerhof.

2. Das Beobachtungsgebiet im § 10 wird auf den Euts- bezirk Dottenfelderhof ausgedehnt. (A. III. 4435a.)

Cassel am 19. September 1911.

Der Regierungspräsident.

I. V.: v. Wussow.

Stadtkreis Hanau.

Arbeitsuchende:

1 Bäcker, 3 Fahrburschen, 4 Hausburschen, 1 Glaser, 1 Küfer, 1 Maurer, 1 Schlaffer, 2 Schreiner, 1 Speng­ler, 8 Taglöhner, 3 Monatsfrauen und 3 Dienst­mädchen, die kochen können.

Offene Stellen. Gesucht werden:

2 Bauschreiner, 1 Badegehilfe, 2 Fahrburschen (stadt­kundig), 2 stadtkundige Hausburschen (16—19 Jahre),

2 landw. Taglöhner, 2 Huf- und Wagenschmiede, 1 Kernmacher, 1 Polsterer und Tapezierer, 1 Silber­former, 1 jüngerer Spengler und Installateur, 4 Spengler auf Fabrik- und Galanteriewaren, 2 Wag­ner, 1 Weißbinder, 8 Dienstmädchen und einige Fabrikarbeiterinnen.

Offene Lehrstellen. Gesucht werden:

2 Bäckerlehrlinge, 1 Schreinerlehrling, 1 Tapezier- und Dekorateurlehrling, 2 Silberschmiede- und For- merlehrlinge, 1 Schlosser- und Schmiedelehrling, 2 Schneiderlehrlinge, 1 Photographenlehrling, 2 Ber- käuferinnen-Lehrmädchen.

Hanau den 23. September 1911. 22717 Städtische Arbeitsoermittelungsstelle.

Dienstnachrichten aus dem Kreise.

In Dietesheim, Kreis Offenbach, ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden.

Hanau den 21. September 1911. V. 6182

In den Gemarkungen Langendiebach und Marköbel ist die Schweineseuche festgestellt worden.

Hanau den 21. September 1911. V. 6246

Handelsregister.

1. Firma: W. Franz in Hanau.

An Stelle des am 12. August 1911 gestorbenen Zimmer­meisters Franz Bernhard Franz ist sein Sohn, Architekt EeorgKonradFranzin Hanau in das Ge­schäft als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. Die Prokura des Zimmermeisters W e n d e l i n F r a n z in Hanau ist erloschen.

2. Firma: Friedr. Feuerstein in Hana«.

Der bisherige Gesellschafter Bijouteriesabrikant Karl Franke in Hanau ist alleiniger Inhaber der Firma. Er führt das Handelsgeschäft als Einzelkaufmann unter der genannten Firma zu Hanau fort.

Die offene Handelsgesellschaft ist aufgelöst.

Die dem Kaufmann Ferdinand Schuhmann in Hanau erteilte Prokura bleibt bestehen.

3. Unter der Firma:

Adolf Hommel u. Co.

ist mit dem Sitze zu Hanau eine offene Handelsgesellschaft errichtet worden, welche am 11. September 1911 be­gonnen hat.

Persönlich haftende Gesellschafter sind:

Chemiker Adolf Hommel in Hanau a. M., In­genieur Wilhelm H o m m e l in Frankfurt a. M.

Kaufmann Max Gösche n in Frankfurt a. M.

4. Firma: Friedrich Läger in Hanau.

Der Ehefrau des Fabrikanten Friedrich Läger, Dora aeb. Kübnel in Hanau ist Prokura erteilt.

Samstag den 23. September

5. Firma: Adolf Hommel jun., Hanau.

Inhaber: Chemiker und Diplom-Ingenieur Adolf Hommel zu Frankfurt a. M.

Die Firma ist erloschen.

6. Unter der Firma:

Philipp H. Köhler

betreibt zu Bruchköbel der in Bruchköbel wohnhafte Kauf/ mann Philipp Köhler III. ein Handelsgeschäft als Einzelkaufmann.

Hanau den 18. September 1911. 22729

Einträge des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hanau zu 1 und 2 vom 18. September 1911, zu 3, 4 und 5 vom 19. September 1911 und zu 6 vom 20. September 1911.

Gefundene rt verlorene Gegenstände 2^

Gefunden: 1 Brief mit folgender Aufschrift: 18 Cou­pons ü 5 Mark = 90 Mark, 2 Wechsel 240 Mark, 2 Tausend­markscheine 2000 Mark.

Verloren: 1 grünes Damenportemonnaie mit 11 Pf. und einigen Visitenkarten.

Zugelaufen: 1 hirschroter Dachshund.

Hanau den 23. September 1911.

PolitiTcbe RundTcbau*

Der erste Wahlaufruf für die bevorstehenden Reichstags­wahlen ist vom Zentralausschuß der vereinigten Jnângs- verbände Deutschlands ausgegangen. Er fordert die Herbei­führung eines gedeihlichen Verhältnisses zwischen Fabrik und Handwerk, stärkere Heranziehung des Handwerks zur Begutachtung von Gesetzentwürfen und als Mitglieder der ersten Kammern, Einrichtung besonderer Handwerks­abteilungen in den Ministerien, Schutz der Arbeitswilligen, aber keine Versicherung der Arbeitslosen, Ausbau der Fach­fortbildungsschulen ohne Religionsunterricht, reichsgesetz­liche Regelung des Verdingungswesens, Bekämpfung des Bauschwindels, sowie der Konkurrenz durch Gefängnisar- beit, Warenhäuser, Konsumvereine, Wanderlager und Leih­häuser, Schutz vor nachteiligen, gewerbepolizeilichen Be­stimmungen, Aufhebung der Bäckerei- und ähnlichen Ver­ordnungen, sowie Förderung aller Mittel zur Beseitigung des Borgunwesens.

Der Hansa-Bund Stuttgart beschloß eine Resolution, worin die Erwartung ausgesprochen wird, daß vom Hansa- Bund nur solche Kandidaten bei der Reichstagswahl unter­stützt werden, die dem Hansa-Bund angehören und in ihrer ganzen Persönlichkeit Gewähr bieten, daß sie die vom Hansa- Bund gestellten Forderungen unentwegt vertreten.

Hus Hanau Stadt und Eand.

Hann«, 23. September.

* 20 Jahre Handelskammer-Präsident. Am heutigen Tage sind 20 Jahre verflossen, seit Herr Kommerzienrat C a n - t h a l den Vorsitz der Handelskammer zu Hanau über­nommen hat. Aus diesm Anlaß findet heute eine Festsitzung der Handelskammer statt, sowie anschließend ein Festessen, im Hotel Adler. Wir werden einen ausführlichen Bericht in den nächsten Tagen bringen.

* Zur Reichstagswahlbewegung. Der Vorstand der kon­servativen Partei im Wahlkreise Hanau-Bockenheim-Geln- Hausen-Orb hat für morgen (Sonntag) nachmittags 4 Uhr eine Versammlung der konservativen Wähler einberufen, die in der Turnhalle (Jahnstraße) in Hanau stattfindet. In dieser Versammlung werden zwei bekannte konservative Ab­geordnete, v. Pappenheim und Hammer, als Redner auftreten.

* Postscheckverkehr. Im Postscheckverkehr ist es bisher als Nachteil empfunden worden, daß bei Zahlungsanweisungen die Bestellgebühr vom Aussteller des Schecks nicht im voraus entrichtet werden konnte. Den auf Einführung eines solchen Verfahrens abzielenden Wünschen hat das Reichspostamt nunmehr entsprochen. Der Scheckaussteller hat auf der Rück­seite des Schecks und zwar am oberen Rande über dem Vordruck „Adreffe für die Postbeförderung" den Vermerk „bestellgeldfrei" niederzuschreiben und bie der Gebühr ent­sprechenden Freimarken rechts neben den Vermerk zu kleben. Bei Sammelschecks ist der Vermerk in der Anlage neben den Beträgen anzugeben, die bestellgeldfrei ausgezahlt werden sollen; die Freimarken sind in diesem Falle so beizufügen, daß sie beim Postscheckamt abgenommen und auf die Zah­lungsanweisung geklebt werden können. Bei Zahlungsan­weisungen für in Bayern oder Württemberg wohnhafte Empfänger ist die Vorausbezahlung des Bestellgeldes nicht zulässig.

Fernsprechanschlutz Nr. 230 1911

* Postscheckverkehr. Die Postscheckämter erledigen die bei ihnen bis 3 Uhr nachmittags vorliegenden Aufträge noch an demselben Tage. Zur Vermeidung von Verzögerungen empfiehlt es sich deshalb für die Kontoinhaber, ihre Ein­richtungen so zu treffen, daß die Ueberweisungen und Scheck« bis zu dieser Schlußzeit bei den Postscheckämtern eingehen. Einer besonderen Behandlung unterliegen die Ueberweisungen auf die Postscheckkonten der Reichsbank, sofern sie beim Post- scheckamte bis zu einer bestimmten, daselbst zu erfahrenden Stunde eingehen und auf der Vorderseite links unten unterhalb des Ortes und der Zeit der Ausstellung den mit roter Tinte geschriebenen Vermerk „Reichsbank" tragen. Ueberweisunge« dieser Art werden der ReichSbank noch am Tage des Ein­gangs unter Uebersendung der Formularabschnitte mitgeteilt.

* Stadttheater. Der Billetvorverkauf für die Eröffnungs­vorstellung „Polnische Wirtschaft", welche morgen Sonntag, abends halb 8 Uhr, stattfindet, hat bereits be­gonnen und es sind zu derselben noch gute Plätze im Par- quet und 1. Rang erhältlich. Der Aufführung der Vaude­ville-Poffe geht ein Prolog voraus, welcher von Frl. Alide Dallin gesprochen wird. Die Saison-Eröffnung im Abonnement ist am Dienstag abend 7 Uhr (Abonn. A.) und bringt nach einer Wiederholung des Prologes durch Frl. Ballin die hiesige Erstaufführung der Tragödie „Judith" von Friedrich Hebbel. In dem Nachlaß des Dichters fand sich über dieses wunderbare Werk eine Erläuterung, welche demselben als Vorwort auch in der Buchausgabe zu Grunde liegt und der wir u. a. folgendes entnehmen: Ich wollte in Bezug auf den zwischen den Geschlechtern anhängigen großen Prozeß den Unterschied zwischen dem echten ur­sprünglichen Handeln und dem bloßen Sich-Selbst-Heraus- fordern in einem Bilde zeichnen, und jene alte Fabel, die ich fast vergeffen hatte und die mir in der Münchener Galerie vor einem Gemälde des Giulio Romano einmal an einem trüben Novembermorgen wieder lebendig wurde, bot sich mir als Anlehnungspuntt dar. Auch reizte mich nebenbei im Holofernes die Darstellung einer jener ungeheuerlichen Individualitäten, die sich mit dem Allfast noch als eins fühlten und jeden ihrer Gedanken ihrem Selbst als Zuwachs vindizierten und alles, was sie ahnten, zu sein glaubten. Diese paar Bemerkungen über das, was ich beabsichttgte, scheinen mir als Fingerzeige nötig und ich will sie deshalb nicht vorenthalten.

* Stadttheater. Die von der Direktton sämtlichen Damen und Herren zu „Polnische Wirtschaft" gelieferten Kostüme sind extra in der Fabrik von Karl Sommer in Hagen neu angefertigt worden.

* Turnverein Keffelstadt (D. T.) Wir machen nochmals auf unser morgen abend in der Turnhalle stattfindendes 51. Stiftungsfest aufmerksam. Siehe unser Inserat.

* Kath. Gesellenverem. Schon jetzt wird darauf auf­merksam gemacht, daß der hiesige kath. Gesellenverein Sonn tag den 8. Oktober, abends, in der „Centralballe* fein diesjähriges Stiftungsfest feiert. Es ist ein schönes, reichhaltiges Programm in Vorbereitung. — Man verlangt überall im Volk und von der Regierung größere Fürsorge für die Heranwachsende Jugend. Der Gesellenverein hat sich schon längst der Handwerkerjugend angenommen. Er bietet den werdenden Gesellen in der Fremde ein Heim, sucht sie durch Aufklärung und Belehrung der hl. Religion und dem Vaterlande zu erhalten und hilft ihnen durch Fortbildung und Weckung der Sparsamkeit den Grundstein ihres späteren Le- bcnsglückes z legen. Möge den strebsamen Gesellen am 8. Oktober ein k Ter Saal beschieden sein.

* Gesellenprüfung für Schreiner und Glaser. Diejenigen Schreiner- und Glaserlehrlinge in Stadt- und Landkreis Hanau, welche ihre Lehrzeit bis zum 1. Januar beendigen und sich der Gesellenprüfung unterziehen sollen, können sich bei dem Vorsitzenden der Prüfungskommission Herrn Konrad Schreiber, Schreinermeister, melden.

* Centraltheater. Der Spielplan, welcher von heute bis inkl. Freitag den 29. September vorgesehen und im Inse­ratenteil der heutigen Nummer veröffentlicht ist, setzt sich aus spannenden Dramen, herrlichen Naturaufnahmen und humoristischen Bildern zusammen. Da außerdem ein vor­zügliches Einlageprogramm zur Unterhaltung des das Theater besuchenden Publikums beitragen wird, kann ein Besuch desselben nur empfohlen werden.

* Hanauer Kriegerverein. Morgen Sonntag, nachmittags 3 Uhr, Scheibenschießen auf Stand 2 der Garnison-Schietz- stünde.

* Gesellenprüfung. Diejenigen Wagn-rl-hrlinge im ®tabt= und Landkreis Hanau, weicht bis zum Herbst d. J. ibre Lehrzeit beendet haben, werden hierdurch aufgefordert, sich bis zum 15. Oktober bei dem Vorsitzenden des Gesellen- Prüfungsausschuffes. Wagnermeister Konrad Dietrick. au melden.