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Merkes 8hrNch 1.80 tot, monatlich BO Psg., fl, an» «artige Wonnenten mit dem betreff. Postaaffchlag. Sie einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des «rein. ev. Watfenhaufe, in Hanau.

General-Aozciger

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Einrstckungsgebsther

Vie Sgefpalten« Petitzetle aber deren RMUU 20 M im Sieklamenteil bk Zelle 45 Pfg.

verantwort!. Redakteur: 6,64wC»b Sauce,

Nr. 168 Ferttsprechai,schließ Nr. 230.

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Amtliches.

Stadt- und Landkreis Hanau.

Wegen Vornahme von Walzarbeiten ist die Kreis- trahe Hanau—Mainflingen zwischen Groß-Steinheim und Klein-Auheim vom 20. d. Mts. ab für den Fuhrwerks­oerkehr bis auf weiteres von dem Großh. Kreisamt Offenbach a. M. gesperrt worden.

Hanau den 20. Juli 1911. V4744

Der Kgl. Landrat und Polizeidirektor.

Frhr. Laur.

Stadtkreis Hanau.

Die Lieferung von 1580 Qmtr. Pflastersteinen rheini­schen Formats aus Hartbasalt, sowie von 15 000 Qmtr. Kleinpflastersteinen aus Granit, Hartbasalt oder Syenit soll unter Zugrundelegung der Bedingungen für die Aus­führung von Arbeiten und die Lieferung von Materialien für die Stadt Hanau öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Rathaus, Zim­mer 22, zur Einsicht aus und können von dort gegen Ein­sendung von 2 Mk. bezogen werden.

Verschlossene mit entsprechender Aufschrift versehene An­gebote sind bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag den 10. August 1911, vormittags 12 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.

Zllschlagsfrist vier Wochen.

Hanau den 19. Juli 1911. 17825

Der Magistrat.

Dr. Eebeschus.

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Großauheim belegenen, im Grundbuche von Großauheim Vd. I Artikel 46 und Band VII Artikel Nr. 390 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- Vermerkes auf den Namen

1. der Ehefrau des Oberverwaltungsschreibers Conrad Weigand, Berta geb. Schrot, in Großauheim,

2. der Ehefrau des Fuhrmanns Jean Reffel, Johanna geb. Schroth, zu Hanau

le zur ideellen Hälfte eingetragenen Grundstücke:

a) von Band I Artikel 46:

Krtbl. B Parzelle 355 Acker im Aueneck = 5 ar 97 qm 0,42 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. Y Parzelle 178 in der Renthswiese = 2 ar 26 qm 0,27 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. U Parzelle 169 Wiese im Hainbach = 1 ar 40 qm 0,22 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. Y Parzelle 167 Wiese an der Renthswiese — 1 ar 30 qm, 0,15 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. B Parzelle 247 Acker im Aueneck —.9 ar 15 qm 0,64 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. A Parzelle 440 Acker in den 6 Gärten = 5 ar 57 qm, 0,98 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. DD Parzelle 758 Acker auf den Ellersrain — 2 ar 85 qm, 0,50 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. T Parzelle 338 Acker in den langen Aeckern — 4 ar 77 qm, 0,15 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. C Parzelle 154 Acker im Nähefahrt — 8 ar 51 qm 1 _ Tlr. Reinertrag,

Krtbl T Parzelle 276 Acker auf dem Schelmsgraben — 3 ar 80 qm, 0,27 Tlr. Reinertrag,

Krtbl 0 Parzelle 554/161 Haaggasse Nr. 23 u. 23a — 2 ar 64 qm, 90 Mark Nutzungswert,

a) Wohnhaus mit Hofraum, Scheuer mit Stall und Wohnraum Nr. 23, c) Schweinestall (A), Brandversicherung Nr. 1121/a

d) Wohnhaus Nr. 23 a

’ =. 210 Mark Nutzungswert,

Krtbl B Parzelle 273 Acker im Auverneck — 12 ar 41 qm, 87 Tlr. Reinertrag,

Krtbl V Parzelle 47 Acker beim Tümpel = 1 ar 30 qm 0 15 Tlr. Reinertrag,

Krtbl CC Parzelle 254 Acker in der Krieshecke — 1 ar 75 qm, 0,21 Tlr. Reinertrag,

Krtb. Q Parzelle 646/393 rc. Weg (*/») am Keipersnickel — 21 qm,

Krtbl U Parzelle 519/376 Wiese im Hainbach = 68 qm 0,05 Tlr, Reinertrag,

Freitag den 21. Juli

Krtbl. U Parzelle 577/259 Wiese in der Hainbach — 31 qm, 0,04 Tlr. Reinertrag,

b) von Band VII Artikel Nr. 390:

Krtbl. Q Parzelle 171 Haaggasse Nr. 29 = 2 ar 40 qm 75 Tlr. Reinertrag,

a) Wohnhaus mit abgesondertem Abtritt und Hofraum,

b) Stall (A),

Krtbl. 8 Parzelle 198 Wiese in den Hergesgarten — 38 qm, 0,09 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. W Parzelle 678 Garten im hintersten Hopfen­garten — 12 qm, 0,03 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. W Parzelle 1916 Garten im mittelsten Hopfen­garten — 0,06 qm, 0,01 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. F Parzelle 317 Acker im Steingerütsch — 5 ar 57 qm, 0,59 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. AA 175 (Parzelle) Acker auf dem Mittelweg 3 ar 94 qm, 0,12 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. W Parzelle 347 Garten im Trappgarten — 20 qm 0,02 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. W Parzelle 1358 Garten vorm Türchen auf dem Herrnrasen — 11 qm, 0,01 Tlr. Reinertrag, Krtbl. X Parzelle 389 Garten im Tümpel — 37 qm 0,04 Tlr. Reinertrag,

am 22. September 1911, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht in der Gastwirtschaft „zum Löwen" in Großauheim versteigert werden.

Hanau den 7. Juli 1911. 17791

Königliches Amtsgericht, Abt. 2.

Gefundene und verlorene Gegenstilnde re.

Gefunden: 1 Schlüsselring mit 5 Schlüsseln, 60 bis 70 Pfd. Blei, 1 Monatskarte für Josef Herden (zur Fahrt Hanau-Ost—Großkrotzenburg). 1 Portemonaie mit 3 Mk. 4 Pfg.; abzuholen bei Belk, Pol.-Sergt., Haupt­straße 6.

Verloren: 1 schwarze Peitsche und eine Wagen­kapsel.

Entlaufen: 1 schwarzer Dobermann-Hund (auf den Namen Prinz hörend), 1 schwarzer Zwerg-Rehpinscher, 1 schwarz und gelber Rehpinscher.

Hanau den 21. Juli 1911.

PolitiTcbe Run dich au.

In der Sitzung der württembergischen Ersten Kammer legte Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg anläßlich der Be- amtenbesoldungsvorlage energisch dagegen Verwahrung ein, daß eine Vorlage von so einschneidender Bedeutung dem Hause in einer Form und zu einem so vorgerückten Zeit­punkt vorgelegt werde, daß dadurch die verfassungsrecht­liche Mitwirkung der Ersten Kammer erheblich beschränkt und den Gegnern die Möglichkeit, abweichende Beschlüsse zu saften, genommen sei. Wenn ein derartig bedeutungs­voller Nachtragsetat kurz vor Schluß der letzten Tagung der Ersten Kammer zur Beratung zugehe, sei eine derartige Nötigung des Hauses unwürdig. Ministerpräsident Dr. v. Weizsäcker betonte in seiner Erwiderung, daß der scharf formulierten Beschwerde des Erbprinzen der Finanzaus­schuß sich nicht angeschloffen habe, daß alle gesetzgebenden Faktoren sich in einer Zwangslage befunden und daß die Einbringung der Vorlage nicht eher erfolgen konnte. Die Vorarbeiten dazu seien bereits im Herbst 1908 von einer besonders eingesetzten Kommission in Angriff genommen. Im übrigen erklärte sich das Haus mit der Besoldungsvor­lage grundsätzlich einverstanden.

Die belgische Kammer nahm das Abkommen des belgi­schen Staates mit der Kaffailgesellschaft mit 75 gegen 51 Stimmen an, wonach der Staat als Aktienteilhaber dieser Kongogesellschaft gegen eine Entschädigung von 11 Millio­nen Francs austritt. — Im Senat verlangten anläßlich der Beratung des Etats des Kriegsministeriums die liberalen Senatoren eine Verstärkung des Heeres zum Schutze der Neutralität. 42 800 Mann seien ungenügend. Wiener er­klärte, es bestehe die Gefahr, daß im Falle eines deutsch- französischen Konfliktes Belgien besetzt würde. -^ie Festun­gen Namur und Lüttich erforderten stärkere Besatzungen. Sclys äußerte, die Bahnlinie Malmedy-Stavelot bedeute eine Gefahr für Belgien. . . , ,,

.Englisches Unterhaus. Sir Edward Grey wiederholte auf Anfragen über die Ernennung Lord Kitcheners die Er­klärung, daß die Ernennung ke-ner er Aenderung der Polr- tik Großbritanniens in Aegypten ern chließe und teilte fer- ner mit. daß die Ernennung nnlitarilchen Charakter trage.

Aernsprechanschlittz Nr. 230 1911

Wedgwood fragte, ob es angesichts der übertriebenen For­derungen Deutschlands an Frankreich nicht gut sein würde, wenn dem Hause Gelegenheit gegeben würde zu einer Dis­kussion über das Budget des Auswärtigen Amtes, damit Grey eine Erklärung abgeben könne. Asguith erwiderte, er halte es nicht für wünschenswert, daß Angelegenheiten dieser Art in Gestalt von Ergänzungsfragen zur Sprache gebracht würden. Auf eine an Grey gerichtete Anfrage, ob er Kenntnis von den Verhandlungen über den Abschluß eines Schiedsgerichtsvertrages zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich habe, und ob Verhandlungen ähn­licher Art zwischen Großbritannien und Frankreich statt­fanden, erwiderte der Minister: Ich kann keine Erklärung abgeben über zwischen anderen Mächten stattfindende Ver­handlungen, an denen wir nicht teilnehmen. Den zweiten Teil der Frage habe ich zu verneinen.

Englisches Oberhaus. Die beunruhigenden Gerüchte, daß die der Vetobill opponierenden Peers so zahlreich erscheinen könnten, um die dritte Lesung zu Fall zu bringen, wenn Lansdowne und seine regelmäßigen Unterstützer sich der Ab­stimmung enthalten sollten, erweckten weitgehendes Jnter- efte und bas Oberhaus war infolgedessen dicht besetzt. Eine ungewöhnlich große Zahl liberaler Peers war anwesend. Viscount Morley betonte bei Beantragung der dritten Le­sung, daß die Bill von Lansdowne und anderen Peers durch Abänderungsanträge umgestaltet sei, die einen tödlichen Schlag gegen das Prestige, die Privilegien und die Autori­tät des Unterhauses führten. Er wünsche, daß die Bill ohne irgend eine soziale Erschütterung durchgeführt werde. (Ge­lächter auf Seiten der Opposition.) Er meine nicht eine oberflächliche, sondern eine wirkliche weitgehende soziale Erschütterung. Morley sagte zum Schluß, diese Bill heute abend anzunehmen und später die Annahme der wirklichen Bill zu gestatten, heißt nicht, dem llnterhause oder der Re­gierung, sondern dem Verdikt und dem Urteil des Landes bei den letzten allgemeinen Wahlen nachzugeben.

Noch ein lleberfall in Deutsch-Afrika. Aus Deutsch- Ostafrika meldet das Kommando der dortigen Schutz­truppe, daß in der Landschaft llrundi Karawanen farbiger Händler ausgeraubt und niedergemacht worden sind. Da auch Polizeipatrouillen beschossen wurden, hat das Kommando dem Residenten von Urundi, Haupt­mann v. Langen-Steinkeller anheimgestellt, mit einer aus der in Usumbura stehenden 9. Kompanie und einem Teil der in Udjidji stehenden 6. Kompanie gebildeten Expedition gegen die Unruhestifter einzuschreiten. Den Vorgängen wird im übrigen an zuständiger Stelle ernstere Bedeutung nicht beigemessen.

Ein Hilferuf Deutscher in Mexiko. Der nationalliberalen Reichstagsfraktion ist am Mittwoch aus Mexiko nachstehen­der telegraphischer Notruf zugegangen: Orizaba 100, 26 Western Union. 25 Familien Fabrica Rio Blanca und St. Rosa Orizaba ersuchen Interpellation Reichstag und um Schutz anläßlich der Hinmetzelung Deutscher in Puebla. Be­vollmächtigter Vertschy in Rio Blanca. — Zur Sache selbst sei bemerkt, daß die in der Spinnerei Covadonga zu Puebla getöteten Deutschen sind: Wilhelm Kuhlmann und Peter Schmitz von der Köln-Deutzer Easmotorenfabrik, Alfred Boer aus Lauban in Schlesien und Gertrud Boer. Gerettet find: Heinrich Weidmann aus Mühlhausen i. Els. mit seiner Frau und seine beiden Kindern, sowie Albert Baumann und Frau, letztere leicht verletzt. Die Täter sollen streikende Arbeiter und träuberische Taglöhner sein. Die mexikanische Regierung hat am 14. Juli Verstärkungen nach Puebla ge­sandt. Auch Madero schickte eine von seinem Bruder be­fehligte Abteilung. Bekanntlich hat sich der deutsche Ge­sandte an Ort und Stelle begeben, um dort Erhebungen an­zustellen. Daß nach Lage der Dinge eine Besprechung der unerhörten Vorkommnisse im Reichstage erfolgen wird, darf ohne weiteres angenommen werden.

Keine Kompensationen für Marokko. In der franzöfi- schen Presse steht man der Kompensationspolitik, die an­geblich die Richtlinie der Verhandlungen zwischen Staats- sekrteär v. Kiderlen-Wächter und Botschafter Cambon bil­det, ablehnend gegenüber. Allerdings, weil man dort anzu­nehmen scheint, daß Deutschlands Forderungen sich nicht ein­mal so weit erstrecken, sondern in den allerbescheidenften Grenzen gehalten sind. Es wird gemeldet: Paris, 20. Juli. In der Pariser Presse herrscht heute eine versöhnliche Stimmung gegenüber Deutschland vor. Man hofft, die Ber- liner Verhandlungen würden zu beiderseitiger Zufrieden« heit enden, weist aber alle angeblichen Forderungen Deutsch­lands betreffs einer Zession des Kongo-Küstenstrichs, di« als deutscher Versuchsballon bezeichnet werden, zurück. Di« Lösung werde für Frankreich weder verhängnisvoll, noch er­niedrigend sein, sondern sich auf die Algeciras-Akte stütze«,