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Erstes Blatt.

Sezugspreksr

MerkeyShrNch 1.80 ML, monatlich 60 Pfg., für aus. zvLrtige Abonnenten mit dem betreff. Postaufichiag. Die einzeln« Nummer kostet 10 Pfg.

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Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des Herein. ev. Waisenhauses in Hanau.

General-Anzeiger

Amtlicher Organ fit Stabb nad Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Conn. und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

TinrNckungsgeLNhr»

Sie Ssefpattene Petitzeile «der bett* Nau« % W» im NeklamruteU die SeOt « Pfg,

Berautwortl. Redakteur: & Schrecke« ta Hanau»

Nr. 75

^ernsptechattschlnfr Nr. 230.

Mittwoch den 29. März

F-rnsprechanschlutz Nr. 230 1911

Die kevtiLeNmNer El Mn -.UMMWM

14 Seiten.

Amtliches.

Enteignung von Grundeigentum.

Zur Feststellung der Entschädigung für das zur Her­stellung des von der Militärverwaltung geplanten Voll- bahnanschlusses Bahnhof Großauheim—Wasserübungs­platz am Main und einer die Wasserübungsplätze am Main und an der Kinzig verbindenden Feldbahn zu enteignende in der Gemeinde Großkrotzenburg belegene, nachstehend bezeichnete Grundeigentum habe ich Termin auf den 7. April 1911, vormittags 9 Uhr, auf dem Bürgermeisteramt zu Großauheim anberaumt.

Alle Beteiligten werden gemäß § 25 des Gesetzes über die Enteignung von Grundeigentum vom 11. Juni 1874 (G.-S. S. 221) aufgefordert, ihre Rechte im Termin wahrzunehmen.

Beim Ausbleiben wird ohne ihr Zutun die Ent­schädigung festgestellt und wegen Auszahlung oder Hinter­legung der Entschädigung verfügt werden.

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Kataster­mäßige Be­zeichnung des Grund­stücks

Eigentümer (Name, Stand und Wohnort)

Da» Grund­stück ist ver­zeichnet im Grundbuch

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(Erben), Mel­chiors Sohn Großauheim

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Otto, Kauf­mann, Hanau (■2. Grün, Fried-

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Bergmann, Großauheim Funk, Iuliu»,

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JohannesSohn, Pulverarbeiter, Großauheim ) Adam, Peter, ? Holchändler, ) Großauheim

7. März 1911.

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223

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Der Enteignungkommissar, von Bergen,

Regierungsrat. 7801

Bekanntmachung.

Auf Grund des ordnungsmäßig fefigefteUten Fluchtlinien, planes für das Gelände nördlich der Frankfurterlandstraße bis zur krummen Kinzig in Hanau soll zur Durchführung der geplanten Landgrafenstraße in der Gemarkung Hanau die dem Kaufmann Iakob Heinrich Günther in Frank­furt a. M. gehörende, unter Kartenblatt H Parzelle 82/86a. bezeichnete 8 ar 99 qm große Fläche enteianet werden.

Von dem Herrn Regierungs-Präsidenten zum Ent- eignungskommifsar ernannt, habe ich zur kommissarischen Ver­handlung mit den Beteiligten zwecks Feststellung der Ent­schädigung für die zu enteignende Grundfläche gemäß § 25 Absatz 1 des Enteignungsgesetzes vom 11. Juni 1874 Termin auf Donnerstag dèn 6. April d. Js., vormittags g1/» Uhr, im Rathause zu Hanau anberaumt.

Zu diesem Termin werden alle Beteiligten gemäß § 25 Absatz 4. a. a. O. mit der Aufforderung geladen, ihre Rechte im Termin wahrzunehmen.

Diese Ladung erfolgt unter der Verwarnung, daß Beim Ausbleiben der Geladenen ohne ihr Zutun die Entschädigung fcstgestellt und wegen Auszahlung oder Hinterlegung der Ent­schädigung verfügt werden wird.

In dem Termin kann jeder an dem zu enteignenden Grundstück Berechtigte erscheinen und sein Interesse an der Feststellung der Entschädigung sowie ihrer Auszahlung und Hinterlegung wahrnehmen.

Auch etwaige Anträge auf vollständige Uebernahme von teilweise in Anspruch genommenen Grundstücken sind von den Beteiligten in dem Termin anzubringen. Später« An­träge dieser Art sind unzulässig.

Ueber den Besitztitel haben sich die B«teiligten in dem Termin auszuweisen.

Cassel den 27. März 1911.

Der Enteignung-kommissar.

Goldsch midt,

7803 Regierungsrat.

Landkreis Hanau.

An die Herren Bürgermeister und Eutsvorsteher des Kreises.

Die Herren Bürgermeister und Eutsvorsteher des Kreises ersuche ich auf Beseitigung der Raupennester in ihren Bezirken hinzuwirken.

Es find nicht allein die Gemeindeobstbaumanlagen zu säubern, sondern es müssest auch die Besitzer der in Gärten und im Felde stehenden ObstbSume angewiesen werden, die Säuberung der Obstbäume und Hecken von den Raupen­nestern vorzunehmrn. Dabei ist den Baumbesttzern bekannt zu geben, daß dec § 368,2 des Strafgesetzbuches jeden, der das gebotene Raupen unterläßt, mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit entsprechender Haft bedroht.

Richt nur die leicht erkennbaren weißen Gespinste der Nestraupe sind mit den Spitzen der Aeste, woran sie kleben, zu entfernen, sondern es find auch, soviel als. möglich, die steinharten Ringelraupen-Eier und die Wulste der Schwanenraupe aufzusuchen. Letztere finden sich am unteren Teil der Stämme, die Ringe der Ringelraupe aber an jungen Schossen, wo nur ein geübtes Auge sie erkennt.

Etwaige Unterlassungen sind polizeilich zu bestrafen.

Zugleich ersuche ich unter Bezugnahme auf meine Be­kanntmachung vom 7. Februar 1908, V. 1027 — abgedruckt in Nr. 36 des „Hanauer Anzeigers" und in Nr. 4 und 5 der Amtlichen Beilage von 1908 — die Baumbesitzer durch ortsübliche Bekanntmachung auf die Vertilgung der Blut­laus wiederholt hinzuweisen.

Schließlich mache ich noch auf die Erledigung meiner Kreisblattverfügung vom 22. Januar 1898, V. 939, Amt­liche Beilage 1908, betreffend Beseitigung absterbender Obstbäume und Aeste, Beschneiden lebendiger Hecken und Bekämpfung der Mistel aufmerksam, binnen 14 Tage« ist mir in dieser Angelegenheit Bericht zu erstatten.

Hanau den 26. März 1911. V. 1833

Der Königl. Landrat.

F r h r. L a u r.

Stadtkreis Hanau. Attsschreiben.

Der am 17. August 1874 in Hanau geborene frühere Feilenhauer, jetzige Taglöhner Franz Heinrich Schmidt und seine Ehefrau Antonie, geb. Spahn, geboren am 12. Ok­tober 1880 in Hanau, haben ihr bjähriges Kind verlassen und entziehen sich der Fürsorge für dasselbe.

Wir ersuchen um Ermittelung und Mitteilung des Aufenthaltsortes der Eheleute.

Hanau den 16. März 1911. 7821

Der Magistrat, Armenamt.

Hild.

Liegen geblieben: In der Aula der Eberhard- schule : 1 Handtasche mit Inhalt. Abzuhoien auf dem GekchäftStimmer der Armenuerwaltuna.

Königliches Hochbauamt Hanau.

Die Geschäftsräume sind nach Sandeldamm Nr. 2, 3. Stock, verlegt. 7715

Becker, Baurat.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über den Nachlaß der ver­storbenen Witwe des Gastwirts Christian Schütz, Elks« geb. Nautenhaus in Hanau ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksich­tigenden Forderungen sowie zur Anhörung der Gläubiger über die Erstattung der Auslagen und die Gewährung einer Vergütung au den Konkursverwalter, der Schluß­termin auf

den 28. April 1911, vormittags 11 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht 5 in Hanau —Marktplatz Nr. 18 — Zimmer Nr. 5 — bestimmt.

Hanau den 21. März 1911. 7743

Königliches Amtsgericht 5.

PolitiTcbe RtmdfcbatL

Das Kaiserpaar ist gestern früh an Bord der .^ohen« zollern" von Venedig nach Korfu abgereist.

Personalien. Blättermeldungen zufolge soll der Ober- präsident der Provinz Sachsen, Hegel, als Nachfolger des Präsidenten des Rechnungshofes des Deutschen Reiches uiür Chefpräsidenten der preußischen Oberrechnungskammer von Magdeburg ausersehen sein. Als künftiger Oberpräsident der Provinz Sachsen wird der Potsdamer Regierungsprâst- dent v. d. Schulenburg genannt.

Für die Landtagsstichwahl in Leipzig-Land haben die Rationalliberalen und die fortschrittliche Dolkspartei Wahl­parolen veröffentlicht. Die Nationalliberalen treten unein­geschränkt für die Wahl des Freikonservativen Feller ein, während die fortschrittliche Volkspartei sich gegen die Wahl Fellers ausspricht und die Stimmabgabe für den Sozial­demokraten freiläßt.

Der Neichstagsabgeordnete Frhr. v. Hertling ist in Ber­lin schwer erkrankt und mit den Sterbesakramenten versehen worden.

Der Reichstag trat gestern in die zweite Lesung des Reichseisenbahnetats ein.

Die Jubiläumsfeier in Italien. König Viktor Emanuel sandte an Kaiser Wilhelm folgendes Antworttelegramm: „Die Glückwünsche, die Du mir in Deinem Ramen und im Namen der Kaiserin mit so großer Herzlichkeit aussprichst, rühren mich tief. Diese Gefühle finben in meinem Herzen und in dem Herzen des italienischen Volkes ihr Echo. Das Bündnis unserer beiden Völker, die durch Bande so auf­richtiger, gegenseitiger Sympathien vereinigt werden, wird immer eine mächtige Garantie für ihren Fortschritt und den der Welt bilden." — Die Antwort an Kaiser Franz Josef lautet: „Ich danke Eurer Majestät sehr lebhaft für die Glückwünsche, die Cure Majestät mir ausgesprochen haben, und teile das Vertrauen Eurer Majestät in die Verwirk­lichung der edlen Rolle des Friedens und Fortschritts, die unseren Völkern zufällt und für die ich sichere Gewähr in der Freundschaft und dem Bündnis finde, die sie einigen. Ich bitte Eure Majestät, meine innigsten Wünsche für Ihr« Person und für das Gedeihen Ihrer Staaten entzgegenzu- nehmen."

In Rom ist die Jubiläumsausstellung für retrospektive Kunst in der Engelsburg eröffnet worden.

An der türkisch-montenegrinischen Grenze ist es zu ernsten Zwischenfällen gekommen; die türkischen Truppen verloren 29 Mann.

Eine neue Krisis in der Duma. Der Reichsratspräsident Akimow erhielt auf seine Bitte ben Abschied. Ebenso it der Marineminister Wojewodsky entlassen worden. Der Duma- präsident Gutschkow legte das Präsidium nieder. Die Siim* mung wird immer kritischer. Die Duma scheint auf ihre Auflösung hinzuarbeiten. — Ueber di« gestrige Sitzung der Duma wird berichtet: Der Vizepräsident Fürst Wolkonsky teilte mit, daß der Präsident der Duma Gutschkow sein Amt niedergelegt habe. Sodann berichtete er über Anträge be­treffend die Abänderung der Tagesordnung. Der Kadett Schiugarew erklärte, die Unterbrechung der Tagesordnung der Neichsdvma sei eine ungesetzliche Handlung der Regie­rung und habe eine Reihe von Frakfionen gezwungen, Interpellationen einzubringen. Die Erledigung der laufen­den Geschäfte sei unmöglich, bevor die Duma nicht über di«