Danauer K Anzeiger
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Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waffenhaufe, in Hanau.
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Amtliches Organ fit Stabb nnb Landkreis Kam.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Conn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Die ögefpalke«« Petitzeile ebet deren NW« W WA du NeklamenteU die Fell« 45 Pfg.
verantwort!. Redakteur: S. Sch,«»«, tu Hanau.
Nr. 67 ^-r«spr-cha»schl«tz Nr. 230. Montag den 20. März
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Fernfprechanschltts; Nr. 230
1911
AneMches.
Der Plan Wer die Herstellung einer unterirdischen Fernsprechlinie in dem Wege von Hanau nach Groß-Steinheim liegt bei den Postämtern in Hanau und Groß-Steinheim vom 20. März ab 4 Wochen aus.
Cassel, 14. März 1911. 6941
Kaiserliche Ober-Postdirektion.
Handelsregister.
1. Firma: Ludwig Neresheimer & Co.
Der Inhaber dieses Handelsgeschäfts, Fabrikant Ludwig Neresheimer in Hanau, ein Einzelkaufmann, ist am 30. November 1910 gestorben. Das Handelsgeschäft wird von seinen Erben
1. der Ehefrau des Kaufmanns August Fischbach, Ida geb. Hahn in Aschaffenburg,
• 2. deren Kinder
a) Liesel Fischbach, .
b) Lotte Fischbach
vertreten durch ihren Pfleger den Kaufmann H e i n - r ich Simon in Aschaffenburg
zu Hanau unter unveränderter Firma in ungeteilter Erbengemeinschaft fortgeführt.
Zur Vertretung und Zeichnung der Firma ist der Testamentsvollstrecker Architekt Heinrich Wolf in Hanau allein berechtigt.
2. Firma: Quarzlampeu-Eesellschaft mit beschrankter Haftung in Hanau.
"m 17. Februar 1911 ist der Ingenieur FritzGrrarn in Hanau zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Derselbe ist befugt, die Gesellschaft in Gemeinschaft mit dem Kaufmann H i p p y l y t- M e l e s in Hanau zu vertreten und in gleicher Weise die Firma zu zeichnen. Hippolyt Meles und Leopold Johann Busse bleiben daneben, wie bisher, zur Vertretung der Gesellschaft und zur Zeichnung der Firma berechtigt.
3. Firma: Eugen Oehler in Großkrotzenburg.
Die Firma ist erloschen.
4. Firma: Aukamm & Unkelbach in Großauheim.
Die Gesellschaft ist aufgelöst.
Die Firma ist erloschen.
Einträge des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hânau zu 1 vom 10. März 1911, zu 2 vom 11. März 1911 und zu 3 und 4 vom 14. März 1911. 6887
Nutzholz-Verkauf.
Königliche Oberförsterei Wolfgang bei Hanau a. M.
Aus den Schutzbezirken Oberrodenbach, Niederrodenbach und Neuwirtshaus soll das nachstehende Nutzholz im Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden.
Eichen: 26 Stämme A 1.—3. Kl. (bis 74 Zmtr. Mitten-
Stadttheater in Hanau.
Wiederholung der Johann Strauß-Operette „Die Fledermaus".
Trotz der „Keuschen Susanne", dem „Musikantenmâdel", der „Försterchristel" und wie alle die ergötzlichen Titel der mannigfachen Neuerscheinungen auf dem ersprießlichen Gebiete unserer modernen Operetlenliterstur heißen mögen, nimmt „Die Fledermaus", unabhängig von ihrem vorgeschrittenen Alter, stets eine allererste Stelle im Reperloir unserer deutschen Bühnen ein, zu deren festen eisernen Bestand sie wohl noch sür lange, unabsehbare Zeitepochen zählen wird. Der wundersame Melodienschatz, die meisterhafte Instrumentierung, die Fülle musikalischer Tonfeinheiten und nicht zum wenigsten die amüsante lustige Handlung ergötzen, bestricken und erfreuen das Ohr des Hörers stets und immer wieder i einer geradezu bezaubernden Art und Weise. Wir haben -ereit« | Gelegenheit genommen anläßlich der diesjährigen 9teuein» studierung dieser Operette auf die Einzelleistungen in unserem I damaligen Referate näher einzugehen, weshalb wir für heute unser spezielles Interesse nur der Neubesetzung der Gesangs- Partie „Adele" durch Frl. Else Brand, welche uns im Laufe der Spielzeit in kleineren Aufgaben schon öfters hübsche Be m-isr ihrer schätzenswerte» gesanglichen Fähigkeit«! abgegeben hat, besonders entgegenbringen. Der jungen Künstlerin ge- lang eS, diese tolle, übermütige, unternehmungslustige Kammer- zoft gesanglich vorzüglich auf die Bühne zu stellen. Acußer- lich unterstützt durch einen Reiz von Anmut und LicbenS- Würdigkeit, verfügt Frl. Brand über eine klare, in allen Tonlagen warme, durchdringende und wohlklingende Stimme. I 6"ht »'an ferner noch die geschulte, treffliche Aussprache der jungen Künstlerin in Betracht, so vereinigt sie in sich alle U löblichen Eigenschaften, die als unumgängliche Grund- Ä Bedingungen für eine erfolgreiche Künstlerlausbahn in Frage tauMiL oorausiUtsM. daL Lrl. Brand durch weiteres küujt-
durchmesser) gleich 38,98 Fstmtr., 264 Stämme B 1.—5. Kl. gleich 161,40 Fstmtr. in 17 Losen,
Hainbuchen: 122 Stämme B 4. und 5. Kl. gleich 19,40 Fest- meter, 12 Nmtr. Nutzscheit 2. Kl. (Rollen 2 Meter lang) in 3 Losen,
Erlen: 1046 Stämme B 4. und 5. Kl. gleich 217,98 Fstmtr., 16 Rmtr. Nutzscheit 2. Kl., 58 Nmtr. Nutzknüppel (Rollen 2 Meter lang) in 6 Losen,
Kiefern: 512 Sägeblöcke 1.—3. Kl. gleich 741,09 Fstmtr. in 34 Losen, 805 Stück Bauholz 1.—4. Kl. gleich 801,64 Fstmtr. in 23 Losen.
Rechnerische Berichtigungen der Maffe bleiben vorbehalten. Die Hölzer sind größtenteils von vorzüglicher Beschaffenheit. Die Angebote sind schriftlich für 1 Festmeter bezw. 1 Raummeter in Zahlen und in Buchstaben ausgedrückt, mit der Erklärung, daß Bieter den im hiesigen Bezirk für öffentliche Holzverkäufe maßgebenden Bedingungen sich unterwerfe, für jedes Los, in gut verschlossenem, mit der Aufschrift „Angebot für Nutzholz in der Oberförsterei Wolfgang" versehenen Umschlag bis zum Donnerstag den 6. April d. Js. abends einzureichen. Die Eröffnung der Gebote erfolgt in Gegenwart etwa erschienener Bieter am Freitag den 7. April er., vormittags 10 Uhr, im Easthause „Zu den 3 Rindern" in Hana« a. M. Aufmaßlisten mit Loseinteilung können bei rechtzeitiger Bestellung gegen Erstattung der festgesetzten Schreibgebühren von dem Förster Schüler in Niederrodenbach bei Hanau bezogen werden. Für die Lose, auf welche der Zuschlag etwa nicht erteilt werden kann, findet im Anschluß an den Submisfionstermin Sffentl. Meistbietende Versteigerung statt.
Näheres durch Forstmeister Fenner zu Forsthaus Wolfgang bei Hanau a. M., Post Niederrodenbach. 6867
M Nil fc^
Königliche Oberförsterei Wolfgang.
Am Dienstag den 28. März d. I., von vormittags 8 Uhr ab, soll in der Gastwirtschaft von Wilhelm Schaaf in Niederrodenbach aus dem Schutzbezirk Niederrodenbach Jagen 49, 50, 55, 61, 67, 68, 69, 77, 78, 88, 97, 98 und 108 nachstehendes Nutz- und Brennholz und zwar:
A. Nutzholz:
Eiche: 19 6t. B 4 = 7,38 im, B 5 21 6t. -----13,58 fm, Nutzscheit 1 im, Nutzknüppel 1 rm,
Buche: B2 2 6L = 3,0 6 fm, B 3 8 St. = 7,02 fm, B 4 20 = 10,91 fm, B 5 1 = 0,53 fm,
Ahorn: B 5 2 6t. = 0,36 fm,
Esche: B 4 2 St. = 1,26 fm, B 5 28 6t. ----- 5,73 fm, Nutzknüppel 5,4 rm,
Hainbuche: B 5 3 6t. = 0,73 fm,
Birke: B4 2 6t. = 1,05 fm, B5 1 6t. = 0,34 fm, Nvtzscheit 3 rm,
Erle: Nutzscheit 2. Kl. 1 rm,
liches Studium und Fleiß in ihrem sichtlich ehrlichen Streben nicht erlahmt.» Ein umfangreiches, geschmackvolles Blumenarrangement überreichte man der Darstellerin am Schluß des zweiten Aktes. Der Verlauf der Gesamtaufführung fand den uneingeschränkten Beifall des gut besuchten Hauses, der sich in starken Beifallsbezeugungen offenbar dokumentierte. L. S.
»Der fidele Bauer".
Operette von Leo Fall.
Daß nach dem letztwinterlichen Erfolge der Operette „Der fidele Bauer" die Neueinreihung derselben in den gegenwärtigen Spielplan gleiche Zugkraft ausüben wurde, war vorauszusehen. Die gestrige Aufführung erbrachte der Direktion auch ein ausverkauftes Haus, den Darstellern reichen Beifall. Somit kamen beide Teile auf ihre Rechnung, das Publikum, das sich an der hübschen Musik, dem Heinerle- duett, dem an Sentimentalität reichen Text, sowie auch an den Zugaben von Unwahrscheinlichkeiten in der Handlung ergötzte, weiter die Direktion, die ihre Mühe belohnt sah. Unseren ersten Kräften bot auch diese Operette reiche Er legenheit, ihr Können zu entfalten, so sind zu nennen die Damen Frl. Harves, Frl. Mia Adam, Frau Lieschen Schneider-Sieg, Frl. Else Brand, Frl. Nathu- sius, die Herren Wiesinger, Schneider, Wallbrück, Grundmann, Hell, Droz-Dupont, C. A. Wagner. Obwohl, namentlich in dem Vorspiel, eine gewisse Unsicherheit sowohl bei den ersten Kräften als auch im Chor zu verzeichnen war, hinterließ die Aufführung doch einen recht gefälligen Eindruck, der sich auch durch starken Beifall kundgab. Das Heinerleduett mußte wiederholt werden. Frl. Mia Adam, die die „Friederike" bargufteUei hatte, würde durch deutlicheres nicht zu überhastetes Sprechen sich den Dank der Verehrer ihrer Kunst erwerben. — Wir zweifeln übrigens nicht, daß die hübsche Operette zum Schluß der Spielzeit noch weitere volle Häuser erzielen wird.
Kiefer: Vaustämme 2. Kl. 5 6t. = 5,87 fm, 3. Kl. 30 St. = 25,67 fm, 4. Kl. 78 St. = 26,83 fm, Fichte: Derbholzstangen 1. Kl. 18 6t., 2. Kl. 30 6t., 3. Kl. 61 St„ Reiserholzstangen 4. Kl. = 0,30 Hdl.
B. Brennholz:
Eiche: Scheit 53 rm, Stammknüppel 11 rm, Astknüppe! 23 rm, Reis. 3. Kl. 6,00 Hdt. Well.,
Rotbuche: Scheit 186 rm, Stammknüppel 129 rm, Reis. 3. Kl. 37,10 Hdt. Well„
Hainbuche: Scheit 8 rm. Reif. 2. Kl. 4^20 56L,
Birke: Ctammknüppel 1 rm,
Erle: Scheit 11 rm, Stammknüppel 103 rm, Reif.
Well. 3. Kl. 7,30 Hdt.,
Kiefer: Scheit 185 rm, Ctammknüppel 4 rm. Ast- knüppel 43 rm, Stockholz L Kl. 150 rn^ 52,60 Hdt. Reis. 3. Kl.
öffentlich meistbietend zum Verkauf ausgeboten werbe».
Der betreffende Förster erteilt Wer das zum Verkauf kommende Holz auf Ansuchen mündlich nähere Auskunft.
Woffgang den 17. März 191L
Königliche Oberförsterei Wolfgang. 6888
Dicnstnichrichteu aus dem Kreise.
In Bad-Nauheim, Kreis Friedksrg, ist die Mauk- und Klauenseuche festgestellt worden. Y, 1583
Hanau den 20. März 1911.
Gefundene und verlorene Gegenstände rc.
Gefunden: 1 gelber Handkoffer.
Verloren: 1 gelbes Damenportemonnaie mit etwas Geld und mit einer Monatsfahrkarte Hanau-West-Franb- furt-Ost, 1 silberne Damenuhr mit silberner Kette, 1 kleines schwarzes Handtäfchcheu mit 5—6 Mark und einem Haus, schlüssel.
Entlaufen:! schwarzer langhaariger Dachshund mA braunen Abzeichen.
Hanau den 20. März 1911.
Aus Ban au Stadt und Eand.
Kanau, 20. Mârz.
* Alpenvercin, Am Dienstag den 21. März, abentq halb 9 Uhr, wird im kleinen Saale der Turnhalle Fräulein Hasenclever einen Dortrag halten, zu dem Gäste will, kommen sind. Einer Prager Zeitung entnehmen mir fol« gende Kritik Wer Frl. Hasenclevers Vortrag: „Bei dem am 14. Februar von der Sektion Prag veranstalteten Vortragsabend erschien eine äußerst sühne Hochtouristin, als erste in der Prager Sektion vortragende Dame auf dem Podium, Nach einigen Worten der Begrüßung hielt Frl. (Eleonore Hasenclever aus Frankfurt a. M den angekündigten Vortrag
* Volkskirchenkonzert des Johanneskirchenchores. Witz schon eine Vornotiz in unserem Blatte besagte, veranstaltet' der Kirchenchor der Johanneskirche nächsten Sonntag de» 26. d. M., abends 7 Uhr, wieder eines feiner beliebte« Volkskirchenkonzerte. Der Verein hat sich bekannt-, lich die Aufgabe gestellt, durch solche Veranstaltungen nicht nur zur Belebung und Hebung des kirchlichen Lebens, sondern auch zur Weckung und Förderung des Sinnes für kir» chenmufikalische Kunst beizutragen. Durch eine Anzahl g e« mischter Chöre, Knabengesänge, Orgelvor« träge, Jnstrumentalsätze, Gemeindege« sänge, die unter sich als leitende Idee den Passtonsgedanken zum Ausdruck bringen, werden die Besucher frag» lichen Konzertes erbaut und erhoben werden. Zur Mitwirkung ist diesmal unsere gesamte geschätztelllanen- k a p e l l e gewonnen worden. Außer der Begleitung einer größeren packenden Passionskantate von E, Röder wird die Kapelle noch mit einigen anderen Vorträge« das Programm bereichern und verschönern. Durch eine kurze Ansprache des Herrn Pfarrers Fuchs wird der Grundgedanke, den das Konzertprogramm in einheitlicher Aufeinanderfolge zum Gegenstand hat, noch einmal festgehalten und dem Hörer nahe gebracht werben. Dee Abendgottesdienst um halb 6 Uhr fällt an diesem Tage aus. Um minderbemittelten Kreisen die kostbaren Schätze unserer Kirchenmusik darzubieten, ist auch diesmal der Eintritt ins Konzert frei. Nur für das ausführliche Programm, das zum Eintritt berech, t i g t, wird 10 Pfg. entrichtet. Non nächsten Donnerstag ab sind Programme im Vorverkauf bei dem ersten Kirche«, diener, Herrn Lehmann, Bangertstraße 1, zu haben. Di« nicht abgegebenen werden am Sonntag abend an den Kirch, türen verkauft. Gewiß wird auch diesmal das Konzert feint alte Anziehungskraft ausüben und eine vollbesetzte Kirch, das Unternehmen lohnen.