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Verantwort!. Redakteur: & Echrecker in Hanar^
^L 60 Bernspt-chanschlilb Nr. 230.
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Samstag den 11. März
Ferusprechaufchlufr Nr. 230
1911
Die bkMMMM nmM *t ü.MerhMzZM
18 Seiten.
Aittkltche .
An Stelle des freiwillig ausscheidenden Ortsschätzers Karl Lucht ist der Architekt Otto Kämpfer hier als Schätzer für Gebäude und Baugrundstücke für den Stadtkreis Hanau heute bestellt und verpflichtet worden.
Hanau den 9. März 1911. P. 2291
Königliche Polizei-Direktion.
J. V.: Karbe.
Handelsregister.
1. Firma: Ed. Eestefeld in Hanau.
Der Kaufmann Hugo Junghenn in Hanau ist aus der Gesellschaft ausgeschieden.
Gleichzeitig ist der Kaufmann Wilhelm Gestefeld in Hanau in die Gesellschaft als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten; die Gesellschaft wird von dem seitherigen weiteren Gesellschafter Etuisfabrikant Eduard E'è st e f e l d und dem Kaufmann Wilhelm G e st e f el d, beide zu Hanau, als offene Handelsgesellschaft unter unveränderter Firma mit dem Sitze zu Hanau fortgeführt.
2. Firma: Carl Weise, Hanauer Zeitung, Vuchdruckerei und Verlag, in Hanau.
Die Firma ist erloschen.
Zu 1 und 2 Einträge des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hanau vom 4.' März 1911. 6135
Zn der Gemarkung Marköbel ist die Tchweinefeuche festgestellt worden.
Hanau den 11. März 1911. V. 1407
Gefundene und verlorene Gegenstände rc-
Gefunden: 1 Mülleimer, 1 gelbe Peitsche auf der Straße Hanau-Dörnigheim, 1 JubilLums-Regattemedaille 1904, 1 kleines Portemonnaie mit 12 Pfg.
Verloren: 1 goldene Brosche in Schirmform mit verschiedenen Steinchen, 1 antimagnetische silberne Herrenuhr, auf dem Rückdeckel die Buchstaben V. P.
Hanau den 11. März 1911.
Hus Hanau Stadt und Eand.
Hanau, 11. März.
* Truppen-Verlegungen. Gemäß Allerh. Bestimmung vom 22. o. M. wird das 10. Lothringische Jnfanterie-Regt. Nr. 174 zum 1. Juli 1911 von Metz nach Forbach verlegt.
* Evangelischer Männerabend. Wir weisen nochmals auf den Vortrag hin, den Dienstag den 14. März Herr Dr. Sendler, Oberlehrer zu Frankfurt a. M., über das Thema „Muß ein Naturforscher Atheist sein?" halten wird. Bei der
4. Kammermusik -Abend der Frankfurter Quartett-Vereinigung.
Am vergangenen Montag abend fand der letzte dieSwinter- liche Kammermusik - Abend der Frankfurter Quartett • Vereinigung, Konzertmeister Hermann Hock, Fritz Dippel, Gotthold Graf, Heinr. A p p u n n , bei gut besetztem Saale in der „Centralhalle" statt. Wir können mit Freuden konstatieren, daß die Kammermusikkonzerte der genannten Vereinigung von Winter zu Winter seitens unseres Konzertpublikums mehr gewürdigt werden und daß das Verständnis für Kammermusik immer weitere Kreise zieht. Es ist unseres Erachtens wohl auch nicht zu verwundern. Werden unS doch in diesen Konzerten Kunstgenüsse geboten, die man mit vollem Rechte an die Spitze aller hiesigen Konzenvcransialtungen stellen kann.
Auch das letzte diesivinterliche Kammermusikkonzert bot uns wieder so viel des S ch ö n e n und E r b a b e n e n , daß es uns schwer fällt zu sagen, was wir an dem meisterhaften Spiele der vier genannten Künstler “ m - m eisten bewundern sollen. Das sorgfältig gewählte Programm verzeichnete uns das Streichquartett Es-dnr op 125 Nr. 1 und Andante con moto ans dem Streichquartett D-moll von Fr. Schubert, Klavierquartett Es-dur von Rheinberger, sowie Lieder von Schubert, Brahms, Wolf und Strauß. Die Ausführung der Streichquartette und des KlnvierqnarlettS, zu welchem der uns wohlbekannte und gern gesehene Pianist, Herr Chr. Gerh. Eckel ans Frankfurt gewonnen war, stand wieder auf der gewöhn- ten Höhe der Meisterschaft.
hohen Wichtigkeit der Erenzregulierung zwischen der Gewinnung einer Weltanschauung, die inner nur auf dem Boden der Religion erwachsen kann, und der Aufstellung eines Weltbildes, wie es die Naturforschung liefert, ist dieser Gegenstand gerade heute von eminenter Bedeutung. Auch Damen sind herzlich willkommen.
* Künstlerfest. Eine große Anzahl von Spenden für die Tombola ist nun bereits bei Herrn Regisseur Schneider, Elockenstraße 31 (nicht 21, wie leider irrtümlich angegeben), eingegangen. Es wäre erfreulich, wenn die Zusendungen von weiteren Spenden noch anwächst, dann wird die Tombola gewiß großen Anklang finden. Herr Direktor Steffter' hat liebenswürdigst ein Heftchen, enthaltend 20 Eintrittskarten zu Abonnementsvorstellungen im Hanauer Stadttheater als Tombolagewinn in Aussicht gestellt. Leider ist er als Mitglied des Bühnenvereins (Verband der Direktoren) nicht in der Lage sich dem Ehrenkomitee anzuschließen, doch unterstützt er den Arbeitsausschuß in entgegenkommendster Weise, und läßt mit Rücksicht auf das Fest am 1. April die Vorstellung im Stadttheater ausfallen. Der Vorverkauf beginnt Samstag den 18. März an der Theater- kasie. Preise der Plätze: 1. Platz 5 Mk., 2. Platz 3 Mk., Nebensaal 2 Mk. Das Programm enthält 1. Gesangliche und deklamatorische Vorträge namhafter Kräfte von ersten, auswärtigen Bühnen, 2. Konzertvorträge eines erstklassigen Orchesters, 3. Spezialitäten-Vorstellung, 4. Künstler-Kabarett, 5. Tombola, 6. Herausgabe einer Festzeitung, 7. diverse Ueberraschungen, 8. Ball. — Näheres wird noch bekannt gegeben. Eintrittskarten sind in Form von Reisepäsien originell ausgeführt und geben einen Vorgeschmack zu der eigenartigen Veranstaltung.
* Die katholischen Männer und Jünglinge, vor allem die Mitglieder der katholischen Vereine von Hanau, Auheim, Steinheim, seien darauf aufmerksam gemacht, daß jeden zweiten Sonntag im Monat, also auch morgen, nachmittags 3 Uhr, in der „S t a d t B r e m e n", Hanau, ein Diskussionsnachmittag über wichtige Fragen abgehalten wird. Jeder Katholik ist herzlich dazu willkommen.
* Das Central-Theater am Paradeplatz ist nun» mehr fertig gestellt und wird heute nachmittag 6 Uhr zur ersten kinematographischen Vorstellung seine Pforten öffnen. Das elegant, bequem und luftig ausgestattete Theater bietet Raum für 250 Personen und entspricht allen Anforderungen, die man in heutiger Zeit an derartige Unternehmungen stellen darf. Daß dem Eröffnungsprogramm große Sorgfalt gewidmet worden ist, darf als selbstverständlich angesehen werden. „Der weißen Sklavin" 2. Teil wird jedenfalls großes Interesse entgegengebracht werden, wie auch dem weiteren als vorzüglich zu bezeichnenden Programm, das im Inseratenteile zur Veröffentlichung gelanat.
* Eautag des Mittelrheingaues des Verbandes der Deut, schen Buchdrucker. Heute und morgen tagt in unseren Mauern die 29. Generalversammlung vorgenannten Gaues, an welcher der Verbandsvorstand Döblin, der Gauvorstand und 59 Delegierte teilnehmen.
In Frl. Elly Berlow aus Köln, di« den gesanglichen Teil vertrat, lernten wir eine Sängerin kennen, die mit ganz außergewöhnlichen stimmlichen wie musikalischen Mitteln ausgerüstet ist. Ihre prächtige Altstimme klingt — besonders in der Höhe — sieghaft und heroisch. Diese Vorzüge kamen ihr bei den Liedern „Gesang Weyla's von Hugo Wolf und „Heimliche Aufforderung" von Rich. Strauß, welch letzteres sie auf stürmisches Verlangen wiederholen mußte, ganz besonders zu statten.
Herr Chr. Gerh. Eckel führte außer deS obenerwähnten Klavierparts noch die Begleitung der Lieder auS und bewährte sich auch hierin wieder als gewandter und feinfühliger Pianist.
Werfen wir noch einmal einen kurzen Blick zurück auf die verflossene Konzertsaison und erinnern uns der genußreichen Stunden, welche uns die Kammermusikkonzerte der Frankfurter Quartett-Vereinigung bereitet haben, so können wir nicht umhin den Veranstaltern von dieser Stelle aus unseren herzlichsten Dank für alles Gebotene auszudrücken mit dem Wunsche und Rufe „a u f W i e d e r s e h e n" im nächsten Jahre!
* „Der Vogelhändler", Karl Zellers wundervolle Operette, fand auch bei der gestrigen Wiederholung im Stadt- theater überaus günstige Aufnahme, wozu noch kommt, daß die Besetzung der Hauptpartien, wie schon bei der ersten Aufführung hervorgehoben werden konnte, die denkbar beste ist.
* Stadttheater. Die heutige Aufführung der preisgekrönten Novität „Glaube und Heimat" von Carl Schönherr ist bei ermäßigten Preisen und beginnt um 8 Uhr. Morgen Sonntag nachmitta» kommt zum letzten Male
* Tonbildtheater, Ecke Bangertstraße. Auch dies, Woche ist ein hochinteressantes Programm vorgesehen. Unter dem Titel „Die weiße Sklavin" (2. Teil) gelangt ein in» teressantes, alle Kreise bewegendes soziales Lebensbild zur Vorführung, dessen Aufführnngsdauer eine Stunde beträgt. Auch die weiteren Nummern gewährleisten Unterhaltung, da nur brillante Sachen vorgeführt werden. Im übrigen verweisen wir auf das Inserat der heutigen Ausgabe unsere- Blattes.
* Kgl. Zeichenakademie. Im Anzeigenteil macht die Direktion die Fristen zur Einreichung von Rechnungen bekannt.
* Garde-Verein Hanau. Zu der am Montag den 13. d. M., abends 9 Uhr, im Vereinslokal „Zum Elefanten" stattfindende Jahreshauptversammlung werden die Mitglieder nochmals hierdurch der überaus wichtigen und reichlichen Tagesordnung wegen um recht zahlreiche und pünktliche Beteiligung ergebenst ersucht.
* Im Main ertrunken. Gestern nachmittag gegen halb 6 Uhr vernahm man in der Nähe der Steinheimer Brücke Hilferufe vom Main und als man näher hinzukam, sah man daß ein Mädchen im Wasser lag und fortgetrieben wurde. In der Nähe der „Mainkette" gelang es, das Kind zu landen, das als das 11jährige Töchterchen des Goldarbeiters Konrad Gerlach, wohnhaft Lothringerstraße, erkannt wurde. Herr Dr. Roth, Mitglieder der Sanitätskolonne, Ruder- lehrer Stocker u. a. bemühten sich um das Kind und machten Wiederbelebungsversuche, die jedoch ohne Erfolg blieben. Wie das Kind in jene Gegend gekommen ist, weiß man nicht, da es doch den Auftrag hatte, in der Mühlstraße die Metall, arbeiterzeitung abzuholen.
* Der Jnseratenandrang in letzter Stunde hat leider eine Beschränkung des Textteiles zur Folge gehabt.
Weitere Berichte „Ans Stadt and Sani” im zweiten Blatt und in der Beilage.
Oeffcntlicher Wetterdienst.
Beobachtungen des Phnsikaki schen Vereins, Frankfurt a. M. Boraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 11. März bis zum nächsten Abend.
Ziemlich heiter und trocken, Nachtfrost, tags warm.
Hohenlohe
Hafermehl
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Krankheit vorzüglich bewährt
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ebenfalls bei ermäßigten Preisen die stimmungsvolle Operette „DasMusikantenmädel" und abends neu ein» studiert das reizende, feine Lustspiel „K r i eg i m Frie» d e n" von E. v. Moser und Fr. v. Schönthan zur Wiedergabe, welches die Hörer vortrefflich amüsieren wird. Neben Herrn Direktor Steffter (Leutnant v. Reif-Reiflingen) werden die Damen Ballin, Gumprecht, Hammer, Arens, Nathu» sius und Schneider-Sieg, sowie die Herren Mothes, Wagner, Kliewer, Hell, Freytag, Reichardt und Grundmann hervortretend beschäftigt sein. — Der Montag bringt eine Vorstellung bei volkstümlichen Preisen und zwar Scribes prachtvolles Lustspiel „Das Glas Wasser" und am Dienstag wird im Abonnement B „Der Vogelhändler" wiederholt. Anläß- lich des 100. Geburtstages Carl Gutzkows am nächsten Freitag (Abonnement A) veranstaltet die Direktion eine erhebende Gedenkfeier für den großen Dichter, welcher bekanntlich ein Mitbürger unserer Stadt und "in Kesselstadt wohn, haft gewesen ist. Der Abend wird durch einen von Frl. Marta Arens gesprochenen Prolog eingeleitet, worauf das Drama „Uriel Acosta", von Herrn Regisseur Mothes sorgfältig neu einstlldiert, in Szene geht. Für die Darstellung der Titelrolle hat die Direktion den Kgl. Schauspieler Herrn Fritz Alberti vom Kgl. Hoftheater in Cassel zu einem Gastspiel gewonnen, wodurch der Vorstellung noch ein besondere« Gepräge gegeben wird. Herr Fritz Alberti, welcher zu den besten Vertretern des Faches der ersten Helden und Liebhaber gezählt werden muß und im vorigen Jahre bei einer Vorstellung im Castelcr Hoftheater von Sr. Majestät dem Kaiser in besonderer Weise ausgezeichnet wurde, ist übrigen» ein Hanauer und ein Sohn des hiesigen Stadtrats Herr« Alberti.