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to. Mir»,___________________________________

Montags von 8.10 — 9 Uhr — 86 Min. , 9 —9.50 „ = 50 „ 10 -10.50 „ 50 „ „ 11.10-12 „ = 50 „

„ 12.10-1 „ = 50 „

Se. 250 Min., zusaiiimeii wöchentlich 1650, oder jährlich 67 650, oder 1880 Minuten weniger wie bisher. Dieser Unterschied ist zum Teil nur scheinbar, denn es fallen nunmehr die Hitz- und eisfreien Nachmittage aus, nimmt man diese jährlich mit etwa 10 zu 20 Stunden = 1000 Minuten an, so bleibt ein Unterschied von 880 Minuten oder nicht ganz 15 Stunden für das Jahr, eine so unbedeuende Zeit, daß daran die Be­hörde kaum die Neueinteilung scheitern lassen dürfte. Nun die Wahlstunden. Englisch läßt sich am Morgen unter­bringen, sehr gut besonders am Montag; da sich an diesen Stunden doch nur gesunde und begabte Schüler beteiligen, fällt die Verlängerung der Unterrichtszeit nicht schwer ins Gewicht, auch hat es der Direktor in der Hand, an diesen Tagen die letzten Stunden mit Singen und Turnen zu be­legen. Das wahlfreie Zeichnen mutz an einem Nachmittage stattfinden, darum kommt man nicht herum.

Ob die Ordnung sich verbessern läßt durch Einführung der sog. Kurzstunde (45 Min.), können nur die Lehrer als berufene Beurteiler der Verkürzung der Unterrichtszeit be­stimmen.

Dringend rate ich den Eltern, unter keinen Umstän­den den Beginn der Schule früher zu legen. %8 Uhr ist das Früheste. Die Kinder müssen ausschlafen. Der stellenweise beliebte 7 Uhr-Beginn ist ein grober Unfug, eine schwere Schädigung der Kinder, namentlich im Sommer, wenn die Kinder naturgemäß etwas später schlafen gehen.

Ausfallen mag die Verkürzung der Pausen. Ich halte die langen Pausen nach jeder Stunde für überflüssig, ja gerade­zu für geeignet, die Kinder zu zerstreuen. Die Pause (10 Min.) zwischen 2. und 3. Stunde denke ich mir als Essens­pause, die nächste (20 Min.) als Spiel-Pause, in der auch die gymnastischen Uebungen gemacht werden.

Grundbedingung ist weiter eine sinngemäße Aufstellung des Stundenplanes, so datz die schweren Fächer zuerst, die leichteren zuletzt kommen, Durchaus unberechtigt ist der alle Zopf, die Neligionsstunde möglichst in die erste Morgen­stunde zu legen. Religion gehört zweifellos zu den leichten Fächern, und damit in die späteren Stunden. Bisher hat es mit den Stundenplänen sehr gehapert. Denn einer zweck- mäßigen Verteilung der Stunden stand eine begründete Rücksicht auf die Lehrer entgegen. Bei der bisherigen Ver­zettelung der Stunden hatten die Lehrer durchaus das Recht, zu verlangen, datz ihre Stunden möglichst zusammengelegt wurden. In Zukunft würde dies abe^c mit einem Schlage sich ändern, denn wenn die Herren nUr am Vormittage im Schulgebäude anwesend zu sein brauchen, wird es ihnen ziemlich egal sein, ob sie einige Hohlstunden haben, unb dem Direktor wird die Aufstellung des Stundenplanes sehr er­leichtert sein.

Sehr wichtig ist, wenigstens für das Gymnasium, die Rücksicht auf die auswärtigen Schüler wegen der Zugver­bindungen. Für den Schulbeginn würde alles beim Alien bleiben mit alleiniger Ausnahme des Frühzuges ab 7.27 Uhr Heldenbergen, an 7.47 Hanau-Nord; eine Früherlegung dieses Zuges ließe sich wohl erreichen. Für die Heimfahrt liegen die Verhältnisse sehr günstig, ab Hanau-Nord 1.20, Hanau-Gelnhausen 1.42 (Eilzug) oder 2.22 Uhr usw. Ledig­lich die Kleinbahn patzt nicht, da die Züge nach Langensel­bold 12.35. und Hüttengesäß 12.30 Uhr gehen. Hier müßten also Verhandlungen eingeleitet und die Verwaltung um Entgegenkommen gebeten werden.

Für die Einheimischen wird der etwas frühere Beginn der Schule wohl in keinem Falle störend sein, wohl aber der Schluß um 1 Uhr, der in manchen Familien das gemein­schaftliche Mittagesien stören würde. Datz damit Unbequem-

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Die Sitte, keinen Zopf mehr zu tragen, hat in Schanghai bereits eine große Anzahl von Anhängern gefunden; Der Hauptfaktor, der die Einführung der europäischen Haar­tracht erleichtert, ist der lästige Umstand, datz jeder bezopfte Chinese, mindestens jeden zweiten Tag zum Barbier gehen muß, was ihn monatlich etwa einen Dollar kostet; die Zopf- losigkeit erspart ihm den größten Teil des Geldes. Aeltere Leute werden sich freilich wohl nie dazu verstehen, ihren Stolz, den geliebten langen schwarzen Zopf, auszugeben, und so wird wohl die Zopflosigkeit in China erst dann voll­kommen sein, wenn die jetzige Generation ausgestorben ist. In Schanghai trägt gegenwärtig ein Prozent der Bevölke­rung keinen Zopf mehr, die chinesische Kleidung hingegen wird beibehalten.

„Bis ins dritte und vierte Glied". Im „Neurologischen Zentralblatt" (1910 Nr. 14, Leipzig, Veit u. Co.) hat Dr. Mar Sichel, Assistenzarzt an der Städtischen Irrenanstalt zu Frankfurt a. M., die Ergebnisse einer Untersuchung ver­öffentlicht, die sich auf 308 in die genannte Anstalt in den Jahren 1907/08 aufgenommene alkoholbelastete Personen bezog. Von ganz besonderem Interesie sind dabei die An­gaben, die sich auf die Nachkommenschaft der aus Trinker- familien stammenden Kranken, also die Enkelkinder der dem Trunk ergebenen Individuen beziehen. Da sie sich im großen ganzen auf die Mitteilungen der behandelten Kran­ken selbst bezw. ihrer Angehörigen stützen, bleiben sie hinter der Wirklichkeit jedenfalls noch zurück. Vor allem fällt der große Prozentsatz der Ehen, die unfruchtbar blieben, auf: bei 130 verheirateten Kranken waren 22 Ehen ohne jeg lichen Nachwuchs (auch keine Mißfälle, keine Totgeburten). Von 10 Ehen ließ sich über die Nachkommenschaft nichts Sicheres ermitteln, sodaß das nachfolgende Ergebnis sich lediglich auf die Nachkommenschaft von 98 Familien er­streckt. Während 205 Kinder aus diesen als'gesund bezeich­net wurden und bei 118 hinsichtlich ihrer Gesundheitsver- Hältnisse nichts Näheres bekannt geworden ist, wurden 52

Wrefta*

lichkeiten verknüpft sind, namentlich für die Hausfrau, ist selbstredend, aber ich muß den Eltern doch raten, dieser Störung des Wirtschaftsbetriebes die unendlichen Vorteile gegenüberzustellen, die sich für die körperliche, und bis zu einem gewissen Grade auch geistige Entwicklung unserer Jungens aus der Neuordnung ergeben würden. Auf der Ge­sundheit unserer Söhne ruht unsere Zukunft: sie ist ein Opfer in der Bequemlichkeit des Haushaltes wohl wert.

Ich bin gern bereit, Zuschriften entgegenzunehmen, sie zu sichten und darüber zu berichten, damit sich ein gemein­schaftlicher Schritt bei den Schulbehörden gegebenenfalls erreichen läßt.

Dr. med. W. Ambrosius.

* Mitteldeutsche Creditbank. In der gestrigen ordent­lichen Generalven'anmilung der Mitteldeutschen Kreditbank wurden sämtliche Anträge der Verwaltung genehmigt. Es wurde die Verteilung einer Dividende von 6^3 Prozent und die vom Vorstand mit der andauernden Ausdehnung des laufenden Geschäfte? begründende Erhöhung des Aktien­kapitals um 6 Millionen Mark auf 60 Millionen Mark beschlossen. Die neuen Aktien werden an ein unter Führung der Deutschen Bank stehendes Konsortium zu 114 Prozent begeben mit der Verpflichtung der Anbietung an die alten Aktionäre zu 116'/, Prozent. Die ausscheidenden Mit­glieder des AufsichIsrats wurden wiedergewâhlt. Neu ge­wählt wurden in den Aufsichtsrat die Herren Carl E. Klotz in Frankfurt a. M., Arthur Francke in Firma Dav. Francke Söhne in Berlin, Admiral F. v. Krumme j auf Rehdorf in der Neumark, Kommerzienrat Dr. Carl ! G a l d s ch in i d t in F rma Th. Goldschmidt in Essen-Ruhr.

* Wohltätigkeitskonzert. Zu dem am 14. März er. zum Besten des Vaterländischen Fra neuner eins stattfindenden Konzert sind von heute ab auch Karten in den beiden Hofbuchhandlungen zu haben.

* Turn- und Fechtklub. Heute abend findet nach der Turnstunde der monatliche Rereinsabend in der Brauerei Kaiser statt. Bericht über den Stand unseres Turnhallen- baues. Die Mitglieder werden um zahlreiches Erscheinen gebeten.

Vereins- und Vergnügungsnachrichten für RieihM Den 10, März.

KmiMndustrie-Verein: Abends 7V< Ubr i 7, Vortrag in der Aula der kgl. Akademie.

^v. Männer- u. ''-"mqltrt^onehi: Unterhaltung ((Vn. Vercinshans),

Tnrnaememde: Von 7—9 ybr ■ Uebangssriele der Spielabteilung.

Tinw u. iWitflub: Abends 6—7'/, Uhr: Turnen der Dmnenabtrilimg; 8—9 Uz Uhr: Fechten.

Turnverein Hanan, gegr. 186Gt Abend? 6 Uhr: Turnstunde.

Turnverein Keffâb«: Abend? 9—10 USt: Turnen der Ingendabteilmig.

Erster Athleten»Verein: Abends non 9—11 Uhr: Uebungsstunde im Vereinslokale (Restauration Sandbofs.

Humoristischer Milmveiein „Oiermtmia' : Von 9—11 Uhr: NebUngsstund« i'Nestanration „Sanbljof'Y

Transites. Verein Hanau: Vereinsabend int „Sarisberg".

Verein f. Homöopath!« u. Natnrhellknnde: Vortragsabend (Stadt Bremen.) Arster Hanauer Kettnerverein: Vereinsabend in der „Harmonie".

Ärfter Hanauer Kellueibuud 1905: Bereinsabend im „Elephanten".

Sütb „Amicitia": Bereinsabend im Gastbans „zürn (riephanterr". Sänger-Dunrtett: Vereinsabend in der Brauerei Orschlerr

Klub „Schlaraffia": Bereinsabend in der „Allemania".

Klub „graternitas": Klubabend in den „3 Schwanen".

Verein der Badener: Vereinsabend im „Ciscnbahnqärtchen".

Kegelklub „Neuntöter": Kegelabend int .Eleianten".

Kegelllnb „Zappen": Kegelabend in der Turnhalle.

Katholischer Geselleuverein: Bereinsabend im „BraustÜhT". Frxitazs-Gesellichaft Carlsberg: Restaurant „Carlsberg". Gesellschaft „Scharfes Eck": Bereinsabend.

Hanauer Schübennerein (e. V.): 9 Uhr: Schienen bei Fr. Stettner.

1. Theatralische Verbindung a. M.: Vereinsabend im „gotd. Schwan", Vorstadt 24.

Zchbaltklub „Viktoria' : VereinSabend im „galdnen Rad".

Bicpcle-Klnb 1896: Klubabend im „Kaiser Friedrich".

Slammtischgeseilschast „Lustige 13net": „Zum Hopfengarten"»Kesselstadt. Mertes'scher Steuogravben-Verem: FortdilvungsfursuS „M Sonne". Stenoaraahen'Verem Babelsberger (Lokal • , Concordia", Eingang Parade» plap, 1 Tr. hoch): Abends von 8—9 Uhr: 1. Aniäugerkursus, (Zimmer 1s, 2. Anfängerkursus (Zimmer 2); 9—10: Zimmer 1

nicht ausgetragen, 20 kamen tot zur Welt, 75 starben kurze Zeit nach der Geburt, 21 an Krämpfen, 32 an Infektions­krankheiten, Störungen der Verdauungsorgane usw. - also im ganzen 200 Individuen, die vor, bei oder kurz nach der Geburt zu Grunde gingen. Unter den Ueberlebenden traten bei einem nicht geringen Prozentsatz frühzeitig Erkrank­ungen des Nervensystems, Krämpfe, Schwachsinn, Hysterie usw. in Erscheinung. „Wir gehen wohl nicht fehl in der Annahme," bemerkt Dr. Sichel, „daß gerade über diesen Punkt unsere Tabelle nicht den wirklichen Sachverhalt wie­dergibt, datz die Zahl der an Krankheiten des Zentral­nervensystems leidenden Jugendlichen sich bei weitem höher stellt, als dies in unserer tabellarischen Uebersicht zum Aus­druck kommt. Don einigen wurde berichtet, daß sie bereits Bekanntschaft mit einer Erziehungsanstalt gemacht haben; andere hatten das Elternhaus in jungen Jahren verlaffen und waren verschollen." Dr. S. fügt noch verschiedenes bei, was die geistige und sittliche Entartung des Nachwuchses der Trinkerfamilien in betrübendfter Weise veranschaulicht.

Albumblätter.

Dem dunkeln Schoß der ^eiFgen Erde Vertrauen wir der Hände Tat,

Und hofft, daß sic erkennen werde Zum Segen nach des Himmel» Rat.

Noch köstlicheren Samen bergen Wir trauernd in der Erde Sckoß, Und hoffen, daß er aus den Särgen Erblühen soll zu schönerm Los. Schiller.

*

Was gern der Greis aus guter alter Seit erzählt, WaS von der Zukunft sich der Jüngling träumt, Knüpft Hoffnung in den schönsten Kranz zusammen, Und hält versprechend ihn ob jenem Ziel Das deinen Tagen aufgeftetfet ist Goethe.

FürlbildungstuNus für Taweu uno Heiken i >0 8.), Zimmer 9 Uebunflästunbe für Damen und Herren (über 146 T.).

«ttnogrphen . Gelkllschast „Gabelsberger" . (Vereinslokal: „R<H«««*i bandetdamm") - Abends von 8—9 Uhr: Uns ënger«Uw erriet, w 9—10 Uhr: Prakliker-Abteilung.

Geielkl all „Lustige Brüder": Klubabend bei Heinrich Vowinkel,

verfteigerungs- x. Kalender

fir Samstag den 11. März.

lueebote Mr. Lieferung von 4'200 Kubikmeter Brton-KieS und SAKi Kubikmeter Sand für die 'Pfeiler ret Main rücke der Strecke Rrantftt* Süd—Hraukp rt-Ost Mb bis vormittags 11 Uhr an die Könial Eile», bahn - Bauabletlung 3 in Frankfurt a. M. emzureichen (s. Rr. 49 „Ha», Anz.').

Standesamt der Stadt Hanau.

Verzeichnis

der in der Zeit vom 2. bis einschl 9. März vorgekommenen

Aufgebote.

Am 3 März. Max Ernst Karl Enders, Glasblâs« dahier, mit Marie Emilie Müller in Großbreitenback». 3. Siegfried Stern, Kaufmann in Frankfurt a. M., mit Maria Adler daselbst, 3. Daniel Wilhelm Schmidt, Maurer in Windecken mit Wilhelmine Schmidt dahier.' 6. Jo­hanne? Holzmann, Flößer in Unterrodach, mit Katharina Reif-Beck da'elbst. 3. August Klotzki, Zuschneiderin Frankfurt a. M., mit Eva Margareta Opvermann da­tier. 7. Nikolaus Menge, Postillon dahier, mit Josepha Agnes Feldmann in Frankfurt a. M. 7. Johann Anto« Baumann, Schneider in Aschaffenburg, mit Anna Kanpy daselbst. 7. Peter Stroesau, Maschinenschlosser dahier, mit Lina Armbrüster in Düdelsheim. 8. Oskar MaroiH geprüfter Rechtspraktikant, Dr. jur. in München, mit Jenny Marie Jeannette Roth dahier. 8. Georg Robert Ernst Günther, Sergeant dahier,k^nit Martha Ida D e g k» r in Springberg. 9. Robert Emil Steinwalker, FabrE» arbeitet dahier, mit Maria Margareta Ritter dahier.. 9, Karl Friedrich Ohl, Juwelier dahier, mit Anna Johatma Stabiler in Frankfurt a. M.

Eheschließung««»

Am 4. März. Otto Jaeger, Kunstgärtner dahier, mtt Margarete Kleinke in Großauheim. 4. Christoph Hor» mann, Fabrikarbeiter dahier, mit Elisabetha Best dahier. 4. Joseph Kirst, Schlosser dahier, mit Martha B örner^ dahier. 4. Heinrich Ihl, Fabrikarbeiter dahier, mit Mar­garete Hock dahier. 4. Heinrich Bierwirth, Friseur dahier, mit Charlotte Meißner dahier. 4. Bernhard Grommig, Silberschmied dahier, mit Wilhelmine Decker dahier. 4. Max Jung, Glasbläser bahr«, auf Magdaler« Störmer dahier.

Koburte«.

Am 26. Februar, Anna Franziska, T des Schaffner- Leonhard Vollmar. 26. Herta Emilie Mathilde, T. des Reserve-LokomativführerS Johann Jung. 28. Eva Elisa­beth, T. des Fahrburschen Eduard Burghard. 1. März. Friedrich Johannes Gotthold, S. deS Handelsschullehrer» Walter Heyner. 1. Kurt Karl Herbert, S. de? Ingenieur- Wilhelm Karl Martin Jung in Reckum. 2. Ungen.S.de- BürgermeisterS Karl Hild. 2. Bruno Adalbert, S. des ■ Architekten Heinrich Schmidt. 5. Irmgard Klara, T. M Juwelenfaffers Hermann Liese. 6. Kurt Theodor, S. de» Kontoristen Theod. Brühl. 6. Louise, T. des Schneiders Wil­helm Paul. 6. Eugen August Gottfried, S. de? Spenglers Jo­hann Weitz. 7, Gertrud Louise, S. des Waffenmeister- Gustav Nicolai.

Tsbesfä«-.

Am 1. März. Elisabeth, T. deS Zeichensehrers Kark Wankel dahier, alt 2t I. 2. Helene Elisabeth, T. deS Dureaudieners Heinrich Clar dahier, alt 10 J. 2. Mari« Elise Reinhardt, Privatlere dahier, alt 86 J. 2. Da­niel Seubert, Fabrikarbeiter von Fechenheim, alt 41 J. 3. Ehefrau deS Fabrikarbeiter? Konrad Ehresmann V in Schlierbach, Elisabeth geb. Weber, alt 33 I. 5. Theodor Hammerschmidt, Privatmann dahier, alt 74 J. 5. Ehefrau des Weißbinder? Franz Michael Albert in Groß, krotzenburg, Sophie geb. Schack, alt 60 J. 6. Friedrich Bauer, Landwirt in Ravolzhausen, alt 70 I. 5. Ehefrau des Fuhrmanns Adam Heizenröder in Büdesheim, Marie Margarete geb. Klehm, alt 22 J. 7. Georg August Schuh, Metzgermeister dahier, alt 36 I, 7. Ko» rab Kaspar, S. deS Schuhmachermeister? Karl Simo» dahier, alt 19 J. 7. Witwe Katharine Mertz geb. Bierling dahier, alt 90 J. 8. Peter Rößler, Geschäftsreisender dahier, alt 43 J. 9. Ehefrait des Goldarbeiters1 Otto Neuber dahier, Elisabeth geb. Schäker, alt 31 I. 9. Andreas Friedrich, S. des Fabrikarbeiter» Adam Mand°l dahier, alt 1 I 10 M.

GericbtsTaaL

Schwurgericht Hanau.

Sitzung vom 9. März 1911.

Als Geschworene wurden ausgelost: Muche, Rentmeister, Ramholz; Schwarz, Gustav, Königl. Domänenpächter, Kin° zigheimerhof; Schultheis, Ad., Rentner, Fulda; Fischer, Iah„ Landwirr, Marköbel; Grau, Adolf, Kaufmann, Fulda; Gut­mann, Heinrich, Bauer und Dreschmaschinenbesitzer, Som­born; Hassenkamp, Eg. Chr., Privatier, Eichen; Pctcler, Ignaz, Schlaffer meister, Hanau; Deines, Friedrich, Fabri­kant, Hanau; Müller, Philipp, Holzhändler, Hanau; K«d! jun., Karl, Zigarrenfabrikant, Hanau; Schlitzer, Verrchal-^ Rentner, Hainzell.

Notzucht.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde heute gegen den 2t Jahre alten Dienstknecht Emil Jäger von Gruben bei Hünfeld verhandelt, der in der Nacht vom 1. zum 2. Januar d. I. die 24jährige Dienstmagd Auguste Jah« auf dem Heimwege von einem Tanzvergnügen vergewaltigt hatte. Der Angeklagte wurde unter Zubilligung mildern­der Umstände zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Vertreter der Anklage war Herr Affeffor K ü t h r. des A» geklagten verteidigte Herr Justizrat Leroi.