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General-Anzeiger
Änliches Organ für Statt« und FanLKreis Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Die SgefpaTfene Petitzeile oder deren Raum 20 P^ tm ReNamentel! die Zeile 45 Pfg.
Verantwort!. Redakteur: G. Schrecker in Han«d
I. 304 »«SHS SS
ftmif|»red)<iiifdHub Nr. 330.
ToiiiicrStlig Den 29. Dczciiibcr
Feritsprechanschltts; Nr. 230
1910
Amtliches.
ht Bezug auf die Allerhöchste Verordnung vom 5. De- er d. I., durch welche die beiden Häuser des Landtages Monarchie auf den 10. Januar 1911 in die Haupt- und >! enzftadt Berlin Zusammenberufen sind, mache ich hier- befannt, daß die Eröffnung des Landtags an diesem mittags 12 Uhr im Weißen Saale des hiesigen König- i Schlosies erfolgen wird.
uvor wird Gottesdienst um 11 Uhr im Dom für die peitschen und um 11% Uhr in der St. Hedwigskirche für ittholischen Mitglieder stattfinden. Am 9. Januar 1911 n Stunden von 9 Uhr früh bis 8 Uhr abends und am anuar 1911 in den Morgenstunden von 9 Uhr früh ab en im Bureau des Herrenhauses, Leipzigerstraße Nr. 3, im Bureau des Hauses der Abgeordneten, Prinz Al- ! tstraße Nr. 5/6, die Ausweiskarten für die Eröffnungs- !g ausgegeben und alle sonst erforderlichen Mitteilungen i,ug auf diese gemacht werden.
ierlin am 14. Dezember 1910.
Der Minister des Innern. 1.2735 v. Dallwitz. V. 7355
Landkreis Hanau.
►uf Grund des § 18 des Gesetzes vom 12. März 1881 beend die Ausführung' des Gesetzes über die Abwehr und rdrückung von Viehseuchen, sind für das Kalenderjahr als Schiedsmänner zur Schätzung des gemeinen Wertes in Seuchen gefallenen Tiere für den Landkreis Hanau Herren:
1. Bürgermeister Baumann, Bruchköbel,
2. Landwirt Philipp Biehmann, Niederissigheim, -
3. Landwirt und Metzger Johann Friedrich Süds Hardt III., Langendiebach,
4. Bürgermeister Lind, Oberissigheim ergewählt bezw. gewählt worden.
»anau den 28. Dezember 1910. V. 7407
Der Königliche Landrat. F r h r. L a u r.
Bekanntmachung.
Oie Angebote auf die Grasnutzungen an den Landwegen -trahenmeisteraufsichtsbezirke I und III (Straßenmeister erwein und Becker), welche an den Ende November und rng Dezember d. J. abgehaltenen Verpachtungstagen ab- ben worden sind, haben nicht angenommen werden len, sodaß der Kreisausschutz den Zuschlag nicht erteilt
5s werden im Frühjahr 1911 neue Verpachtungstage — für den Stratzenmeisteraufsichtsbezirk II (Straßen
Kunst und Leben.
strinz Heinrich als Kritiker der Kritik. In Kiel besteht, dem „Berl. Tagebl." geschrieben wird, seit geraumer eine starke Opposition der bürgerlichen Kreise gegen die tische Theaterkommission, die scharf kritisiert wird, da Die Fortführung des Stadttheaters in städtischer Regie ebt, während der überwiegende Teil der Bürgerschaft Rücksicht auf die finanziellen Schwierigkeiten eine Ver- tung verlangt, weil dadurch der städtische Zuschuß von 0000 Akk. jährlich auf 50 000 Mk. herabgesetzt werden re. Die bürgerliche Presie tritt einmütig für die Verjüng ein, weil der Pächter durch seine Persönlichkeit iähr für künstlerische Leistungen biete. Ueber die Einzel- en dieses Streites zwischen Presie und Theaterkom- ion scheint Prinz Heinrich, der dem Kieler Stadttheater n verschiedentlich sein Interesse bezeigte, etwas einseitig irmiert worden zu sein, denn bei der Erstaufführung i Hermann Vahrs „Kinder" ließ er einen Kieler Kritiker sich bitten, um ihm Vorhaltungen über seine angeblich lwollende Beurteilung der Leistungen des Theaters zu chen. Die beiden führenden Zeitungen Kiels haben mit Mg auf diesen Vorfall jede Beeinflussung ihrer Kritik schieden zurückgewiesen.
Zur Beilegung des Profesiorenstreits. Der Anschlag ’ schwarzen Brett der Universität Berlin über die Vei- img des Prosessorenstreitcs ist gestern vormittag ange- agen worden. Er hat folgenden Wortlaut: Nachdem von mir im Einvernehmen mit den Herren Ordinarien Staatswissenschalien zur Prüfung der zwischen ihnen vebenden Streitigkeiten eingesetzte Kommission ihr gütliches Urteil abgegeben hat, haben die Parteien Er- nngen ausgetauscht, nach welchen Herr Prof. Dr. Bernhard Grund der ihm gewordenen Informationen anerkennt, i seine älteren Fachaenossen ibn in feiner Lehrtätigkeit nicht
meister Lißmann) — stattfinden, deren Bekanntgabe in ortsüblicher Weise erfolgen wird.
Die Herren Bürgermeister, in deren Gemeinden die Grasverpachtungstermine abgehalten worden sind, wollen diese Bekanntmachung noch besonders zur Kenntnis der Ortseinwohner bringen.
Hanau den 28. Dezember 1910. A. 5283
Der Königliche Landrat.
Frhr. Laur.
Ablösung der Neujahrsgratulationen.
In die Listen zur Ablösung der Neujahrsgratulationen zum Vesten der von der Stadt und dem hiesigen evangelischen Waisenhaus unterhaltenen armen Pflege- und Waisenkinder haben sich bis heute eingetragen:
Beck, Wilhelm, Hotelbesitzer. — Glasen, Arthur, Armen- verwalter. — Donner, Albert, Direktor. — Ewald, Karl, Waisenhausverwalter. — Clinder, Jean, Metzgermeister und Familie. — Hemer, August, Lokomotivführer. — Hild, Karl, Bürgermeister. — Klingelhöffer, Georg Emil, Oberlehrer. — König, Karl, Stadtrat. — Königsberger, Edgar und Familie. — Metzler, Wilhelm, Kaufmann. — Molter, Rudolf, Kaufmann. — Pannot, Lina Wwe., Rentnerin. — Schäfer, Julius, Kaufmann. — Schatt, Louis, Fabrikant. —' Schatt, Otto, Fabrikant. — Cchaurer, Gustav und Familie. — Schmidt, Ferdinand, Cigarren-Erossist. — Siebert, Wilhelm, Fabrikant. — Trebbien, Friedrich, Fabrikant. — Waßmuth, Franz, Rentner.
Hanau den 28. Dezember 1910.
Der Magistrat, Armenamt. Die Waisenhausvcrwaltung. Hild. Ewald.
Gcsiliidciic und ucilorciit ßkiKUlliuibc ?c.
Gefunden: 1 Halstuch, 1 Sack Kohlen, 1 Rucksack mit Schulbüchern, 1 kleines Portemonnaie (Inhalt: drei österreichische Kronenstücke, zwei 20 Hellerstücke, ein 10 Hellerstück, ein 2 Hellerstück und ein Amulett), 4 einzelne Schlüssel.
Liegen- bezw. S t e h e n g e b l i e b e n bei M. L. Verlizheimer u. Söhne: 1 schwarzer Echulterkragen und 1 Damenschirm mit dunkelblauen Streifen.
Verloren: 1 silbernes Handtäschchen mit weißem Taschentuch (gez., L. S.), 1 Kriegervereinsabzeichen, 1 brauner Schweif von einem Damenpelz, 1 Paket (enthaltend eine Damenuhr mit Kette, drei Damenhemden, Stoff für ein Hauskleid und ein Damentäschchen), 1 Briefumschlag mit etwa 30 Neujahrskarten, 2 Geburtstags- karten und 1 Katalog für Singer Nähmaschinen.
Hanau den 29. Dezember 1910.
haben ungebührlich beschränken wollen, und die auf Grund dieses Irrtums ausgesprochenen Beschuldigungen, sowie die im Kolleg von ihm getanen Aeußerungen, soweit sie Vorwürfe gegen seine Fachgenossen enthalten, zurücknimmt, auch ve>sichert, daß er den in der Presse erschienenen ehrverletzenden Angriffen gegen seine Fachgenossen fernsteht; während die Herren Exzellenz Wagner, Exzellenz v. Schmöller und Professor gering die in ihrem Schreiben vom 23. Juli d. Js. gegen Herrn Professor Bernhard erhobenen Be- leidignngen zurücknehmen und versichern, daß sie etwaigen in der Presse gegen Herrn Bernhard erschienenen ehrverletzenden Angriffen fernstehen. Beide Pai leien haben versichert, daß eS siè in keinem Stadium der Angelegenheit um grundsätzliche Gegensätze wissenschaftlicher, wirtschafts- oder sozialpolitischer Art gehandelt habe. Hiernach erachte ich den Streitfall für abgeschlossen. Berlin, 28. Dezember. Der Rektor: gez. Rubner.
Die alte Tatsache, daß das deutsche Volk tm Durchschnitt dem französischen an Körpergröße etwas voraus ist, wird auch durch die Zusammenstellung über die Körpergröße der Soldaten beider Völker bestätigt. Zu Grunde gelegt wurden die Maße von 300 000 Rekruten im Jahre 1908. In Deutschland waren 11 Prozent sämtlicher Mannschaften über 175 Zentimeter groß. Dieselbe Größe erreichten in Frankreich nur 6,2 Prozent. Ueber 170 Zentimeter waren in Deutschland 24,60 Proz. sämtlicher Mannschaften groß, in Frankreich dagegen 23,7 Prozent. Die Körpergröße von 165 bis 170 Zentimeter wiesen in Deutschland 35,2 Prozent auf, in Frankreich 32 Prozent. Der Rest war unter 1,65 Meter. Von den einzelnen deutschen Ländern liefern Oldenburg und Braunschweig die größten Soldaten mit 169,84 Zentimeter' Der Durchschnitt der preußischen Provinzen bleibt mit Ausnahme von Posen rund 169 Zentimeter, in Posen dagegen fällt die Durchschnittsgröße auf rund ! 167 Zentimeter und in Schlesien auf 166,75 Zentimeter.
Politische Rundschau.
Zur Neichstagsersatzwahl im Wahlkreise Allenstein- Rössel, dessen Vertreter, Erzpriester Hirschberg (Zentrum), kürzlich gestorben ist, sind von der Zentrumspartei als Kandidaten vorgeschlagen worden Landgerichtsrat Austen, Pfarrer Krix und Rittergutsbesitzer Orlowski.
In Dresdener Kreisen verlautet, daß der Minister des königlichen Hauses, von Metzsch, infolge der durch ihn veranlaßten Veröffentlichung der Erklärung im „Dresdener Journal" über die Angelegenheit des Prinzen Max von seinem Amte zurücktreten werde.
Der Vatikan beschloß die Unterdrückung der Zeitschrift „Roma 6 Foriente" wegen der Veröffentlichung des Artikels des Prinzen Max von Sachsen durch diese Zeitschrift.
Die Vorbereitung für den nächstjährigen Katholikentag, Zur Eröffnung der Arbeiten des Lokalkomitees für den nächstjährigen Katholikentag, der bekanntlich in Mainz stattfindet, wurde am Mittwoch unter der Assistenz des Bischofs im Dom zu Mainz ein feierliches Hochamt abgehalten. Darauf begab sich der Vorstand unter Führung des Landtagsabgeordneten Justizrat Schmitt in das bischöfliche Palais, wo der Bischof den Herren den Segen erteilte.
In Palästina ist es neuerdings wieder zwischen aufständischen Drusen und türkischen Truppen zu blutigen Kämpfen gekommen.
Vom Aufstand auf Ponape. Ueber die Lage in Ponape sind bisher weitere Meldungen nicht eingetroffen, da die Berichterstattung auf ein einziges Kabel angewiesen ist. Ein Grund zu Befürchtungen wegen des Lebens oder des Eigentums auf Ponape wohnenden Weißen ist aber jedenfalls nicht vorhanden. Außer der etwa 200 Mann betragenden Polizeitruppe ist wahrscheinlich auch bereits der „Planet" zur Stelle. Für den ermordeten Regierungsrat Boeder hat der Oberarzt Girschner, der schon viele Jahre in dem dortigen Sutzgebiet ist, die Verwaltung übernommen. Der stellvertretende Gouverneur von Deutsch-Neu-Euinea, Regierungsrat Oßwaldt wird in den nächsten Tagen in Ponape erwartet. Auch von amtlicher Stelle werden beruhigende Mitteilungen gemacht, wenn auch vorläufig von einer völligen Dämpfung des Aufstandes noch nicht die Rede sein kann: Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Bei der Wiedergabe des amtlichen Telegramms betreffend den Aufstand in Ponape ist ein Mißverständnis insofern unterlaufen, als gesagt wurde, es herrsche übrigens in Ponape Ruhe, während es richtig heißt, es herrscht in dem übrigen Ponape Ruhe. Den Namen Dschokadsch oder Jokoi führt eine kleine, Ponape nördlich vorgelagerte Insel, auf der die Mordtat passiert ist, sowie die südlich anschließende Landschaft auf der Hauptinsel Ponape selbst. Nach einem Telegramm ist anzunehmen,
Die Durchschnittsgröße der aus Bayern stammenden Soldaten beträgt gleicherweise wie die der schlesischen 166,75 Zentimeter.
Spmchccke dcs Mizcineincil Dciitschcn SprachvcrclnS.
Zweigvereln Hanau.
Schneeschuh, Ski oder Schi?
„Da streiten sich die Leut' herum" — ob eS richtiger fei, Ski ober Schi, Skier oder Schier zu schreiben! In der Zeitschrift des Deutschen Ski-Verbandes „Der Winter" wird dem Wort „Schier" nachgerühmt, daß es „eine korrekte norwegische „Pluralform" sei! Man sollte aber im deutschen Sprachgebiet deutsch sprechen vom S ch n è e s ch u h , in der Mehrzahl von den S ch u e e s ch u h e u, vom Schnee- s ch n h l a u f, von S ch u e e s ch u h v e r e i n e n usw., ganz ähnlich wie man vom Schlittschuh und vom Schlittschuhlauf spricht. Wenn man sich erinnert, wie die deutsche Jugend beim Fußballspiel mit englischen Brocken um sich wirst, whb man gerne zugeben, daß cs nicht wünschenswert ist, wenn die Schneeschuhläufer mm in einer weiteren fremden Zunge, nämlich norwegisch reden. Das beste Beispiel, wie wir el in Deutschland halten sollen, hat uns Nansen gegeben, der sein berühmtes Werk in der Uebersetzung für die Deutschen „A ii f Schneeschuhen durch Grönland" genannt hat. Der Schneeschnhlauf soll und wird sich, namemlid) im deutschen Mittelgebirge, immer mehr auch bei dem einfachen Manne einbürgern; warum ihn also nicht mit dein deutschen Namen nennen, den jedermann versteht und jedermann richtig ausspricht, was von dem norwegischen Wort Ski nicht gesagt werden kann? Gerne ruft man da und dort krästig „Ski Heil", aber das immer mehr um sich greifende Ski-Kauderwelsch vom Skiern, vom Starten, vom Slalom- (—Dogen-) Fahren, von den Junioren und den Senioren uim. wird