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^ - - . - . ___ _ unter. Das Fieber hat zwar etwas nochoe'affev, abT im Übrigen steht eS um ihn nickt sehr gut. Oft verlangt Tolstoi Iro^ deS Fiebers, daß ihm Dorndefen wird. Namentlich bett Sntmh der Zeitung will er wissen, doch werden alle auf ihn bezüglichen Stellen ausgelassen. Im Sjaummrianb, der mochte trotz der Scklaflosigkeit herrscht, verlangt Tolstoi noch seiner Frau. Als er wieder wach war, beschwur er alle Anwesenden, seinen Aufenthalt nicht zu verraten.
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Hus aller Mell.
Selbstmord eines Offiziers. Major v. Carngp- Ouernheimb, Bataillons-Kommandeur imThorner Infanterie- regiment v. Borcke Nr. 21, hat sich nachts in seiner Wohnung erschaffen. Man fand ihn morgens, auf einem Stuhle fitzend, den Revolver in der Hand, entseelt vor. Der Grund zum Selbstmord dürfte in mißlichen finanziellen Verhältnissen zn suchen sein.
Zwei Opfer einer leichtsinnigen Wette. Nach den „Leip;. Neuesten Nachr." hat in Werdau ein junger Kaufmann, der kurz vor seiner Hochzeit staub, auf Grund einer Wette um einen Korb Champagner ein Stück Seife kufgegeffen. Er gewann die Wette und starb nach ärztlichem Ausspruch infolge von Herzschwäche nach Verätzung der Mund- und Magenschleimhäute. Als der Verlierer der Wette sah, was er angerichtet hatte, tötete er sich durch einen Nevolverschuß.
Vermächtnis. Der verstorbene Rentier Hübner hat der Stadt Dessau 200 000 Mark zur Errichtung von Häusern für arme alte Einwohner vermacht.
Hinrichtung. Gestern früh 7 Uhr ist im Hofe des Landgerichts Leipzig der Raubmörder Karl Koppius durch den Landesscharfrichter Brand hingerichtet worden.
Zehn Jahre Zuchthaus für einen entmenschten Vater. Das Schwurgericht in Schweidnitz verurteilte den 34jähr. Spinnereiarbeiter Wilhelm Klein aus Freiburg, der, wie seinerzeit berichtet, sein fünfjähriges Töchterchen durch Schläge mit einer Kohlenschaufel und einen Messerstich in den Unterleib schwer verletzt hatte, zu zehn Jahren Zuchthaus.
Die Cholera in Konstantinopel greift immer noch weiter um sich. Gestern sind dort 40 Cholerafälle vorgekommen. Fast alle Brunnen sind infiziert. In Dolmabaqtsche starben in der Stadtpräfektur und im Polizeipräsidium mehrere Personen an der Cholera.
Grohfeuer in einem Frauenkloster. Wie ein Telegramm aus Witebsk meldet, ist im Jefrossimowschen Frauenkloster in Polozk ein Holzgebäude, in dem 60 Nonnen wohnten, niedergebrannt. Drei Nonnen werden vermißt.
Das Schwurgericht in Plauen verurteilte den Weber
èamsta«
Robert Gerbeth. der im August d. J. in Untertriebel bei Oelsniß seine 72 Jahre alte Stiefmutter durch Veilbi"be getötet hatte, zu 14 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust.
Eine Baronin von ihrem Bräutigam vergiftet. In her Wohnung des 35jährigen Hauptmanns Meymer in der Rue de Rome in Paris wurde der Leichnam der jungen Baronin Ollivier d'Ambrecourt mit deutlichen Zeichen der Vergiftung aufgesunden. Einem Polizeikommissar war bekannt geworden, daß es sich um ein Verbrechen handelt. Er hatte einen mit der Unterschrift des Kapitäns Meynier versehenen Brief erhalten, der lautete: „DieBaronin warmeine Braut, ich habe sie aus Rache vergiftet " Die Ermordete war die geschiedene Gattin eines Barons Ollivier und hat ein Töchterchen von 12 Jahren, daß nach einem Prozeß mit ihrem Gatten ihrer Obhut anoertraut wurde. Sie wollte sich in kurzer Zeit mit dem Hauptmann Meywer w'ederver- heiraten. Nun scheint es, daß dieser Kapitän Meynier in den letzten Tagen Briefschaften aufgefunden hat, die ihn überzeugt haben, daß seine Braut mit einem anderen Verehrer Beziehungen unterhielt. Bis zum Abend ist die Polizei noch immer auf der Suche nach dem Kapitän Meynier, der flüchtig ist. Aus den Briefen scheint hervorzugehen, daß er einen Selbstmord begehen wolle. Er war häufig Fieber- münden ausgesetzt, hatte auch früher als Kapitän in der Kolonialarmee schwer unter Tropenfieber zu leiden gehabt und mußte deshalb vorzeitig seinen Abschied nehmen. Seither lebte er von seiner Pension und glaubte, durch die Heirat mit der wohlhabenden Baronin, die eine ansehnliche Pension bezog, ein besseres Leben führen zu können. Seine Braut besuchte ihn täglich in seiner Wohnung, wo sich heute die Tragödie abspielte. Man fand auf dem Tisch eine Flasche Vichywasser, in dem das Gist enthalten war. Der Leichnam war völlig entkleidet und weist Brandwunden an den Lippen auf.
Die ^hirmfhtt an der adriatischen Küste.
Wien, 18. Novbr. An der ganzen Küste Istriens richteten der Sturm und die Siurinfliiten große Verwüstungen an. Nicht eine einzige Küstenstadt blieb verschont. Alle hatten das Meer in den Straßen. Die Salinen von Capodistria haben den größten Schaden erlitten. Der innere Teil von Pirano stand vollständig unter Wasser. In No- vigno war der Bahnhof dem Anprall der Smrmflut ausge- setzt. Es verkehrten keine Züge. In Monfalcone wurden Fischerhütten weggerissen. Die Bewohner konnten mir schwer gerettet werden. In den Küstenstädlen stand das Wasser 24 Stunden lang F/a Meter hoch.
Schiffsnachrichten.
(Mitgeteilt vom Vertreter des Norddeutschen Lloyd in Bremen, M. Schuster, Fahrstraße Nr. 1.)
Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Noon" ist am 16. November wohlbehalten in New-Bork ongekommen.
1». Wet>em»ef
GericbtsTaal.
M.»Gladbach, 18. Nov. Die Strastommer verhandelt» gestern und heute gegen den Kaufmann Karl Adolf Suhr- mann, der unter der Anklage stand, durch eine Reihe von Betrugs- und 11nterfchlnnuhg§fä[Ien eine Anzahl Firmen mw über 200 000 Mk. geschädigt zu haben. Clihrmann betrieb hier eine Eisengießerei, die im Mai 1909 in Konkurs geriet. Wie der Konkursverwalter aussagte, beliefen sich die Schulden auf 290 000 Mk., während in bar nur 2 Mk. vorhanden waren und außerdem etwa für 6000 Mk. Waren. DaS Konkursverfahren ist dann mangels einer Masse eingestellt worden. Die Verhandlungen ergaben, daß bei der Firma eine ganz außergewöhnliche „Pnmpw'rEchasl", wie der Staatsanwalt es nannte, vorlag. Einige Betrugställe mußten jedoch ausgeschieden werden, da sie nicht bewiesen werden konnten. Heute abend verurteilte die Strafkammer nach Vernehmung von 34 Zeugen und mehreren Sachverständigen den Ange» sagten zu 18 Monaten Gefängnis, und weil ehrlose Gesinnung vorlag, zu fünf Jahren Ehrverlust. Suhrmann wurde sofort verhaftet.
Kandel, Gewerbe und Verkehr.
Berlin, 17. Nov. Weizen Dez. 203.—, Mai 204 —, Juli -.-. Roggen Dez 149 75. Mai 156.75, Juli —.—, Hafer Dez. 147.—, Mai 155.25, Mois Dez. —.—, Mai —.— Rüböl Nov. —.—, Dez. 57.10, Mai 56 30. We iaenmehl 24 25 bis 27.50. Noggenmehl 18.80 bis 21.-.
Hamburg, 18 Novbr. Kaffee good average Santo? Dez. 53 7«, März 53'/«. Mai 53- Sep'br. 52«/. Pfg. Rohzucker Novbr. 9.05—, Dez. 9127», Jan.-März 9.2771, Mai 9.527s, August 9 727», Oktbr -Dez. 9.65-, Amerik. Baumwolle Dez. 747«, März 747« Br.
Mannheim, 18. Nov. Weizen Saronia 78/79 Ko.,alter Mk. 154-, neuer 76/77 Ko. 149-. Nika 9 p. 30 Mk. 149—, Mka 10 v. Mk. 153 —. Rumänischer 77/78 Ko. Mk. 151—, 79/80 Ko. Mk. 154—. Laplata Noobr.-Abl. Bah.-Banka 77'/, Ko. Mk. 153- Ned. Winter II Mk. 157-. Kansas H Mk. -.-. Nuss. Roggen 9 v. 10/15 Ko. Mk. 103-. Mais Laplata Non.-Dez. Abl. Mk. 95'/,.
Buvapeft, 18. Nov. WeizenApril 10.95. Roggen April 7.90. Hafer April 8.28. Mais Mai 5.63. Raps Aug. -.—.
Paris, 19. Novbr. Roggen Nov. 17.25, Dezbr. 17.25, Jan.-April 17 25, März-Juni 18.—. Weizen Nov. 28.— Dezbr. 27.95, Januar-April 28.—, März-Juni 28.—. M e h l Nov. 38 45, Dezbr. 37 80, Januar-Avril 37.35, März-Juni 37.20. N ü b ö I Noo. 627«, Dezbr. 63—, Januar-April 63»/., Mai-August 65—, Spiritus Noo. 447«, Dezbr. 457», Jan.-April 47'/«, Mai-August 49—. Zucker, Rohzucker 88% loco 267«, Zucker Nov. 307«, Dezbr. 307«, Januar- April 307«, März-Juni 317«, Leinöl Novbr. 112’/*, Mai- Aug. 86-. Talg 92.—.
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