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Die Sgespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfg,

Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.

AMlilhes GrgN für Mt- nun FasLKrtis f ana

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

im Neklamenteil di« Zeile 45 Pfg.

Verantwort!. Redakteur: E. Schrecker m Hanau.

Nr. 256

Ferttfprecharrschlusr Nr. 230.

Dicnstag neu 1. November K-»»sp»«cha,>schl«b Nr. »so. 1910 «^«»^^«»^»g!g«g>«"y««R^ .............Mr...... II. in

Amtliches.

Entsprechend der von dem Königlichen Statistischen Landesamt ausgegangenen Anregung bestimme ich hier­durch, daß die Schreibweise der Orts- und Verwaltungsbe­zirksnamen mit einem unterscheidenden Vorsatzworte wie Alt, Neu, Groß, Klein, Bergisch, Deutsch usw. sofern sie nicht jetzt schon in einem Worte geschrieben werden ohne Bindestrich, dagegen solche, die sich aus zwei oder mehreren Stammnamen zusammensetzen, wie Schleswig-Holstein oder Beskow-Storkow, bezw. Saarbrücken-Malstatt-Burbach, Unkel-Scheuren, Kreises Neuwied, Murowana-Eoslin, Kreises Obornik usw. mit einem Bindestrich als die amt­liche richtige festgesetzt wird.

Berlin am 6. Oktober 1910. I a. 1508 Der Minister des Innern.

Z. V.: Holtz.

Wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht. (A IV 4549).

Cassel am 15. Oktober 1910.

Der Regierungspräsident.

I. D.: Rietz von Scheurnschloh.

Eandkreis Ranau.

Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher ersuche ich um Einsendung des in meiner Verfügung vom 31. Mai 1910 A 2682 geforderten Nachtrags-Verzeichnisses jum Verzeichnis der im R.-J. 1910 veranlagten Hunde­steuern.

Hairaü den 29. Oktober 1910. A 4800 Der König!. Landrat.

' I. V.: Dr. v. Waldow.

Bekanntmachung.

Nach Beschluß des Landesausschufies vom 21. September b. Is. soll für das Jahr 1911 die Erhebung einer dreifachen I Viehseuchen-Abgabe für Rindvieh 15 Pfg. für jedes Stück stattfinden. Von der Erhebung einer Abgabe für Pferde, Fohlen, Esel usw. ist mit Rücksicht auf die Höhe des Reserve­fonds in diesem Abschnitt Abstand genommen worden. Zur Feststellung der Abgaben, sowie zu statistischen Zwecken ist eine Zählung des Viehstandes erforderlich und es wird eine solche am 2. November d. Is. bewirkt werden.

Das Verzeichnis über den Viehbestand ist zur Einsicht der Beteiligten vom 7. bis einschl. 21. November d. Is. im Stadtsekretariat, Rathaus, Zimmer Nr. 12, aufgelegt. An­träge auf Berichtigung sind bis zum 19. November d. Is. bei der unterzeichneten Behörde, etwaige Reklamationen gegen deren Entscheidungen bis einschl. 29. November d. Is.

Kunst und Heben.

3. Wissenschaftliche Sitzung der Senckenbergischen Natur­forschenden Gesellschaft.

Frankfurt a. M., 29. Oktober 1910.

Vorsitzender: Sanitätsrat Dr. E. Roediger. Professor Dr. O. zur Strassen spricht über:

Die Tierwelt der Meeresoberfläche".

Die hohe Anpassungsfähigkeit der Tiere an die Ge­fahren und Vorteile ihrer Umgebung tritt bei der Be­trachtung einfacher und übersichtlicher Lebensbedingungen, wie sie besonders die Oberfläche des Meeres darbietet, in helles Licht. Das Leben in der oberen Schicht des Meeres ist aus verschiedenen Gründen gefährlicher als das in der Tiefe. Das eindringende Tageslicht macht die Geschöpfe für räuberische Feinde sichtbar; ganz oben sind sie den An- grttien der Möven und Sturmvögel preisgegeben; zartere Wesen werden vom Wellenschlag mit Zerstörung bedroht; verdirbt das Seewasser; im tropischen Ozean wird die Hitze gefährlich. Andererseits aber bietet die obere Wasserschicht ihren Bewohnern einen außerordent­lichen ^wrteil dar: da die niedere Pflanzenwelt des Ozeans zum l eben des Lichtes bedarf, also auf die Schicht von ^^ Metern Höhe angewiesen ist, in die das Sonnenlicht elndringt, so muß auch für die Tiere, die sich direkt oder inbnett von Pflanzen nähren, der Aufenthalt in der Oberslachenschicht nützlich sein. In der Tat staut sich dl!- Tierwelt des Meeres in der lichterfüllten Wasserschicht.

" drohenden Gefahren hat sie sich nach Möglichkeit angepaßt Vor allem sind die Tiere gegen ihre Feinde in und über dem Wasser dadurch gedeckt, daß sie die Farbe ihrer Umgebung erhalten: die meisten sind farblos und durchsichtig wie das Wasser selbst; solche, die dichter an der Oberfläche leben. sind tiefblau wie das Meer, von oben

bei dem Herrn Regierungspräsidenten zu Kassel anzu­bringen. 23787

Hanau den 25. Oktober 1910.

Der Magistrat.

Hild.

Bekanntmachung.

Am Donnerstag den 3. November, vormittags halb 9 Uhr, findet im unteren Saale des Neustädter Rathauses, Zimmer 1, öffentliche Sitzung des Gewerbegerichts statt.

Hanau den 24. Oktober 1910. 24037

. Der Vorsitzende des Eewerbegerichts.

Hild.

Die im Jahre 1904 ausgesprochene Entmündigung des Landwirts und Fuhrmannes Johannes Adam Köppel, Johannes II. Sohn, in Kilianstädten wegen Trunksucht und Verschwendung ist durch Beschluß vom 28. Oktober 1910 wieder aufgehoben.

Windecken den 28. Oktober 1910. 24007

Königliches Amtsgericht.

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen 1. die in der Gemarkung Langenselbold belegenen, im Grundbuche von Langenselbold Blatt 2746 zur Zeit der Eintragung des Ver­steigerungsvermerkes auf den Namen des Heuhändlers Johann Wilhelm Koch in Langenselbold eingetragenen Grundstücke

Krtbl. 45 Nr. 34 Acker am Weihertsweg,

33,58 Ar, 4,63 Tlr. Reinertrag, Krtbl. 45 Nr. 35 Acker am Weihertsweg,

29,84 Ar, 4,67 Tlr. Reinertrag, Krtbl. 12 Nr. 36 Acker über den 14 Morgen,

43,85 Ar, 7,30 Tlr. Reinertrag, Krtbl. 12 Nr. 37 Acker über den 14 Morgen,

50,74 Ar, 6,89 Tlr. Reinertrag, Krtbl. 6 Nr. 89/10 Acker die zwanzig Morgen,

46,60 Ar, 7,65 Tlr. Reinertrag, Krtbl. 8 Nr. 90/10 Acker die zwanzig Morgen,

43,24 Ar, 6.95 Tlr. Reinertrag, Krtbl. 6 Nr. 91/10 Acker die zwanzig Morgen,

40,76 Ar, 6,36 Tlr. Reinertrag, Krtbl. 6 Nr. 92/10 Acker die zwanzig Morgen,

23,55 Ar, 4,14 Tlr. Reinertrag, Krtbl. 6 Nr. 93/10 Acker die zwanzig Morgen,

24,61 Ar, 4,29 Tlr. Reinertrag, Krtbl. 6 Nr. 94/10 Acker die zwanzig Morgen,

21,46 Ar, 3,71 Tlr. Reinertrag,

her gesehen; viele find an der Unterseite silberglänzend, wie die spiegelnde Oberfläche dem Auge eines Raubfisches erscheint. Gegen die sonstigen Gefahren (Seegang, Hitze rc.), die nur in der allerobersten Zone drohen, sichern sich die meisten Tiere dadurch, daß sie die gefährlichste Gegend ganz oder zeitweilig vermeiden. Hierzu bedürfen sie besonderer Einrichtungen: die Schwebeorgane (Eallertmafien, Oel- tropfen, Easblasen), die ihnen den Aufenthalt in der hellen Wasserschicht erleichtern, sind so bemessen und auf kunst­volle Weise reguliert, daß das Geschöpf sich auf den Reiz zu starker Erschütterung, Hitze rc. in die sichere Tiefe versenken kann. Eine kleine Gruppe von Tieren aber hat es erreicht, auch diesen Aufwand an regulatorischen Einrichtungen und körperlichen Anstrengungen zu ersparen; sie sind durch starken Gasgehalt so leicht gemacht, daß sie ohne jede eigene Bemühung an die Oberfläche selbst getragen werden und hier verbleiben. Die Gefährlichkeit ihres Aufenthaltes aber gleichen sie durch besonders raffinierte Zweckmäßig­keit ihres gesamten Baues aus. So treibt die Nacktschnecke, Glaucus, wie ein mit Gas gefüllter Ballon zeitlebens dicht an der Oberfläche. Die Veilchenschnecke, Janthina, hängt an einem schaumigen Floß, das sie sich selbst aus Luft und Schleim erbaut. Die große Vlasenqualle, deren Gasbehälter hoch auf dem Wasser liegt, erreicht hierdurch noch den be­sonderer: Vorteil, daß sie durch die Luftströmung von Ort zu Ort, d. h. zu immer neuen Nahrungsquellen getrieben wird. Am zweckmäßigsten aber ist die blaue Segelqualle, Velella, eingerichtet. Mit dem dreieckigen Segel, das sich über ihrem floßartigen Leibe erhebt, segelt sie nichi nur leicht im Winde dahin, sondern benutzt die Luft auch an­stelle selbsterzeugten Gases zur Füllung der »n ryrem Körper enthaltenen Hohlräume, ja selbst zur Atmung, n ch Art der Insekten. Kein Wunder, daß dieses "sendet zweck­mäßige Geschöpf in ungeheuren Scharen an der Oberfläche warmer Meere zu finden ist.

Krtbl. 6 Nr. 95/10 Acker die zwanzig Morgen,

26,98 Ar, 4,72 Tlr. Reinertrag, Krtbl. 6 Nr. 96/10 Acker die zwanzig Morgen,

22,41 Ar, 4,24 Tlr. Reinertrag.

2. Die in derselben Gemarkung belegenen, im Grund­buche von Langenselbold Blatt 2718 zur Zeit der Ein­tragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Heuhändlers Wilhelm Koch, Wilhelm II. Sohn, und dessen Ehefrau Wilhelmine, geb. Fischer, in Langenselbold je zur ideellen Hälfte eingetragenen Grundstücke

Krtbl. 46 Nr. 11 Wiese auf dem Bocksgehörn,

72,82 Ar, 16,76 Tlr. Reinertrag,

Krtbl. 66 zu Nr. 49/28 rc. Hofraum im Dorf, 0,75 Ar, Krtbl. 66 zu Nr. 49/28 rc. Hofraum im Dorf, 0,19 Ar, Krtbl. 66 zu Nr. 49/28 rc. Am Steinborn, 3,95 Ar,

Haus Nr. 20,

a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten 330 Mk. Nutzungswert,

b) Scheune mit Stall

am 16. Dezember 1910, vormittags 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle versteigert werden.

Langenselbold den 21. Oktober 1910. 24005

Königliches Amtsgericht.

Politische Rundschau.

Zur Aufklärung derMitläufer". Wie alljährlich, meb den sich auch diesmal, je näher der Beginn der parlamen­tarischen Tagung im Reiche rückt, die Mitglieder des Reichs­tages zum Wort, um die in den meisten Fällen während der langen Sommerpause nicht oder nur unvollkommen ge­pflegte Verbindung mit ihren Wählern wieder herzustellen. In diesen öffentlichen, ausdrücklich für die Oeffentlichkeit bestimmten Reden sind die verschiedensten Themata be­handelt worden, auch das Verhältnis der bürgerlichen Parteien zur Sozialdemokratie ist häufig besprochen und hier und da auch wohl auf die Notwendigkeit nachdrück lichster Gegenwehr gegen die revolutionäre Gefahr hinge­wiesen worden. Bisher war dies aber weder von Mit­gliedern des Zentrums oder der nationalliberalen Fraktion, die rednerisch hervorgetreten waren, und noch viel weniger von Vertretern der jungliberalen Richtung oder gar von linksliberalen Parteimännern mit derjenigen Ueber- zeugungskraft und Energie geschehen, die unbedingt ge­fordert werden muß, wenn das sog. Mitläufertum, das sich in zahlreichen Nachwahlen der letzten Monate wiederum in Mafien zur Unterstützung sozialdemokratischer Interessen hat gebrauchen lassen, über die nationale Versündigung, deren es sich schuldig macht, noch rechtzeitig aufgeklärt und

Frankfurter Theater.

Opernhaus. Dienstag, 1. Nov., 7 Uhr.Carmen." Im Abonn. Gr. Preise. Mittwoch, 2. Nov., halb 8 Uhr. Ein Walzertraum." Außer Abonn. Erm. Preise. Donnerstag, 3. Nov., halb 7 Uhr.Lohengrin." Im Abonn. Er. Preise. Freitag, 4. Nov., halb 8 Uhr. Der Graf von Luxemburg." Außer Abonn. Sams? tag, 5. Nov., 7 Uhr.Aida." Im Abonn. Gr. Preise. Sonntag, 6. Nov., halb 4 Uhr.Die geschiedene Frau." Außer Abonn. Kleine Preise. 7 Uhr.Don Juan." Im Abonn. Gr. Preise. Montag, 7. Nov., halb 8 Uhr.Die Geisha." Außer Abonn. Erm. Pr. Dienstag, 8. Nov., 7 Uhr. Zum ersten Male.Su­sannens Geheimnis." Hierauf zum ersten MaleDer Schleier der Pierrette." Im Abonn. Er. Preise.

Schauspielhaus. Dienstag, 1. November, abends 7 Uhr.

Tantris der Narr." Im Abonnement. Mittwoch, 2. Nov., 7 Uhr.Die sittliche Forderung." Elektra." Im Abonn. Donnerstag, 3. Nov., 7 Uhr. Zur Feier der 25jährigen Wirksamkeit des Herrn Georg Schwarz in Frankfurt a. M. Neu einstudiert. Einer von unsere Leut'." Posse mit Gesang in drei Aufzügen von D. Kalisch und O. F. Berg. Außer Ab. Freitag, 4. Nov., halb 8 Uhr.Die törichte Iung- frau." Außer Abonn. Kl. Preise. Samstag, 5. Nov., 7 Uhr.Einer von unsere Leut'." Im Abonn. Sonntag, 6. Nov., halb 4 Uhr.Das vierte Gebot." Außer Abonn. Erm. Preise. 7 Uhr.Einer von unsere Leut'." Im Abonn. Montag, 7. Nov.Die törichte Jungfrau." Im Abonn. Dienstag, 8. Nov., 7 Uhr ..Einer von unsere Leut'." Im Abonn. Gew. Preise Mittwoch, 9. Nov., 7 Uhr.Der große Name." Im Ab. - Donnerstag, 10. Nov., 7 Uhr.Wallensteins Lager " Die Piccolomini." Außer Abonn. Erm. Preise. Aeitag, 11. Nov., 7 Uhr.Wallensteins Tod." Außer Abonn. Erm. Preise.