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General-Anzeiger
TknrvckuugsgebLhrt
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Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.
Jmllidjcs Organ für SW und FanllKreis Sanaa.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn* und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
im NeNamenteU die Zeile 45 Pfg.
Verantwort!. Redakteur: G. Echreckeriu Hana»»
$L 24:7 fVernfvredhHifdHuf} Nr. 230.
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14 Seiten.
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Gefunden: 1 Drille, 1 katholischer ftakdjiSmuS.
Verloren: 1 Zwanzigmarkstück, 1 Kaiser Friedrich- Aweimorlstück mit Anhänger.
Entflogen: 1 ge'checkter Kanarienhahn.
Hanau den 21. Oktober 1910.
Hus Sanaa Stadt und Tand.
Hanan, 21. Oktober.
Lejsciitliche Sitzliilli d» Ttâtinordiittcii-Bcrsaiamlmg
vom 20. Oktober 1910.
Anwesend die Herren: Ausschuß-Vorsteher Nth; Bernges, Beyer, Birkner, Daßbach, Deines, Döring, Fischer, Franz, Förster, Dr. Hoffmann, Hansen, Küch, Kempf, Kämmerer, Lohberger, Lückbardt, Müller, Salomon, Sommer, Stübing, Stephan, Schroeter, Schwabe, Spatz, Voltz, Wohlfarth, Dr. Wagner, Wild und Wolff.
Vom Maoistrat: die Herren Oberbürgermeister Dr. Gebe» schus, Bürgermeister Hild und 1. Beigeordneter Jung.
Dor Eintritt in die Beratungen widmet der Vorsteher Herr Iustizrat U t h dem verstorbenen Herrn Hch. Jost einen Nachruf. Bis vor kurzem habe der Verschiedene dem Stadt- ltkrordnet-nkollegium angehört, sich als ein angenehmer liebeus- würdiger Kollege bewährt und seines Amtes mit Pflichttreue gewaltet. Die Versammlung erhebt sich zur Ehrung deß Gedächtnisses an den Verstorbenen von ihren Sitzen. — Weiter bringt der Herr Vorsitzende eine Einladung des Lehrersängerchors zu seiner Jubiläumsfeier zur Kenntnis.
Anschaffung von Basaltschrotten.
Beschluß der Bau'ommisston : Die Bewilligung von 8000 Mk. zur Beschaffung von Schrollen wird empfohlen. Der Magistrat beschloß, die Summe als Vorschuß für Rechnungsjahr 1911 bereitzustellen. Begründung: Um die Not- standsarbeiler im kommenden Winter wieder genügend beschäftigen zu können, ist die Beschaffung von Basaltschrotten zum Herstellen von Kleinichlag wieder notwendig. Die Kosten für diese Beschaffung betragen 8000 Mk., welcher Betrag die entstehenden Tagelöhne abzüglich deS Minderwerles der geleisteten Arbeit enthält. — Wird genehmig«.
Kunst and Leben.
• Hanauer Kunsiverein. Die Erfolge der vorjährigen Ausstellung bestimmten den Vorstand des Hanauer Kunstverems, auch in diesem Jahre die Dezemberausstellung durch eingelabene Werke zu beschicken. Die deutsche Künstler- schaf« hat entschieden Vertrauen zu Hanau gewonnen. Denn die Zulagen liefen so zahlreich ein, daß schon jetzt weitere Angebote nicht mehr berücksichtigt werden können. Mehr alS 150 Werke sind bereits g-meldet, über 50 Künstler werden vertreten sein. Unter ihnen zumeist Künstler von anerkanntem Rlife, wie Ludwig von Hofmann und Eugen Kampf, Leo P u tz, Kaiser-Eichberg u. a., sodaß die diesjährige Ausstellung zweifellos weit über Hanau hinaus Anerkennung in der deutschen Kunstwelt erringen wird. In dankenswerter Weise hat sich auch in diesem ^ahre die Waisenhausdruckerei bereit erklärt, für die Ausstellung einen geschmackvollen Führer herauszugeben. Herr Koch-Honnef wurde für bk Fertigung eineS künstlerischen Plakats gewonnen. Verhandlungen wegen der nötigen Jniikuausstaiiung der Ausstellungsräume mit Teppichen und Sitzmöbeln wurden eiugeleilet. Außerdem brtchtai; man, e ne augenblicklich in Wiesbaden gezeigte bedeutende Plakeneuausstellung für die hiesige Ausstellung zu gewinnen. Sollten die schwebende«« Verhandlungen zu einem befriedigenden Abschluß kommen, so dürfte der Vorstand des besonderen Beifalles aller Hanauer Kunstfreunde sicher fern, da derartige Sammlungen dieser intimen Kunst noch zur Zeit 'n Deutschland recht selten einem größeren Publikum firf) bieten. Zum Schluß sei den Mitgliedern bei Vereins nod) eine freundliche Weihuacktsüberraschung schon jetzt verraten : In diesem Jahre wirb jedem Aküeniuhaber eine Originalsteiiizeichnung eines Hanauer Künstlers überreicht weiden. Die Hanauer Küustlerschasi wurde jüngst für die Lieferung solcher künstlerischer Zeichnungen durch die Ein
Freitag neu 21. Oktober
Ausbau der Straße 52a.
Beschluß der Daukommission: Es wird empfohlen, die Straße 52a in der im Kosienvoranschlag vorgesehenen Weise auf Kosten des Landkreises auszubauen. Die zur Bestreitung der Baukosten erforderlichen Barmittel sind jeweilig nach Bedarf und nach Anforderung vom Landkreis zur Verfügung zu stellen, wie solches beim Ausbau der Gustav Adolsstraße seitens des Kreditvereins geschehen ist. Diesem Beschlusse trat der Magistrat mit folgender Begründung bei: Der Landkreis Hanau hat die neben dem Kreisgruudstück in der Hainstraße belegene Gärtnerei Rohde erworben. Die zwischen beiden Grundstücken durchführende Straße 52a wünscht der Landkreis baldigst ausbauen zu lassen. Er hat deshalb den Antrag gestellt, den Ausbau auf seine " Kosten vorzunehmen. Der Kostenvoi anschlag für den Bau der Straße schließt mit 18 100 Mk., der für Wasserleitung mit 1750 Mk. und der für Gasleitung mit 1600 Mk. ab. Für den Bau des Kanals würden statutengemäß 50 Mk. für das laufende Meter zu zahlen sein. Der Ausbau der Straße erfolgt zwischen Hainstraße und Geibelsiraße. Die zur Bestreitung der Baukosten erforderlichen Barmittel soll der Landkreis nach Bedarf und nach Anforderung zur Verfügung stellen, genau wie solches beim Ausbau der Gustav Adolfstraße und der Kurfürstenstraße vom Kreditverein geschehen ist bezw. geschieht. Irgend ein Risiko hat die Stadt deshalb nicht zu übernehmen. — Die Stadtverordnetenversammlung stimmte dem Ausbau der Straßen ebenfalls zu.
Versteigerung des an der Gartenstraße zwischen Btt lau st raße undSchwindefurt- straße gelegenen Baugeländes.
Beschluß der Baukommission: ES wird empfohlen, dem Bauunternehmer I. L. Wörner den Zuschlag für den Bauplatz II und dem Kaufmann Alexander Schwab den Zuschlag für den Bauplatz III zu erteilen. Die Frontlänge der Bauplätze H und III wird auf je 14 Meter und (in Abänderung deS Daukommissiousbeschlusses vom 20. Juni 1910) diejenige der beiden Eck-Bauplätze auf je 29,14 Meter festgesetzt. — Diesem Beschluß trat der Magistrat bei, auch die Stadtverordnetenversammlung erteilt Zustimmung mit einem Zusätze, daß die Bebauung binnen 2 Jahren zu erfolgen hat.
Wohnungögeldzu schuß für den Sanit â tS - Feldwebel Röse.
Beschluß deS Magistrats: Es wird ein Wohuungsgeld von 6 Mk. monatlich bewilligt. Begründung: Die Verwaltung des Garnison - Lazaretts Hanau hat gebeten, dem etatsmâßigen Sanitätsfeldwebel Röse den für verheiratete Unteroffiziere seitens der Siadt gezahlten Wohnungsservis von 6 Mk. monatlich zu gewähren. Dieser WohnungSserviS wird z. Zt. nur den in der Siadt wohnenden verheirateten Nntero'sizieren des UlanenregimentS und 2 Feldwebeln deS
ladung zu einem Wettbewerb gewonnen. Als Motiv war die künstlerische Gestaltung eines Vorwurfs der engeren Heimat in mehreren Farben verlangt worden. Aus den zahlreich eingesandten Blättern wurden vom Vorstand drei ausgewählt, die von dem hohen künstlerischen Streben unserer heimischen Künstler beredtes Z-uguis ablegen: 1. Dl'ck auf die Johanneskirche vom alten Markt bei Mondschein, 2. Die Ronneburg im Herbst; beide von Richard Estler; 3. Blick über den Main auf Schloß Sieinheim von Karl Schwab, z. Z. in München. Von diesen 3 Blättern wird an jeden Aktieninhaber eins verteilt werden, nachdem das Los die Verteilung bestimmt hat. Da die Blätter die ansehnliche Bildgröße von 50:35 cm haben, so dürften sie sich besonders gut zum künstlerischen Wandschmuck eignen. Audeterseits läßt sich auch eine Aufbewahrung in einer Mappe empfehlen, da eine Fortsetzung dieser Vereins- gabe im gleichen Format für die nächsten Jahre beschlosseu wurde. Außerdem können die beiden übrigen Blätter für die Mappe von den beiden Künstlern noch privatim erworben werden, da das Verlagsrecht ihnen erhalten bleibt. Hoffentlich wird diese neueste Veranstaltung dem Verein noch manchen neuen Freund gewinnen. ■ Anmeldungen zur Mitgliedschaft (jährlicher Beitrag 5 Mk.) nehmen jederzeit der Vorsitzende Herr Prof. Leven, Direktor der Kgl. Zeichenakademie, und die übrigen Vorstandsmitglieder gern entgegen. Die Originale der preisgekrönten Blätter werden mit den übrigen zum Wettbewerb eingesandten Entwürfen in kleinen Sander- abteilungen auf der Dezember-Ausstellung gezeigt werden.
* Konzert des Gesangvireins
Wie besannt, findet das diesjährige Konzert des Gesangverein.
„Tonblüthe" am nächsten Dienstag
ober abends 7 U h r, in dem Saale der „Central- Halle" statt Eine kurze Besprechung über das von dem konzertgebenden Vereine nufgestell.e Programm hatten nur schon vor einiger Zeit veröffentlicht. War M die,er Ver- Lffeutlichung hauptsächlich die sorgsame Zuiammenstellung der
Ferttsprechanjchlits; Nr. 23V. 1910
Bezirkskommandos gewährt. Das 2. Bataillon bei 88. Infanterie-Regiments erhält keinen Zuschuß, da sämtliche Unter» ossiziere in der Kaserne wohnen. Der Feldwebel Röse wohnt voraussichtlich nur vorübergehend in der Stadt und zwaB bis zum 1. April 1911, falls zu dieser Zeit der Lazarett- neubau fertiggestkllt ist. Mit Rücksicht darauf, daß auch den beiden Feldwebeln beim, Bezirkskommando die gleiche Ver« güstigung zuteil wird, haben wir beschlossen, zumal eS sich nur um vorübergehende Gewährung handelt, auch dem Feldwebel Röse ein Wohuungsgeld von 6 Mk. zu bewilligen. — Wird genehmigt.
Wohuungsgeld für die Lehrpersonen bet Oberrealschule undhöheren Mädchenschule.
Beschluß des Magistrats: Der Wohnungsgeld-Zuschuß für die wissenschaftlichen Lehrer und Lehrerinnen (mit akademischer Vorbildung) wird vom 1. April 1910 ab von 720 Mark auf 800 Mark erhöht. Der Wobnungsgeld-Zuschuß für die im § 1 Ziffer 4 und 5 des Normal-EtatS vom 5. Juni 1909 bezeichneten Lehrpersonen, sowie für die ordentlichen (wissenschaftlichen) Lehrerinnen und Zeichen- Lehrerinnen an der höheren Mädchenschule wird vom gleichen Zeitpunkt ab von 480 Mark auf 520 Mark erhöht. Begründung : Der WobnungSgeld-Zuschuß der entsprechenden staatlichen Beamten ist vom 1. April b. I. ab von 720 Mark auf 800 Mark und von 480 Mark auf.520 Mart erhöht worden. Die Erhöhung für unsere Lehrpersonen entspricht daher nur der Billigkeit und den letzten Beschlüssen der Körperschaften über Neuregulierung der Gehälter. — Wird zugestlmmt.
Tarif der Sammelwalenmeisterei.
Beschluß deS Magistrats: Der Tarif wird nachträglich genehmigt. Begründung: Nach dem beigefügten Tarif wird schon seit dem Jahre 1904 verfahren. Es ist damals übersehen worden, die Zustimmung der städtischen Körperschaften einzuholen. Da der Tarif sich inzwischen bewährt hat, handelt eS sich nur noch um formelle nachträgliche Genehmigung. — Die Genehmigung wird erteilt.
Der Stundenplan der gewerblichen Fortbildungsschule für das Winterhalbjahr 1910 wird genehmigt.
Fleischteuerung.
Die gemeinsame Eingabe der Körperschaften, deren Wortlaut im „Han. Anz/ veröffentlicht worden ist, wird zur Kenntnis genommen.
Zurückgewiesen.
Der Einspruch deS in Frankfurt wohnenden Wilhelm Fischer gegen die Nichtigkeit der Etadtverordneten-Wählerlist« 1 wird als unbegründet zurückgewiesen, ^■p— m um im—— ' n
gewählten Chöre besprochen, so erübrigt ei uni heute noch einen kurzen Blick auf die mitwirkenden Solisten zu werfen. Herr Kammervirtuos und Konzertmeister Hans Lange und die Kgl. Württemb. Kammersängerin Frau Anna Kaempfert find hier hinlänglich bekannt und bürgen die Namen für erstklassige Darbietungen. Frau Anna Kaempfert, die heute zu den gefeiertsten Vertreterinnen ihres Faches zählt, hat sich unter anderen auch die bekannte Agathen-Arie aus der Oper „Der Freischütz" gewählt. Daß diese Arie wohl zu den Glanzpunkten ihrer Darbietungen zählt, daß beweisen folgende Urteile der Frankfurter Presse: „Frau Anna Kaempfert sang die große F ei'chütz-Arie mit solch prächtigem Dortrag und stimmlicher Wirkung, die alle Erwartungen übertraf. Vom Gesichtspunkt der reproduktiven musikalischen Kunst bot Frau Kaempfert eine Leistung, die kaum zu übertreffen sein bürste. Namentlich den Schluß sang Frau Kaempfert mit erstaunlicher dramatischer Krakt. Die Sängerin wurde ob solch vorzüglicher Leistung mehrere Male hervorgerufen ....
— Anschließend an die Ouvertüre sang $rau Anna Kaempfert,' die int Konzensaal vielgefeierte Sopranistin, bu Arje bet Agathe aus dieser Oper vollendet schon. Inniger und wärmer kann das in der Arie vorkommende Gebet wohl kauin gesungen weiden. Immer und immer wieder mußte die Künstlerin sich den begeisterten Zuhörern zeigen . ♦ . / — Es verspricht somit das Konzert bei Gesangverein- „Tonblüihe" ein hoher Kunstgenuß zu werden und wünsche» wir dem kon^ertgebenden Verein für seine Mühe und Bestrebungen'ein recht volles Haus.
Koiizctt des Gcsaugbcrcins „Germania".
0 Hanau, 21. Oktober.
In unserer gesang- und musikliebenden Stadt sind dr, Konzertabende der Ge>angvereine zu einer Einrichtun von großer Belietuheit geworden, die tuub gestern atav