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init der Motorfrage zusammen. Bis jetzt sind noch alle intc^eebooie mit zwei vollständig getrennten Maschinen für ^c^"^ ^"^ fär die Ueberwasserfahrt versehen. Für die letztere dient allgemein der Verbrennungsmotor, in der französischen Marine daneben auch die Dampfmaschine. Für ^ erstere kommen nur Elektromotoren in Betracht, die von Akkumulator-Batterien gespeist werden. Die Akkumulatoren- Anlage nimmt aber sehr viel Gewicht in Anspruch und ist daher nur für eine geringere Geschwindigkeit und für eine kürzere Marschdauer berechnet. Nur ein einziges Untersee­boot, das im letzten Monat vom Stapel gelaufene fran­zösische Versuchsboot „Charles Brun" wird demnächst in die Erprobung eines Einheitsmotors eintreten, d. b. also einer Maschinenanlage, die sowohl für die Fahrt über Wasser, ivie für die unter Wasser zu' dienen hat. Soweit die vor­liegenden Nachrichten erkennen lasten, handelt es sich um eine Dampfmaschine mit einem eigenartigen, von dem Er­bauer des Bootes erfundenen Kessel mit Oelfeuerung, der während der Ueberwasserfahrt die erzeugte Wärme zum Teil aufspeichert, und zwar in dem Umfange, daß sie, bei der Unterwasserfahrt wieder zur Dampferzeugung ver­wendet, mehrere Stunden lang für den Betrieb ausreicht. An Stelle des elektrischen hätte man es hier also mit einem Wärmeakkumulator zu tun. Auf den Ausfall der Erprobung dieser Anlage wird man gespannt sein dürfen.

Was die Versuche in der englischen Marine anbelangt, Unterseeboote mit funkentelegraphischen Apparaten auszu­rüsten, so sind sie insofern durchaus von Erfolg begleitet gewesen, als die Boote anscheinend sowohl Mitteilungen empfangen, wie auf diese Antwort geben konnten. Man wird jedoch die Bedeutung dieser Einrichtung nicht über­schätzen dürfen. Wenn sie auch eine bequeme Verbindung zwischen Mutterschiff und Booten untereinander herstellt, so ist doch zu beachten, daß diese Verbindung nur aufrecht er­halten werden kann, so lange sich der Luftdraht (die Antenne) über Master befindet. Bei den Versuchen soll der Mast, der den Luftdraht trägt, und der das Sehrohr noch um ein beträchtliches überragt, ungefähr bis zur Hälfte untergetaucht gewesen sein; er würde also.zur leich­teren Entdeckung des Bootes, das doch vor allem über­raschend auftreten soll, beitragen können. Will das Unter­seeboot größere Tiefen aufsuchen, so muß wegen des zu er­wartenden Wasterwiderstandcs der Mast vor Beginn des Tauchens entfernt werden. Man würde hier also auf das Unterseeboot Fultons zurückkommen, der für seinen im Jahre 1800 erbauten „Nautilus" einen umklappbaren (zum Segeln eingerichteten) Mast vorgesehen hatte.

, Sind in bezug auf die strategische Verwendung ent­schieden weitere Fortschritte zu verzeichnen, so bleiben in bezug auf die Taktik doch noch mancherlei schwierige Auf­gaben ju lösen. Vor allem bedarf das Unterseeboot für den Hochseekampf einer bedeutend höhereil Geschwindigkeit, damit es sich die Angriffsstellung selbst wählen kann und nicht eine Gelegenheitswaffe bleibt.

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Hus aller

eit.

Mitteldeutscher ArbeitsnachweiSverbauv. In Cassel findet am Samstag den 8. Oktober, vormittags 10 Uhr, im Saale der Murhard'schen Stiftung (Weinbergstraße 6) eine Konferenz von Verwaltern öffentlicher Arbeitsnachweise im Regierungsbezirk Cassel lind Fürstentum Waldeck statt mit folgender Tagesordnung:

1. Durchführung des Wanderarbeitßstattengcsetzes im Re­gierungsbezirk Cassel. Referent: Herr Pfarrer Francke, Cassel.

2. Die Dienstbotenvermittlung und das Herbergswesen für Dienstboten. Referentin: Frl. H. Moye, Vorsitzende der städtischen Arbeitsvermittlungsstelle der Casseler Frauenvereine, Cassel.

3. Der ländliche Arbeitsnachweis imb seine Bedeutung für die Landwirtschaft und das Gewerbe. Referent: Herr Stadtassistent Hartung, Witzenhausen.

chien gelungen zu sein. Aber dec alte Mann mar danach sehr entkräftet.

„Trag' mich an das Fenster! Führe mich zum Fenster!" sagte er, sobald er sich bewegen durfte.

Sein Sohn weinte.

„Vater", sagte er, „ich muß Dir erzählen —"

Doch er konnte nicht zn Ende sprechen. Die kranken Augen seines Vaters blickten zum Fenster hinaus und strahlten vor Begeisterung.

„Ach — wie herrlich!" seufzte er mit zitternder Stimme.

Ueberrascht sah Karl auf. Und über den Bäumen erblickte er eine weiße Wolke mit hervorragenden Spitzen, die aussah wie ein zum Himmel aufstrebender Berg.

„Wie glücklich ich bitt, daß ich wieder sehen kann", sagte der alte Mann, und Tränen netzten die Hände des vor ihm knieenden Sohnes.

Und inmitten seiner großen Erregung schloßen sich plötz­lich feine Augen, sanft glitt er in die stützenden Arme seines Sohnes, und sein Herz hörte für immer zu schlagen auf, ohne daß er einen Augenblick an seiner Illusion gezweifelt hatte.

VotWirchcnkonzcrt.

Sonntag den 16. Oktober d. I., abends 8 Uhr, veranstaltet Herr Karl B r e i d e n st e i u, Lehrer am Dr. Hoch'schen Konservatorium und Organist der St. Katharinen in Frankfurt a. M. in der hiesigen Johanneskirche ein V o l k s k i r ch e n k o n z e r t unter Mitwirkung der Konzert- Sängerin Frl. Margarete C l o ß (Alt) ans Stuttgart und des hiesigen Johanneèkirchenchorcs.

Der Veranstalter des Konzertes, Herr Karl Breidenstcin, wirkt bekanntlich am Hoch'schen Konservatorium als Lehrer- für Harmonielehre, Kontrapunkt, Partitur- und Orgelspiel. Er ist für Hanau keine neue Erscheinung; seine hervorragende Begabung und sein meisterhaftes Orgelspiel sind hierorts aus früheren Konzerten her bekannt.

Aber auch tu anderen größeren Städten, ganz besonders in unserer Nachbarstadt F r a n f f u r t. bat der Künstler

____________Domreestaz________________

4. Welche Rechte und welche Pflichten erwachsen dem öffentlichen Arbeitsnachweis aus dem am 1. Oktober in Kraft getretenen Stellenvermittlsrgesetz. Referent: Herr Dr. Schlotter, Geschäftsführer des Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverbandes, Frankfurt a. M.

5. Fragen aus der Praxis.

Nachmittags: Besichtigung der Casseler Arbeitsnachweisein­richtungen.

Ein starkes Gefühl für die Zusammengehörig­keit im Verufsverband zeigt sich beim Verbände Deut­scher Handlungsgehilfen zu Leipzig. Seit Jahren gehört jedes zweite Verbandsmitglied der Kranken- und Begräbnis­kasse dieses Verbandes an, und dieses günstige Verhältnis ist trotz steigender Mitgliederzahl das gleiche geblieben, wäh­rend die Mitglieder anderer kaufmännischer Verbände ihren Krankenkassen geringeren Wert beimessen, da dort erst jedes fünfte oder sechste Mitglied sich zur Kassenmitgliedschaft ent­schließt. Darum ist die Kranken- und Begräbniskasse des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig mit ihren 45 000 Mitgliedern in über 3Ö0Ö Orten die größte und be­deutendste kaufmännische Hilfskasse, sie zahlt jetzt jähr­lich über 1 200 000 Mark allein an ßaffenleiftungen aus und besitzt mit über 1 Million Mark das größte Vermögen aller kaufmännischen Hilfskassen. Das Interesse der kauf­männischen Prinzipale und Gehilfen für die freien Hilfs­kassen ist darin begründet, daß die Krankenversicherung in den Ortskrankenkassen keine Rücksicht auf die Bedürfnisse und die soziale Lage der Handlungsgehilfen nimmt, oder in­folge ihrer überwiegenden Arbeiterintoressen nicht nehmen kann. Die kaufmännischen Krankenkassen befreien in ganz Deutschland vom Versichenmgszivange, wodurch das lästige An- und Abmelden des Personals wegfüllt. Dadurch bleibt die Versicherung auch beim Stellen- und Ortswechsel, sowie bei Stellenlosigkeit unverändert bestehen. Dann sind die Leistungen höher und von längerer Dauer. So zahlt die Kasse des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig ein tägliches Krankengeld von Mark 1.—, 1.50, 2.—, 2.5Ö, 3.50 und 5.— nach nur si^fjähriger Mitgliedschaft ein ganzes Jahr lang, ferner ein Begräbnisgeld von 50 bis 300 Mark je nach Höhe der Versicherung und Dauer der Mitgliedschaft, sowie ärztliche Behandlung, Arznei und Heilmittel bis zu 52 Wochen. Die Beiträge sind mäßig und durchweg wesentlich niedriger als die der Zwangskrankenkassen, weshalb zahl­reiche Prinzipale das übliche Beitragsdrittel freiwillig über- nehmen, um neben einer eigenen Unkostenersparnis ihrem Personal eine wertvollere und ergiebigere Krankenversiche­rung zu vermitteln, die sogar im europäischer: Auslande ohne Beitragserhöhung erhalten bleiben kann. Da auf 100 kaufmännische Versicherte immerhin 100,3 Erkrankungen überhaupt, darunter 24,7 mit Erwerbsunfähigkeit entfallen, ist verständlich, daß die Angestellten bei Stellenwechsel es vorziehen, sich einer kaufmännischen Hilfskasse anzuschließen.

EhescherSttug. Gegen den früheren Hausvater der „Blomeschen Wildnis", Colander, der, wie erinnerlich, wegen Verleitung zum Meineid zu einem Jahr und acht Monaten Zuchthaus verurteilt worden ist, hat feine Ehefrau von Amerika aus, wohin sie nach der Verurteilung ihres Mannes übergesiedelt ist, die Ehescheidungsklage eingeleitet.

Cine m^uifktte Räuberbande treibt seit einiger Zeit in den russischen Grenzorten ihr Unwesen. 4 Mitglieder der Bande drangen bis Oberschlesien vor, wo sie fest­genommen wurden.

Aufregendes Vorkommnis. Im Kleinen Theater Salon de Actualidades von Cartagena betrat ein Darsteller, dem vom Direktor Salvador Soler gekündigt worden war, die Bühne, zog ein Rasiermesser hervor und stürzte sich auf Soler, beut er beinahe die Gurgel abschnitt. Als das Pub­likum und die Schauspieler Soler blutüberströmt zusammen­brechen sahen, stießen sie Entsetzungsrufe aus. Der Täter wurde sofort verhaftet. Der Zustand Solers ist fast hoff­nungslos.

Schiffskatasirophe. Aus New-Pork wird berichtet: Man glaubt, daß mindesten? 70 Personen durch den gemel­deten Untergang des Passagierdampsers „Chiriqui" der Pacific-Dampsschiffahrts-Gesellschaft rimkamen, dessen Kessel gestern morgen 9'/- Uhr bei Panama explodierten. Der Dampfer ging mit 90 Personen ab, und man weiß bisher nur, daß 12 gerettet sind.

Die Mordtat in dem vier Kilometer von Pforz- heim entfernten ©Ittlingen ist nun aufgeklärt. Der 27 Jahre

Proben seines tüchtigen Könnens abgelegt. Vor einigen Jahren hat er bei einer Konzertreise nach Amerika d'e großen Orgelwerke in New-Pock, Chicago und Phila­delphia gespielt und durch sein vortreffliches Spiel große Anerkennung gefunden.

Frl. Margarete Cloß aus Stuttgart ist eine Schülerin der Königlichen Kammersängerin Frau Herzog in B e r l i n und verfügt über eine wundervolle, sympathische und kraft­volle Altstimme.

Da auch der Johanneskirchenchor noch einige ansprechende Lieder dem Programm einverleiben wird, ist an dem Abend reiche Abwechselung geboten. Es stehen Freunden edler Kirchenmusik einige genußreiche Stunden bevor! Möge dem Unternehmen die Unterstützung unseres Publikums nicht fehlen!

Die vollständigen Programme (& ÜO Pfg.) berechtigen zum Besuch des Kon;ertes. Somit ist auch Minderbemittelten Gelegenheit geboten, für ein geringes Eintrittsgeld Werke unserer größten Meister auf dein Gebiet kirchlicher Musik zu hören imb sich daran zu erbauen.

Die Programme sind im Vorverkauf in Fr. Königs H o f b u ch h a n d l u n g und bei dem 1. Kirchen­diener der Johanneskirche, Herrn Lehmann, Banger t- st r a ß e 1, z u haben. Die nicht im Vorverkauf abgcsktzten Programme werden am Konzertabend a m Ein­gang der Kirche verkauft.

Kunst und Leben.

Zur Errichtung eines Denkmals für Olio Lilienthal, den Vater der Fliegeknnst, hat sich ein Aus­schuß gebildet, der mit einem Aufruf zu tätiger Beibilse sich an die Oeffenllichkeit wendet. Es heiß in ihm: „Als Graf Zeppelins langes, schweres Ringen um die Beherrschung des Lnftmecreö von so ungeahntem Erfolg gekrönt wurde, da gedachte man ienes Helden, der als erster deutscher Flua-

_Oktober

alte lebige Hausierer und Bürstenmacher Alwin Wittich auS Großbottwar hat seine Geliebte, die ca. 24 Jahre alte Spitzen- Hausiererin Luise Hoffmann auS Winzerhausen (beide Orte im württembergischen Oberamt Marbach) aus Eifersucht durch einen Stich in die Schlagader getötet. Er ging darauf, wie es scheint, mit feinem Bruder, der an der Tat nicht beteiligt zu sein scheint, flüchtig, trennte sich von ihm in Stuttgart, um angeblich nach Ulm zu gehen. Als nun aber, wohl noch in Stuttgart, Alwin Wittich von befreundeter Seite erfuhr, daß man sie beide schon verfolge, wandte er sich nach Weilder- stabt und Calw und hörte hier, daß seine beiden dorrweilen­den Schwestern schon zur Vernehmung nach Pforzheim geholt worden seien. Er ging dann hierher, wo ihn seine Schwestern noch in Der Absicht bestärkten, sich dem Gericht zu stellen, weil auch mittlerweile sein Bruder in Stuttgart feftgenommen und hierher gebracht worden war Wittich stellte sich auch der Staatsanwaltschaft, der ein Geständnis ablegte, das er, der Leiche gegeniibergeftellt, wiederholte.

Eingerichtet. Im hinteren Gefängnishofe des Land» gerichtsgebäudes in Straubing wurde gestern früh halb 7 Uhr der 38jährige Taglöhner Heinrich Zeiler von Landshut durch Nachrichter Reichard aus München hingerichtet. Der 1. Staatsanwalt Fiedler erschien kurz vorher in der Zelle des Delinquenten und forderte ihn auf zum letzten Gang. Nach Verlesung deS Todesurteils schritt der Mörder, der reuig und gefaßt war, ruhig zum Schaffst. In 3 Minuten war cher grausige Akt beendet. Zeiler tötete am 4. Januar seine Geliebte die unter dem Namen „Tiroler Marie" in Landshut bekannte, von ihrem Ehemann getrennt lebende Südfrüchrenhändlerin Marie Klebensberger, aus Eifersucht und Rache durch 22 Messerstiche. Seinem Revision?- und Gnadengesuch wurde eine Folge nicht gegeben. Nach langer Zeit ist dies wieder der erste Fall, daß der Prinzregent ein Begnadigungsgesuch abweist, war doch schon allgemein die Ansicht verbreitet, der Regent bestätige überhaupt kein Todes­urteil mehr. In besonders krassen Fällen scheinen nun doch wieder Exempel statuiert zu werden, was man bei der Häu- fttng von schweren Verbrechen in der jüngsten Zeit nur be­grüßen kann.

Schiffsunfälle.

Steinhude, 5. Oktbr. Auf dem Steinhuder Meere kenterte infolge Sturmes ein mit Torf beladener Segelkahn. Die beiden Insassen, ein älterer Schiffer mit seinem Enkel, ertranken.

Bremen, 5. Oktbr. Die Rettungsstation Wustrow zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: Von dem hier ge­strandetsten deutschen Schoner „Sturmvogel", mit Gerste von Hamburg nach Kolberg unterwegs, wurden vier Per­sonen durch den Raketeapparat der Station gerettet.

Hamburg, 5. Oktbr. Bei einer Kahnpartie auf der Elbe ertranken fünf Glasmacher aus Brunshausen.

Köln, 5. Oktbr. Wie die „Köln. Ztg." aus Panama erfährt, sind von dem infolge Kesselexplosion untergegangenen Dampfer Chiriqui alle Passagiere und die gesamte Mann­schaft mit Ausnahme eines Heizers gerettet.

Die Cholera.

Rom, 4. Oktbr. In den letzten 24 Stunden wurden in der Stadt Neapel zehn Erkrankungen und drei Todes­fälle an Cholera feftgeftedt, in den neapolitanischen Pro­vinzen 17 Erkrankungen und sechs Todesfälle, in Apulien ein Todesfall.

Rom, 5. Oktbr. In Neapel sind in den letzten 24 Stunden 16 Erkrankungen und fünf Todesfälle an Cholera vorgekommen. Aus Apulien wurden Neuerkrankungen und Todesfälle nicht gemeldet.

Paris, 5. Oktbr. Eine Note der „Agence Havas" be-> sagt: In Marseille wurde bei drei Reisenden, die zu Schiff aus dem Orient eintrafen, Cholera feftgefteüt. Die mit den Kranken in Berührung Gekommenen wurden unverzüglich isoliert und alle Desinfektionsmaßregeln getroffen. Es handelt sich einzig und allein um eingeschleppte Fälle, wie es diejenigen sind, die kürzlich aus verschiedenen Gegenden Europas gemeldet wurden. Die Stadt Marseille kann dem­nach nicht als verseucht betrachtet werden. Die getroffenen Maßnahmen sind derart, daß die Möglichkeit einer Ver­breitung der Krankheit ausgeschlossen erscheint.

New-Uork, 5. Oktbr. Ein Zwischendeckspassagier deS Dampfer? „Sank Anna", von Neapel kommend, ist unter­weg? gestorben. Der Schiffsarzt glaubt, es liege Choler techuiker den Jahrtausende langen Wunsch der Menschbeit, dem Vogel gleich zu fliegen, verwirklichte. Der Name Otto Lilienthal war wieder in aller Munde. Jetzt ist es an der Zeit, diesem ersten Helden der Aviatik durch die Errichtung eines Denkmals eine Ehrenschuld des deutschen Volkes abzu- tragen. Möge jeder nach seinen Kräften beisteuern, damit diesem Vorkämpfer der Lüfte ein Denkmal erstehe. Aus den einkommenden Geldern soll auch ein dauernd kranker Sohn Lilienthals unterstützt werden." Als Ehrenvorsitzender zeichnet Seine Hoheit der Prinz Albert von Schleswig- Holstein, ferner findet man unter den Unterzeichnern des Aufrufs den Oberpräsidenten der Provinz BrandenburF von Conrad, den Major Groß, den Grafen von Zeppelin, den Major von Tschudi, den Staatssekretär Kraetke, den Staats­sekretär von Lindequist, den Wirklichen Geheimen Rat von Manteuffel, den Major von Parseval u. a. m. Beiträge in jeder Höhe nehmen alle Filialen der Deutschen und der Dresdener Bank auf Konto „Lilienthal-Denkmal" entgegen.

Ein intereffanter Wettbewerberscheint in der illustrier­ten Zeitschrift „Der Guckkasten" unter dem Titel: Ansichts- karten-Wettbewerb. Es ist die Aufgabe gestellt, zu den vier, dem „Gitckkasten" beiliegenden Ansichtskarten eine lustige ober ernste, gereimte ober ungereimte Erzählung, ober eine originelle Idee zu einer solchen zu liefern. Für die Teil­nehmer sind Preise im Gesamtwerte von 1000 Mk. aus­gesetzt. Die näheren Bedingungen und die Ansichtskarten findet man in Heft 19 des „Guckkastens". — Der „Guck­kasten" erscheint im Guckkasten-Verlag, Berlin SW 48, Frie­drichstraße 239.

Albumblätter.

Durm sei nid)t stolz, o Menschenkind, Du bist dem Tod wie Spreu und Wind, Und magst du Kronen tragen.

Der Sand verrinnt, die Stunde schlägt, Und eh', ein Hauch dies Blatt bewegt, Kann auch die deine schlaqen. Geibel.