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8. Septemvee___________________________________

orte Boendoel ein Wohnhaus brannte, und infolge dieses Brandes sich am Himmel ein starker Feuerschein in der Rich­tung der Ausstellung verbreitet hatte. Der Brand in der Ausstellung selbst ist vollkommen bedeutungslos gewesen. Dr. Crippen vor dem Polizeigericht. Vorgestern wurde die Verhandlung gegen Dr. Crippen und seine Ge­liebte Le Neve, die am 29. August vertagt worden war, vor dem Polizeigericht von Bow Street fortgesetzt. Hierbei gaben die Vertreter der Anklage die Ergebnisse der Untersuchung bekannt, die schwere Belastungsmomente für den des Gatten­mordes Angeklagten enthalten. Ein Spezialdrahtbericht meldet demB. L.-Anz." darüber: Bei der Verhandlung gegen Dr. Crippen und Fräulein Le Neve erklärte der Ver­treter der Staatsanwaltschaft, Travers Humphreys, daß die Anklage gegen Dr. Crippen auf Mord und gegen Le Neve auf Begünstigung laute. Ueber die im Keller von Crippens Hause gefundenen Leichenteile machte er folgende interessante Mitteilungen: Die Teile schlossen Herz, Magen, Milz, die Dünndärme, Leber und eine Niere ein. Es sei sicher, daß sie von einem erwachsenen Menschen stammten. Man fand keine Knochen, keinen Kopf, keine Hände und Füße. Der Täter hatte mit größter Sorgfalt alles, was das Geschlecht der Leiche verraten könnte, zu beseitigen versucht. Und doch nicht alles: eS fanden sich einige Kleidungsstücke, etwas I Haar, das um Haarnadeln gewickelt war und einige acht Zoll lange Haarbüschel. Die Untersuchung der Leichenteile durch den Sachverständigen Dr. Pepper habe ergeben, daß sie von einer Person in der Blüte der Jahre stammten, und zwar von einer fetten Person, die eine Operation durchgemacht hatte, denn ein Stück des unteren Teiles des Unterleibs zeige eine Narbe auf der Haut. Mrs. Crippen hatte an diesem Körper­teile eine Operation erlitten. Bei der chemischen Analyse der Leichenteile seien Spuren des tödlichen Giftes Hyoszin darin gefunden. Die Leiche müßte nach dem Ergebnis der Analyse mehr als ein halbes Gramm, was die zur Tötung erforderliche Dosts Hydrobromid von Hyoscin ist, erhalten haben. Die übliche Dosts ist ein hundertstel Gramm. Crippen habe im Januar von dem Apotheker Lewis fünf Gramm HyoScin Hydrobromid gekauft. Ec sagte dabei, er brauche es für homöopathische Zwecke. Als Mrs. Crippen verschwand, sei Crippen in Geldnot gewesen. Am Tage darauf und am 19. Februar verpfändete er bei dem Pfandleiher Attenborough in Oxford Street Schmucksachen seiner Frau für etwa 4000 Mk. Bei seiner Verhaftung fand man noch andere Ringe seiner Frau im Werte von 1800 Mk. bei ihm. Ferner hinterließ Crippen Depositenscheine in seinem und seiner Frau Namen im Werte von 12000 Mk. und eine wertvolle, mit Edelsteinen besetzte Uhr bei einer Miß Kerno mit dem Auftrage, nichts davon zu sagen und sie, falls ihm etwas widerführe, Fräulein Le Moe zu übergeben. Hierauf verlas der Staatsanwalt eine schriftliche, am 8. Juli abgegebene Erklärung der Le Nève. Sie erklärt, daß sie 27 Jahre alt und Stenographin sei. Sie habe seit zwei bis drei Jahren intime Beziehungen zu Crippen gehabt und kenne ihn seit zehn Jahren. In der Erklärung versichert sie, daß Crippen ihr erzählte, seine Frau sei nach Amerika gegangen und dort gestorben. Hierauf wurden mehrere Belastungszeugen vernommen. Detektiv­inspektor Dew bekundete kurz, welche Wertsachen er mit Be­schlag belegte. Doktor Burrows erklärte, daß er mit Crippens befreundet war, und erzählte die bekannten Umstände beim Verschwinden der Frau. Er erklärte, Crippen sei ein gut­herziger Mensch und ein Mustergatte gewesen, der seiner Frau stets alle möglichen Aufmerksamkeiten erwies. Diese sei zuweilen etwas heftig gegen ihn gewesen. Mrs. Marti- netti, eine Freundin der Mrs. Crippen, bezeugte, daß Mrs. Crippen im vorigen Sommer, als sis zu einem Badebesuche in ihrem Sommerhause an der Themse bei ihr weilte ihr die Narbe an ihrem Unterleibe zeigte, die wie ein verheilter Schnitt aussah. Der Antrag von Crippens Verteidiger, den beiden Angeklagten eine Unterredung zu gestatten, wurde vom Vorsitzenden vorläufig abgelehnt, ebenso der Antrag Le Nèves Verteidiger, sie gegen Bürgschaft freizulassen. Die Verhandlung wurde auf nächsten Donnerstag vertagt.

Der 6. Internationale Esperanto-Kongreß hat in der Zeit vom 14.21. August 1910 in Washington in den Ver­einigten Staaten von Amerika stattgefunden. Den ausführ­lichen Berichten der amerikanischen Zeitungen entnehmen wir folgendes: Dr. Zamenhof, der Erfinder der Welthilfs­sprache selbst, war auf dem DampferGeorg Washington" des Norddeutschen Lloyd nach Newyork gefahren. Der Reisegesellschaft gehörten unter anderen außer Dr. Zamen­hof die Herren Dr. Mybs, Arzt aus Altona und Vorsitzen­der des Deutschen Esperantobundes, Oberstleutnant Dr. John Pollen, früherer Generalarzt der britischen Armee in Indien und Vorsitzender der britischen Esperanto-Associa­tion aus London, Dr. jur. Arnhold, Bankier aus Dresden, Sergius Winkelmann, Landschaftsmaler und Mitglied des Beirats des Deutschen Esperantobundes, und William W. Mann, der Sekretär der britischen Vereinigung in London an. Im ganzen soll sie aus 21 Esperantisten verschiedener Ländere bestanden haben, von denen 9 erster Klasse fuhren. Auf dem Dampfer wurde während der Ueberfahrt eifrigst für Esperanto Propaganda gemacht. Es wurden Flug­blätter und die sogenannten Esperantoschlüsiel und anderes aufklärendes Material in den verschiedensten Sprachen verteilt. Dr. Mybs hielt am Sonntag den 7. August im Speisefaal der ersten Klasse in deutscher Sprache einen Vor­trag über Esperanto und seine Zwecke, und die interessanten Leichtigkeit der Erlernung der Sprache, sowie der großen Erfolge, die Esperanto durch seine allseitige praktische Ver­wendung in der letzten Zeit besonders erreicht hat, machten großen Eindruck auf die ebenso kosmopolitische wie distin­guierte Zuhörerschaft. Der englische Vortrag, den Oberst­leutnant Pollen hielt, wurde ebenfalls mit reichem Beifall ausgenommen. Die Vorträge wurden am Montag für die Pasiagiere zweiter Klasse wiederholt und haben zweifellos dem Esperanto eine ganze Anzahl neuer Anhänger zuge­führt. Eine amerikanische Zeitung berichtet, daß die Schiff- Stewards, die ja am besten die Schwierigkeiten, die aus ^or bestehenden Sprachenverwirrung entstehen, zu würdigen wissen, und die an Bord befindlichen Kinder, die enthu- gastischsten Anhänger der Sache wurden. Nachdem die Kongreßteilnehmer sich einige Tage in Newyork aufge­halten und die Sebenswürdiakeiten der Stadt beficktiat 1

Dsnnersraq hatten, ging die Fahrt nach Washington, der Kongreßstadt.

Ebenso wie auf dem 4. Internationalen Esperantokongreß 1908 in Dresden, fand in Washington am Tage vor der Eröffnung Kongresses am Sonntag den 14. August Gottesdienst in Esperanto statt. Die St. Paulskirche war gedrängt voll. Den Gottesdienst leitete Rev. Dr. Paul Hoffmann aus Baltimore, und die Predigt in Esperanto hielt Rev. Dr. James L. Smiley aus Annapolis. Als Text der Predigt hatte Dr. Smiley genommen:Geh' hin in die Welt, und predige das Evangelium jedem Geschöpfe." Alle Hymnen während des Gottesdienstes waren in Espe­ranto und englisch in einem kleinen Büchlein, das den Be­suchern des Gottesdienstes gegeben wurde, gedruckt. Am Sonntag abend fand im Arlington-Hotel ein Esperanto- Konzert statt, in dem eine Anzahl Lieder in Esperanto vorgetragen wurden, und das lebhafteste Jntereße nament­lich der Nichtesperantisten erregte. Der Kongreß selbst wurde Montag den 15. August eröffnet. Teilnehmer aus aller Welt hatten sich eingefunden. Eine Anzahl Regie­rungen waren offiziell vertreten. Das russische Handels­ministerium hatte Herrn Poschnikov entsandt, die chinesische Regierung war durch Lu Ping Tien und Wu Chang ver­treten. Außerdem hatten Vertreter entsandt: Brasilien Melo Souza, Guatemala Francisco Latour, Spanien Kapt. Perogordo, Honduras Dr. Guillaume Mondada, Persien Ali Kuli Khan, Uruguay Luigos Munoz, Vereinigte Staaten Dr. Charles Stewart, Costa Rica Joaquin Car­los, Süd Carolina V. C. Dibble. Ferner waren offiziell vertreten: Mexiko, Carolina, Oregon, Florida, ferner das Bureau der American Republics. Der Kongreß begann, nachdem die Angehörigen der einzelnen Länder zusamen­getreten waren, um ihre Delegierten zu wählen. Am Mon­tag morgen eröffnete Kapt. Josef Perogorod-Madrid als Vizepräsident des letzten Intern. Kongresses in Barcelona den Kongreß. Er übergab alsdann das Präsidium dem Vizepräsidenten der amerikanischen Vereinigung, General Peamans. Zunächst hielt Dr. Zamenhof eine Begrüßungs­ansprache. Er schloß damit, daß wenn alle Anzeichen nicht trügen, Esperanto in Zukunft viel schnellere Fortschritte machen werde, als in den letzten wenigen Jahren. Nachdem nun die Vertreter der verschiedenen Länder ihre Grüße überbracht hatten, mit einer Ausnahme alle in Esperanto, sprachen die Vertreter der verschiedenen Nationen, z. V. von Deutschland, Frankreich, England, Irland, Schottland, Wales, Gibraltar, Italien, Spanien, Schweiz, Rußland, Oesterreich-Ungarn, Kroatien, Südafrika, Indien, Philip­pinen, Australien, Brasilien, Peru, Mexiko, Canada, Persien, Malta, Vereingte Staaten, Uruguai. Grüße Briefe und Telegramme waren von vielen Staaten einge­laufen, unter anderen auch von Borrac dem Rektor der Universität in Dijon und General Sebert, dem Präsidenten des Intern. Kongreßkomitees in Paris, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten Taff und seinem Vorgänger Roose­velt. In der Nachmittagssitzung wurde Dr. Zamenhof vom Kongreß ein besonderes goldenes Abzeichen geschenkt, und ihm dieses von Dr. Edwin C. Reed überreicht. Fräul. Dr. Jdy Kellermann - Amerika wurde beglücktwünscht wegen einer neuen vortrefflichen Esperantogrammatik. Des Abens fand eine Mondscheinfahrt auf dem St. Johns den Potomac entlang statt. Am Dienstag den 16. August fan­den verschiedene Fachsitzungen statt im Gebäude der George Washington Universität. Es tagten das Sprachkomitee, Juristen, Aerzte, Eisenbahner, Pflegerinnen, Ingenieure, Journalisten, Freidenker und die katholische Weltvereini­gung. Abends wurde das Shakespearesche StückAs you Like it" in Esperantoübersetzung aufgeführt. Es bedarf keiner Hervorhebung, daß auch diese Aufführung genau so wie die vorhergegangenen in Dresden und Barcelona, den Beweis für die Tauglichkeit von Esperanto erbrachte, Bühnenwerke der hervorragendsten Geister den Ange­hörigen aller Nationen so nahe zu führen, als wären sie in der eigensten Muttersprache geschrieben. Die nächsten Tage waren der Arbeit gewidmet. Von der zweiten offiziellen Sitzung, die am Mittwoch stattfand, ist besonders der Be­richt von Dr. Mybs-Altona bemerkenswert. Er verlas auch Berichte über das internationale Organisationskomitee im Namen des Generals Sebert und über das Sprachenkomitee im Namen des Präsidenten Rektor Borrac von der Uni­versität Dijon. An diesem und den folgenden Tagen fanden Sonderversammlungen statt vom Sprach- und Organisa­tionskomitee, Juristen, Aerzten, Eisenbahnern, Inge­nieuren, Rotes Kreuz, Journalisten, Freidenkern und Katholiken. Ein Vergnügen wurde abgesagt, infolge der Nachricht von dem Tode des Präsidenten von Chile, Montt, der sich lebhaft für die Verbreitung von Esperanto in Chile interessiert hatte. Am Donnerstag den 18. August wurden die Preise des literarischen Wettbewerbs verteilt und aus der Hand von Frau Prof. Marie Hankel aus Dresden ent? gegengenommen. Den Preis für das beste Gedicht über all­gemeine Bruderliebe bekam Herr Souza aus Brasilien. Für die Wiedergabe desselben Textes in Prosa erhielt den Preis Herr Higgs aus England. Für die beste kurze Ge­schichteWie ich Esperantist wurde", Herr Hall aus Cleve­land. Außerdem bekamen Preise Herr Church aus Boston für eine Abhandlung über die Bibel, für die Aehnlichkeit zwischen Zamenhof und Lincoln Herr James Robbie aus Schotttand, und über den Nutzen von Esperanto für den Handel, Herr Vogler aus Hamburg in Deutschland. Nach­mittags fand im American League Park ein Vase-Ballspiel statt. Die Regeln des Spieles waren in Esperanto über­setzt und wurden den Besuchern in einem kleinen Büchlein erläutert. Am Abend wurden verschiedene Vorträge in Esperanto gehalten, z. B. über Antwerpen und über die Ausstellung in Panama im Jahre 1915 und die Esperan­tisten wurden eingeladen, im Jahre 1915 ihren Kongreß in New Orleans abzuhalten, eine andere Einladung kam von St. Franzisko. Der Frettag war wieder verschle ene i Fachsitzungen gewidmet, z. B. Fachbeamte. Theosop )i| -

Celte 8

Kaufleute, Bankbeamte, Friedensfreunde, Veaetarian^ Lehrer, Universal« Esperanto Asocio. Für den Abend war ein internationaler Ball in dem Hauptauditorium von Arlington vorgesehen, bei dem es jedem freistand in einem Nationalkostüm zu erscheinen, wie solche Bälle bereits bei sämtlichen früheren Kongressen veranstaltet worden waren. Die Zeitungen haben ausführlich über das farbenreiche Bild berichtet. Am Samstag fand die Schlußsitzung im Arlington-Hotel statt. Antwerpen wurde zum Vorort den Kongreß 1911 gewählt und als Ergebnis des Kon­greßes festgestellt, daß von den 46 Staaten Nordamerikas 35 vertreten und zwar zum ersten Male auch die stattliche Zahl von 15 Regierungen offiziell vertreten waren, um sich selbst ein Urteil über Esperanto zu verschaffen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß es ein günstiges sein wird. Nach Schluß des Kongreßes hielt noch am Samstag abend Colonet Pollen in englischer Sprache einen Propaganda­abend, er, der die ganze Welt bereist hat und überall Espe­rantisten traf. Außer ihm sprach noch ein Kroate Michael Plesche in Esperanto, 22 Jahre alt. Er kam aus zwei Gründen nach Amerika, zum Kongreß und zur Universität in Chicago, wo er einen Bruder hat. Er versteht kein Wort englisch. In der Schweiz war ihm sein ganzes Geld ge­stohlen worden, doch setzte er die Reise mit Hilfe der Espe­rantisten fort. In Amerika machte er sich, wo erforderlich, mit Hilfe eines sogenannten Esperantoschlüßels verständ­lich. Dr. Zamenhof sprach ebenfalls und verabschiedete sich dann, um noch den Niagarafall und andere Sehenswürdig­keiten zu besichtigen, ehe er nach Warschau zurückkehrt. Auch er äußerte sich voll befriedigt vom Kongreß.

GericbtsTaal.

Sitzung des Schöffengerichts Langenselbold vom 7. September.

Der Maler Heinrich H. zu Langenselbold begann im Februar in Marburg einen kinematographischen Betrieb. Daß das Geschäft eine befriedigende Entwickelung nicht nehmen würde, war wohl vorauszusehen. Denn einmal ist H. noch sehr jung, nicht volljährig, und zum andern hat er auch kein Geld. Das Lokal in Marburg gehörte dem Fuhrunternehmer Karl L. in Frankfurt a. M., der eine hohe Miete verlangte und das Mobilar war ihm auf Abschlags­zahlung von dem Kaufmann Salomon M. aus Langen­selbold geliefert worden. Als er die ersten Mieteraten nicht zahlen konnte, verpfändete er einen Teil des Mobilars, ein Musikinstrument und 80 Stühle im Werte von 570 Mark an L., obwohl M. sich das Eigentumsrecht bis zur voll­ständigen Bezahlung Vorbehalten hatte. Wegen Unter­schlagung wurde er zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Der Tagelöhner Karl T. aus Hanau arbeitet in einer Fabrik in Langendiebach, in der auch die 15jährige Helene Dl. be- schäfligi ist. Am 4. Juni fiel er ihr, als er sie in einem Raume allein traf, lästig und beleidigte sie tätlich. Der Angeklagte, der schon häufig, auch wegen Sittlichkeitsver­brechens, vorbestraft ist, wurde wegen tätlicher Beleidigung mit 3 Monaten Gefängnis bestraft. Freigesprochen wurde der Weißbinder Wilhelm F. von Langenselbold. Er war angeklagt, seine Ehefrau am 19. Juni in einer daS Leben gefährdeten Weise mißhandelt, eine Woche später seinen Sohn mit einem Beile und Messer angegriffen und seine Frau wiederum mißhandelt zu haben. Da letztere den zuerst gestellten Strafantrag inzwischen zurückgezogen hatte, so mußte wegen der letzterwähnten einfachen Mißhandlung daS Verfahren eingestellt werden. Im übrigen konnte nichts Ge­naues festgestellt werden. Zuerst war die Frau F. zum Gendarmeriewachtmeister Grüll und Dr. Claus gelaufen, hatte ihren Ehemann der schweren Mißhandlung bezichtigt, die Spuren derselben gezeigt und namentlich durch Dr. Claus feststellen lassen, daß eine Rippe geknickt war. Heute wollt« sie nichts Genaues wißen und meinte der Rippenbruch rühr« wohl davon her, daß sie durchs Fenster gestiegen und aus einen Stuhl gefallen sei. Da der Gutachter, Dr. ClauS, meinte, die Rippenknickung könnte auch in dieser Weise er­folgt sein, so wurde rote geschehen erkannt, die Kosten indes der Frau Fuchs, der Anzeigerin, auferlegt.

Verlosungen. (Ohne Gew.)

Stadt Augsburg 7 fl. - Lose. Ziehung vom 1. September 1910. Auf die am 1. August 1910 gezogenen Serien: 199 232 507 753 838 1062 1168 1187 1404 1406 1472 1966 1979 2060 2119 entfallen folgende Haupt­preise : Serie 2060 Nr. 84 zu Mk. 4285.72. Serie 1168 Nr. 21, Serie 1406 Nr. 48, Serie 2060 Nr. 25 je Mk. 857.10. Serie 232 Nr. 22 44, Serie 507 Nr. 25, Seri« 838 Nr. 22, Serie 1406 Nr. 95, Serie 2060 Nr. 51, Serie 2119 Nr. 12 je Mk. 342.66. Serie 199 Nr. 33, Serie 232 Nr. 61, Serie 507 Nr. 22 70, Serie 838 Nr. 13, Serie 1062 Nr. 83, Serie 1406 Nr. 23, Serie 1979 Nr. 2 52 55 85 100, Serie 2060 Nr. 85 95, Serie 2119 Nr. 98 je Mk. 85.71. Serie 753 Nr. 7 41, Serie 1062 Nr. 48, Serie 1168 Nr. 6, Serie 1187 Nr. 69, Serie 1404 Nr. 62, Serie 1979 Nr. 11, Serie 2060 Nr. 83 je Mk. 68.57. Serie 199 Nr. 25, Serie 232 Nr. 55, Seri« 753 Nr. 53, Serie 838 Nr. 69, Serie 1062 Nr. 6 97, Serie 1187 Nr. 47 80, Serie 1966 Nr. 71, Serie 1979 Nr. 32 je Mk. 51.43. Serie 1062 Nr. 19, Serie 1163 Nr. 9, Serie 1404 Nr. 88, Serie 1406 Nr. 68 Serie 1472 Nr. 39, Serie 2119 Nr. 75 86 92 je Mk. 48. Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern wer en mi Mk. 20.57 eingelöst. Auszahlung sofort.

Schiffsnachrichten.

(Mitget-ilt vom Vettâ des ^^

Die Dampfer des Norddeutschen LloydKaiser Wilhelm der Große" ist am 6. September wohlbehalten m New-York

angekommen.

Now-Novk, 5. Septbr. Der DampferRotterdam" von der Niederländisch - Amerikanischen - DampfschiffahrtS- Gesellschaft ist gestern hier eingetroffen.