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Septem»-»

NA"0bn eingestürzt. Verkehr ist unterbrochen -

Strafe sind bei einem Großbauern in

S co o Nlach bei Aichach aus dem Pferche gestohlen worden __ ^r nirti i'rOnleA ^s ^ ml Gymnasiast eine Äuget In die Brust w A? Abi 7 Während zirka 20 Perlenen, «ind-rund -è' Ma"?, Äst» iS SojautefaJben 1St» NK°h7m°°°.^ st/,f'/f°is Alle wurdkn

beT? r ^s^^^^^èiude errichtet wird, statt. __ ^n 0 b e r t sollte der verheiratete Besenbinder 9rnR»n bem «erdacht, ein Sittlich,el,-verbreche? deg^ verhaftet werden. In dem Augenblick, als her BeamteYieB n9 Althens betrat, schoß sich dieser eine Kugel in den ^als flirrt.0 nUn05lO em ^"^""^^ wurde er ins Krankenhaus überge-

Spandau, Anfang September. Die gute Stadt Svandau bat in Sachen 7t a^ Zahlung von Oberlehrergehältern eine empfinblt^e, aber wohlverdiente Niederlage erlitten beu KMallklaren SBorttautes d-r B°^üuLg-°u^ &r»^i ®: :?i° Di-ust-inkvmm nLstltniL regeln sich nach den i e w e i l i a für hie nnrl*,;11

gleiiher Art angestellten Oberlehrer bezw. Lehrer geltenden Bor schrrsten, verweigerte die Stadt die gesetzliche Racbstabt»n 1908 Darauf Klage seitens der Ob?ttehrer und EntsL des Landgerichts 3 Berlin, selbstverständlich u ibien Gunsten. Darauf Berufung der Stadt beim Kgl. Kammerae Danius^ ^ei tn unb.ebcn^ selbstverständlich Zurückweisung, ^arauf il y a aussi des iuges â Leipzig Revision beim ^.?â.^bsie richt. Zwei Rechtsanwälte beim Reichsgericht oer- standige Leute, die mit der Vertretung der Stadt betreut werben ^klaren die völlige Aussichtslosigkeit des Prozesses Daraus zieht um weiterer Blamage 3U entgehen, die Stadt die Revision Zurück und zahlt: 1. den Mehrbetrag an Gehalt für 19050 m ^^/.^^ Zinsen vom 1. April 1908 bis 1. Juli 1909 3 die Eerichtskostön- 4. die Anwaltskosien. - Nur schade daß Stadt nicht»»« '^ ^lcße Prozesse zu führen sich getrauen, die Kosten steter N°K"âs

Die Zarenfamilie in Friedberg.

T««?^?^ Ä Ilsens, 5- Septbr. Der Kaiser von Ruß­land, das Großherzogspaar, sämtliche Prinzen und Prin­zessinnen machten heute nachmittag einen Ausflug in Anto- mobilen nach der alten Burgruine Münzeberg, welche drei M^len von Friedberg mitten in der Wetteran liegt und nach ihren beiden in die Wetterau ragenden Türmen daS Wetterauer Tintensaß genannt wird. Die Herrschaften kehrten, nachdem sie eine kleine Erfrischung zu sich genommen hatten, nach Friedberg znrück Die Kaiserin verbrachte die Zett m Friedberg im Schloßpark meist lesend. Gegen Abend machte der -Herzog Paul von Mecklenburg, welcher in Bad I Nauheim zu Besuch ist, dem Kaiserpaar seine Aufwartung.

GerichtsTaal.

Schlutzverhandlung und Urteil gegen den Wunder- dottor von Hartenrod.

-r. Marburg, 5. Septbr. Heute nachmittag um 4 Uhr

?Un * Verhandlung gegen die Inhaber des Hartenroder Heuinstitutes, Dikonieit und Zimmermann, wieder ausge­nommen. Als die Türe zum Zuhörerraum geöffnet wurde, gab es einen solchen Ansturm seitens des Publikums, daß Banke und Stühle umflogen. Der Raum war in kurzer Zeit Licht gefüllt und viele mußten unverrichteter Sache wieder umkehren. Bei Eintritt in die Verhandlung nahm zunächst der Staatsanwalt wieder das Wort. Er wies die Vorwürfe welche der Verteidiger Justizrat Dörffler am Samstag gegen , ^oun erhoben und die wir ja auch in unserem Berichte s '^ ^^ Aktien, zurück. Letzterer habe nur das getan, was seine Pflicht gewesen, und diese habe darin bestanden, Leute die ihm als Betrüger erschienen, vor den Strafrichter zu bringen. Was Dr. Haun in der Verhandlung vorgebracht, habe er ruhig und sachlich vorgetragen. Was die Inserate anlange, so sei durch diese das Feld für die Tätigkeit der Angeklagten verbreitet worden. Der erste Besuch bei ihnen sei immer entscheidend gewesen, die Patienten seien dadurch morden, Geld zu bezahlen. Beide hätten wohl in der Adstcht gehandelt, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen.

Strafe keineswegs zu hoch, wenn man bedenke, datz die Angeklagten Leben und Gesundheit ihrer Mit­menschen geschädigt hätten. Der Angeklagte Dikomeit, der nunmehr das Wort nahm, bestritt, falsche Diagnosen gestellt zu haben; seine 4000 Geheilte seien dafür der beste Beweis I Wie er die Krankheiten so schnell erkannt habe, sei seine I ^ache, das könne er niemand beschreiben. Er kam dann auf die einzelnen Fälle, bei denen ihm strafbare Handlungen vor- geworfen wurden, zu sprechen und fügte hinzu, daß er un- heilbare Kranken, denen er auch nicht hätte helfen können, unterstützt habe. Als er verhaftet worden sei, habe er 600 JJislrt verdient gehabt, und wenn seine Frau nicht durch Dr Steiner unterstützt worden wäre, hätte sie Not leiden müssen. Seine Medikamente hätten Heilkraft gehabt. Beweis 4000 ^heilte er habe auch den Baunscheidt'schen Apparat nach jeder Benutzung gereinigt Der Angeklagte Zimmermann wies den Vorwurf der Gemeinschaft mit Dilomeit zurück. Die Inserate habe er zwar verfaßt, aber durch diese sei doch memand gekommen. Seine Drogerie habe einen Wert von 2000 M . gehabt, Witwen und Waisen habe er gratis die Medikamente gegeben und dann sei auch der Borwurf der Beleidigung und des Widerstandes völlig haltlos. Den Baunscheidtismus habe er seit einem halben Jahr studiert und bei Bekannten und Verwandten in Cassel viel ange­wandt. Er habe den Patienten auch keine falschen Vor- p'^lklungen gemacht. Vielfach habe er aus christlicher Liebe und Barmherzigkeit gehandelt und keine Geschäfte damit ge= "'?cht. Er halte die verbüßte Untersuchungshaft für ge­nügend Bestrafung. Das abends um 10 Uhr verkündete urteil lautete gegen Dikonieit auf ein Jahr 2 Monate Ge- in'$ unb 500 Mk. Geldstrafe, gegen Zimmermann auf Monate Gefängnis und 300 Mk. Geldstrafe. 5 Monate «nteyuchungshaft kommt bei beiden in Anrechnung.

Oefseiitlichcr Wetterdienst.

Witterung für die Jett vom m° ud , * September bis zum nächsten Abend, ^"sheiternd, meist trocken, kühl.

Briefkasten.

b»°^?'"-Esch. Di« prcubisch-n Gendarmen sind mahl oerechtlüt ium deutschen Reichstaa.

Steudte»

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

. ®*r ^en : 1 schwarze Handtasche mit Portemonnaie und über 58 Mk. Inhalt, Handschuh, Taschentuch.

Hanau den 6. September 1910.

Hus aller Mett.

o+ Hwei Nächte auf den Gletschern. Aus Tirol wird der Doss teu« Ä'Ä erl.nes 5er schlimmsten hochtouristischen Äben- »T ?erlmerFngemeur Albin Rottenberger und der ^hsr^rtT ^aufmann Wilh. Giersch während der letzten Tage m der Ortlergrupve ausgestanden. Sie waren mit zwei anderen §??r.e". *â lrer Schaubachhütte aufgebrochen, um die gewaltige . s 9 4. » s^ _dem ver- Kbnciten Talschluß von Sulden und über den Eisströmen des Suldener Ferners erhebt. Ihre jäh abstürzenden Flanken und mSAS suchen sie zu einem der schönsten, aber auch gefährlichsten Gipfel Tirols. Da ein Unwetter heraufzuziehen S ^n&i^ zurück während Rottenberge! und Kl^ des Windes und Hagels begannen von den höheren Teilen des Berges Steine He'rabiu- fallen. Rottenberger, der ooranftetterte, wurde im Gesicht ge- trèn und erlitt M-i stark blutend« V-rl°Nuna°7 Meri« wollte ihm nun den Rucksack abnebmen, als neue Steine herunter' fielen von denen einer den Rucksack traf und ihn in die Tiefe schleuderte. Da sich die Steinschläge vermehrten und Rotten­berger arge Schmerzen im Gesicht hatte, wurde der Abstieg anae- treten Bald verhinderte jedoch ein Nebel jede Aussicht, weshalb sich die zwei Bergsteiger entschließen mußten, die Nacht in der JRilpnts zu verbringen. Hungernd und frierend setzten sie am nächsten Morgen den Abstieg fort,der ihnen durch strömenden Regen und dichten Nebel so erschwert wurde, daß es fast unmög­lich war, sich auf dem wildzerklüfteten Eisfeld des Sulden- gletschers zu orientieren. So kam es, daß die beiden den ganzen umherkletterten und abends noch auf dem Gletscher waren. Vollständig erschöpft und vom Hunger gequält, verbrachten sie bie zweite Nacht auf dem Gletscher. Eine Erpedition, die von Sulden aufgebrochen war, um die beiden zu suchen, kam mit der irrigen Meldung zurück, daß sie in der HochjochhÜtte einge­troffen seien; das waren aber andere Touristen gewesen. Am dritten Tage schleppten sich Giersch und Rottenberger nur noch mühsam vorwärts. Beim Passieren einer schwierigen Stelle hatte Rottenderger außerdem das Unglück, zu stürzen. Er kol­lerte vor den Augen seines Gefährten eine Strecke weit hinab und verletzte sich so, daß er nicht mehr aufftehen und kaum reden konnte. Giersch band ihn an einem Felsvorsprunae fest und ge­langte endlich allein, voMtändig ermattet, in die Cchaubachhütte. Sofort brachen von dort Bergführer auf, denen es gelang Rottenberger aufzufinden und in die Hütte zu tragen. Er hatte einen Riß in einer Riere erlitten und sah wie ein Sterbender aus. Ein aus dem Suldenhotef herbeigeholter Arzt behandelte ihn Er befindet sich nun auf dem Wege der Defferung. Während "vs aus dem Felsen lag, war er noch mehrmals von yerabsturzenden Steinen getroffen worden.

Drahtnachrichten

Kaiserliche Anerkennung.

London, 6. Septbr. Dem HandelSamie find zur Ueber- Mittelung an einen Polizeibeamten unb zwei Bootsleute aus Leith goldene Uhren zugegangen, die der beutle Kaiser in Anerkennung ihrer beim Kentern eines dem SchonerHein­rich" aus Geestemünde gehörigen Boote» am 1. Januar 1910 geleisteten Dienste für sie bestimmt hat.

Generaloberst v. b. Goltz.

Berlin, 6. Septbr. Nach einem Kieler Blatte ver­breitete da» Herold-Bureau, daß der Kaiser das Abschieds­gesuch des Generalobersten Frhrn. v. d. Goltz genehmigt I habe unb daß der General al» Generalinstrukteur der tür­kischen Armee nach Konstantinopel gehe. Nach demBerl. Tagebl." ist beides falsch. Richtig sei nur, daß dem General ein 45tâgiger Urlaub zur Teilnahme an den türkischen I Manövern bewilligt wurde.

Aviatik.

Paris, 6. Septbr. Bei den gestrigen Schauflügen zu Havre erhielt der deutsche Aviatiker Wièncziers den Paffagier- preis. Er war nahezu 61 Kilometer in einer Stunde und einer Minute mit einem Passagier an Bord geflogen.

Paris, 6. Septbr. Wie der bekannte Aviatiker Bleriot ! den Blättern mittèilt, hat der Kriegsminister bei ihm nicht zehn, sondern zwanzig Eindecker bestellt, darunter 17 zweisitzige.

Revolvsraltentat.

Berlin, 6. Sept. In der Schulstraße wurden durch das Fenster in eine Parterrewohnung, in bet sich die 17 ährige Frieda Echtermeier mit ihrem acht Wochen alten Kinde und j ihrem Bräutigam befand, drei Revoloerschüsse abgefeuert. Eine der Kugeln traf die Echtermeier in die linke Brustseite Die Verletzung ist schwer aber nicht lebensgefährlich. Man vermutet, daß der zukünftige Schwiegervater, der gegen eine Verbindung seines Sohnes mit dem Mädchen war daS Attentat verübt hat. Die Polizei leitete die Verfolgung des mutmaßlichen Täters ein.

Unterschlagung.

Berlin, 6. Septbr. Wegen Unterschlagung von 2000 SJarf wurde bei Postassistent Brüggemann vom Postamt 55 m der Winsstratze verhaftet. Die Unterschlagungen sollen Mehrere Monate zurückreichen.

Reines Radium. I

Paris, 6. Sept. Frau Curis, die Witwe des berühmten Chemikers teilte der Akademie der Wissenschaft mit, daß es ihr im Verein mit dem Chemiker Debierne gelungen sei reines Radium in metallischem Zustande' herzustellen' ndem sie ein Dezigramm Radiumsalz auf elektro- lytischem Wege behandelten. Das reine Radium hat ba§ Aussehen eines weißen Metalls, das von Eisen stark an- gezogen wird, sich rasch an der Luft zersetzt und dann I schwarz wird. Das reine Radium verbrennt, das mit ihm stark "^""9 kommende Papier und oxidiert Wasser sehr

Erschossen.

Paris, 6. Septbr. Aus Constantine (Algerien) wird ge­meldet, daß der Mühlendirektor Bacheley, als er mit seiner Gattin auf der Veranda seines Landgutes zu Mohuna beim Mittagessen saß, erschaffen wurde. Man vermutet, daß das I Verbrechen von Eingeborenen aus Rachsucht verübt wor- 1 den ist. 1

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4°/o Rum. amort.

101.70

91.20

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101.70

Prioritäts-Obligat.

convert. 4V3®/o Russen 4°/o 1902er Russen 4°/o Serben 4°/oUngarn(Gold)

10030

92.50

83.80

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5°/e Oesterreich. Süd- bahn (Bomb.)

4°/o Oester. Südb.

4°/o Oesterr. Staatsb.

von 1883

99.50

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97.50

99.40

82.50

97.50

4°/o Kronen 5% Chinesen

92.10

102.-1

92.10

102.

4°/o Russ. Südost.

«/ Rybinsk E.-B.

89.50

89.40

89.90

89.60

Zank-Aktien.

5°/o I. Anatolier

100.20

100.10

Berliner Handels- gel.-Aktien

170.25

170.25

3°/o Salonique Monastir-Anl.

66.80

66.60

Darmstädter Bank

131 70

131.50

Disk.-Komm. A.

189.30

189.10

Pfandbriefe.

Dresdner Bank-

159.50

4°/e Frankf. Hypoth.-

Aktien

159.50

Bank, Ser. 20

100.60

100.60

Mitteldeutsche

119.40!

4"/aFrankf.Hypothek.-

Kreditbank

119.25

Kredit-Ver., Ser. 48

100.40

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