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Erstes Blatt.

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General-Anzeiger

Amtlichrs Orga» für Stadt- and Faudkreis Haas».

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sinn» und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

«eranimerU. Redakteur: G. GchreSer h -««u.

Nr. 188 Mernsprechauschliift Nr. 605.

Samstlig den 13. August

Ferusprechauschlutz Nr. 605»

1910

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14 Seiten._________

Amtliches.

Eandkreis Kanau.

In der Gemarkung Großauheim ist die Schweineseuche erloschen.

Hanau den 11. August 1910.

Der Königliche Landrat.

V 4676 Fr h r. La ur.

An die Herren Bürgermeister des Kreises.

Mit Rücksicht auf die bisherige schlechte Witterung ersuche ich in diesem Jahre den Beginn der Aepfelernte auf einen späteren Zeitpunkt als in den früheren Jahren frühestens auf den 26. September d. Ä. fest- jusetzen. (§ 1 der Polizei-Verordnung vom 5./12. 88.) Die völlige Reife ist kaum vor dem oben bezeichneten Zeitpunkt zu erwarten.

Bis zum 1. N. Mts. spätestens ist mir anzuzeigen, auf welchen Tag der Beginn der Aepfelernte für ihre Ge­meinde festgesetzt ist.

Hanau den 11, August 1910.

Der Königliche Landrat.

V 4710 Frhr. Laur.

Stadtkreis Fjana«. Bekanntmachung.

Die Lieferung von 600 m wilden Rand­steinen, 190 cbm Steinschlag (Anamesit oder Hart­basalt) 3700 qm Kleinpffastersteinen und 185 cbm Mosaiksteinen soll unter Zugrundelegung der Be­dingungen für die Ausführung von Arbeiten und die Liefe­rung von Materialien für die Stadt Hanau zusammen oder in getrennten Losen vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rat­haus, Zimmer 22, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.

Verschlossene, mit entsprechender Aufschrift versehene An­gebote sind bis zum Eröffnungstermin am 22. d. Mts., vormittags 11 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa er­schienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 4 Wochen.

Hanau den 12. August 1910.

Der Magistrat.

Hild. 17645

Bekanntmachung.

Die Ausführung von 9600 qm Mosaikpflaster soll unter Zugrundelegung der Bedingungen für die Aus­führung von Arbeiten und die Lieferung von Materialien für die Stadt Hanau im ganzen oder in getrennten Losen ver­dungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rat­haus, Zimmel 22, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.

Verschlossene, mit entsprechender Aufschrift versehene An­gebote sind bis zum Eröffnungstermin am 22. d. Mts., vormittags IP/a Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 4 Wochen.

Hanau den 12. August 1910.

Der Magistrat.

Hild. 17643

Bekanntmachung

Arbeitsuchende in der Zeit vom 6. bis 12. August 1910:

2 Arbeiter, 1 Fahrbursche, 2 Kausburschen, 1 Heizer, 1 Malergehilfe, 1 Schneider, 1 Schreiner, 4 Tagelöhner.

Hanau den 13. August 1910. 17641

Städtische Arbeitsvermittelungsstelle.

Straßensperre.

Wegen Vornahme von Walzarbeiten, sowie Herstellung von Kleiupflaster wird die Kreisstraße MühlheimDietes­

heim für den sämtlichen Fuhrwerksverkehr von Dienstag den 16. August L I. ab bis auf weiteres vollständig gesperrt. Die Fuhrleute werden auf die in Groß- und Klein-Steinheim, Mühlheim, Dietesheim und Offenbach aufgestellten Warnungstafeln, welche genau zu be­achten sind, aufmerksam gemacht.

Fuhrwerke von Offenbach nach Klein- und Groß-Stein- Heim und darüber hinaus haben ihren Weg über Bieber, Tannenmühle zu nehmen, ebenso umgekehrt; Fuhrwerke von Hanau und Umgebung in der Richtung nach Offenbach be­nutzen am vorteilhaftesten die rechtsmainischen Straßen.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden und in Verbindung stehenden Gemeinden, wollen vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise genügend bekannt machen lassen.

Offenbach den 23. Juli 1910.

Großherzogl. Kreisamt.

V 4743 J. V.: Dr. Reitz.

Politische Rundschau.

Die Ermäßigung des Weltpostportos. Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin setzen ihre be­kannten, auf die Herabsetzung des Welpostportos gerichteten Bestrebungen fort. Von den Verhandlungen ausgehend, die für die holländisch-belgische Annäherung auf wirtschaftlichem Gebiet gegenwärtig in Brüssel geführt werden, und bei denen auch die Frage einer auf die Ermäßigung des Briefportos abzielenden Postkonvention zwischen beiden Ländern eine wichtige Rolle spielt, sind die Aeltesten der Kaufmannschaft in einer neuen Eingabe an den Staatssekretär deS Reichs- Postamts dahin vorstellig geworden, auch von deutscher Seite auf den Abschluß eines derartigen Abkommens mit den uns wirtschaftlich besonders nahestehenden (Krenzländern Holland und Belgien hinzuwirken. Ferner haben die Aeltesten der Kaufmannschaft unter erneutem Hinweis auf die große Be­deutung, die die Verbilligung des Postverkehrs für die Ent­wicklung unseres Wirtschaftslebens im allgemeinen und für die Ausdehnung unseres Weltverkehrs im besonderen hat, ihre schon früher mehrfach gestellten Anträge wiederholt, auf dem Wege von Sonderabkommen auch im Verkehr mit unsern sonstigen Nachbarländern der Schweiz, Dänemark, Frankreich, das Briefporto auf die Jnlandssâtze zu ermäßigen und dafür einzutreten, daß auch bei Handelsvertragsverhand- lungen mit andern Ländern die Ermäßigung der Portosätze regelmäßig in Erwägung gezogen werde.

Die Bernssgenossenschast für die Binnenschiffahrt.

Nürnberg, 11. Aug. In der heutigen 25. Genoffen­schaftsversammlung der Westdeutschen Binnenschiffahrts- Berufsgenossenschast, die am Vorabend von Oberbürgermeister v. Schuh begrüßt worden war, betonte der Präsident des Reichsversicherungsamts, Dr. Kaufmann, daß die berufsge- noffenschaftliche Organisation sich auch das große Verdienst erworben habe, das Unternehmertum persönlich zusammenzu­führen und dadurch die Mainlinie zu einem historischen Be­griff zu machen. Die deutschen Unternehmer hätten bei der Durchführung ihrer großen Aufgabe nicht nur den Geld­beutel, sondern auch die Herzen geöffnet. In einem Vor­trage über die 25jährige Wirksamkeit der Berufsgenoffenschaft bemerkte Dr. Stein-Duisburg, daß die Arbeiterverstcherungs- gesttze zu einem wesentlichen Teile die Spannung zwischen Unternehmer und Arbeiterschaft verringert haben. Jetzt fänden große und gewaltige Streitfragen zwischen diesen beiden Be­rufsständen in Formen ihren Austrag, bei denen jedes Ein­greifen der staatlichen Gewalt überflüssig sei und alle Teile der Bevölkerung mit Ruhe dem Streite zusehen könnten. Die Arbeiterversicherung sei heute eine erfolgreich gelöste Auf­gabe, die den sozialen Kämpfen vieles von ihrer Schärfe ge­nommen habe. Aus den Beratungsgegenständen ist hervor­zuheben, daß neue Unfallverhütungsvorschristen genehmigt wurden, die wesentliche neue Schutzvorrichtungen vorsehen.

Erfolge der Fürsorgeerziehung.

In letzter Zeit sind wiederholt Stimmen in der Presse laut geworden, daß die Fürsorgeerziehung in Preußen bisher keine oder doch nur geringe Erfolge gezeitigt habe. Veran­lassung boten hierzu in der Hauptsache einige bedauerliche Einzelfälle, so die Unterschlagung der Kontoristin Felicitas Teltz und die schweren Verfehlungen des jugendlichen Scheck­räubers Conrad. Von den in der Fürsorgeerziehung ar­beitenden Männern und Frauen ist demgegenüber dem e- dauern Ausdruck gegeben, daß solche Einzelfälle ohne u verallgemeinert würden. Wie wenig dies berechtig U , _ eine an dieNordd. Allg. Ztg." gerichtete Zuschrift aus

Provinzialverwaltungskreisen zeigen, die in dieser Hinsicht besonders interessant und lehrreich ist.

Die jährlich erscheinende Statistik über die Fürsorge­erziehung Minderjähriger, bearbeitet im Königlich preußischen Ministerium des Innern, enthält ganz genaue Angaben über die mit der Fürsorgeerziehung gezeitigten Erfolge. DaS Mi­nisterium stützt seine Angaben auf die ihm durch die Ober- präsidenten zugehenden Berichte der die Fürsorgeerziehung ausführenden Kommunalverbände (Provinzen). Das Mini­sterium ist auf Grund dieser Unterlagen zu dem Ergebnis gelangt, daß die Erfolge gut zu nennen seien. Einzelheiten sind aus den ebenfalls in der Statistik abgedruckten Berichten der Landeshauptleute bezw. der Oberpräsidenten der einzelnen Provinzen zu entnehmen. Danach kann es gar keinem Zweifel unterliegen, daß selbst bei den in hohem Grade verwahrlosten Burschen und Mädchen durch eine planmäßige jahrelange Erziehung ganz Vorzügliches erreicht wird.

Um aber allen Zweifeln zu begegnen, so wird weiter in der vorerwähnten Zuschrift ausgeführt, hat das Ministerium des Innern 1909 eine von sämtlichen Kommunalverbânden zu erhebende Statistik angeordnet über alle die Fürsorge- zöglinge, die in der Zeit vom 1. April 1904 bis 31. März 1909 zur Entlassung gekommen sind, sich also jetzt 1 bis 5 Jahre selbständig im bürgerlichen Leben bewegen. Die Ergeb­nisse der einzelnen Provinzen gehen an das Ministerium, welches alsdann die Schlußrechnung aufmachen wird. Wenn auch bis jetzt bit Ergebnisse erst teilweise vorliegen, so läßt sich doch jetzt schon erkennen, daß Arbeit und Kosten der Für­sorgeerziehung nicht umsonst aufgewendet sind.

DieNordd. Allg. Ztg." berichtete bereits kürzlich über das Bild, welches sich auf Grund der Erhebungen im Regierungsbezirk Cassel ergeben hat. Das Bild war hocherfreulich. Neuerdings hat auch die Rheinprovinz ihre Ermittlungen veröffentlicht, wonach bei männ­lichen Zöglingen ein Erfolg zu verzeichnen war bei 63,8 v. H., bei den weiblichen Zöglingen bei 62,7 v. H. Von 389 Mädchen, die seinerzeit der Fürsorgeerziehung überwiesen waren wegen Unzucht, führen sich jetzt 76,9 v.H. in der Beziehung gut; 50,9 v. H. der Mädchen hat sich verheiratet. Von 344 vorbestraften männlichen und 129 weiblichen Zöglingen haben 211 bezw. 100 sich von Ueber- Iretungen der Strafgesetze freigehalten. Auch dies Ergebni- muß als durchaus zufriedenstellend bezeichnet werden.

Wie der Vertreter des Ministers deS Innern auf dem Allgemeinen Fürsorgeerziehungstag in Rostock im Juni d. J. erklärt hat, ließen die bisher vorliegenden Ermittlungen, da eS sich um Provinzen deS Ostens und Westens, des Norden-, Südostens und des Herzens der Monarchie handle, mithin die hier getroffenen Feststellungen auch als typisch für die übrigen Provinzen angesehen werden könnten, erkennen, daß das Gesamergebnis voll befriedige. Dem allgemeinen Durch­schnitt nach haben sich 74 v. H. der männlichen und 78 v. H. der weiblichen Zöglinge genügend beziehungsweise gut geführt, bei 9 v. H. der männlichen und 11 v. H. der weiblichen war die Führung zweifelhaft und bei je 16 v. H. schlecht. Die Ergebnisse werden noch bester bei den Zög­lingen, die in einem Alter bis zu 14 Jahren der Fürsorge­erziehung überwiesen sind; von diesen haben sich 88 v. H. der männlichen und 93 v. H. der weiblichen Zöglinge ge­nügend bezw. gut geführt. Wenn man daS Material inS Auge faßt, welche« der Fürsorgeerziehung überwiesen wird es sind doch immer die schlechtesten der Minderjährigen, so muß man zu dem Schluß kommen, daß hier wahrhaft Großes geleistet ist. Ein an sich bedauerlicher Einzelfall sollte daher bei verständiger Würdigung der Sachlage nicht benutzt werden, die Fürsorgeerziehung in der öffentlichen Meinung zu schädigen.

Randel, Gewerbe und Verkehr.

Die Preußische Central-Bovenkrevit-Aktien-Gesea' schaff zu Berlin hat im März d. Js. eine neue 4-prozen- tige Pfandbrief-Anleihe in den Verkehr gebracht, ''Unoerlos- bare 4-prozentige Central-Pfandbriefe vom Jahre 19w , im Gesamtbeträge von 60 000 000 Mk ,awoh an der Ber- liner Börse, wie auch. an allen großen^d^tschen Börsen plätzen, an welchen die Pfandbriefe ^âiebeling--d seitdem ®X JnHInWür. Die »efeWwt durch m»»lkrsâ d.I Kündigung oder Rückzahlung Bifrcn mußten sich zu tUr- richtet. Eine Tilgung im Weg^m me^r ernsten Teil dtL schloffen, sodaß die Kontrolle ur^.^g zu ihrem Rechte. E» com g'ob^ imm-r""riN°d« gesungen, ein D-pp-l. t-mb-r erfolgen und kann W Sanger. ein reit wirfuiigS. zelne Serien derselben zu machung einer etwa erst