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1,80 KL, munatlich 80 Vq., für m*

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«iiutge Hionnext« mit dem betreuenden Pastaufichtag. Die «tuzeloe Nummer tastet 10 Pfg.

General-Anzeiger

Watin tbrw ff ww Verlag der Buchdrucker« Ml Mrd«. Ml Waise»« auset ix H«,«.

AAllithts Organ für Stadt- und Landkreis Sanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- nn) Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Di« fünf gef» alter» Betitele ober beten Raum IV MH, im Reklamen»«! bie Heile 45 Pfg.

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Nr. 153

Ferusprechanschlutz Nr. 605

Montag den 4. Juli

Ferusprechaufchlutz Nr. 605

1910

Amtliches.

Landkreis Hanau.

Zwecks Ausführung von Pflasierarbeiten wird die Nord­seite des Marktplatzes zwischen Fahr- und Hammerstratze vom 5» d. Mts. ab auf die Dauer

von fünf gesperrt. Hanau

Wochen für den öffentlichen Fuhrverkehr

den 2. Juli 1910.

Königliche Polizei-Direktion.

J. V.: Dr. v. Waldow.

In das Genossenschaftsregister ist bei der Spar- und Leihkasse Bergen-Enkheim, e. G. m. u. H., in Bergen ein­getragen worden: Portefeuiller Karl Knapp ist ver­storben. An seine Stelle ist der Kaffenbote Philipp Kaiser in Bergen als Vorstandsmitglied getreten.

Bergen b. Hanau am 29. Juni 1910.

Königliches Amtsgericht.

14843

III. Nachtrag " zu dem Statut der Ortskrankenkaffe für den Land­kreis Hanau vom 18. August 1903.

8 13

«hält folgende Fassung:

Die wöchentlichen Kassenbeiträge betragen:

1.35

1.15

0.91

0.65

0.45

0.27

Mk.

ff

für

Klasse

wovon der Arbeitgeber leisten hat.

Dieser Nachtrag tritt w Kraft.

Hanau den 23. Mai

ff ff ff

mit

ff

ff

und

dem

1910.

ff

ff der

2

3

4

5

6

Arbeitnehmer

s/3 zu

Tage der Bekanntmachung

Der Vorstand der Ortskrankenkasse für den Landkreis Hanau. P f o s ch, Vorsitzender.

Vorstehender 3. Nachtrag zu dem Statut der Orts­krankenkasse für den Landkreis Hanau wird auf Grund der

§§ 64 und 74 des Krankenvers.-Ges. vom

1 1 25. Apnl 03

379

R.-G.-Bl. S. nöb genehmigt.

Cassel am 7. Juni 1910.

Namens des Bezirks-AuSschuffeS.

Der Vorsitzende.

B. A. 1203/10. J. V.: Piutti.

Wird hiermit bekannt gemacht.

Hanau den 4. Juli 1910.

Der Vorstand der Ortskrankenkasse für den Landkreis Hanau. P f o s ch, Vorsitzender.

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 silberne Damenuhr mit Goldrand, 1 Sturmlaterne, 1 goldener Herrenring mit 4 roten Stein­chen, 1 alter brauner Herrenschirm.

Verloren: 1 Kinderschirm, 1 schwarzer Herrenschirm.

Zugelaufen: 1 grau- und braungestreifte Bulldogge.

Hanau den 4. Juli 1910.

Politische Rundschau.

Nationalliberal-Fortschrittliche Wahlkompro­misse. Zur Erörterung der nächsten Rcichstagswahl in Teltow-Beeskow-Storkow-Charlottenburg hielten Vertreter der Fortschrittlichen Volkspartei und der nationalliberalen Partei eine Konferenz ab. In dieser ergab sich volles Einvernehmen über die beiderseitige Geneigtheit, hierbei für die Wahl eines gemeinsamen liberalen Kandidaten mit aller Entschiedenheit einzutreten.

Gegen die Borromäus-Enzyklika. Die Synode der protestantischen Kirchen Belgiens hat sich gestern ver­sammelt. Es wurde in Erinnerung an die Reformations­bewegung in den Niederlanden Einspruch erhoben gegen die päpstliche Enzyklika, die als verletzend bezeichnet mürbe.

Girdabschlutz des Finanzjahres 1909 inPrentzen.

Monat Juni schließen sowohl die Reichshauptkasse wie die preußische Generalstaatskasse für das vorhergehende Rech­nungsjahr endgültig ab. Während der Abschluß für das Reich nicht allzulange Zeit nach dem Kaffeuabschlutz ver-

öffentlich! zu werden pflegt, werden in Preußen die Ergeb­nisse des letzten Rechnungsjahres regelmäßig erst bei der Vorlegung des nächsten Etats bekannt gegeben. Die Ist- ergebnisse einiger wichtiger Zweige der preußischen Finanz­verwaltung werden allerdings schon früher bekannt. Ins­besondere trifft dies inbezug auf die finanziellen Ergebnisse der Eisenbahnverwaltung zu. So ist bekannt, daß diese im verflossenen Rechnungsjahre weit bessere Ergebnisse erzielt hat, als im Etat vorgesehen war. Der für allgemeine Finanzzwecke verfügbare Ueberschuß dieser Finanzverwaltung übersteigt den Etatsansatz um rund 100 Millionen Mark. Der wirkliche Betrag dieses Ueberschusses ist daher mehr als doppelt so hoch, als er im Etat veranschlagt war. An Hand dieser günstigen Wendung der Erträge der preußischen Staatseisenbahnen erscheint hiernach der Schluß berechtigt, daß der in dem Etat für 1909 vorgesehene Fehlbetrag sich in Wirklichkeit sehr viel niedriger stellen wird. Da die im vorigen Jahr erzielten Einnahmen der preußischen Staats­bahnen nahezu bereits den Etatsansatz für 1910 erreicht und die steigende Bewegung in diesen Einnahmen gegenüber dem Vorjahre abweichend von der ungünstigen Entwicklung der Einnahmeverhältnisse im Reiche noch weiter anhält, so scheint auch die Hoffnung berechtigt, daß, wenn nicht unvorher­gesehene Ereignisse eintreten, auch der in dem Etat für J 910 wiederum vorgesehene Fehlbetrag sich in Wirklichkeit erheblich niedriger gestalten wird, als dies bei der ElatSfeststellung vorgesehen werden konnte.

Von der Nordlandfahrt der deutschen Redakteure. Die deutschen Redakteure besichtigten, wie aus Gotenburg telegraphiert wird, die imposanten Etablisse­ments von Befors. Bei der FrühstückStafel erwiderte Redakteur Kunde! (Berlin) auf die herzliche Begrüßung des Direktors Sohlmann. Alsdann erfolgte der Besuch der Pulverfabrik, deS Schießplatzes, der Stahlgießerei und der übrigen Anlagen. Bei dem Diner rühmte Direktor Wykander die gewaltigen Leistungen der deutschen Wissenschaft und In­dustrie, von denen Schweden viele Anregungen empfangen habe. Chefredakteur Runge (Berlin) brachte ein Hoch auf die nationale schwedische Industrie und die Gastfreiheit aus. Chefredakteur v. Kupffer (Berlin), Langlet (Stockholm) feierten in begeisterten Worten den scheidenden Professor Bontelius. In Hörnesand erwiderten auf di« Rede des Konsuls Norberg die Redakteure Dr. Knock und Dr. Müller- Fuerer, Berlin, mit warmen Dankesworten.

Der badische Finanzminister Dr. Max Honsell ist am Freitag abend nach längerem, schwerem Leiden ge­storben. Er war der erste Techniker, der in Baden auf einen Ministerposten berufen wurde. Sein Amt führte er seit Oktober 1907, bis dahin war er Direktor des Wasser- und Straßenbaus mit dem Titel Staatsrat gewesen. Honsell war 1843 zu Konstanz geboren und 1865 unter die Zahl der Jngenieurpraktikanten ausgenommen. Schon 1872 wurde er wegen seiner hervorragenden Befähigung und seiner weit­gehenden Kenntnisse, die er durch Studienreisen ins Ausland erweitert hatte, in das Kollegium der Oberbirektion deS Wasser- und Straßenbaus berufen, dem er 34 Jahre ange­hörte. Als Vorstand der Wasserbauabteilung der Ober­direktion organisierte er das Wasserbauwesen des Landes von Grund aus, stellte die Pläne für deS Ausbau deS Rheins neu auf und begründete das Zentralbureau für Meteorologie und Hydrographie, das für ähnliche Einrichtungen in anderen Ländern vorbildlich geworden ist. AIs Wasserbautechniker genoß Honsell einen über die Grenzen des Landes weit hinausgehenden Ruf. Der Entwurf über die Schiffbar­machung des Rheins bis Straßburg ist im wesentlichen sein Werk, auch hat er den ersten Frankfurter Hafenplan ent­worfen. Nachdem Honsell 1874 zum Baurat, 1881 zum Oberregierungsrat, 1885 zum Baudirektor ernannt worden war, wurde er 1886 zum vorsitzenden Rat und nach dem Abgang des Direktors Haas 1899 zum Direktor der Ober­direktion ernannt. Der Reichskommission zur Untersuchung der Stromverhältnisse des Rheins und seiner wichtigsten Nebenflüsse gehörte er feit Zusammentritt dieser Kommission an. Vom Großherzog in die Erste Kammer berufen, hat Honsell insbesondere als Referent für das Eisenbahnbau­budget Gelegenheit gehabt, sich mit den Finanzverhältnisseu des Großherzogtums zu befassen. Als Minister setzte er dann seine ganze Persönlichkeit für eine sparsame Verwaltung ein, die angesichts der schwierigen Finanzverhältnisse und der Notwendigkeit einer Erhöhung der Beamtengehälter nicht zu vermeiden war.

König Friedrich von Dänemark hat den früheren Minister des Innern Claus Berntsen mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt.

Die Verstärkung der türkischen Truppen an I allen Punkten der persischen Nordwestgrenze veranlaßte o I aufständischen Kurden, sich mit den Türken auszulovnen.

Die Kurden erhielten ihre früheren Rechte und Vorrecht« zurück.

Die italienische Kammer beschloß mit 374 gegen

21 Stimmen ein Vertrauensvotum für den Minister-

Präsidenten die Schulvorlage durchzuberaten, welche Staatsaufsicht verschärft und die Lehrergehälter erhöht.

Spanien und die Kurie.

Madrid, 2. Juli. Die Antwort der Regienmg die letzte Protestnote des Vatikans ist heute abgegangen. der Antwort, deren Verfasser der Minister des Aeußern

dir

auf In ist,

hält die Regierung ihre Entschlüsse aufrecht, gibt aber noch eine ausführliche Begründung. Hierzu erklärt Canalejas: Wir wollen sehen, ob es uns gelingt, den Vatikan zu über­zeugen, andernfalls werden wir es bedauern, aber was können wir dabei tun

Madrid, 2. Juli. Der Entwurf der Antwort auf die königliche Botschaft wird am Montag in der Kammer beraten werden. Er gibt insbesondere der Hoffnung Ausdruck, daß die Regierung das gute Einvernehmen zwischen Staat und Papst aufrecht erhalten und zugleich die Vorrechte der bürger­lichen Macht und die rechtliche Stellung der Kirche Spanien- wahren werde. Der Entwurf weist auf die Notwendigkeit hin, die religiösen Orden unter ein Reglement zu bringen, ohne ihre geistige Freiheit anzutasten, gibt dem Wunsche Aus­druck, daß die Verhandlungen mit dem päpstlichen Stuhl be­treffend dir Aufhebung der nicht unentbehrlichen Kongregationen schnellen Fortgang finden möchten, und beglückwünscht die Regierung, daß sie die Freiheit des Glaubens und der Aus­übung des Kults verkündet habe.

Parlamentarisches.

mb. Die Kommission für die Strafprozetzord* nung setzte am Freitag den Betrag der Bestimmungen über die Hauptverhandlung beim § 259 fort, der im ersten Absatz bestimmt, daß in der Urteilsformel anzugeben ist, welcher strafbaren Handlung der Angeklagte schuldig ist und auf welche Strafe erkannt wird. Auch eine etwaige Anrechnung der Untersuchungshaft ist anzugeben. Nach dem zweiten Absatz sind in der Begründung deS Urteils die Tatsachen anzu­geben, in denen die gesetzlichen Merkmale der strafbaren Handlung gefunden werden, und das angewendete Strafgesetz zu bezeichnen. Auch ist anzugeben, weshalb die Unter­suchungshaft ganz oder zum Teil nicht angerechnet ist. Sind von einem Prozeßbeteiligten Umstände geltend gemacht wor­den. die die Strafbarkeit der Tat ausschließen, vermindern oder erhöhen oder deren Verfolgung ausschließen, so istauS- zusprechen, ob sie erwiesen sind. Der dritte Absatz verfügt eine Aeußerung über die Frage mildernder Umstände. Dem Ermessen des Gerichts bleibt es überlassen, die Gründe an­zugeben, weshalb er eine Tatsache für erwiesen oder nicht für erwiesen hält. Ein Antrag eines Zentrumsmitgliedes des folgenden § 259a forderte:Auf eine erkannt« Geldstrafe ist die erlitten« Untersuchungshaft unverkürzt einzurechnen, wurde gegen den Antragsteller und die Stimmen der Sozial­demokraten abgelehnt. Auch ein weiterer Eventualantrag, der ebenfalls die unverkürzte Anrechnung der Untersuchungs­haft fordert, sie aber ins Ermessen deS Gerichts stellt, wenn der Angeklagte sie durch eigenes grobes Verschulden sich zu­gezogen hat, wurde abgelehnt. Ein sozialdemokratischer Antrag im gleichen Sinne fand ebenfalls kein« Mehrheit. §259 blieb unverändert nach der Regierungsvorlage erhalten, ebenso § 260 von der Freisprechung. § 261 handelt von dar Verkündung des Urteils. Sie darf nach der Vorlage aus­gesetzt werden, doch in der Regel nicht über eine Woch«. Ausnahmen sind zulässig. Die Sozialdemokraten wollten Ausnahmen nicht gelten lassen und überhaupt nur zulassen, daß das Urteil höchstens eine Woche ausgesetzt werden darf. Der Paragraph wurde nach der Regierungsvorlage ange­nommen. § 262 trifft nähere Festsetzungen über die äußere Form des Urteils. Nach der Vorlage soll das Urteil in der Regel binnen drei Tagen nach der Verkündung zu den Akten gebracht werden. Die Kommission verlängerte diese Frist auf eine Woche. Nächste Sitzung Samstag.

Kunst und Leben.

Die Zeppelinsche Borexpevitio». ^

Kiel, 2. Juli. Nachdem sämtliche Teilnehmer an&raf Zeppelinschsn Arktischen BoreFvedition, unter ^o ^ampftt Zeppelin und Professor Dr. Hergese!l, stcy und Prin- .Mainz- -ing-schifft habm, »«-»-- Mff ,0 Uhr an zessin Heinrich von Preußen heul» ^^ trat das Echlff Bord des ©fpebittons^ r£ie FaM nach Norden an. durch den Kaiser Wühelms-K ^mahl bis Brunsbüttel. Die Prinzessin ^gleitet gr Abfahrt des LloyddampferS

Kiel, 2-3^- norddeutsche Lloyd durch die Direktoren und Petzel vertreten. Frau Petzel überreicht« Prinzessin Heinrich von Preußen ein Nelkenbukett. Um 10 Uhr warf dieMainz" los, dampfte langsam an den an der Föhrde liegenden Geschwadern vorbei und lief gegen 11 I Uhr in dia Holsteiner Schleus« ein.