Einzelbild herunterladen
 

v*»«rspre»r

MM 1,80 M., «evatlich 80 Wfr, ffc «fr

anauer K Analster

Vie *9** Nummer testet 10 Oft*

eu Waisenhauses bi Ham».

General-Rnzeiger

Amtliches Orga« für Stabt u^ Falldkreis Samin.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

«3trMeMg8ge4He I

im Nâmeut«! die Aeil« 4S U»

Nr. 150

Fernsprechanschlutz Nr. 605»

Donnerstag den 30. Juni

Fernsprechauschluß Nr. 605.

1910

Amtlich««!.

Ry Bekanntmachnnft, betreffend die Behan-lung der noch im Umlauf Befindlichen Ein-alerftücke deutschen Gepräges vom 28. April 1910.

Auf Grund des § 14 Abs. 1 Nr. 1, 2, Abs. 2 des MünzgesetzeS vom 1. Juni 1909 (Reichs-Gesetzbl. S. 507) hat der Bundesrat im Verfolg der am 27. Juni 1907 be­schlossenen Außerkurssetzung der Eintalerstücke deutschen Ge­präges (vgl. die Bekanntmachung vom gleichen Tage, Reichs- Gesetzbl. S. 401) die nachfolgende Bestimmung getroffen:

Die bei den Reichs- und Landeskaffen noch eingehenden Eintalerstücke deutschen Gepräges sind durch Zerschlagen oder Einschneiden für den Umlauf unbrauchbar zu machen und alsdann dem Einzahler zurückzugeben.

Ferner hat der Bundesrat sich damit einverstanden er­klärt, daß die Kassen der Reichsbank mit diesen Talern in gleicher Weise verfahren.

Berlin den 28. April 1910.

Der Reichskanzler.

V 3838 J. D.: Wermuth.

Candkreis Ranau.

Der Landwirt Johannes Schröder I. in Hoch- stadt ist zum Ortsschätzer daselbst bestellt und verpflichtet worben;

Hanau den 27. Juni 1910.

Der Königliche Landrat.

V 3887 Frhr. Laur.

Stadtkreis Rana«.

Bekanntmachung.

Die Arbeiten zur Neupflasterung des Auheimerweges sollen unter Zugrundelegung der Bedingungen für die Aus­führung von Arbeiten und die Lieferung von Materialien ^ür die Stadt Hanau öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Rathaus, Zimmer 22, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.

Verschlossene, mit entsprechender Aufschrift versehene An­gebote sind bis zum Eröffnungstermin am Samstag -c« 9. Juli, vormittags 11 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbiss.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Hanau den 25, Juni 1910.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 14559

Bekanntmachung

Die städtischen Körperschaften haben unter dem 19. April und 12. Mai b. Js. beschlossen, die mit dem Fluchtlinien­plan für das Gelände zwischen Frankfurterlandstraße, Eisen­bahn und Salisweg am 27. Oktober 1908 förmlich fest- gestellten Fluchtlinien -es Salisweges abzuändern.

Nach erfolgter Zustimmung der Polizeibehörde zu dem Abänderungsplan legen wir diesen nunmehr auf Grund des § 7 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 vom 1. Juli -. I. ab 4 Wochen lang auf dem städtischen Vermessungsamt, Rathaus, Zimmer Nr. 21, zu jedermanns Einsicht aus mit dem Bemerken, daß während dieser Zeit Einwendungen gegen den Plan mündlich oder schriftlich bei uns erhoben werden können.

Hanau den 27. Juni 1910.

Der Magistrat.

Hild. 14561

Handelsregister.

Die Firma:

Himmler & Eichenauer", Inhaber: Kaufmann Jakob Himmler zu Hanau, ist in:

Jacob Himmler" geändert.

Eintrag des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hanau vom 28. Juni 1910. 14597

Zwangsversteigerung.

Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Ansehung des in Wachenbuchen belegenen, im Grundbuche von da, Band 18 Blatt 823 zur Zeit der Eintragung des Verskigerungsvermerkes auf den Namen des Ackermanns

Kaspar Puth V Peters Sohn, zu Wachenbuchen einge­tragenen Grundstücks:

Krtbl. 19 Parzelle 67, Garten vor der Zisselgasse, 94 qm, 66 Pfg. Reinertrag,

Grundsteuermutterrolle Artikel 253 unter den Erben des Eingetragenen besteht, soll dieses Grundstück am 23. September 1910, vormittags 11 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle Marktplatz 18 Zimmer Nr. 14 versteigert werden.

Hanau den 8. Juni 1910. 14573

Königliches Amtsgericht, Abt. 2.

Dienstnachrichten aus dem Kreise.

Der Wilhelm Heinrich Merz in Eichen ist zum Waldschütz dieser Gemeinde bestellt und verpflichtet worden. V 3850

Der Saatenstand Mitte Juni 1910.

Regierungsbezirk Cassel, KreiS Hanau-Land.

Begutachtungsziffern (Noten): 1 sehr gut, 2 gut, 3 =

mittel (durchschnittlich), 4

= gering,

5 sehr gering.

Durch-

Fruchtarten usw.

schnitt! für

1

§

Snoten den

§

An

1

zahl

12

der von de abgegeb

2 |23

n D enen

8

ertraueuSmännern Noten.

8-4 4 45 5

Winterweizen

2,3

2,1

1

5

Sommerweizen Wcnterspelz

2,6

2,5

5

(Dinkel)

8,1

Winterroqgen

2,5

2,4

6

1

E-*

Sommerroggen

2,9

2,6

1

Sommergerste

2,7

2,5

3

2

2

-

Haler

2,7

2,4

_

4

-

3

»

Erbsen

2,8

2,7

2

1

Ackerbohnen

2,7

2,6

1

1

*

Wicken

2,8

2,6

1

' « ' '

Kartosteln

2,6

2,6

1

8

1

1

1 - - -

Zuckerrüben

WinterravS- u.

2,7

2,5

3

2

1 -

Rübsen

2,3

2,5

Flachs (Lein)

2,7

2,5

Klee

2,3

2,0

1

4

1

1

Luzerne

Wiesen m. kstl.

2.4

2,2

1

3

1

1

Be- (Ent-)wäss.

2,1

2,0

1

2

Andere Wiesen

2,6

2,2

5

2

Königlich Preußisches Statistisches LandeSamt.

Dr. Blenck, Präsident. V 3833

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 Trauring (gez. 30. 9. 09), 1 alter Damenschirm, 1 Fahrradlaterne, i kleines weißes Kinder­hütchen (Glockenform), 1 Schlüsselring mit 5 kleinen Schlüsseln. Verloren: 1 Schlüsselbund (kleine Registrierschlüssel). Zugelaufen: 1 junger kleiner schwarzer Hund, 1 schwarzer Hund mit weißen Abzeichen.

Eingefangen: 1 junges weißes Kaninchen.

Hanau den 30. Juni 1910.

Politische Rundschau.

Han-schrelben -es Kaisers. DieNordd. Allgem. Ztg." veröffentlicht nachfolgendes Handschreiben des Kaisers an den Fürsten Radolin:

Lieber Fürst Radolin! Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen anläßlich Ihres Ausscheidens aus dem Reichsdienste meinen kaiserlichen Dank auszusprechen für die ausgezeichneten Dienste, die Sie während einer nunmehr 47jâhrigen amt­lichen Tätigkeit meinen Vorfahren, wir und dem gesamten Vaterlande leisteten. Als Botschafter in Konstantinopel, Petersburg und Paris gelang es Ihnen, das Wohlwollen der Monarchen, die Achtung der Regierungen, wo Sie be­glaubigt waren, in so hohem Grade zu erwerben, daß Sie im der Lage waren, meine Politik und die Interessen des Vaterlandes erfolgreich zu vertreten. Indem ich Ihnen, lieber Fürst, als Beweis meines Wohlwollens die Brillanten zum Kreuz der Großkomture des königlichen Hausordens Hohenzollern verleihe, dessen Insignien Ihnen demnächst zugehen werden, spreche ich die Hoffnung aus, daß es Gott gefalle, nach einem arbeitsvollen Leben Ihnen die wohl­verdiente Ruhe noch durch lange Jahre zu gewähren.

Kiel, 27. Juni. Wilhelm.

Die Schiffahrts-Abgaben. In der gestrigen Bundes- ratssitzung wurde dem Entwurf eines Gesetzes über den Aus­bau der deutschen Wasserstraßen und die Erhebung van

SchiffahrtSabgaben in der von den Ausschüssen beschlossenen Fassung zugestimmt.

Die Eiseubahuverwaltung hat verfügt, daß bte zur Erfüllung ihrer Militärdienstpflicht aus dem Eisenbahn­dienst ausgeschiedenen Arbeiter auf ihren Wunsch sogleich nach ihrer Entlassung zwecks weiterer Beschäftigung wieder aufzunehmen find. Wenn irgend möglich, sollen sie auf ihren alten Stationsorten beschäftigt werden.

Aus dem Baugewerbe. Di« ursprünglich na$ dem Reichsamt des Innern eingeladene Konferenz zwischen den Führern der Zentralorganisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer fand gestern in Halle a. S. statt. Auf aus­drücklichen Wunsch der Parteien wohnten Dr. Wiedfeldt- Berlin und Gerichtsdirektor Prenner-München den Be­sprechungen als Verhandlungsleiter bei. ES wurden die in einzelnen Orten noch bestehenden Differenzen besprochen. Dabei wurde festgestellt, daß zwischen den Führern der Zen­tralorganisationen über die Durchführung der Verträge keine prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten bestehen, ferner daß die Zentralorganisationen alle Mittel zur Durchführung bei Schiedsspruches angewandt hätten, der bis auf wenige Orte erzielt wurde. Wenn in einzelnen Lokalorganisationen noch Schwierigkeiten bestehen, so stehe dies im Widerstreit mit den Besprechungen der Zentralorganisationen und den Ent­scheidungen des Schiedsgerichts. Dies wird im Interesse der Lokalorganisationen und ihres Ansehens, der Entwicklung der Organisationen, wie auch der Tarifverträge allseitig bedauert. Aber auch in Fällen, in denen angesichts der entschiedenen Haltung der Zentralorganisationen in kürzester Frist noch die Beilegung der Differenzen zu erwarten wäre, wurde überein­stimmend festgelegt, daß die örtlichen Verhandlungen überall sofort aufzunehmen und so zu fördern sind, daß die im Schiedsspruch angegebenen Termine, 8. Juli und 15. Juli, tunlichst eingehalten werden.

Bessere Poftzugverbiu-unge«. Der Hansa-Bund hat, entsprechend zahlreichen Wünschen aus den Kreisen der Mitglieder, 'bei dem Eisenbahnminister zwecks Erzielung besserer Postzugverbindungen zwischen Hamburg und den ost- und mitteldeutschen Provinzen Vorstellungen erhoben. Wie jetzt von amtlicher Seite mitgeteilt wird, ist die König­liche Eisenbahndirektion in Altona zunächst mit der Er­ledigung der Vorfragen befaßt worden. Der Hansa-Bund erwartet, daß in nicht zu ferner Zeit den Wünschen der hier beteiligten erwerblichen Kreise Rechnung getragen wird.

Entwickelung -eS Hansa-Bun-es. In Bangkok (Siam) ist eine Ortsgruppe des Hansa-BundeS mit 38 Mit­gliedern gegründet worden.

Preußischer Küstertag. Die Vereinigung evange­lischer Küster der Preußischen Provinzen trat im Saale deS Spatenbräu" in Berlin zu ihrer diesjährigen Hauptver­sammlung zusammen. Der Vorsitzende Küster Kittler-Lucken­walde eröffnete die Tagung mit einem Kaiserhoch und konsta­tierte, daß aus sämtlichen preußischen Provinzialvereinen Delegierte erschienen seien, was rege Anteilnahme an den Arbeiten des Verbandes bekunde. Nach dem vom Vor­sitzenden erstatteten Geschäftsbericht trat der Verband mit 365 Mitgliedern in das Geschäftsjahr ein; gegenwärtig be­trägt die Mitgliederzahl 378. DaS abgelaufene Jahr war ein recht bewegtes und arbeitsreiches, in der Hauptsache handelte es sich darum, durch Eingaben an daS Abgeordneten­haus und die Generalsynode die nötigen Schritte zur Er­langung von Verbesserung der materiellen Lage deS Küster­standes zu unternehmen. Das ErgänzungSgesetz zum Kirchen­gesetz, betreffend daS Ruhegehalt der Organisten, Kantoren und Küster und die Fürsorge für die Hinterbliebenen (vom 7. Juni 1900), daS nach der Mitteilung des Vorsitzenden am 1. Juli d. J. in Kraft tritt, hat bei den Küstern groß« Freude ausgelöst. Dieses Gesetz regelt u. a. die Pension«- Verhältnisse, wie sie bei den Staatsbeamten bestehen. Die Höchstpension wird von 1500 auf 1800 Mark erhöht. Be­dauert wurde indessen, daß die Bitte abgelehnt worden ist, die Höchstpension nach dem zuletzt bezogenen Einkommen zu bemessen. Es soll hierin insofern ein Ausgleich erfolgen, als die Generalsynode den Kirchengemeinden anheimgegeben hat, die Differenz zwischen 1800 Mark und der PensionS- summe, die prozentual auf Grund deS zuletzt bezogenen Ein­kommens zu gewähren wäre, auf ihre Kosten zu übernehmen. Weiter wird den Hinterbliebenen statt des üblichenGnaden­monats" nach dem Ergänzungsgesetz fortan das Gehalt für drei Monate gewährt. Wenig erfreulich für die Küster ist, daß die letzte Generalsynode eS abgelehnt hat, die Gehälter zu erhöhen. Die Küster erhoffen aber von der evange­lischen Oberkirchenbehörde, daß sie die Besoldung der Küster regeln wird, wie dies von der Generalsynode empfohlen worden ist.

Die Einführung -er zweijährigen Dienstzeit wird jetzt wahrscheinlich auch in Italien erfolgen. Der gegen­wärtige Kriegsminister General Spiugardi sagte in der