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MeMi^ifiâ 1,80 Mk., monatlich 60 Wg,, ffc fl* Wirt»-« Adslmenten mit de» betrefjenbra P»staussch!«A. Die ciaiditt Nummer testet 10 Pf-.

Ibtatieslbnut um Verl«; der Buchdrucker» bei emi*. es» Kaiseuhausti hi Hax».

General-Anzeiger

Kurlliches Organ für Kiadt- uni Faadkreis Hanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Die f9afgef|raBene Petit^eile »der deem Rene Ä MH» im BâmeutrL di« 4b Pf»

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Auitliches.

Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.

Die Ausführung von 6700 qm Mosaikpftaster soll unter Zugrundelegung der Bedingungen für die Ausführung von Arbeiten und die Lieferung von Materialien für die Stadt Hanau in vier Losen öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rat­haus, Zimmer 22, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.

Verschlossene, mit entsprechender Aufschrift versehene An­gebote sind bis zum Eröffnungstermin am Samstag den 25. d. Mts., vormittags ll1/3 Uhr, einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 8 Wochen.

Hanau den 17. Juni 1910.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 18937

Attsschreiben.

Der Tagelöhner Johann Valentin Pippert, geb. am 3. April 1862 in Neuenhaßlau, hat am 16. Februar d. I. seine Familie bestehend aus Frau und 4 minderjährigen Kindern verlassen. sodaß diese der öffentlichen Armenpflege anheimgefallen ist.

Wir ersuchen, uns von dem jetzigen Aufenthalt des Pippert Nachricht geben zu wollen.

Hanau den 18. Juni 1910.

Der Magistrat, Armenamt.

Hild. 13967

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen I. das in Großauheim belegene, im Grundbuche von da in Band XII Artikel 674 in Abteilung I unter Nr. 1 zur Zeit der Ein­tragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Tagelöhners Peter Bergmann, Philipps Sohn, in Groß­auheim eingetragene Grundstück: Krtbl. H Parzelle Nr. 376 im Kautengewann, Acker, 4 ar 29 qm groß,

Artikel Nr. 844 der Grundsteuermutterrollt.

II. die in Großauheim belegenen, im Grundbuche von da in Band X Artikel Nr. 560 unter Nr. 1 und 2 auf den Namen des Tagelöhners Peter Bergmann und dessen Ehefrau Maria Eva geb. Fries in Großauheim . eingetragenen Grundstücke: *

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Ausstellung im Knnstvercin Frankfurt.

An der gegenwärtigen Ausstellung bildet die Kollektion Ernst Liebermann - München unstreitig den Mittelpunkt. Großes Können spricht aus diesen Arbeiten und unermüd­liches Ringen, welches jedoch nicht auf jedem Gebiet zum gleichen Erfolge führt. Die reiche Palette, welche Liebermann zu Gebot steht, verlockt ihn, immer neue Stoffgebiete aufzu­suchen, und so scheint es, als ob die ursprünglich starke Be­gabung sich durch allzugroße Vielseitigkeit etwas zersplittert hätte. Vollere Entfaltung seines Talentes wäre möglich, wenn die Kraft mehr zusammengehalten, die Vielfältigkeit der Sujets vereinfacht würde. Der seelische Gehalt, der die Landschaften, zumal die graphischen Arbeiten, so anziehend macht, geht z. B. bei den Akistudien fast vollständig ver­loren. Sowohl koloristisch wie förmlich halten sie den Ver­gleich mit anderen, ganz prächtigen Leistungen nicht aus; sie wirken hölzern und puppenhaft, auch stört die Absichtlichkeit der etwas aufdringlichen Farbeneffekte in der Umgebung der Figur. Unter den Oelgemälden ist wohl die reifste Arbeit das BildAuf dem Lande", das Mädchen in kauernder Stellung, das sinnend in die Hügellandschaft blickt, einen Feldblumenstrauß lässig in der Hand. Hier ist alles erreicht, was ehrliche Künstlerhand wiederzugeben vermag; Figur und Landschaft sind zu reinster Harmonie verbunden; in der Hal­tung des Mädchens der gleiche feierliche Ernst wie in der sie umgebenden Natur, dasselbe Abgewendetsein vom Beschauer, das dem Bild so viel Tiefe gibt. Es ist hier auf jedes äußerliche Stimmungsrequisit oder "anektotische Beiwerk ver­zichtet. Eine junge Dame in rotem Kleid fesselt durch den überraschend lebendigen Ausdruck des Kopfes; sie ist im Be- griff, die Tür zu öffnen und wendet rasch noch einmal den Blick dem Beschauer zu; ein Fenster erschließt die Aussicht auf eine sonnenflimmernde Landschaft, deren heitere Wärme, sanft getönt, ins Zimmer fällt. Einzelne Lichteffekte beleben

Montag den 20. Juni

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(das HaimelhauS, 1 ar 29 qm, Nr. 11 Wohnhaus mit abge­sondertem Abtritt nebst Hof­raum und Hauègarten 75 qm eingetragen in Artikel 139 der Grundsteuermutter­rolle und unter Nr. 134 der Gebäudesteuerrolle die unter II genannten Grundstücke jedoch nur zu der auf den Namen des Ehemanns eingetragenen ideellen Hälfte am 30. August 1910, nachmittags 4 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht in Grstzanheim im Gasthaus zum Löwen versteigert werden.

Hanau den 9. Juni 1910.

Königliches Amtsgerichl Abt L. 13927

Dienstnachrichteil aus dem Kreise.

Der bisherige Feldhüter Philipp Herrmann ist zum Orts- und Polizeidiener der Gemeinde Oberdorfelden verpflichtet worden.

Gefunden: 2 Schlüssel auf dem Marktplatz. Abzu­holen auf dem Geschäftszimmer der Armenverwaltung.

Hanau den 20. Juni 1910.

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 Füllfederhalter, 1 schwarze Herren- Lüster-Joppe (mit 1 Bund Schlüssel, weiße Handschuhe und 7 Stück Cigarren), 1 Paar gut erhaltene lederne Knaben­schuhe, 1 Zwanzigmarkschein.

Verloren: 1 Trauring (gezeichnet A. L.), 1 seid. Pompadur (mit Portemonnaie mit über 5 Mk., Handarbeit und Taschentuch), 1 grünes ledernes Handtâschchen (mit 8 Mk., sowie 1 GchkÜMrMWA 3 Schlüsseln u. 1 weißes Taschentuch gez- O. I.).

Zugelaufen: 1 junger Stallhase.

Hanau den 20. Juni 1910.

Ministerwcchsel in Preußen.

Die kürzlich ausgetauchien Gerücht«, wonach mit Schluß des Landtags ein Ministerwechsel in Preußen eintreten würde, haben, wie wir bereits am Samstag durch Extrablatt melden konnten, nunmehr ihre Bestätigung gefunden. Amtlich wird bekannt gegeben:

Der Kaiser hat dem Staatsminister und Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten von Arnim und

dem ®taat§minifter und Minister des Innern von Moltke unter Belassung des Titels und Ranges eines Staatsministers die nachgesuchte Entlassung aus ihren i Aemtern erteilt und ihnen zugleich die Königliche Krone

die schmucklose Tür und huschen über Haar und Wange. Ein großes BildDämmerung und Lampenlicht" behandelt das schwierige Problem des Kampfes zwischen scheidendem Tageslicht und Lampenschein, der leuchtend auf eine Gruppe: Mutter mit lesenden Kindern" fällt. Etwas unwahrschein­lich wirkt das grelle Blau des Fenstcrausschnittes, während die Figuren, besonders die des kleinen Mädchens, vorzüglich beobachtet sind. Ganz erstaunlich schwach wirkt daneben die AllegorieFrühling", die trotz der herben Behandlung hart an frühere Gartenlaubebilder streift, die man alsMärchen", Sehnsucht" oderHeimweh" zu benennen liebte. Wie viel frischer und lebendiger ist daneben das stark farbige Prostl- bild desMädchens aus dem Walsertal" oder derVorarl­berger Braut mit buntschimmernder Krone". Liebermanns Stärke sind jedoch seine Landschaften, hier erst kommt das, was er zu sagen hat, voll zunr Ausdruck, ein Park in buntem Herbstgewand, mit einem, hinter Blumen versteckten Schlößchen, der rauschende Wild­bach, dessen falte, kraftvolle Töne an Courbet erinnern oder die Eichen-Allee sind hervorragende Leistungen. Feine Stimmungsbilder sind dieLithographien und Radierungen, auffallend durch die klug abgewägte Gliederung von Licht und Schatten und vor allem durch die überaus starke Kontrast­wirkung. Das Winkelgäßchen einer fränkischen Kleinstadt ist dargestellt ; die eine Häuserreihe hell vom Mondlicht be­leuchtet, die andere in tiefschwarzes Dunkel gehüllt, ge­spenstisch kriechen die Schlagschatten der Häuser über das holprige Pflaster; oder ein Weiler im Jura, ganz im Schatten, trübselig mitten drinn ein Kirchhof, dessen Aermlich- keit trostlos gegen die lichte Sommerluft absticht; dann einige wundervolle Blätter in Aquatinta.Bergwald",alte Warte an der Donau",stille Nacht", letzteres ein Meisterwerk von poetischem Stimmungsreiz. Die vornehme, großzügige Auf­fassung Liebermanns kommt nirgends besser zur Geltung, als wenn es sich um klares Gestalten der Form in schwarz-weiß handelt und die Farbe nicht zu den schwierigsten Experi­

Fe,nsprech»»ischl«tz Nr. 605. 1910

zum Roten Adlerorden erster Klasse mit Eichenlaub m liehen sowie

den Oberpräsidenten der Rheinprovinz Kammerherrn Dr. Frhrn. von Schorlemer zum StaatSminister und Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten und

den Oberprâstdenten der Provinz Schlesien von D a l l - w i tz zum Staatsminister und Minister des Innern er­nannt.

Handschreiben deS Kaisers.

Dem Landwirtschaftsminister v. A r n i m ist die Mit­teilung von der Genehmigung seines Abschiedsgesuches durch folgendes Handschreiben zugegangen:

Mein lieber StaatSminister v. Arnim!

Ich habe Ihrem Ansuchen um Entlassung aus dem Amte als StaatSminister und Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten durch Erlaß vom heutigen Tage entsprochen. Um Ihnen b?im Ausscheiden aus dem Staatsdienst ein be­sonderes Zeichen Meines Tankes und Meines Wohlwollens zu geben, habe Ich Ihnen die Königliche Krone zum Roten Adlerorden erster Klasse mit Eichenlaub verliehen und lasse Ihnen die Dekoration hierneben zugehen.

Ich verbleibe

Ihr wohlgeneigter König

Wilhelm B.

DaS kaiserliche Handschreiben an den Minister v. M o l t k t hat nachstehenden Wortlaut:

Mein lieber StaatSminister o. Moltke !

Nachdem Ich Ihnen durch Erlaß vom heutigen Tage die nachgesuchte Dienstentlassung in Gnaden erteilt habe, kann Ich eS Mir nicht versagen, Ihnen für die treuen Dienste, welche Sie in Ihren mannigfachen Aemtern Mir und dem Vaterlande geleistet haben, Meinen Königlichen Dank auszu- svrechen. Als Zeichen Meines Wohlwollens verleihe Jckr Ihnen die Königliche Krone zum Roten Adlerorden erster Klasse mit Eichenlaub und lasse Ihnen die Dekoration hier­neben zugehen.

Ich verbleibe

Ihr wohlgeneigter König

Wilhelm B.

Die Bedeutung des Minifterwechsels.

Schon beim Rücktritt des Staatssekretärs Dernburg ist angedeutet worden, daß damit die Veränderungen in den hohen Staatsämtern nicht abgeschlossen sein dürften. Der AuSgang, den die Wahlrechtsaktion der Regierung ge- nommen hatte, konnte nicht ohne Nachwirkung auf die Zusammensetzung des Ministeriums bleiben. Herr von Moltke, der für sie zuständige Ressortchef, hatte die Wahlrechtsvorlage zwar im Abgeordneten­haus« wie in der Ersten Kammer pflichtgemäß vertreten, aber anscheinend ohne innere Ueberzeugung von ihrer Notwendig­keit. Er mochte di« Reformbedürftigkeit deS preußischen Dreiklaffenwahlrechts mit der Mehrheit der konservativen

menten lockt. Wilhelm Trübner hat zwei, nicht recht erfreuliche Arbeiten geschickt, dieAnsicht vom Starnbergers«" sagt nichts Neues, auch dieOeeaniden", anscheinend ein sehr frühes Werk, hat nichts UeberzeugendeS. Von J h l 9 Paris sind anspruchslose Landschaftsstudien ausgestellt, pastell­zarte Töne voll Licht und Luft; am schönsten wohlder Frühling in Tivoli". DieDame mit blauem Hut" von

Klee- Paris ist malerisch eine beachtenswerte Leistung, wenn auch das starke Rot zu noch stärkerem Blau die Wirkung gegenseitig aufhebt. C a i r a t i hat mehrere Landschaften ge­schickt, teilweise mit deutlicher Anlehnung an Böcklin; in der glatten, etwas süßlichen Malweise zeigt Cairati viel Ver­wandtes mit Serra. DaS Porträt einer Schottin von Ziegenmeyer wirkt etwas hart und verquält, auch di« kämpfenden Auerhähne verraten wenig künstlerische Auffassung, ungleich viel wirkungsvoller ist die Studi« einer betenden alten Frau. Zum erstenmal in Frankfurt bringt die Ver­einigung graphischer KünstlerWalze" eine große Serie interessanter Blätter zur Ausstellung. Alber W el ti, der längst berühnite Schweizer an der Spitze. Sein« herrliche RadierungAlter Geiger" ist wohl das wertvollste Blatt der Sammlung. Es stellt einen greisen Musiker dar, der auf dem Grab der früh verlorenen Geliebten fitzend, sich ein ein­sames Liedchen siedelt. Die wildbewegte Landschaft mit dem drohenden Gewitterhimmel paßt so recht zu der schmerz- gebeugten Gestalt. Eine feine Nuance bringt die Grabtafel hinein, die das Relief des verstorbenen Mädchens trägt und als einzige Lichtfläche aus der düsteren Umgebung leuchtet. Eine andere RadierungMutter und Kind", anscheinend bei Künstlers Frau und Söhnchen, zeigt satte Tiefen und vor­zügliche Charakteristik der Gesichter.Im Wiesental" von Meyer- Basel, Einzelstudien von A n n e r sind beachtens­werte Leistungen. Sehr interessant durch die verschiedenen Beleuchtungen und Stimmungswerte sind die Blätter von G a m p e r t, köstliche, schlichte NaturallSschnitte, btt er. kraftvoll zum Ausdruck bringt; mehr origmell als b«