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General-Anzeiger
Amtliches Organ sät SW ii) Landkreis Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Nr. 129 Ftrnsprechanschlub 91». 005. Montag den 6. Juni K«r»sp»«cha«schl«tz 91». 005. 1910
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Amtliches.
Stadtkreis Hanau.
Bekanntmachung.
Der Keller im Altstädter Rathaus ist sofort zu vermieten. Angebote sind an unS einzureicheu.
Hanau den 4. Juni 1910.
Der Magistrat.
Hild. 12997
Bekanntmachung.
Arbeitsuchende in der Zeit vom 28. Mai bis 3. Zum 1910:
1 Eisendreher, 1 Fahrbursche, 2 Haus burschen, 7 Tagelöhner.
Im Monat Mai erhielten Stellen zugewieien: 3 Bau- schlosser, 13 Erdarbeiter, 2 Fahrburschen, 2 Gartenarbeiter, I Hausburschen, 1 Knecht, 13 Schreiner, 1 Schuhmacher, 14 Tagelöhner, 2 Viehfütterer. Hanau den 4. Juni 1910. 12999
Städtische Arbeitsverwittelungsstelle.
Bekanntmachung.
10000 Mk. Stiftunasgâr sind zum 1. Juli b. A oder später gegen erststellige Hypothek zu 41/* °/o auszuleihen.
Näheres Rathaus, Zimmer Nr. 4.
Hanau den 3. Juni 1910.
Stadthaupttafse. . 12953
Handelsregister.
1. Unter der Firma:
„Josef Centner" betreibt der in Großauheim wohnende Diamantschleifereibefitzer Josef Centner zu Großauheim ein Handelsgeschäft (Diamantschleiferei) als Einzelkaufmann.
2. Firma: Heinr Oldenkott & Co. mit beschränkter Haftung mit dem Sitz in Hanau.
Durch Beschluß der Gesellschafter vom 26. Februar 1910 ist der Diplom-Ingenieur Oskar Feist zu Straßburg i. E. zum Geschäftsführer der Gesellschaft mit der Befugnis für sich allein die Firma rechtsverbindlich zu zeichnen, ernannt.
Ferner sind die beiden Prokuristen:
Max Sommer und
Fritz Weber, beide in Bingen a. Rh., zu stellvertretenden Geschäftsführern der Gesellschaft mit der Befugnis bestellt, die Gesellschaft je mit einem stellvertretenden Geschäftsführer oder je mit einem Prokuristen zusammen mit rechtlicher Wirkung zu zeichnen.
3. Aktiengesellschaft in Firma:
Hanauer Stratzenbahn-Aktiengesellschaft mit dem Sitz in Hanau.
In Abänderung der Gesellschaftsverträge vom 28. März 1907 und 2. April sowie 15. Juli 1908 ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 12. Mai 1909 der Gegenstand des Unternehmens beschränkt auf:
„den Bau und Betrieb elektrischer Straßenbahnen in Hanau selbst und nach den benachbarten Gemeinden" und ist das Grundkapital um 50 000 Mk. erhöht.
Dasselbe beträgt jetzt 430 000 Mk. Die neuen auf den Inhaber lautenden Aktien von je 1000 Mk. werden zum Nennwert ausgegeben.
4. Das bisher unter der Firma:
I. Sator
von dem Bijouteriefabrikanten I o s-es Sator zu Hanau betriebene Handelsgeschäft ist auf den Bijouteriefabrikanten Franz Sator in Hanau übergegangen, welcher das Geschäft unter unveränderter Firma als Einzelkaufmann zu Hanau fortführt.
Der Uebèrgang der in dem Betriebe des Geschäfts begründeten Verbindlichkeiten ist bei dem Erwerbe des Geschäfts durch Franz Sator ausgeschlossen.
Einträge des Königlichen Amtsgerichts 5 in Hanau zu 1. vom 20. Mai 1910, zu 2. vom 24. Mai 1910, zu
3. und 4. vom 28. Mai 1910. 13001
Gras Verkauf.
Am Freitag den 10. Juni d. I», von nachmittags 5 Uhr ab. soll die diesjährige GrasnutzttNg auf den
Wiesen in den Jagen 81a und 91a des Schutzbezirks Neu- Wirtshaus auf 7,45 ha Fläche in 40 Losen und in den Weidenheegern der Jagen 122c und 129a deS Schutzbezirks Lamboybrück auf 0,6 ha Fläche an Ort und Stelle öffentlich meistbietend verkauft werden.
Zusammenkunft nachm. 5 Uhr im Jagen 91a. 13011
Königliche Oberförsterei Wolfgang.
Parlamentarisches.
mb. Die Reichsversicherungskommiffion führte die Beratung bei § 115 weiter, der bestimmt, daß da» Reichs- Versicherungsamt den Großen Senat für die Aufgaben bildet, die diesem das Gesetz zuweist. Die Sozialdemokraten wünschen die bisherige Besetzung des Großen Senats mit zwei Arbeitgebern und zwei Arbeitnehmern beizubehalten. Die Konservativen wollen dem Senat drei statt nur eines ständigen Milgliedes stellen, um die oberste Instanz möglichst gut auszustatten; es ermöglicht sich dann auch ein häufigerer Wechsel ohne Benachteiligung der Wirksamkeit der Instanz. Nach dem Vorschläge der Regierung soll der Senat aus 7 Mitgliedern bestehen, nach dem konservativen Antrag auS 9, nach dem sozialdemostatischen auS 11 Mitgliedern. Vom Zentrum tritt man für den Antrag der Sozialdemokraten ein, um eine Verminderung des durchaus bewährten Laien- elements zu verhindern, während ein Vertreter der Reichspariei in der Mitwirkung der Laien im Großen Senat mehr ein dekoratives Element steht. Die Regierung betont, daß eS in den Senaten, auch im Großen Senat, im wesentlichen nur darauf ankomme, den Versicherten Gelegenheit zu geben, sich davon zu überzeugen, daß nach Recht und Gerechtigkeit verfahren wird. Auf die Zuziehung von Vertretern des Bundesrats legt die Regierung das größte Gewicht. Schließlich werden sowohl der Antrag der Konservativen wie der der Sozialdemokraten angenommen. Der Große Senat besteht danach vorbehaltlich der durch § 1667 vorgesehenen Verstärkung (nämlich wenn ein Spruchsenat eines Landesversicherungsamts von einer Entscheidung des Reichsversicherungsamts abweichen will), aus dem Präsidenten oder seinem Vertreter, zwei vom Bundesrate gewählten Mitgliedern, zwei ständigen Mitgliedern, zwei richterlichen Beamten, zwei Arbeitgebern und zwei Versicherten. Die §§ 116 und 117 über bis beim Reichsversicherungsamt zu errichtende RechnungSstell« und die Uebernahme der Kosten des Reichsversicherungsamis einschließlich des Verfahren? auf das Reich werden unverändert angenommen. Dabei wird protokollarisch festgelegt, daß eine Aenderung der Gefahrenlarife nicht beabsichtigt wird. Bei der Frage der LandeSoerficherungsämter (§§ 118 bis 122) wurde die vorgestrige Nussprach« zum Teil wiederholt. Di« LandeSoerficherungsämter werden schließlich gegen die Stimmen deS Zentrums gestrichen. Die §§ 118 bis 122 fallen also fort. Es folgte der Abschnitt „Sonstig« gemeinsame Vorschriften". Die §§ 123 bis 127 (Behörden) werden angenommen. Nach § 133 können Gewohnheitstrinkern, die nicht entmündigt sind, ganz oder teilweise Sachleistungen gewährt werden; auf Antrag eines beteiligten ArmenverbandeS muß dies geschehen. Der Ausdruck „Gewohnheitstrinker" wird durch „Trunkenbolde" ersetzt und auf Antrag Dr. Mugdan (Vp.) hinzugefügt: Für Trunkenbolde, die entmündigt sind, ist die Gewährung von Sachleistung von der Zustimmung des Vormundes abhängig und muß auf seinen Antrag gewährt werden. Beim Abschnitt „Aerzilich« Behandlung" (§ 135) vertagt sich die Kommission auf Montag.
Hus Hanau Stadt und Fand.
Hanau, 6. Juni.
31. Stenoaraphentag des Hefstsch-Nafsauifchen (Main - Rheingau-) Verbandes Gabelsberger Stenographen, verbunden mit der 50 jährigen Jubelfeier des Stenograpstenvereins ,, Gabels» berger" Hanau.
Schon wachen- und monatelang wurde innerhalb deS hiesigen Stenographenvereins „Gabelsberger" eine eifrige Tätigkeit entfaltet, um dem vom 4.-6. Juni in unserer Stadt tagenden 31. Stenographentag des Hessisch-Nassauischen Verbandes Babelsberger Stenographen und besonders der damit verbundenen 50 jährigen Jubelfeier deS Steno- graphenvereinS „Gabelsberger" Hanau den nötigen Glanz und die nötige Würde zu verleihen. So sind sie nun ge» kommen, die Tage der Jubelfeier und mit ihnen neben vielen sonstigen Gästen eine aus allen Teilen bet Verbandsgebietes sich zusammensetzende Schar von zirka 700 Wettschreibern, eine Zahl, die von keinem Verband bisher erreicht wurde. Bei dem Werte der Stenographie, die sich in allen Ständen, besonders aber im kaufmännischen Beruf, als eine nutzbringende Dienerin erweist, halten wir eS für angebracht, ehe wir auf die einzelnen Teile der Tagung und der damit verquickten festlichen Veranstaltungen «ingehen, einige Augenblicke bei br
Gründung und den Gründern da» Jubel» verein»
zu retro eilen. 14 Jünglinge waren el, di«, nachdem fie im Winterhalbjahr 1859/60 durch den Kaufmann Nentwig au» Frankfurt in die stenographische Kunst eingeführt, anfang Mai 1860 den hiesigen Verein ins Leben riefen. Da aber die Stenographie in jener Zeit noch fast unbekannt war und man derselben noch keine Bedeutung beilegte, so waren auch anfang» die Erfolge nur gering. Nach 5 Jahren waren dem Verein nur noch 3 Gründer treu geblieben und nach 20 jährigem Bestehen zählte er nicht mehr alt 30 Mitglieder. Wenn trotz dieser gewiß nicht günstigen Verhältnisse der Verein heute auf eine ununterbrochene und erfolgreiche 50jâhrige Tätigkeit zurück- blicken kann, so ist die» zunächst dem damaligen Vorsitzenden, dem vor einigen Monaten verstorbenen Herrn Lehrer C. G ch i«n zu verdanken, der in uneigennützigster Weise seine ganze Kraft dem Verein widmete. ES war ihm leider nicht vergönnt, den Jubeltag des Vereins zu erleben. Derselbe ging aber nicht vorüber, ohne daß der Verein seine- ehemaligen bewährten Vorsitzenden gedachte: in dankbarer Gesinnung ließ der Vorstand am gestrigen Tage am Grab- Echiens einen prächtigen Kranz niedere legen. Erst in den 80er Jahren, als man anfing, den Wert der Stenographie zu schätzen, erstarkte der Verein immer mehr. Die Zahl der Mitglieder stieg bis zum Jahre 1890 auf 60, im folgenden Jahrzehnt auf etwa 100 und in den letzten Jahren hat sich die Mitgliederzahl verdoppelt, sodaß dieselbe gegenwärtig über 200 beträgt. Fünfzig Jahre sind nun seit der Gründung de» Verein- verflossen, während diesem halben Jahrhundert wurde das Vereinsschifflein von 4 Vorsitzenden gesteuert. Von 1860 bis 1864 war Herr Rudolf Küstner 1. Vorsitzender, diesem folgte bis 1868 Herr Fr. Bury, während der dritte Vorsitzende, der bereits oben erwähnte Herr Lehrer Schien, beinahe 35 Jahre, vom 25. Oktober 1868 bis zum 14. Mai 1903 dem Verein vorgestanden hat. Don diesem Zeitpunkt ab trat Herr Lehrer P. G o n d r u m an die Spitze deS Verein». AuS seiner nunmehr 7jährigen Tätigkeit ist zu ersehen, daß er gleich seinen Vorgängern sich die Förderung deS Verein» und die von diesem vertretene, dem Nutzen der Gesamtheit dienende Sache eifrig angelegen sein läßt und seine . zielbewußte Leitung bietet Gewähr, daß der Verein auch in Zukunft immer mehr erstarken und an Ausbreitung zunehmen wird. Von den ehemaligen vierzehn Gründern de» Vereins sind nur noch zwei, die Herren Rentier Rudolf Küstner und der Geheime Regierung»- und LandcSrat Dr. Rud. O s i u »- Cassel am Leben.
Nachdem wir in Vorstehendem unseren geschätzten Leser« in gedrängter Form den Werdegang bei jubilierenden Verein» geschildert, werden wir in Folgendem die Einzelheiten der Samstag und Sonntag sich abgewickelten Festordnung besprechen. Eingeleitet wurde dieselbe mit einer am Sam»tag abend im Saale der „Concordia" stattgefundeneu
Dertreterversammlung
der Delegierten zum 81. Stenographentag bei Hessisch-Nassauischen (Main-Rheingau-)VerbandeS Gabelsberger Stenographen, zu derselben waren erschienen Vertreter von 115 Vereinen mit 267 Stimmen aus nachfolgenden Orten: Bergen (Kr. Hanau), Biebrich, Cassel, Bad Ems, Fechenheim, Frankfurt, Fulda, Geisenheim, Griesheim, Großauheim, Hanau, Hattersheim, Höchst, Langendiebach, Limburg, Nied, Schierstein, Sindlingen, Volkmarsen, Wiesbaden, Zeilsheim (Kr. Höchst); Arheilgen, Auerbach,Beerfelden, Bensheim, Bischofsheim b. Mainz, Crumstadt, Darmstadt, Dieburg, Dornheim, Dreieichenhein, Eberstadt, Erfelden, Erzhausen, Fütth (Odenwald), Ginsheim, Griesheim, Großgerau, Griesheim bei Darmstadt, Groß- Umstadt, Groß-Zimmern, Heppenheim, König (Odenwald), Lorsch (Hessen), Mühlheim a. M., Nauheim, Kr. Großgerau, Niederramstadt, Oberramstadt, Offenbach, Offenbach-Bürgel, Pfungstadt, Rüsselsheim, Sprendlingen, Trebur, Viernheim; Alsfeld, Bad Nauheim, Butzbach, Friedberg, Gießen, Grünberg, Heuchelheim, Klein-Linden, Lauterbach, Schlitz; Bingen, Büdesheim, Gau-Algesheim, Ingelheim, Kempten, Kostheim, Mainz, Mainz-Kastell und Mainz-Mombach, Osthofen, Pfeddersheim, Sprendlingen, Wöllstein, Worms; Arolsen, Corbach; Aschaffenburg; Kreuznach und Wetzlar.
Gegen 9 Uhr eröffnete der Verbandsvorfitzende Herr Oberrealschuldirektor Dr. Pitz- Alsfeld mit einer Begrüßung der Delegierten den Vertretertag, an seine Worte die Hoffnung knüpfend, daß die Verhandlungen zur Kräftigung und Festigung und immer größeren Verbreitung bei Gabelsberger- schen Systems beitragen möchten. Namen« bei Vereins Hanau begrüßte Herr Goudrum bit Erschienenen, sich im