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lus Ban au Stadt and fand.
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Hanans WaffervtrhSttnifft.
Die neue Kläranlage.
in.
Die Entwässerung der Stadt.
Im vorigen Abschnitt erfuhren wir, wie die Stadt daS >rauchswâsser gewinnt und dem Verbraucher liefert.
DaS Wasser hat nun seine Aufgabe erfüllt — sich als h unvergleichliche Diener, Helfer und Lebensspender er« sen. Mensch, Tier, Haus, Wohnung, Straße, Kleidung ) । 3 gereinigt, der Kochvrozeß wurde ermöglicht. Leidende rden angeregt und gekräftigt, Durstende und Kranke er« cft. — sher Mohr hat seine Schuldigkeit getan und soll n gehen. Er geht auch, prompt wie er gekommen! — . hen wir zu wohin!
Liegt die Herbeischafsung der reinen WafferS dem Wasser- rk ob, so hat daS Sielbaubureau, dessen Geschäftsräume ) in dem Gemeindehaus» zu Kesselstadl befinden, für die Passung der Anlagen zur Klärung und Ableitung der Ab- d Schmutzwässer zu sorgen. Das Instrument, dessen eS ] für bieièn Zweck bedient, ist die Kanalisation.
r Unter Kanalisation ist die systematische Anordnung unter- Irischer Wasserabzüge zu verstehen, die der Entfernung der ireinen Brauchwasser und deS RegenwasserS dienen. Im runde genommen bedingen sich Wasserleitung und Kanali- tion gegenseitig. Eigentlich gehört noch ein drittes zu m ganzen System, die Rieselfelder oder Anlagen zur Ausleihung der im Wasser aufgenommenen Schmutzstoffe. Hier- I in wird im letzten Abschnitt die Rede sein.
Der durch die Wasserleitungen verursachte große Wasser- rbrauch ließ die zwingende Notwendigkeit hervortreten, für ne regelmäßige, gründliche und mechanische Beseitigung des ireinen Wassers zu sorgen. Seine Sammlung in Gruben ad Kloaken und die Schwierigkeiten diese zu leeren wie es zuerst geschah, erwiesen sich, namentlich in gesundheit- cher Beziehung, als ein großer Uebelstand, besonders auch le Ueberleitung in offene Rinnsale, die besonders zur wmmerzeit sich sehr unangenehm bemerkbar zu machen siegt. Und so sehen wir mit den Wafferleitungen auch ie Kanalisation entstehen. Der Bahnbrecher auf diesem Miete war England. In Deutschland sind Wasserleitung nd Kanalisation noch nicht alt — in der Hauptsache erst t den letzten Jahrzehnten entstanden. Viele, selbst große 'tädte sind damit heute noch nicht fertig. Zu ihnen gehört ach Hanau, zu dessen Einrichtungen wir jetzt zurückkehren. Wir hörten, daß die Hanauer Wasserleitung am 1. Ok- ober 1890 der Benutzung übergeben wurde. Die Kanali- ition der Stadt wurde 1891 begonnen, 1898 beendet. Das m 1. April 1907 eingemeindete Kesselstadt ist noch nicht malisiert, doch soll noch in diesem Sommer damit begonnen »erden. Die dazu erforderlichen Steine sind am Saliswege nd der Hochstädter Landstraße bereits angefahren. Für ie Kesselstädter Kanalisation sind 827 000 Mark bewilligt « orden.
Die eigentliche Stadt Hanau ist also kanalisiert, h unter der Stadt liegt ein Netz von großen gelauerten Sielen und Steinzeug-Nohrleitungen. Die Siele rben im Querschnitt die Form eines auf der Spitze stehenden lies, damit bei geringem Zuflusse das Wasser in der Sohl» nfammengehalten wird. An diese? der Hauptsache nach in ie Straßenkörper gebettete Sielnetz sind die einzelnen Häuser mgeschi offen. Die Hautzanschlußleitungen bestehen aus Stein- eugrÖhren, die vom Straßenkanal bis an die im Hause befindlichen senkrechten, durch alle Stockwerke gehenden guß- ifernen Abfallröhren reichen, in welche die in den Wohnungen befindlichen Ausgüsse und Abläufe münden. — Das z. B. ruf den Spülstein in der Küche ausgegossene Schmutzwasser ließt also zuerst in das Fallrohr und von da durch daS Verbindung^- oder Hausanschlußrohr in den Straßenkanal. Dieser liegt so tief, daß auch di» Keller bis zu einer gewissen Liese noch entwässert werden können und daS ganze Sieluetz ist derart angeordnet, daß die sämtlichen Hauptstele ihre Gewässer schließlich dem Hauptsammelsiel in derPhilipps- ruher Allee zusiihren, das die gesamten Abwässer der Stadt nach dem Sandsanghäuschen an der Hellerbriicke ableitet. Die Keller, soweit sie infolge ihrer Tiefenlage bei eintretendem Hochwasser durch Rückstau in den Sielen überflutet werden könnten, sind durch Hochwasserschieber absperrbar. Das Regenwasser der Straße gelangt durch die sichtbaren Rinnsteinabzüge in die Kanäle und durch diese gleichfalls in das Hauptsammelsiel. — Hier in dem roten Häuschen am Zusammenfluß von Kinzig und Main sammelt sich also baS gesamte Schmutzwasser der Stadt. Essind gewaltige Massen, die da zusammenströmen. Diese gilt es nun zu beseitigen. Das geschieht auch. Sie gelangen in den Main — aber, erst nachdem sie von den groben Verunreinigungen befreit sind. Der Reinigungsprozeß erfolgt in dem erwähnten Sandfang- Häuschen. —
®ie Scfimu^ftoffe deS Wassers gruppiert man in
1. Linkstoffe (Steine, Sand, Geröll, Knochen rc.)
2. Schwimmstoffs (Splitter, Stroh, Papier rc.)
3. Kleine leichte Sink- und Schwebestoffe, flockenartige, organische Abgänge, Fäulnisstoffe, Kaffeesatz rc.)
Die -Lchmutzwässer passieren nun zuerst den sogenannten Sandfang. In die Vertiefung desselben sinken die Stoffe der Gruppe 1, die auf der Sielsohle mitgeschoben wurden, infolge ihrer Schwere und bleiben hier zurück, um zum geeigneten Zeitpunkt ausgebaggert zu werden. Aus dem Sandfange fließt das Wasser weiter, um die gitterartige Rechenanlage zu passieren, die ihm die Stoffe der Gruppe 2 abnimmt. Bon hier aus gelangt das Wasser durch ein Ausmündungssiel in eine in den Main führende Holzrohrleitung, die in der Mitte und auf dem Boden des Flußbettes ausmündet. Die starke Strömung des Flusses sorgt für seine rasche Verteilung.
Wir sehen; daß die Reinigungsvorrichtung, wie sie z. Zt. im Betrieb ist, wohl die Schmutzstoffe ad 1 und 2, nicht aber die der 3. Kategorie zu erfassen vermag. Im Grunde genommen sind dies aber die bedenklichsten. An maßgebender Stelle ist dieser Uebelstand natürlich längst erkannt und auf seine Beseitigung hingewirkt worden. Auch die Königliche Regierung hat immer wieder auf die Notwendigkeit 'hier Wandel zu schaffen hingewiesen. In diesem Uebelftanbe wurzelt auch das in Hanau bestehende Verbot, daß die Abortanlagen nicht an die Kanalisation angeschlossen werden dürfen. Wäre das erlaubt, so würden gerade die Schmutz-
stoffe der 8. Art beträchtlich vermehrt Md damit da man ihrer nicht habhaft werden kann, der MaÄ in bedenklichster
Weift verunreinigt werden. ,
Die neue Kläranlage wird in der Beziehung fiirrt gründlich Wandel schaffen. Ihr Bau ist daher ein dringende? Bedürfnis. Er bedeutet aber auch einen großen Fortschritt in der Fortentwicklung der hiesigen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Verhältnisse. ,
Die neuen Kläreinrichtungen werden in diesem Sommer noch betriebsfähig werden und sind im Stande, alle drei Schmutzstoffarten auszuscheiden. Damit leisten sie nicht nur den Bestrebungen den Main rein zu halten einen großen Dienst, sondern sie ermöglichen auch die Anschlüsse der Klosettanlangen an die Kanalisation, die erst bann ihre Zweckbestimmung vollkommen erfüllt. Dies wird sich aber als ganz besonders wertvoll erweisen. Denn daS Verschwinden der zahlreichen Abortgruben aus der Stadt ifnb die dadurch bewirkte bedeutende Besserung unserer gesundheitlichen Verhältnisse, z^eht auch den Fortfall des Grubenentleerungsgeschäftes nach sich, welches umständlich, teuer unschön und verkehrsstörend ist. Im folgenden Abschnitt, bei Schilderung der neuen Kläranlagen, werden wir diesem Gedanken noch näher nachgehen müssen. Obwohl wie dargelegt, der gegenwärtige Schmutzwasserent- fernungSprozeß in Hanau noch kein idealer ist, so ist eS un» bestrittene Tatsache, daß der Gesundheitszustand der hiesigen Bevölkerung heute schon ein wesentlich besserer ist, als in der Zeit, in der man von Wasserleitung und Kanalisation noch nicht? wußte. Damals herrschte sozusagen alljährlich in der Altstadt der Typhus, der heute ein sehr seltener Gast ist. Allerdings darf dabei eins nicht übersetzen werden, unsere Grundwasserverhältnisse. Nach Pettenkofer sind die Städte, die auf vulkanischem Boden, oder auf solchem mit günstiger Grundwasserbewegung erbaut sind, in gesundheitlicher Beziehung immer gut daran. Letzteres trifft bei Hanau zu. Hieraus erklärt eS sich wohl auch, daß die Stadt im Jahre 1866 von der Cholera ganz verschont blieb und nur vier preußische Soldaten an ihr erkrankten.
* Zur Sonntagsruhe. Am ersten Pfingstseier- tage ist: a) der Handel mit Back- und Konditoreiwaren, mit Fleisch und Wurst, Vorkostartikeln und mit Milch von 5 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags — jedoch ausschließlich der für den Hauptgottesdienst festgesetzten Unterbrechung — zugelassen, b) der Handel mit Kolonialwarm, mit Blumen, Tabak, Bier und Wein, Zigarren während zweier Stunden vor Beginn der Pause für dm Hauptgottesdimft und nicht über 12 Uhr mittags hinaus, die Zeitungsexpedition aber wie an sonstigen Sonn- und Festtagen gestattet. Für dm Milchhandel ist außerdem im ganzm Regierungsbezirk an Svim- und f^efttagen noch die Nachmittagsstunde von 6 bis 7 Uhr freigegeben. Für »dm zweiten Pfinaslfeiertag gelten die für einen gewöhnlichen Sonntag zutreffmdm Bestimmungen.
• Postausweiskarten. Für den inneren deutschen Verkehr besteht die Einrichtung der P o st ausweiskarten, die dazu bestimmt ist, beim Empfange von Postsendungen Weiterungen zu vermeiden, und auf die wir bei Beginn der Reisezeit besonders aufmerksam machen möchten. Die Karten dienen als vollgültiger Ausweis an den Post- fchaltern wie auch gegenüber dem Postbestellpersonal. Bei der Abtragung von Postanweisungen sowie von Wert- und Einschreibsendungen an einen dem bestellenden Boten unbekannten Empfänger, der sich durch Vorlegung einer Postausweiskarte ausweisen kann, bedarf es daher der sonst vorgeschriebenen Bürgschaftsleistung durch den Gastwirt oder eine andere be - kannte Person nicht. Die Postausweiskarten haben eine Photographie, eine kurze Personalbeschreibung und die eigenhändige Unterschrift des Inhabers zu enthalten. Für ihre Ausstellung ist eine Schreibgebühr von 50 Pfg. zu entrichten. Anträge auf Ausstellung sind an ein Postamt persönlich unter Vorlegung einer unaufgezogenen, nicht zu dunklen Photographie in Visitformat zu richten. Dem Postamt unbekannte Personen haben sich durch eine andere bekannte Person oder in sonst zuverlässiger Art auszuweisen. Postausweiskarten sind ein Jahr, vom Tage der Ausstellung ab gerechnet, gültig. Postausweiskarten, während deren Gültigkeitsdauer im Aussehen deS Inhabers solche Aenderungen eintreten, daß die Photographie oder die Personalbeschreibung nicht mehr zutreffen, müssen schon vor Ablauf der Frist erneuert werden. Die in Deutschland ausgestellten Postausweiskarten werden auch im Schutzgebiete Deutsch- Südwestafrika, in Oesterreich, Belgien, Dänemark, Luxemburg, Norwegen, Schweden und in der Schweiz bei der Aushändigung von Postsendungen als vollgültige Ausweispapiere angesehen.
* Sehr erfreulich! Um dem an Sonn- und Feiertagen in K a h l bei der Rückfahrt nach Hanau auftretenden Gedränge abzuhelfen, ist von der hiesigen Eisen- bahn-Betriebs-Jnspektion im Benehmen mit der Direktion der Kahlgrundbahn folgende Einrichtung getroffen worden: Der Zug 15 der Kahlgrundbahn trifft statt um 720 nachmittags schon 715, also 5 Min. früher in Kahl ein. Hier steht auf dem Staalsbahnhoft ein besonderer in Kahl beginnender Zug bereit, der 724 abfâbrt, in Großauheim von 7^3 bis 734, tn Hanau - Ost von 739 bis 741 anhält und 746 in Hanau-West endigt. Der Zug hält nicht in Großkrotzenburg. Bisher waren die mit Zug 15 der Kahlgrundbahn in Kahl eintreffenden Reisenden auf den Personenzug 394, Kahl ab 731 Hanau-Ost an 746 angewiesen, der meist schon stark besetzt von Aschaffenburg einlief. Diese Einrichtung soll vom 1. Pfingstfeiertage ab bis auf Weiteres an allen Sonn- und Feiertagen beibehalten werden.
* Sehenswürdigkeiten. „Museum der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Feiertagen vormittags von 11 bis ‘M Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet. — „Museum des Hanauer Geschichtsvereins" (Altstädter Rathaus, eine Stiege hoch): Geöffnet jeden Sonntag vormittag von 11—12l/# Uhr. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt.
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* Parolevmfik. Die Ulanentaprlle wird worgenâ tag folgende Stücke im Schloßgarten svidlen : und Reichs, Feffmarsch von Tiedke; Divertissement aus de^ Vorspiel „Das Rheingoldâ von R. Waaner; „Im Walzer - rau?$*, Walzer von P. Linke; Fantasie a. d. Op.» „Der Troubadour" von Verdi; „Husarenritt", Charakterstück von Spindler.
• Der Buchbergturm ist am 1. und 2. Pfingstfner- tage während des ganten Tages, am 3. Pfingstfeiertage nachmittags von 3—6 Uhr geöffnet.
* Jubiläum. Am 1. Pfingstfeiertage find 50 Jahre verflossen, seit Herr Jakob Eckhardt von hier in Wilhelmsbad Kellne'dienste verrichtet.
* Bon den Apotheken ist morgen nachmittag von 2—9 Uhr die Hof - Apotheke und am zweiten Pfingstfeiertag von 2—9 Uhr die Löwen-Apotheke geöffnet; auch sind dieselben nachts in Anspruch zu nehmen.
* Gabelsberger Stenographenverein. Bekanntlich feiert der hiesige Steuographenverein „Gabelsberger" am 4., 5. und 6. Juni sein fünfzigjähriges Jubiläum. Welchen kräftigen Aufschwung der Verein seit seinem Stiftungssahre 1860 genommen hat, lehrt ein Blick in die in wenigen Tagen öffentlich aufgelegte Festschrift. Während bis 1870 dem Verein nur 27 Mitglieder augehörten, stieg die Zahl im Jahre 1880 auf 30, 1890 bis zu 60, 1900 waren eS 105 und heute zählt der Verein 216 Vereinsmitglieder.
• Das Hahueukammhaus ist täglich geöffnet.
* * Der kath. Arbeiterverein unternimmt am 2. Feiertag einen Familien-Ausflug nach Aschaffenburg. Abfahrt Hanau-Westbatznhof 11.58, Ostbahnhof 12.04 bis Klein-Ostheim, von da Fußtour durch das Steinbachertal nach Aschaffenburg. Diejenigen Familien, die die Fußtour nicht mitmachen, können den Zug ab 2.07 West- bahnhok oder 2.13 Ostbatznhof benutzen und ist dann Treffpunkt im Gesellenhaus neben der Stiftssirche. Sodann ist Besichtigung der Stiftskirche, des Schlosses und des Pmn- pejanums vorgesehen. Der Ausflug findet bei jeder Witterung statt, und sind Freunde deS Vereins Höflichst eingeladen.^
* Familien Marken-Konsum-Bcrein „Einigkeit". Die nächste Markenannahme und -Ausgabe findet der Feiertage wegen nicht Montag, sondern Dienstag abend von 8 bis 10 Uhr statt. Dieses hiermit den Mitgliedern zur Kenntnis.
* Turnverein Kefselstavt — 50jâhr. Jubilânnr. Rege Tätigkeit herrscht zur Zeit in- vorgenanntem Verein, der, wie an dieser Stelle bereits früher mitgeteilt, am 4., 5. und 6. Juni d. I. sein fünfzigstes Stiftungsfest feierlich zu begehen gedenkt. Aus den vielseitigen Vorbereitungen zu dem Feste läßt sich schon jetzt ersetzen, daß dasselbe eine hervorragend schöne Ausstattung erfahren wird. Auf dem herrlich dekorierten Festplatz konzertiert an allen drei Tagen die weitbekannte und beliebte Kapelle des Thüring. Ulanen- Regiments Nr. 6. Ferner dürfte besonders der turnerische Teil des Festes, der, von Turnwart PH. Nix geleitet, ganz hervorragend».Leistungen aller Art bieten wird, hohe Anziehungskraft auf alle Freunde der Turnlache auSüben. Zur gesanglichen Verschönerung des Festes wird der Gesangverein „Concordia" sein Beste? in liebenswürdiger Weise beitragen und so werden die Festtage in jeder Beziehung eine schöne und abwechselungsreiche Unterhaltung bieten, umsomehr, als für alle Ansprüche die denkbar weitgehendste Fürsorge getroffen ist. In der Bierwirtschaft gelangt prima Kochbräu zum Ausschank und in der Weinwirtschaft auserlesene Gewächse von Rhein und Mosel. Am Montag den 6. Juni, welcher Tag ganz der Volksunterhaltung gewidmet ist, bildet ein großes Brillantfeuerwerk den Schluß des Festes und so sei am 4., 5. und 6. Juni die Parole: Auf nach Kesselstadt zur 50jährigen Jubelfeier deS Turnvereins.
* 12. Deutsches Turnfest in Leipzig 1913. Der Rat der Stadt Leipzig hat sein Einverständnis für die Abhaltung des nächsten deutschen Turnfestes im Jahre 1913 in Leipzig gegeben. Zwar hat die Stadtverordneten- Versammlung noch die Zustimmung zu geben, doch steht diese in sicherer Aussicht, zumal da die beut|d)e Turnerschast mit dem Turnfest den 100jährigen Völkerschlacht-Gedenktag begehen will.
* Vom Turnen im Alter. Gelegentlich einer Zusammenkunft der Altersriegen vom Niederrhein in Düsseldorf hielt der dortige Kreisarzt Dr. Hofacker einen Vortrag über den Wert des Turnens im höheren Lebensalter. Der Redner betonte unter Zugrundelegung des Wortes: „Wer rastet, der rostet", daß das, was der Jugend nötig sei, daß Alter in noch viel höherem Maße gebrauche. Alt wird jeder, jung bleiben kann jeder, wenn er nur die turnerischen Leibesübungen milmacht. Die durch baS Turnen heroorgerufem Muskeltätigkeit und die durch Arbeit der Almungsorgane bedingte Erhöhung der Vermehrung des Stoffwechsels fördern naturgemäß die Gesundheit und bewirken die Verhütung von Krankheitserscheinungen. Wenn für einen 40jährigen Mann die Teilnahme am Rudersport und Fußballspielen wegen der außerordentlich großen Inanspruchnahme der Herzmuskel ausgeschlossen ist, so können Turnübungen ruhig felbit dann ausgenommen werden, wenn sie in der Jugend nicht betrieben wurden. Jede Uebermüdung muß indessen dabei vermieden werden, wogegen eine gesunde Ermüdung durchaus nichts schadet. Freilich muß man dabei auf die Herztätigkeit achten. In jedem Beruf und bei der Arbeit werden nur gewisse Muskelpartien ausgebildet, anders da- gegen verkümmern auf Kosten der Gesundheit. Einen richtigen Ausgleich führt hier das Turnen herbei; daneben aber soll man auch das Wandern und Schwimmen beibehalten.
* Internationale Zugverbtnvnngen. Eine der wichtigsten Verbesserungen des diesjährigen SommersahrplanS ist die Schaffung einer neuen durchgehenden Verbindung Zwischen London, Liverpool, Manchester und Schottland einerseits und Süddeutschland, Italien, Triest und Wien andererseits. Diese Verbindung faßt den Verkehr über alle Nordseehafen, die für Reisen von England hauptsächlich in Frage kommen, zusammen. So laufen u. a. direkte Waaen 1. und 2. Klasse Calais-Wien, Vlissingen-München-Triekt Hoek van Holland-Mllnchen-Verona, Ostende-München Ja München ist unmittelbarer 9 chluß an die nach Italien Triest und Wien verkehrenden Schnellzüge. ' Abfahrt von nÄT ^-^^1- Verkehrs route zwischen 8 und 9 Uhr Reisen m umgekehrter Richtung sind gleichfalls oorzügllchs neue Verbindungen geschaffen worden. Genaue