ErA-S Blatt.
ve»»«Svrettr
Weete^ihrNch 1,80 TO., menotlitb W M«.. kür nutz. Eini>f ttonntnten mit dem denenrudni PoftauffchUlA. Die etuzelue Nummer tust« 10 Wg.
fiirUii^itHitt
Wotitlrii^--^ uw» Berlet te Buchdruckers del emia.
au Bailewbauft* tu Hau«.
General-Anzeiger
Awtiilhes Organ für Stobt und Lanäreis Kana»
©U Mufgespalteue vettijeU« «der der« «au» 20 ^ » SieaameureU die Zâ 4b Pf^
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Badetw>ortt, Redsktsuer E. Schrecker de (Hötte,
Ws 100 Fernsprechanschluff Nr. 605.
Slimstag de» 30. April
Ferttsprechanschlub Nr. 605.
1910
Sie tafiotfaoitr nmMf uilier S.NiiterhiItirtiiltt,
1S Seiten.
AmtIi0»e
Eandhreis Hanau.
Diejenigen Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Kreises, in deren Bezirken auswärts veranlagte Gc- Werbebrtriebe belegen sind, mache ich auf die Vorschrift im Artikel 40 Nr. 2 der Gewerbesteuer Anweisung vom 4. November 1895 ausmerkmm, wonach das auf ihre Gemeinde (Gulsbezirk) zum Zwecke der kommunalen Besteuerung entfallende Gewerbestenersoll durch Summierung der in Spalte 7 der Rolle und der Nachweisung nach Muster 22 verzeichneten Beträge am Ende der Rolle zu berechnen und diese Berechnung un erschriftlich zu vollziehen ist (vergl. Muster 12, Seite 160 a. a. O.).
Das Ergebnis der Berechnung ist mir bis zum 14, Mai und zwar unter Mitteilung der auf die einzelnen Gewerbesteuerklassen entfallenden Summen, anzuzeigen.
In Gemeinten und Gutsbeü'ken, in welchen sich auswärts veranlagte Betriebe nicht befinden, hat sich diele Anzeige auf die Gesamtsumme der in Spalte 7 der Rolle verzeichneten Beträge und die auf die einzelnen Gewerbesteuer- klassen entfallenden Summen zu beschränken.
Hanau den 28. April 1910.
Der Königliche Landrat.
St 747 I. V.: Dr. v. Waldow.
Stadtkreis k)anau.
Zwecks Ausführung von NeudeckungSarbeiten wird die Neue Anlage zwischen Grimm- und Bebraetbahnhofstraße vom 2. Mai b. As. ab auf die Dauer von acht Tagen für den. öffentlichen Fuh, verkehr gesperrt.
Hanau den 30. April 1910.
Königliche Polizei-Direktion.
P 4918 I. V. :* Dr. v. Waldow.
Gedühreliordunng
für die Schau und für die A sstelluug eines Vefundscheines bezüglich des nicht im städtischen Schlachthofe ansgeschlachteten frischen Fleisches.
Auf Grund des § 14 Absatz 1, Satz 1 des preußischen Ausführungsge etzes vom 28. Juni 1902 zum Reichsgesetz betr. die Sch ach'vieh- und Fleischbeschau vom 3. Juni 1900 wird gemäß § 16 der Ordnung betreffend die Einlührung und Untersuchung von nicht im städtischen Schlachthofe aus- geschlachtetem frischen Fleisch vom 30. April 1904 mit Zu- stimmung der Stadiverordneteu-Veriantmluug vom 10. und 1«. Februar 1910 folgende Gebührenordnung mit Geltung vom 1. April 1910 ab erlassen.
Es werden erhoben:
a) für die Fleischbeschau u. s. w.:
der Halste eines Ochsen oder Stieres
3,50
M.
der Hälfte einer Kuh
2,50
der Hälfte eines Rindes . , / ,
2,50
der Hälste eines Schweines . . ,
1,25
der Hälfte eines Kalbes
0,65
der HäUte eines Schafes
0,65
der Hälfte einer Ziege .
0,48
der Hälfte eines "Lammes
0*15
eines Epankerkels ....
0,30
eines Viertels eines PstrdeS .
0,20
eines Bratens vom Großvieh (Nierenstück
und Lenden ungetrennt)
0,50
einer Rjudsuinge .
0,30
eines Kalbstückens nebst Meulen ungetrennt
0,30
eines Hammelsrückens nebst Keulèn nugetrennt
0,30
eines Schmeineschiukens nebst Rücken und
Hals ungetrennt ....
0,80
eines Geraupes (Lunge, Leber, Herz, Milz,
Sülze, Därme) ....
0,35
einer Sülze einzeln (Großvieh-Magen)
0,20
ff
einer Kalbszunge ....
von vorstehend nicht benannten Fleischteilen
0,15
ff
(besonders den für Gast- und Spelse- wirten eii'gtführien Stücken)
0,25
ff
b) für die Trichinenschau:
der Hälfte eines Schweines
0,50
ff
eines Schlveineschinkens nebst Rücken und
Hals unoetrennt .
0,50
eines ein «eitlen Teiles ....
0,30
ff
Hanau den 16. März 1910.
Der Magistrat.
Hild.
10371
Genehmigung des Bezirks-Ausschusses vom 2. April 1910, B. A. 646/10.
’ Pferdevorumsterrmg.
Die Pferdebesitzer von Buchstaben A bis einichl. ff haben ihre Pferde am 3. Mai er., IO1/» Nhr vormittags, und diejenigen von Buchstaben 8 bis Z ihre Pferde am 4. Mai er., 8'/» vormittags, zur Musterung zu qe- stellen. Eine Stunde vor dem Gestellungstermin muffen die Pferde zwecks Verlesung auf dem Gestellungsort, Vrehmarktplah, fern.
Hanau den 29. April 1910.
Der Magistrat.
Hild. 10367
H. R. A. 7. In das Handelsregister A Nr. 7 ist bei der Firma Adolf Metzler in Bergen eingetragen worden: Die Zweigniederlassung in Fechenheim ist aufgehoben.
Bergen (Kreis Hanau) den 28. Avril 1910.
Königliches Amtsgericht. 11395
LMmrtsWicher Kreismein ömn.
Nächste Versammlung Samstag den 7. Mai, «nachmittags 2*/r Uhr, im Gasthaus „zum goldnen Löwen* hier.
Tagesordnung r
1. Erteilung der Decharge zur JahreSrechnung für 1909.
2. Besprechung über die im Sommer d. IS. auSzuführen- den Güter- re. Besichtigungen.
8. Vortrag des Herrn Dr. Staehly auS Castel über die Tätigkeit der Landwirtschaftskammer.
4. D'ehauftrieb auf die Jungviehweche.
5. Sonstiges.
Die Herren Bürgermeister wollen vorstehende Bekanntmachung des landwirtschaftlichen KreisvereinS in den Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt machen.
Hanau, den 29. April 1910.
Der Vorsitzende.
Frhr. L a u r, Königlicher Landrat.
Politische Rundschau.
Das Kaiserpaar in Lothringen.
Urville, 29. April. Der Kaiser begab sich heute vormittag im Automobil nach Sainte-Barbe und nahm eine Be- stchtiaunq der Ostfront vor.
Meh, 29. April. Der Kaiser und die Kaiserin sowie die Prinzessin Viktoria Luise folgten heute mittag um 1 Uhr einer Einladung deS Besirkspräsidenien und der Gräfin Zeppelin-Aschhausen zur Tafel. Nach der Tafel erschienen noch Polizeipräsident Baumbach von Kaimberg, Abgeordneter Gregoire, Oberforstmeister Ney und KreiSdirektor von Löper. Der Kaiser zog die beiden Abgeordnete de Wendel und Gregoire in ein längeres Gespräch. Graf Zeppelin überreichte dem Kaiser das Jahrbuch der Gesellschaft für lothringische Geschichte und Altertumskunde. Der Kaiser sah eine Sammlung von Siegelabdrncken, welche nach einem vom Archio- direktor Hanwiller erfundenen Verfahren kopiert sind. Ein Teil dieser Siegel, die sich auf die Hobkönigsburg beziehen, wird auf Befehl des Kaisers auf der Hohköuiasbiirg aufbewahrt werden. Ferner sah der Kaiser mit großem Interesse eine große Alabasiervase, welche unlängst bei Bauarbeiten in Metz gefunden wurde und die aus dem Museum hierher geschafft war, zu welcher der Museum? direkior Professor Keune Erläuterungen gab. Bei ihrem Eintreffen vor dem Münster wurden die Majestäten und die Priiizessin vom Publikum stürmisch begrüßt, von Bischof Beuster empfangen und in das Gotteshaus geleitet. Der Regiernugs- und Baurat, Dombaumkister Schmitz, die Geistlichen und die Arbeiter der Dombanhüne waren zugegen. Die Majestäten verweilten über eine halbe Stunde in der Kaihedrale und besichtigten eingehend die Restauriernngsarbesten, über deren rasches Vor- wärtsgehen der Kaiser sich sehr erfreut äußerte. Der Kaiser sah zuerst die Neurestauricrung der Glasnialereien. Das große Westfenster über dein Hauptponal, am Ende deS 14. Jahrhunderts vom Meister Hermann ö. Münster geschaffen, eine der bedeutendsten Glasmalereien Deutschlands, ist von Dèbouchè in München restauriert worden. Das Nordfenster des Querichiffes wurde erst vor einigen Tagen fernggestrllt. Die Restauration stammt von Professor Geiges. Man hat jetzt kup'erne Drahtgitier vor die Fenster gelegt, um Schäden, wie sie der Hagelschlag von 1896 brachte, zu vermeiden und hat ferner Kartons augefertigt in Tu'chezeichnung, welche in natürlicher Größe die alten Glasmalereien wiedergeben, um eventuell später notivendig werdenden Erneuerungen zu Grunde gelegt werden zu können. Im Anschluß daran sah der Kaiser Probetaseln der Glasmalereien, welche von Wasmuth in Berlin in farbwem Druck im Verhältnis von 1:3
I für ein im Entstehen begriffene« mehrbändige« Werk herge» stellt werden. Alsdann besichtigte man die ausgestellten Rekonstruktionsentwürfe für die Wiederherstellung der drei Bi'chofsgrabdenkmâler, welche zur Zeit der französischen Revolution zerstört worden sind. Die Entwürfe wurden kürz- lich vom Kaiser genehmigt. Endlich wurden Entwürfe gezeigt zu einem Kaiserstuhl für daS neue Ehorgestübl, sowie Entwürfe zu neuen Altären und der im Entstehen begriffen« Kreuzweg (Leidensweg Christi) im südlichen Seitenschiff, sowie einige freigeleqte alte Epitbapbien in Fresko.
Hus Hanau Stadt und Tand.
Hana«, 30. April.
• Kahlgrund-Elsenbaftn. Mit Beginn des Sommer Fahrplan- ad Sonntag den 1. Mai 1910 verkehrt auf der Kahlgrund-Eisenbahn auch wieder der SonntagS-Spätzug el Schöllkrippen 8.15 abend-, an Kahl 9.33 Uhr. Nach den Betriebsresultaten dieser Dahn hat sich im Jahre 1909 di» Frequenz am Personenverkehr gegen das Vorjahr wiederum erhöht. Es ist die« ein Beweis, daß der Dorspeffart wirklich beinchen-wert ist und Erholungsbedürftige das finden, waS sie suchen. Gegenwärtig ist e- eine Wonne, mit der Dahn durch den Kahlgrund zu fahren. Die bewaldeten Bergabhänge und die Felder haben ein prachtvolles Farbenkleid angezogen. Nachdem die Bahn sich 18 Kilometer durch Wiesen und Wald schlängelt, ist schon die Fahrt allein ein Genuß. Dadurch, daß die König!. Preuß. Staat-eisenbahn einen Zug 7.31 Uhr abend« ab Kahl eingelegt hat, sind die Anschlüffe in der Richtung nach Hanau und Frankfurt a. M. , sehr gute zu nennen und wird die günstige Fahrgelegenheit beim Publikum allgemeinen Anklang finden.
* Zttstattdegckommen. In der Angelegenheit bet in Zahlungs'chwierigkeilen geratenen Bijouteriefabrik Steinheuer u. C o. versendet Herr Rechtsanwalt Dr. Nußbaum in Hanau folgende- Rundschreiben:
In der Angelegenheit der Firma Steinheuer u. Co. in Hanau teile ich'Ihnen ergebenst mit, daß daS Arrangement nunmehr auf der Grundlage meines Vorschlages vom 1. April dS. Js. definitiv zustande gekommen ist. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat sich konstituiert und bte enorderlichen Verträge sind in bindender Form abgeschlossen. Die Auszahlung der ersten Vergleichsrate wird bis zum 25. Mai ds. IS. durch die Gesellschaft mit beschränkter Haftung erfolgen.
Zu der Sache selbst erfahren wir folgende-: ES haben sich 13 der angesehensten hiesigen Bürger vereinigt, um daS zur Fortführung deS Geschäfte- erforderliche Kapital aufzu- bnngen. Sie haben sich zu diesem Zwecke in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung zusammengefchloffen, welche das Geschäft fortführt und die vorhandene Maffe im Interest« und für Rechnung der Gläubiger verwertet. Der Gewinn, den diese G. m. b. H. erzielt, fließt nach Abzug einer vierprozentigen Verzinsung des Geschäftskapitals den Gläubigern zu; von Fachleuten wird daS Geschäft auf der neuen DastS alS durchaus lebensfähig bezeichnet. Dank dem Entgegenkommen der Gläubiger und der Opferwilligkeit der Herren, welche das Kapital ausbringen, ist eS also gelungen, dem Hanauer Platze ein altes Geschäft zu erhalten und die etwa 60 Arbeiter der Firma vor der Erwerbslosigkeit zu bewahren.
• ParoleMttslk. Die Manenkapelle wird morgen mittag folgende Stücke im Schloßgarten spielen: „DeS Kaisers Ruf", Kavallerie-Paradkmalsch von Möllendorf; „Frühlings-Erwachen*, Romanze von Bach; „Pupptn-Walzer* von Bayer; Fantasie auS „The Geisha* von E. Jones; „Ungarische Tänze* Nr. 1 und 2 von BrahmS.
* Gastspiel des Offenbacher SommertheaterS, Direktion Otto Fricke, in der „Concordia" zu Hanau. Es wird barauf aufmrrfiam gemacht, daß für die heute abend stattsindende Vorstellung: „Die lustige Doppelehe" in den beiden Cigarrengeschästen von Carl W i ß n e r, Bangtristraße und Krâmerstraße, Karten im Vorverkauf zu haben sind.
* Diettstjnbilâum. Sein 25jährigeS Dienstjubiläum feiert am 1. Mai der Postschaffner Herr Ludwig Linker«- dörfer bei dem hiesigen Postamts. Möge eS ihm vergönnt sein noch recht viele Jahre in treuer Pflichterfüllung wirken zu könueu.
’ Schantnrnen des Turn- «. FechiklnbS. Wie bereits bekannt, hält der Suuv u. Fechtklub zum Abschluß seines Wiuterturnens morgen nachmittag um 4 Uhr ein Schau- turnen ab, an dem sich sämtliche Abteilungen beteiligen. Di» Reihenfolge der Vorführungen ist folgende: 1. Kugelstab- Übungen der Turnerinnen; 2. Schulübungen der Fechter im Flore«; 3. Riegenturnen der Jugend'R.'änner- und Turne- rinnenabtfilu ß; 4. Fechten in Floret, leichtem und schwerem Säbel; 5. Freiübungen in den Paaren (Turnerinnen); 6. Vorführung der zum mittelrheinischen Kreisturnfest in Kreuznach bestimmter J^tuU-nilbmui»*. Dio mnülxüii*# 8M«U»aae