Fern spr echo n sch ln st Nr. 605
ffoteÜMlbnter inte Verlag 6« Buchdrucks« Hl Witta, m SaitalhauieS ta Ha«au.
«aMsi-rNch 1,80 M., «»natlich 60 Vß., sfr e* Wâni-l Abonnenten mit dem betrefieuben PoftauffchUlA. fite ctafetae Nummer tastet 10 Wß.
Auszug au« der Rechmmg der Kreissparkasse des Landkreises
Hanau vom Jahre 1908.
Nr. 96
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fite fltuf gehaltn« Betitieilt ober beten Stemm M tat Äettameateü Me ^eik 45 Mz,
General-Anzeiger
Awtlichts Organ für Stabt» und Landkreis Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Ticnstlig dc» 26. April
Fern sprech«n schlnst Nr. 605
1910
Amtliches.
Landkreis Ranau.
Abschluß:
Die Einnahmen betragen 397 351,47 M.
Die Ausgaben betragen 387 029,28 „ Kasienbestand 10 322,19 WL
Wird gemäß § 87 Kr. O. veröffentlicht.
Hanau den 22. April 1910.
Der Vorsitzende des KreisausschusseS.
A 1974 Fr h r. L a u r.
Einnahmen:
Titel I Aus dem Vorjahre
„ II Rückstände
in
IV
w
ff
ff
ff
VI
Spareinlagen
Zinsen von ausgeliehenen
Kapitalien
Zurückgezahlte Kapitalien
177 685,19
1 777,14 . 2 094 363,85
w
Anszng aus dem Voranschlag z«m HanShaltsplan Landkreises Hanau für das Rechnungsjahr 1910.
des
Rückzahlungen aus d. Reservefonds
VII Verschiedene Einnahmen
VIII Vorschüsse
257 502,75
705 749,62
8 946,09
1 169,78
1 336,31
»
Einnahmen:
Titel I Betriebsfonds „ II Vermögensverwaltung
*
III Verwaliungskosten-Beiträge IV -
Summa 3 248 530,7 3
Ausgaben:
Titel I Ueberzahlung aus d. letzten Rechnung —
II Rückstände . —
ff
M.
VI
ff
ff N
ff
III Zinsen von Spareinlagen IV Zurückgezahlte Einlagen
V Ausgeliehene Kapitalien:
auf Hypothek
auf Schuldschein gegen Bürgschaft
auf Schuldschein gegen Faustpfand
an Gemeinden auf Wertpapiere vorübergehende
Anlagen .
VI Verwaltungskosten
219 191,25 . 1 783 301,34
611600 M.
22510
56500
55000
. 307000
VI1 Ablieferungen an d. Reservefonds VIII Rückzahlungen von auf kurze Kündigung aufgenommenen Darlehen IX Verschiedene Ausgaben .
X Vorschüsse
1 052 610,—
12 087,87
231,50
1420,31
Die
Die Einnahmen betragen
Die Ausgaben betragen
Kassenbestand
Einnahmen-Rückstände betragen Hanau den 22. April 1910.
ff
ff
ff
ff
M
Summa 3 068 842,27 M.
Abschluß:
3 248 580,73 M. 3 068 842,27 ,
179 688,46 M.
1 500,66 M.
Der Vorsitzende des KreisausschusseS.
A 1898 F rh r. Laur.
Auszug aus der Rechnung der Kreiskommnn«lk«sse
Landkreises Hanau für das Rechnungsjahr 1908.
bei
*
M
Einnahmen: Titel I Aus Vorfahren .
*
ff
ff
II Vermögensverwaltung . Hl Verwaliungskostenbeiträge IV Unterhaltung der Landwege
V Dotationen, Gebühren u. Beiträge
VI Kreisabgaben:
Kreissteuern . 156 540,57 M.
Hundesteuern 13 580,— „
Belriebssteuern 4 778,— ,
Konzesstonssteuern 3 330,— ,
Wanderlagersteuer 90, — „
37 629,57
121 388,82 4 039,20 20 538,70 15 937,95
M-
ff ff
ff
ff
VII Vorschüsse u. durchlaufende Posten V I i I Insgemein
IX Außerordentliche Einnahmen
178315,57
14 945 35
556,31
4 000,-
ff
ff
ff
Titel I
Summa der Einnahmen 397 351,47 M.
Ausgaben:
ff
ff ff ff ff ff ff ff ff
Aus Vorfahren . Vermögensverwaltung . Kreisverwaltungskosten . Unterhaltung der Landwege Leistungen an andere Kassen . Für Armen- u. wohltätige Zwecke VII Für gemeinnützige Einrichtungen VIII Vorschüsse u. durchlaufende Posten IX Insgemein ^ Außerordentliche Ausgaben
II
III
VI
30 000,— M.
129 718,80 81 423,55 86 127,81 63 659,59 19 556,95
9 395,59
7 178,99
968,—
9 000, -
ff * ff
ff ff ff ff
Summa der Ausgaben 387 020,28 M.
Unterhaltung der Landwege
Dotationen, Gebühren
Kreisabgaben:
1. Kreissteuern
25°/o von 718 313,48 Mk.
2. Hundesteuern
3. Betr'ebSsteliern .
4. Schanklon^eisionssteuern
5. Wanderlagersteuer
VTT Vorschüsse u. durchlaufende Posten
VIII Jungviebweide
IX Insgemein
X Außerordentliche Einnahmen
Summa
Titel
ff
ff
ff
ff
I II III IV
VI
Ausgaben;
Betriebsfonds Vermögensverwaltung . Kreisverwaltungßkosten Unterhaltung der Landwege Leistungen an andere Kassen
Für Armen- ii. wohltätige Zwecke VII Für gemeinnützige Einrichtungen
und Anstalten .
VIII Vorschüsse u. durchlaufende Posten
IX Jungviehwride
X Insgemein .
XI Außerordentliche Ausgaben
80 000,—
49 616,69
3 872,80
19 650,—
15 460,—
179 500,—
13 500,—
4 700,—
3 200,—
50,-
14 986,—
6 000,—
114,51
56 950, -
397 600,—
35 000, 60 680, 85 300, 87 400, 73 131, 20 000,
10 568,44
8 300,—
6 200,—
4 070,56
56 950,—
M.
Summa 39 7 600,— DL.
Hanau den 21. April 1910.
Der Vorsitzende des KreisausschusseS.
A 1975 Frhr. L au r.
In den Gemarkungen Großkrotzenburg und Wachen buchen ist die Schweinescuche festgestellt worden.
Hanau den 25. April 1910.
V 2556
Der Königliche Landrat. Frhr. L a u r.
Der Metzger Otto Walter in Großauheim beabsichtigt, auf seinem dortigen, Anwannewea Nr. 64, be» legenen Grundstück Karienblatt M Nr. 878/155 ,c. ein Schlachthaus zu errichten.
Es wird dieses mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Einwendungen gegen die Anlage, zu welcher Zeichnungen und Beschreibungen im Bureau des Kreis- aus'chuffeS — Hainstraße Nr. 10 — hier offen liegen, binnen 14 Tagen, vom Tage des Erscheinens die er Bekanntmachung an gerechnet, hier anzubringen sind. Später eingehende Einsprüche werden nicht berücksichtigt.
Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird Termin auf
Donnerstag den 12. Mai d. Js., vormittags 10 Uhr, in das Bureau des Kreisausschusses anberaumt. Die Interessenten werden hierzu mit dem Bemerken geladen, daß
im Falle des Nichterscheinens des Antragstellers Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der hobenen E'nwendungeit voro.cn an gen werden wird.
Hanau den 22. April 1910.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses.
A 1949 FrHr. L a u r.
und der etwa er*
10077
Stadtkreis Ranau.
Bekanntmachung.
Die städtischen Körperschaften haben unter dem 18. Januar und 17. März d. J. beschlossen, die mit dem Flucht- Unienplan für das Gelände nördlich der Frankfurter- und
Hochstädlerlandstraße am 30. November 1909 förmlich fest» . gestellten Fluchtlinien der Straßen Nr. 116 und 117, zwischen Kanenstraße, Hessenstraße, Ameliastraße und den Teichen, abzuändern.
Nach erfolgter Zustimmung der Polizeibehörde zu dem Plan wird dieser nunmehr auf Grund des § 7 des GrsetzeS vom 2. Juli 1875 vom 28 d. Mts an 4 Wochen lang im städtischen Vermeffungsamt, Nathaus, Zimmer 21, während der Geschäftsstunden zu jedermanns Einstcht offen gelegt.
Einwendungen gegen den AbänderungSplan sind innerhalb der OffenlegungSfrist schriftlich oder mündlich bei uns anzubringen.
Hanau den 23. April 1910.
Der Magistrat.
Dr. GebeschuS.
10051
Gcfiuidcnc nnb verlorene Gegenstlinde re.
Gefunden: 1 Milchkanne, etwa 5 Liter haltend, 1 Zeitkarte der Straßenbahn Nr. 9547, 1 alte braune Kindermütze (liegen geblieben), 1 Schild mit der Bezeichnung Flaschenbier.
Verloren: 1 weißseideneS Taschentuch (gez. K.), 1 Plüschreisedecke, auf der einen Seite schwarz, auf der anderen hellgetiegert (am 3. dS. MlS.), 1 Schiebelehre (Kaliber, gez. R. S.).
Hanau den 26. April 1910.
Politische Rundschau.
Ein viel umstrittener Wahlkreis. Im Wahlkreise Jauer-LandeShut sind nunmehr folgende Kandidaten aufgestellt: Geheimrat Büchtemann (Fortschr. Volksp.), Major a. D. Straffer (Bund der Landwirte und deutsch- konservativ), Rechtsanwalt Dr. Herschel (Ztr.) und Arbeiter- sekretär Proll (Soz.). Die Nationalliberalen traten sofort für den Fortschrittlichen ein. Die Wahl ist auf den 1. Juni festgesetzt.
Die Wehrsteuer. Dem Reichstage sind zwei Anträge -«gegangen, bie einen Gesetzentwurf über die Gewährung von Beihilfen an Kriegsteilnehmer enthalten. Nach dem einen Anträge sollen dir erforderlichen Mittel durch eine Wehrsteuer aufgebracht werden, die gerechteste aller Steuern, die bekanntlich zuerst vom Kyffhäuser-Bunde der deutschen Landes - Kriegerverbände angeregt worden ist. Da eine Wehrstener ganz im Sinne von Millionen gedienter Soldaten liegt, dürfte rS angebracht erscheinen, mit einigen Worten auf die Berechtigung der Steuer hinzuweisen. In Oesterreich ist die Wehrsteuer schon eingeführt, trotzdem sich dort ursplünglich ein lebhafter W derstaud dagegen geltend machte. Die Gegner einer Wehrsteuer stützen sich auf einige Schlagworte, wie Krüppelstruer usw., und behaupten, daß, da die Dienstpflicht eine Ehrensache ist, die vom aktiven Dienst durch irgendwelche körperlichen Mängel Befreiten durch eine Wehrsteuer für ihre Gebrechen gewiffermaßen doppelt bestraft würden. Dies ist aber ein großer Irrtum, denn die Wehrsteuer soll keineswegs die wirklichen Krüppel, das heißt Lahme, Einarmige, Blinde uiw., treffen, sondern überhaupt nur von solchen Personen erhoben werden, bie als überzählig oder infolge geringer körperlicher Mängel oder infolge Reklamation nicht ausgehoben sind. Deren Zahl ist bei unserer starken Bevölkerungszunahme in Deutschland jährlich so beträchtlich, — etwa 100 000 Personen, — daß eine Wehrsteuer eine bedeutende Summe bringen, jedenfalls aber genügend Mittel zur Verfügung stellen würde, um den vielen braven bebürfiigen Kriegsveteranen sowie deren unter* stntzungsberechngten Angehörigen auf ihre alten Tage einen ausreichenden Ehrensold gewähren und damit eine Dankes- schuld abiragen zu können. Gewiß ist der Militärdienst in Deutschland eine Ehrenpflicht, die nicht mit Geld abgelöst werden kann und soll. Trotzdem ist doch nicht zu verkennen, daß er im Krieg und Frieden dem aktiven Soldaten Opfer auferlegt, die der nicht au-gehobene junge Mann nicht zu tragen hat. Denn der Soldat wird auf 2—3 Jahre aus seinem bürgerlichen Berufe herausgenommen, wogegen die nicht Gedienten, welche sich in der Mehrzahl der besten Gesundheit erfreuen und vollkommen arbeitsfähig sind, ihre bürgerliche Beschäftigung ruhig sortieren und ungestört weiter Geld verdienen können. Oft kommt es — insbesondere beim Kaufmannsstande — auch vor, daß ein junger Mann, welcher dienen muß, seine gut bezahlte, durch eigene Tüchtig, feit erworbene Stellung verliert, in die alsdann sofort ein anderer, der nicht zu dienen braucht, einrückt. Dieser bewährt sich allmählich auch in der Stelle und wird vom Ge- schästsinhaber naturgemäß weiterbehalten, wenn die Dienstzeit