6. April
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Sport.
Sonöofte^kntf^—^attau 93» Dir VsrbMlttmgm ni bMem nro^en 9u6ban»®etH9fet, MS am Eam«isg den 89. April K % auf dem Evoriplatz des 1. HlNtâukr ^u^ banfiubi 1899 an her „Schönen Aussicht" staltflndtt, sind In vollem Gange und wird mit dem Karten "erkauf in der nächsten Woche begonnen werden. — Die M «glieder des Preß- und Reklame-AusichusteS werden gebeten, gu der morgen Mittwoch abend 9 Uhr im „Hotel zur Post" staufin- »enden Ausschußsitzung zu erscheinen.
Has Hab and fern.
C. Offenbach, 5. April. (Telegramm.) Ein be- bäuerlicher Unglnckslall mit tödlichem Ausgang ereignete sich gestern in unserem Stadtteil Bürgel. Als dort der Fuhr» knecht Richter mit einem Wagen Schutt durch die Rumpen» heimerstroße fuhr, löste sich plötzlich der vordere Vorsteher des Wagens und fiel mit dem nachfolgenden Schutt den Pferden zwischen die Beine. Die Pferde scheuten und gingen durch. Richter, der anfänglich auf dem Vorsteher laß, fiel auf die Wage und verlor die Gewalt über da« Gefährt, zum Unglück rissen noch die Zügel und so wurde der Knecht noch 50 Meier wenergeschleill. Als der Wagen an einem Randstein anprallte, geriet Richter unter die Räder und wurde übei fahren. Schwerverletzt brachte man ihn in das städtische Krankenhaus, wo er bereits nachmittags den Verletzungen erlege" ist.
Dotzheim bei Wiesbaden, 2. April. Die Delegierten» Versammlung für den Gesangwettstreit, d r von dem „Gesangverein Doyheim" anläßlich seines 60 jährigen Bestehens veranstaltet wird, findet am 10. April, mittags 1 Uhr, im „Deutschen Kaiser" statt. Eine recht stattliche Anzahl von Ve»einen hat bi- jetzt ihre Teilnahme an dem Weitstreit ui» gefaat. Diejenigen Gesangvereine, welche sich noch an dem Wensingen beteiligen wollen, seien darauf aufmeiksam ge« macht, daß ihre Meldungen noch bis zum Delegiertentag an« genommen werden. Außer den schon früher genannten fünf Fürstenpreiien, sowie den von hiesigen Vereinen und Freunden beS Vereins gestifteten Ehren. und 2200 Mark an Geld, preisen sind auch von privater Seite eine ganze Anrahl wert» voller Kunstgegenstände zur Preisverteilung zur Verfügung gestellt worden. Das PreiSrichleramt ist hervorragenden Musikantoritäten übertragen worden.
Alsfclv, 2. April. Auf eine schreckliche Art suchte sich sie 24jâhiige Tochter des hiesigen Gerichtsvollziehers A. das Leb n zu nehmen. Sie begoß ihre Bluse und ein Halstuch, daS sie dann umband, mit Petroleum und zündete die Sachen an. Glücklicherweise wurde der Brand rasch durch herbei» eilende Verwandte gelöscht; doch erhielt die Bedauernswerte schreckliche Brandwunden, ihr ganzes Haar ist verbrannt, schon seit längerer Zeit trug sich die Lebensmüde mit Selbstmordgedanken und wurde darum von ihren Angehörigen streng bewacht. Sie ist mit einem Grünberger Spengler- meister verlobt. Hochgradige Nervosität soll die Ursache zu dem ve, suchten Selbstmorde gewesen sein.
W-idenffaitsttt, Kr. Eschwege, 2. April. Ein schwerer Ihuad hat sich heute mittag in der Nähe unseres OrteS ereignet. Der Landwirt Peter Schneider von hier fuhr mit seinem Ochsenwagen vom Felde nach Hause. Unweit des Dorfes wurden durch den starken Wind zwei Masten der elektrischen Leitung umgeweht, der Draht traf einen Ochsen, sie Tiere wurden betäubt und stürzten nieder. Der S'rom sprang auch auf den Lenker des Fuhrwerks über und tötete ihn auf der Stelle. Der in der Nähe befindliche Sohn des Verung'ückten wollte seinem Vater zu Hilke eilen, erhielt aber gleichfalls einen elektrischen Schlag. Er konnte sich noch ins Dorf schleppen, wo er von dem Unfall Mitteilung machte. Es eilten sofort mehrere Einwohner an die Unfallstelle, konnten aber nur noch den Tod des Verunglückten feststellen. Die beiden Zugtiere wurden an Ort und Stelle abgestorben. Der so jäh ums Leben Gekommene hinterläßt eine zahlreiche Familie.
Gmö, 3. April. Der Wiederaufbau deS zum Teil durch Brand zerstörten Kurtheaters soll so beschleunigt werden, daß er möglichst bis zum 1. Juni vollendet wird. Der entstandene Schaden ist von der Nassauischen Brandkasse mit 19500 Mark vergütet worden.
Mannheim, 4. April. In der vergangenen Nacht hat hier ein Heizer aus Ei'er>ucht feine Frau erschossen und leine"
Eine erfolgreiche Behandlung der Lungentuberkulose.
Die Lungentuberkulose wird bekanntlich durch die Tuberkel- bazillen verursacht. Zur Entfaltung d-eser Bazillen gehört vor allem eine gewisse Disposition der Befallenen. Die Ba- zillen müssen einen günstigen Nährboden finden, sonst können sie sich nicht entwickeln und es kann auch keine Ansteckung erfolgen. Sobald man also den Gesamtorganismus eines luberkniösen Patienten so zu verändern vermag, daß dievor- halidenen Tuberkelbazillen nicht mehr gedeihen können, keinen Lebensboden mehr vorfinden, so muß damit die Heilung des Erkrankten Hand in Hand gehen. Diesem längst erstrebten Ziel sind wir jetzt nahegekommen. Die m e d i z i n i s ch e Klinik der Universität Genua, wo an Tliberku- lösen ausgedehnte Versuche mit dem in letzter Zeit so viel besprochenen, von Herrn Dr. Fchrlin in Schaffhausen entdeckten Histosan gemacht wurden, veröffentlicht einen Bericht über die mit diesem Mittel gemachten Erfahrungen und schreibt n. a.: „Die prompte und außerordentliche Wirksamkeit deS Histosans beruht auf einer gründlichen Sanierung des Blutes und der Gewebesäfte, wodurch her erkrankte Organismus schnell in einen Zustand versetzt wird, in welchem bann die Natur ein- greifen und die völlige Genesung herbei- sühren kann." Und auS einem andern Ort des Südens,
DlènStaq
" J-^r-T-——--J-F.. —■.■-■■■■:—-TT.d—.,- ! . , -'-^. . —u.—- ^?.-^— gm. :j—^ — —- — -JLJJ^— — Nebenbuhler verletzt. Der Heizer machte dann einen Sewst- Mötdverkuch, wobei er sich schwer verletzte.
Wrlitre Bericht- »»Ans Nah und Kern" in V-t Beilage,
Kurzer Gcticidc-Wvlliciibclicht der Preioberkchtsfielle des Deutschen L'andwirt- schastsrats Vsm 22. März bis 4. April HM»
Die schon vor dem Osterfeste durch amerikanische Saaten» schien, enttäuschende argentinische Verschiffungen und durch die Zurückhaltung Rußlands hervorgerufèite Befestigung auf dem Weltmärkte bat in den letzten 8 Tagen weitere Fortschritte gemacht. WaS speziell Deutschland betrifft, so waren neben der Erhöhung der ausländischen Vorbei ungen bei zunehmendem Interesse Englands und Velgens nicht zuletzt Besorgnisse wegen der Ende März he,richtnden Nachifröste für die auch hier zum Durchbruch kommende Festigkeit maß» gebend. Im Julaude war das Angebot sichtlich zurückhaltender. Anscheinend verfügen die Landwirte nur noch über minimale Restbestäude, und da andererseits die Preise für Auslandsware, auf die man jetzt mehr angewiesen sein wird, immer noch wesentlich höher sind alS die im Jnlande und auf dem Berliner Markte geltenden Preise, so zeigte man sich bestrebt, einen Ausgleich herbeizuführen. Bei an» dauerndem DeckungSbegebr und sehr vorsichtigen Abgebern zogen die LieferungSpreise in Berlin allmählich um 3 Mark an, um schließlich s/i bis 1 Mk. des Gewinnes wieder aufzugeben, als der Sagtenstandsbericht der Preisberichtsstelle bekannt wurde, wonach die Saaten den W «ter, von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, gut überstanden haben, sodaß Umpfiügunen infolge von Auswinterungen nur stellenweise und in geringem Umfange für erso.derlich gehalten werden. Dazu kommt noch, daß die Frühjahrsbestellung diesmal außerordentlich frühzeitig in Angriff genommen und teilweise schon vor dem achc erledigt werden konnte. Roggen stellte sich im Anschluß an Weizen auch fester, zumal daS Angebot in diesem Artikel gleichfalls nachgelassen har. Allerdings hält sich die Nachfrage immer noch in engen Grenzen, auch der Export stellt nur mäßige Ansprüche und bevorzugt dabei Danzig, da die anderen Sceprätze nicht in gleichem Maße über exportfähige Qualitäten verfügen. Hafer war anS der Provinz gleichfalls nur mäßig und zu höheren Preisen angeboren, während der Handel nach längerer Paufe wieder etwas lebhafter zugriff und auch im Konsum wieder bessere Preise zu erzielen waren. Nicht ohne Einfluß auf die Tendenz des HalermarkteS war der Umstand, daß Rußland andauernd frühere Abschlüsse rückgängig zu machen suchte. Braugerste läßt sich in feinen Qualitäten noch hier und da untrrbringkn, während für geringere Ware Absatzmöglichkeit fehlt. Für Futiergerste hält Rußland fest aus Pltise. Für Mais bleibt das Jmcrelje nach wie vor gering.
Es stellten sich die Getreidepreise am letzten Markttage in Mark pro 1000 Klg. je nach Qualität, wobei das Mehr (4-) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in Klammern 0 beinernst ist, rote folgt:
Weizen Roggen Hafer
Königsberg
225
(~
)
157
(4-2
) 157
(42’W
Danzig
228
(-1-1
)
159
(-1
) 162
(^1 )
Stettin
218
(-
156
(+1
) 156
(- )
Posen
228
( h 3
152
( + 1
) 151
(- )
Breslau
227
(4-4
)
150
(-1
) 151
(- )
Berlin
227
(4-3
)
158
(42
) 170
(41 )
Magdeburg
223
( + 4
)
157
) 165
(- )
Leipzig
224
( + 6
)
161
(4-1
) 172
(41 )
Dresden
230
(4*6
162
(4-2
) 167
(43 )
Braunschweig
219
(-
157
(-
) 168
(- )
Rostock
—
(-
150
(-
) 152
(-3 j
Hamburg
214
(-
160
(-
) 172
Hannover
210
(-iS
)
156
(-
) 163
(-3 )
Düsseldorf
230
(4-10
)
170
(+10 ) 167
(+4 )
Frankfurt a.M. 230
(+5
)
166
(41
)170
(- )
Manubeim
235
( + 2'/>)
170
(-
) 165
(-2'/»»
Straßburg
230
(4 2'/,)
175
(-
) 175
(- )
Stuttgart
235
(-
)
175
(-
) 165
(- )
München
240
(44
) 160
(-
) 158
(-2 )
Weltmarktpreise:
Weizen: Berlin
1 Mai
226.25 (-r 2.—),
Juli 224.50 (-1.75t, Budapest April 232.10 (—4 90),
Paris April 205.30 (4-3.10), Liverpool Mai 180.55 (—0.65), Chicago Mai 175.85 (—2.75), Roggen: Berlin Mai 164.75 (4-0.75), Juli 169.75 (4-1.50),
ioo sich so viele HimgenlTante hinflüchten, aus dem b c-- rühmten Winterlurort Catania, kommt eine Nachricht, welche die in Genua erhaltenen Resultate nid)t nur bestätigt, sondern noch weit glänzender charakterisiert. Das I n st i t u t f ü r p a 1 h o I o g i s ch e Anatomie der Königlichen Universität Catania hat näm
lich einen Bericht über die mit dem Histosan gemachten Erfahrungen mit den Worten geschlossen: „Nach alledem gereicht - 8 u n s z n m B e r g n üi g e n, Ihnen aufrichtig zu gratulieren, daß es Ihnen ge
lungen ist, ein solches Heilmittel herzu- stellen, welches mit leichter Anwendbarkeit eine sichere und dauernde Wirkung ver
einigt. Histosan darf m i t r u h i g e m G e w i s s e n, n a ch U r s a ch e w i e W i r k u n g a I s das b e st e, w i r k-
s a m st e und g e e i g n e l st e M i t t e l gegen die Lungentuberkulose bezeichnet werden."
Zahlreiche andere Untersuchungen in Krankenhäusern und Sanatorien des In- und Auslandes haben ebenfalls ergeben daß daS Histosan geradezu überraschende Resultate in Be'zna aus Entfieberung, Aushebung der kararrhalischen Erscheinungen, Kräftigung und Belebung des Organismus und Erhöhung des Körpergewichtes bewirkt, yn ben Sanatorien von DaooS, Arösa, L e y s r n, auf dem S t. G o t t- h n r d - S a n a t o r i u in, ferner in Bozen, SJJI e r a n, Abbazia und in vielen Hei l stätten des deutschen Reiches ist das Histosan in täglicher Verwendung, ebenso in Kinderspitälern unb Krankenhäusern. Die wohltuende Wirkung des Histosans macht sich sehr halb geltend.
EM» S
Ha'e" : ^eriin*^ai 159.50 (4 6.50), Juli 163.50 (+1.50) Mark.
Vaienl'Eritllunyen.
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Auszüge aus dem Amtsblatt der K-uiglicheu Negierung zu Cassel.
Steinau. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Steinau belegenen, im Grundbuche von Steinau zur Zeit der Eintragung bei Versteigerung^ver- merkes auf den Namen bei Schmied« Georg Jobst in Ulmbach eingetragenen Grundstücke am 9. Mai 1910 vormittags 9 Uhr, durch bat Königliche Amtsgericht zu Steinau — an der Gericht-stelle, Zimmer Nr. 1 — versteigert werden.
Abonnements und Inserate
für den täglich in großem Umfange «scheinend«
Gloß-Aiihtinicl Anzkizn nimmt entgegen die Agentur in Groß-Auheim Herr Hch. Jörg sen.
Besonders merkwürdig ist, wie gut eS gegen die Hustenan- säUe wirkt. Die Verabreichung von Codein und ähnlichen Varkotizis wird vollständig überflüssig. Ebenso zuverlässig wirkt das Histolan auch bei der Darm tuberkulöse (D arm kat a r rh), sowie bei der S k ro p h ul ose, Knochen- und Gelenktuberkulose. Bei den letzteren Formen werden solche tuberkulöse Prozesse hauptsächlich günstig beeinflußt, bei denen chirurgische Eingriffe gemacht wurden.
Natürlich sind jetzt schon sogenannte Ersatzprodukte auf» getaucht und eS sei deshalb hier jedermann gewarnt, sich solche Mittel unter irgendwelchem Namen empfehlen zu laffen. Es gibt keinen Ersatz für Histosan.
Es wird in der Histosan-Fabrik in Singen a. H. hergesteUt und ist in Apotheken erhältlich, aber nie offen nach Maß oder Gewicht, sondern nur in Originalpackungen (Histosan-Puloer, -Sirup und -Tabletten), welche mit den Schutzmarken der Fabrik (Namenszug des Erfinders Dr. H. C. Fehrlin) verschlossen sind. 1 Flasche Histosan-Sirup oder 1 Schachtel Histosan Tabletten kostet Mk. 3.20. Wo bai Histolan nicht erhältlich ist, kann es von der Stadtapotheke Singen a. H. franko gegen Nachnahme bezogen werden.
Anmerkung. Das Histosan ist k e i n G e h e i m m i 1 t e l, sondern eine Eiweißverbindung des Guajacols, welche bet uns durch das Deutsche N e i ch s p a t e n t Nr. 162656 gesetzlich geschützt ist, während die sogenannten Ersatzpro- diikle keinen Patentschutz genießen, weil sie nur wertlose Nachahmungen des Histosans sind. 8165,