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kommen ist und zuerst vor dem König gelungen hat, erntete M Seatro Korea großen Beifall. Besonders gefielen R etz' „Morgenlied"^ Zelters ^Wanderschaft^ und Heggrs ^Toten- voll". Später fand ein Empfang im deutschen Künstlerverein statt.
Der erneute Ausbruch Ves Aetna. Das „N. W. Tgbl." hat sich an den Direktor des Aetnaobiervatoriums Professor Hannibal Ricco in Catanja mit der Bitte gewendet, seine Ansicht über d'e Ursachen des gegenwärtigen Ausbruches des Aetna sowie über dessen wahrscheinliche Dauer und insbesondere über den Zusammenhang der Bewegung mit dem fast in ganz Europa wahrnehmbaren Wettersturz mitzuteilen. Professor Nicco antwortete aus Catania: „Die gegenwärtige Eruption des Aetna ist als eine direkte Folge der im Jahre 1908 ausgebliebeneu Bewegung anzusehen. Der damals unterdrückte Ausbruch war nur dem Widerstand, der sehr hohen und überaus harten Felsen zuzuschreiben. Die Eruptionßbewegung währte im Jahre 1908 nur einen Tag. Die nun in der letzten Woche aufgetretene Eruption hat sich den Weg durch eine alte radiale Fraktur, die aus dem Fahre 1883 berrübrt, gebahnt. Auf dem Wege dieser AuSbrucks- . stelle sind auch die Eruptionen vom Fahre 1886 und 1892 erfolgt. Längs der Süd-Flanke des Aetna nach der vulkanologischen Regel von 1883 bis 1910 immer höher und höher steigend, haben sie nun zu dem gegenwärtigen Ausbruch geführt. Der Alisbruch deS Aetna steht in keinem Zusammenhang mit den Witterungserscheinungen. Die Bewegung des Vulkans hört nicht so bald auf, denn aus den Kratern fließt ohne Unterbrechung ein schneller Strom von siedender Lava. Und seit 18 Fahren hat ja keine bedeutende Eruption bei Aetna mehr stattgefunden.
EandwirtTcbaltlicbes.
Saatenstanv in Deutschlanv. Nach den bis zum 1 April bei der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirt- schaftsiatß eingelaustnen Berichten haben sich die Witte« rungsverhältnisse während der abgelaufenen Wintermonate sowohl für die Konservierung der bereits im Herbst kräftig entiDicfelten Saaten als auch für eine gedeihliche Weiterentwicklung der erst Ende Oktober und im November ange» bauten Winterfrüchte als überaus günstig erwiesen. Namentlich der Stand der Wintersaaten wird von der überwiegenden Mehrzahl der Berichterstatter als durchaus befriedigend, ja vielfach als sehr gur bezeichnet. Den Mitte November noch nicht ausgelaufenen oder erst angekeimten Saaten ist der früh eingetretene Schnee und die darauf folgende meist milde Witterung sehr zu statten gekommen. Umpflügungen werden nur in seltenen Ausnahmefällen und dann auch nur in ganz geringem Umfange für erforderlich gehalten. Größere Unterschiede im Wachstum und im Stande der Saaten zeigen sich je nach der Zeit der Bestellung beim Roggen, der, soweit spät angebaut, den Rückstand namentlich in Bayern nicht überall einzuholen vermochte und die zeitweise übermäßige Nässe auch weniger gut als Weizen vertragen zu haben scheint. Umpflügungen dürften sich, abgesehen von vereinzelten Ausnahmen im Osten und Bayern, wo Feld- ma'lkse verschiedentlich Schaden angerichtet haben, wohl vermeiden lassen. Sehr günstig äußern sich die Berichterstatter über den Stand der Frühjahrsbestellung, da infolge der frühzeitig durchgeführten Vorarbeiten und bei günstiger Witterung vielfach schon Anfang März zur Aussaat ge- schritten werden konnte, so daß die Bestellung in manchen Gegenden schon vor Ostern ganz oder teilweise beendet war.
Hus aller Mett.
Vor ver Schlauheit eines Raben erzählt ein Leser der „Straßburger Post" folgende niedliche Geschichte: „Der Stationsvorsteher zu H. in Lothringen besaß einen von ihm selbst aufgezogenen und gezähmten Raben, der auf der Station allerlei Kurzweil trieb, sich mit den Zügen oder beim Rangieren gern eine ziemliche Strecke hinausmhren ließ und dann wieder zurückkehrte. Mit dem Stationspersonal und insbesondere mit den Hühnern seines Herrn hielt er im ganzen gute Freundschaft. Bei diesen fand er aber auf die Matter feine volle Gegenliebe, er wurde sogar von ihnen hintergangen. --Wenn er nämlich von dem Fleisch mit dem man ihn fütterte.
kaum. Das empfanden auch die besten Geister Deutschlands immer starker. „Taten statt Lustschlössern 1* wurde die Losung. Dieser neuen gesunden Strömung verdankt Deutschland den damals kaum geträumten Ausstieg zur Einigung in einem mächtigen modernen Reich. Zu den wenigen Führern dieser im besten Sinne modernsten Geistesströmung gehörte Andreas Achenbach. Er warf als erster Künstler von wirklicher Bedeutung all den rührseligen Kulissenplunder der Romantik gelassen über Bord, nicht mit großartiger Heldengebärde, sondern aus innerem Bedürfnis heraus. Das war der geniale Zug seines Wesens. In den Jahren 1885—39 geht er als erster deutscher Künster nach Norwegen und bringt Bilder heim, die ganz einfach die Cyklopenwelt dort droben schildern, ohne Ritter voll Edelmut und Theaterdonner, belebt von Menschen, die weiter nichts sind als W sen dieser Landschaft, Farbfiecken in der Fatbensymphonie, ohne Auekdotengeschwätzigkeit und Genrerührsal. Wir können uns heute kaum mehr vorstellen, was diese ganz neue Kunst damals für Deutichland bedeutete. Sie war ebenso jugend- frisch und jugendstark wie die Ideen des jungen Bismarck, stand mit beiden Beinen in der bis dahin ängstlich gemiedenen Wirklichkeit und wirkte deshalb wie eine Beir hing. Von dec norwegischen zur deutschen Landschaft war der Schritt nicht mehr groß. Gan, neue Gebiete erschloß der junge Künstler dem deutschen Atige, Gebiete, die nichts mit der Schönheit der damals üppig aufivtichernden Kunst der französischen „Tourtstenmalerei" zu tun hatten. Zumal die starken Reize der norddeutschen Flachlandschaft am Niederrhein wilßte er zu schildern, in feiner strichigen, etwas trockenen Technik fast ein Vorgänaer des französischen Impressionismus, durchaus gleichwertig der Schule von Barbiyon. Seine große Liebe aber galt dem deutschen Meere, der Nordsee. Zur gleichen Zeit, als Heinr. Heine seine „Nordseelieder" dichtete, fand sein Pinsel die malerische Sprache dieses schwersten malerischen Problems. Immer wieder versuchte er seine Kraft an den ständig wechselnden '
etwas übrig behielt, vergrub er diesen Rest nach Rabenart und dockte ihn vorsichtig zu. Das merkten sich aber allmählich Sie Hühner. Wenn der Rabe sich dann entfernt hatte, kamen sie herbei, scharrten den Schatz heraus und nahmen ihn zu sich. Der Bestohlene selbst hatte das Nachsehen. Aber er dachte nach und kam auf folgenden schlauen Einsall. Wenn er gefüttert wurde, fraß er alles, nahm aber einen Stein, grub das gewohnte Loch, legte den Stein hinein und deckte ihn zu. Die Enttäuschung der Hühner beobachtete der Verschlagene von einem Versteck her und freute sich über seinen Streich. Solcher Geschichten ließen sich noch viele beibringen; obige wird vom Gewährsmann der „Straßb. Post" als verbürgt bezeichnet.
Seine F-rau erschossen bat der 35'ährige Heizer Hart in Mannheim, der gestern früh feine 28jährige Frau mit dem Zimmermieter, dem 22jährigen Mechaniker Ntz, traf. Er gab mehrere Revol verschlisse ab, durch die die Frau getötet und Utz leicht verletzt wurde. Darauf begab sich Hart nach seiner Arbeitsstätte und verletzte sich durch zwei Schüsse in Brust und Schläfe schwer.
DanValtSmus. Wie aus Potsdam gemeldet wird, wurden im königl. Park in Sanssouci in der Nackt von den Adlern an den marmornen Bänken in der Nähe der großen Fontaine die Schnäbel abgeschlagen. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.
Ein ventscher Skiläufer im Fluelatal verunglückt. Aus einer Skitour im FHelatal mürben, wie ans Davos gemeldet wird, fünf Skiläufer von einer Lawine überrascht. Vier konnten sich retten, der fünfte, ein Deutscher namens Wilhelm Roßberg, wurde tot hervorgezogen.
Eine neue ToveSfahrt.
BreSlau, 4. April. Am Sonntag vormittag stieg in Breslau bei heftigem Winde der Luftballon Schlesien mit dem Universitätsprofessor Abegg als Führer auf. Mitfahrer waren Frau Abegg, die Gattin deS Prozessors, und eine Verwandte, sowie der Kaufmann Karl Gerstel. Der Ballon landete nachmittags bei Latzig in der Provinz Pommern. AIS die Luftfahrer auSstiegen, wurde der Ballon durch einen Windstoß loSgerissen und, nur mit dem Führer besetzt, westlich abgetrieben. Er ging bei Tessin abermals nieder, die Gondel stürzte um und Professor Abegg, der herauSgeschleu« dert wurde, erlitt einen schweren Echädelbruch und ist abendS im Kösliner Krankenlums gestorben. Professor Abegg war 4l Jahre alt und sollte im Oktober die etatSmäßige Professur an der neunegründeten Breslauer Technischen Hochschule für organische Chemie übernehmen. Er war Vorsitzender des Schlesischen Vereins für Luftschiffahrt. Ueber dieses neue Ba llon-Unglück wirb der „Köln. Ztg." gemeldet:
Berlin, 4. April. Fast zur selben Stunde, als gestern der Ballon Pommern in so schrecklicher Weise verunglückte, wurde auch der Ballon Schlesien ein Opfer der Frühlingsstürme und führte den Tod des Breslauer Professors Abegg herbei. Wie dem Berliner Tageblatt aus BreSlau berichtet wirb, unternahm der Luftballon Schlesien, der dem Schlesischen Verein für Luftschiffahrt gehört, gestern vormittag 9 Uhr von der Gasanstalt zu BreSlau einen Ausstieg bei heftigem Winde und landete gegen abend in Latzig, Kreis Belgrad in Pommern. Von den drei Insassen stiegen zwei mit den Instrumenten aus und nu? der Universilätsprosessor Dr Richard Abegg blieb in dem Ballon, den plötzlich ein außerordentlich heftiger Windstoß losriß und in nordöstlicher Richtung davontrug. Bei Tessin in Pommern erfolgte nachmittags die Landung. Der Ballon ging so plötzlich nieder, dâß die Gondel umkippte und Professor Abegg später schwer verletzt neben der Gondel des BallonS ausgefunden wurde. Nach KöSlin inS Krankenhaus gebracht, erlag Professor Abegg feinen Verletzungen, einem linksseitigen Schädelbruck, noch am selben Abend. Der verunglückte Professor Dr. Richard Abegg war bisher außerordentlicher Professor und Abteilungsvorsteher beS chemischen Instituts der Universität Breslau und sollte am 1. Oktober an der neugegründeten technischen Hochschule zu Breslau die ordeatUcheProfeffur für physikalische Chemie übernehmen. Professor Abegg ist 41 Jahre alt,. verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er folgte 1899 einem Rufe als AbteilimgSvorsteher des chemischen Lehrstuhls an die Universität Breslau, wo er sich am 9. Mai 1899 habili« tierte. Seit 1900 war er außerordentlicher Professor. Von den beiden Mitinsassen deS Ballons, die unversehrt davon- gekommen sind, ist der eine der Kaufmann Karl Gerstl, ein
Erscheinungen der endlosen Flut, mochte sie nun tobend an den Hafenwällen zerstieben oder in sanftem Gekräuiel das Gestade lecken. So wurde er zu einem der Apostel des ganz neuen Evangelium S der Meeresschönheit, und endlos sind die Namen derer, die er für diese jüngste Göttin begeisterte. Das ist sein unsterbliches Verdienst. Gewiß gehört er nicht zu den großen Meistern der Kunstgeschichte. Dafür ist sein Lebenswerk viel zu gleichförmig, zu frei von Kampf und Schmerz, zu arm an Entwicklung. Sieghaft ging er seine Bahn,- klug die Kräfte ausbauend, die ihm ein nicht karges Geschick bescherte, rücksichtslos sie anwendend, wo er Feindschaft und Ueberholung fühlte. Aber er war ein Mann, der in seinem innersten Wesen ganz auf sich stand und das als richtig Erkannte ohne Wanken durchführte — auch bann noch, als es ihm zu schaden begann. Dieser Zug hat selbst seine Gegner stets wieder mit ihm innerlich versöhnt, von denen er mehr als Freunde besaß. Znr Freundschaft neigte feine herriiche falte Ncuur nicht, die sich nur ganz wenigen erschloß. Dennoch wird ganz Deutschland sein Andenken ehren. Ein wahrhaft Edier ging dahin, dessen Einseitigkeit Größe war.
Dr. Fried Lübbecke.
Albiimblätter.
Laß die Erinnerung unS nicht belasten Mit dem Verdrusse, der vorüber ist.
Und steigen auch in der Jahre Lauf,- Wenn der Tag deS Lebens vollbracht ist, Erinnerungen gleich Sternen auf, Sie zeigen nur, daß es Nacht ist. Dodenstrdt.
Die Eunnerung ist der Nachsommer der menschlichen Freuden. Jean Paul
Sohn beS Breslauer Kaufmanns Siegfried Gerstl, und bU zweite Insassin war eine LürMan^ts von Professor Abe^ Der Ballon ist unversehrt c biie'cv
Der Frühling im Gurten.
Eine Gartenplauderei von Franz Dehling-Burgstâdt.
Frühling im Garten! Welche Fülle erfrischender, be« lebender Kraft entströmt diesen drei Worten! Klingen fie nicht wie ein Weckruf nach langer, banger Winterzeit? Recken und strecken wir nicht die Glieder im warmen Sonnenschein angesichts der erwachenden Natur? Hörst du nicht di außen die Meisen lotsen, die Finken schlagen, die Amsel flöten? Tönt nicht durch die ganze Natur ein einziger, gewaltiger Akkord, der uns alten und jungen Gartenfreunden ermunternd zürnst : „Hinaus in den Garten zu fröhlichem Treiben und Schaffen!" Nun, wohlan! Der Garten braucht uns auch. Das sehen wir schon beim ersten Rundgang, auf welchem ich selbstverständlich meine bessere Hälfte mit* nehme, denn sie hat scharfe Augen und die halbe Gartenbibet im Kopfe.
DaS Handwerkszeug, wie Spaten, Schaufeln, Hacken usw. ist bereit; denn es hängt schon seit vorigen Herbst ausgebessert, gereinigt und emgefettet im Schuppen. Die Witterung ist günstig, die Erde ist frostlos und trocken. Es kann jeden Augenblick die Arbeit beginnen. Der Garten, im vorigen Jahre so sauber in den Winter gegangen, sieht zwar lustig auB, dürre Aeste vom Birnbaum, zu'ammengefegtes Laub aus den Nachbargärten, hier hat der Sturm eine zerbrochene Fensterscheibe aufs Beet geweht, da bat uns so ein Bruder Straubinger drüben au« der Penne seine abgelaufenen Schuhe hereingeworfen, und hier! welches Leckermaul mag wohl unsern Garten mit den leeren Sardinendosen bedacht haben t Als ob's für solche Dinge keinen anderen Platz gäbe l — Und nun, Fran, sieh' mal hier die Bescherung. Da hat der Schneedruck den schönen Taxus ganz umgelegt l
„Du hättest sollen--*
„Jawohl, ich weiß schon. Ick hätte sollen den ,85ttn«* den du im Kopfe hast, in den Beinen haben, hätte solle» nach dem ersten großen Schneeiall durch den hohen Schnee waten und den armen Taxus von seiner Last befreien. Wenn die Herren vom Rathaus kommen . . /
„Na, Alterchen, brumme nur nicht schon am ersten Tage. Gleich hat sich vor Schreck die Sonne verkrochen. Wenn der neue Gartenmann, der Heßler, da ist, schlägt er ein P âhlchen hinter dem Taxus ein unb binbet ihn wieder auf!"
„Selbstverständlich, meine Liebe! Hilff nur auch mit daran denken, wenn der Mann ba ist. Unb jetzt sieh' noch« mal. Dort hat der Sturm auch den Meisenkastrn herunter« geworfen, und hier den Zaun hereingedrückt. Da, da ist auch ein Baumpfahl los! . . ."
„Na ja, Männe, es gibt jedes Frühjahr so ein großes Gartenreinemachen, das ist doch eine alte Geschichte."
„Sie bleibt aber ewig neu l"
„Unb, nicht wahr, Alterchen, wenn der Heßler da ist, läßt du ihn zuerst den Rasen mit abkehren und sagst ihm, daß er dabei die Schneeglöckchen, Crocus unb anderen Trupps hübsch in Ruhe läßt?"
„Zu Befehl, gnädige Frau!--"
„Mân —ne!! Nun schau mal, wie hübsch Heßler in de» zwei Tagen, wo du nicht rauskonntest, alles besorgt hat. Der Mann scheint mir gar nicht so unrecht, aber denke nur, als ich ihn gestern nachmittag fragte, ob er ein Glas Bier ober ein Schnäpschen haben wollte, meinte er ganz treu* herzig: „Ein Glas Dier, bitte, das Schnäpsel trink* ich nachher." — So ein Filou! Wie der's versteht, aus einem alten Witz die Nutzanwendung zu ziehen! Morgen früh kommt er wieder. Da sollst du ihm sagen, was er noch zu machen hat."
Am andern Morgen war ich schon früh auf den Deinen unb erwartete meinen Heßler. Der Mann war früher mit einem Landschaftsgärtner Gärten vorrichten und Zaunschneiden gegangen, man konnte also schon etwas Verständnis bei ihm voranssttzen. Und pünktlich war er da. Bisher gewöhnt, das meiste selbst zu tun, und daher etwa- mißtrauisch gegen jede neue Arbeitskraft, glaubte ich, dem Manne erst ein bißchen auf den Zahn fühlen zu muffen, und deshalb richtete ich die Frage an ibn: „Nun, Heßler, was glauben Sie, was eS hier noch zu tun gibt?"
„Sagen Sie mir lieber selbst," meinte er, „was ich schaffen soll, damit ich keinen Schaden anrichte, denn in einem Garten steckt jetzt mancherlei noch drinne." '
„Recht so", erwiderte ich, unb wir begannen unseren Rundgang.
„Da haben wir hier den wilden Winkel. Machen Sie vorerst die junge, eingeaangcne Konifere heraus. Die abgestorbenen Farnwedel lassen Sie nur ganz ruhig liegen. Das überwuchert hier alles, man sieht später keine H<^«dbreü Boden mehr. Der Winkel hält sich etwas feucht. D'rum sehen Sie auch noch Dotterblumen, Trollblumen, Spiräen und dergl. mehr angepflanzt."
„Die Deutziengruppe hier ist noch zu schneiden (das alte Holz heraus, und dann die Spitzen etwas stutzen), und der Boden darunter leicht umzugraben. Sehen Sie sich aber vor! vorne am Rand, von hier bis da, liegt ein Zwiebel- einfassnug (Scilla campanulata). Das dürre Laub graben sie überall mit unter."
„Jawohl, Herr 1 Da mache ich immer zwischen den Sträuchern ein Loch, ziehe das Laub hinein und decke es beim Weilergraben mit Erde zu."
„So ist's ganz richtig, Heßler. Mit dem unteren Teil der Rabatte verfahren Sie genau so."
„Soll ich die Weigelie an der Ecke ba unten mit schneiden
„Nein, das tun wir erst nach der Blüte."
„Und wie ist's denn hier in der andern Ecke mit bene wilden Jasmin?"
„Dem schneiden Sie bloß bie vorjährigen jungen