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Montag

Heere 8

* Kommers der FreiwiAigen Ueuerwehr. 9iUe yret Iaßre uet sammeln sich die Mitglieder unserer ^i^ willigen Feuerwehr, um die «us ihren Reihen ' nvorgehenden Jubilare öffentlich $u ehren. Einer solchen Ehrung von 13 wackeren Männern, die ein Viertelfahrhundert dem Korps angehören, galt auch der am Sanistag abend im Saale der Turngemeinde veranstaltete Kommers.Gott znr Ehr, dem Nächsten zur Wehr", mit diesem von unserer Stadt- kapelle flott gespielten Feuerwehrmarsch wurde der Abend ein- , 1 geleitet und nachdem die letzten Akkorde des von denSumsern" vorgetragenen prächtigen Chores:Hör uns, Gott Herr der Well" verklungen, zum offiziellen Teil des Aben s, dem Festakt, geschritten. Demselben voraus schickte Herr Ober­kommandant Jakoby einige Begrü' ungSworte, ungefähr ^folgendes aus'ührend: Altem Gebrauche gemäss haben wir uns hier versammelt zu Ehren derjenigen Kameraden, welchen nach 2öjähriger treuer Dienstzeit die vom Magistrat gestiftete Ehrenurkunde überreicht werden soll. Ich begrüße alle zu diesem feierlichen Akt Erschienenen, insbesondere Herrn Bürger­meister Hild, in dem wir einen Sachwalter gefunden haben, welcher jederzeit unsere Interessen eifrigst und gewissenhaft vertreten hat und für dessen unermüd­liche Tätigkeit im Interesse des Korps ich unseren Dank ihm mit dem Wunsche übermittele, daß uns seine bewährte Kraft auch für die Folge erhalten bleiben möge. Ferner begrüße ich den Korpsarzt Herrn Dr. Ambrosius, der jedem Ruf zum Brand, Alarm oder Uebung bereitwilligst Folge geleistet hat, ich hoffe, auch ihm dereinst das Diplom für 25jährige treue Dienstzeit über­reichen zu können; willkommen heiße ich auch Herrn Direktor v. Gäßler, als ersten Wächter der stets gut funktionierenden Alarmanlage, des weiteren die Freiwillige Sanitäts­kolonne, deren Bestrebungen mit denjenigen der Feuer­wehr so eng verwandt sind, die Mitglieder des Gesang­vereinsSums er" und derT u r n g e m e i n d e", die bereitwilligst ihre Mitwirkung zur Verschönerung des Abends zugesagt haben. Der Redner gab am Schluffe seiner Worte seiner Freude Ausdruck, daß es dem Korps auch heute wieder vergönnt sei, eine große Anzahl von Mitgliedern auszu zeichnen, dies bedeute eine ehrende Tatsache für das Korps sowohl wie für unser ganzes Gemeinwesen. Für die anerkennenden Worte des Kommandanten dankte Herr Bürgermeister Hild, zugleich auch im Namen der Herren Dr. Ambrosius und v. Gäßler. Er persönlich habe nur getan, was er im Rahmen der Verhältnisse tun konnte. Als alter Feuerwehrmann mit großem Interesse für die Feunmehrfache hrerhergekommen, wolle er dieses dem Korps auch in Zukunft bewahren. Herr Hild fuhr dann fort: Es ist heute das zweite Mal, daß es mir vergönnt ist, namens des Magistrats Jubilaren der Wehr die Diplome für 25» jährige Dienstzeit zu überreichen. Es ist wieder eine statt­liche Anzahl, der zu Ehren wir uns hier veisammelt haben, aber gerade dies ist besonders ehrenvoll, denn aus ihr geht hervor, daß sich in unserer ©tobt genug Männer finden, die uneigennützig ihre Zeit, Kraft und Arbeit in den Dienst des Allgemeinwohls stellen, zum Schutz von Leben und Eigentum unserer Mitbürger. Es ist dieses nur möglich bei einer Vereinigung, die innerlich und äußerlich gefestigt ist und dieses sonnen wir von unserer Wehr behaupten: e 6 herrscht in ihr der richtige Gerst und die Liebe zur Sache bei Führern und Mannschaft, wie dieses auch in einem für den heutigen Abend bestimmten Chorlied durch folgende Worte treffend zum Ausdruck gebracht wird:

Der Gleichheit sind wir uns stolz bewußt, Wir kennen nicht Orden noch Täel, ^ur das Rettungsseil schmückt unsere Brust, i ch ein Her, schlägt unter dem Kittel, Vertraue dem Höchsten, vertraue dir, Heißt unsere Seung, beißt unser Panier.

Diese Gesinnung hat im Korps immer geherrscht. Ich will auch nicht verfehlen, heute eines Mannes zu gedenken (des verstorbenen Oberkommandanten Lieber), der im letzten Jahre der Feuerwehr entrissen wurde, der in verdienstvoller Weise lange Jahre au ihrer Spitze gestanden hat, ihm sage ich reichen und herzlichen Dank. Eben­so find wir aber auch erfreut über die neue Führung, die Sie gewählt haben, unter der die Feuerwehr­sache weiter blühen, wachsen und gedeihen wird, sind es doch bewährt? Männer, die Sie an die Spitze gestellt haben, zum Schutze der Stadt, zu Ihrer eigenen Freude und Ehre! Gestatten Sie mir, herzlichen persönlichen Dank den Jubilaren auszusprechen und stimmen Sie mit mir ein in den Ruf:Gut W.hr!" den Jubilaren! Sodann erfolgte die Ueberreichung der Ehrenurkunde an fol­gende 13 Herren: Georg Saam, Jean Glinder, Hauptmann, Fritz Rauscher, Sebastian Strott, K. F. Gerlach, Georg Mülhause, Karl Hüge, Fr. Söhnlein, HeinrichDiehl, Karl Stephan, Philipp Starck, Karl Kaiser und Philipp Rieth. Den Dank der Jubilare stattete Herr Mül- Ha u s e ab, seinGut Schlauch!" galt Herrn Bürgermeister Hild und der Stadt Hanau. Jetzt wurde in den unter­haltenden Teil des mit raffiniertem Geschmack zusammen­gestellten Programms eingetreten. Hervorlageud an der Ausführung desselben war der GesangvereinS u m s e r" beteiligt. In leuchtender Schöne entfaltete der Chor die reiche Gedankenwelt unserer bekanntesten Liederkomponisten, was ihm reichen Beifall deS Auditoriums eintrug. Auch Herr Gottfried Schnarr entzückte mit demWanderlied" durch seinen mächtigen Baß. , Schöne Wechselbilder boten die turnerischen Vorführungen von Mitgliedern der Turngemeinde. Besonders hervorzuheben sind die Ge- wandtheitSübungen, die von erstaunlicher körperlicher Ge­wandtheit und Eleganz zeugten und last not least das Keulenschwingen. DaS ausführende Mitglied der Turn- gemeinde, Herr Kuhlen, führte dieselben mit einer solchen Ruhe, Exaktheit und Eleganz durch, daß ihm uneingeschränkte Anerkennung hierfür gebührt. Auch die gestellten Pyramiden fanden starke« Verfall. Für den Humor sorgte mit be­

kannten: Erfolge Herr £. Müller, der mit seinen wirk­samsten Schürgern, zu dxn.ru hie brillante Durchführung der Sülosz^e ,,DrrB<a::M zäbll, arrkwartete. Erwähnen wollen wir zum Schluß noch die S t a d t ? a p e 11 e, die für die musikalische Kost des A mnds sorgte und die so vor­trefflich mundete, daß im gan-en Snal nur eine Stimme der Anerkennung über das tmn ihr gebotene herrscht?.

* Jahn-Gedeuktafel. 62 Jahre sind verfassen, daß der Begründer des deutschen Turnmeseus, Turnvater Friedrich Ludwig Jahn, aus Anlaß des 1. deutschen Turntages in Hanau weilte. Zur bleibenden Erinnerung an die denkwürdigen Tuge seines Alifenthalts in Hanau haben die Turnvereine Hanaus und Kesselstadis an dem Hause des Dketzgerme'fiers David Heilmann, F scher- straße 25, wo Jabn als Gast des Turnwarts der Tmn- gemeinde August S'chärttner wohnte, eine Gedenktafel anbrinaen lassen, deren Enthüllung gestern mittag in feier­licher Weise vor sich ging. Erschienen waren zu dem fest­lichen Akte als geladene Gäste die Spitzen der staatlichen Behörde, Vertreter der städtischen Körperschaften, Herr Gym- nasialdirektor Dr. Braun, Teilnehmer an jenen zwück- liegenden Vorgängen u. s. f. Turngemeinde Hanau, Turn- und Fechtklub Hanau, der Kesiclstâdter Turnverein erschienen mit ihien Fahnen und nahmen im Halbkreis Stellung auf dem Platze. Der GesangvereinEintracht" leitete die Feier ein mit dem wirkungsvollen Vortrage des Männerchores Hör uns, Gott, Herr der Welt", worauf der Vorsitzende der Turngemeinde, Herr Fabrikant Otto Schatt, die Weiherede hielt, die folgenden Wortlaut besitzt:

Der heutige Tag versetzt uns zurück in die Sturm- und Drangperiode des deutschen Volkes, in jene Zeit, in der eS wie Frühlingdahnen durch die Herzen ging mb der Drang nach freier Gestaltung unseres lieben deutschen Vaterlandes mit elementarer Gewalt jung und alt mit sich fortriß.

Auch die Turnvereine konnten sich der allgemeinen Be­wegung nicht verschließen, weshalb die Turngemeinde Hanau, die eine führende Stellung unter den Turnvereinen Deutsch­land» einnahm, im Jahre 1848 den Ruf zum I. deutschen Turntaq ergehen ließ.

Auch an den Begründer deS deutschen Turnwesen», Friedr. Ludwig Jahn, der in Freyburg an der Unstrut in stiller Beschaulichkeit lebte, erging die Einladung, und traf derselbe, wie Chronist Ziegler berichtet, am 31. März, nach­mittags ^il Uhr, in Begleitung seiner Gattin hier ein, um in diesem Hause bei dem Turnwart der Turngemeinde, August Scbârttner, Wohnung zu nehmen. Sein Aufenthalt an diesem Tage währte indessen nur wenige Stunden, auf die Nachricht hin, daß es in Frankfurt zu blutigen Zu­sammenstößen zwischen Hanauer Turnern und Soldaten ge­kommen sei, fuhr er abends nach Frankfurt und kehrte erst am Abend des folgenden TageS zurück. Sein Einzug glich, wie Ziegler schreibt, einem Tnumphzug, ungefähr 500 Turner und eine unzählige Menschenmenge begleiteten ihn, auch war er während seines mehrtägigen Aufenthaltes der Mitielpunkt allgemeiner Aufmerksamkeit und lebhafter Sympathie­bezeugungen, namentlich kam aber die Liebe und Verehrung, welcher er sich erfreute, bei feiner Ankunft und der am 14. Apiil erfolgten Abreise in überwältigender Weise zum Aus­druck, ein Beweis, daß man damals schon erkannte, welch herrliches Gut Jahn dem deutschen Volke durch dir Turn­kunst gegeben.

Wohl berechtigt ist heute die Frage: WaS veranlaßt die Turnerschaft HanauS, sich nach 62 Jahren zu erinnern, daß Jahn im Jahre 1848 in unserer Stadt weilte?

Doch unschwer ist dieselbe zu beantworten. Wir wollen durch die Errichtung der Gedenktafel in diesem Hause, nach­dem die Stadibehörde in liebenswürdigster Weise im Jahre 1902 einer Straße den Namen Jahns gegeben, der Mit­welt und den kommenden Geschlechtern auch unsererseits den Namen eines Mannes in lebendiger Erinnerung erhalten, dem das deut'che Volk zu unauslöschlichem Dank verpflichtet ist. Wir wollen ferner den Beweis erbringen, daß wir ge­treue Jünger seiner Lehren sind, daß wir in seinem Geist und seinem Sinn weiter arbeiten wollen, um sein, der Kräf­tigung des deutschen Volkes dienendes Lebenswerk immer mehr zu vervollkommnen.

Aber nicht nur den Turner ehren wir, der bei Beginn des vorigen Jahrhunderts in schwerer Zeit auf der Hafen- Haide bei Berlin den Grundstein legte zu dem herrlichen Dau der deutschen Turnerschaft, die heute nahezu 1 Million be­geisterter Anhänger zählt, sondern auch den kerndeutschen Mann, der erfüllt von glühender Vaterlandsliebe, in felsen­festem Vertrauen auf die Zukunft des deutschen Vaterlandes, unbekümmert um Anfeindungen und Verdächtigungen mannig­facher Art, in Gemeinschaft mit anderen patrioii'ch ge­sinnten Männern, die Wege ebnen half zu Deutschland- Macht und Größe.

So lebt Jahn in unserem Gedächtnis, vorbildlich für ewige Zeiten als Turner und Vaterlandsfreund, sein Wirken und seine Lehren bilden die Grundlagen für die Aufgaben der zur deutschen Turnerschalt zählenden Vereine, deren all­seitig anet rannte segensreiche Tätigkeit unzertrennbar ist von der Pflege der Vaterlandsliebe.

Und so erfülle ich denn im Namen und Auftrag der Turnvereine Hanaus und Kesselstadts den mir gewordenen Auftrag, diese von der Meisterhand des Professors Schultz gezeichnete Erinnei nngstafel an einen der Besten des deutschen Volkes zu enthüllen. Wir Turner wollen aber angesichts derselben geloben, mit zäher Ausdauer auch fernerhin mit» zuarbeiten an der Gesundung und Erstarkung des deutschen Voltes, zum Heil und Segen unseres geliebten deutschen Vaterlandes.

Daraus folgte die Enthüllung der Gedenktafel, die in schwedischem grauen Granit ansgefübrt ist und die Inschrift trägt:Hier wohnte Turnvater Fredr. Ludwig Jahn wäh­rend des 1. Deutschen Turntages, 1.14. April 1848. Gewidmet von der Hanauer Turnerschaft. April 1910". Zum Schluß sangen die Teilnehmer an der Feier gemeinsam

das bekannte Lied:O Deutschland hoch in Ehren". Du schlichte aanz dem ^'rundruge der deutschen Turnerschaft an= "evaßt? Seif machte einen erhebenden Eindruck, ^os Hau4 F^scherstrnfie 25, das die Gedenktafel fragt, wie auch um­liegende Gebäude trugen Flaggenschmuck.

Vom Banoetverhe. Die hiesigen Zimmergesellen nahmen in ihrer letzten Versammlung Stellung zu der drohen­den Aussperrung und beschlossen, ihren Delegierten zu ver­pflichten, das Veriragsmuster abzulehnen. Ferner erklärten sie sich bereit, bei einem größeren Kampfe die ersten 14 Sagt auf eine Unterstützung zu verzichten.

* Gesellenprüfungen. Seit einer Reihe von Jahren macht sich im Bezirk der 5?andwerk-kammer Cassel eine stetige Zunahme der Gesellenprüfungen bemerkbar. Die Ur'ache liegt wohl darin, daß die Lehrmeister, wie auch die Lehr­linge selbst, den Wert einer solchen Prülung erkannt haben, Eine große Zahl Handwerker ist aber leider noch nicht von den Vorteilen der Prüfung überzeugt. Es ist deshalb wohl angebracht an dieser Stelle auf die durch bit Ablegung der Prüfung jedem Lehrling zukommenden Vorteile hinzuweisen. Zunächst sei erwähnt, daß geprüfte Gesellen eher Stellung erhalten als ungeprüfte. Ein großer Teil Handwerksmeister verlangt, henizutage von den ihn um Stellung angehende« Gesellen den Lehrbrief über die bestandene Gesellenprüfung und zahlt ihm auch einen entsprechenden höheren Lohn als einem ungeprüften Gehilfn. Der geprüfte Geselle selbst hat auch bei Arbeitsnachfrage einen höheren Lohn zu beanspruchen jede Veranlassung. Der Hauptvorteil ist jedoch in der Be- rechtigung der Lebrlingdanleitung zu erblicken. Durch das Reichsgesetz vom 30. Mai 1908 erlangt bekanntlich der Hand­werker das Recht zur Anleitung von Lehrlingen nur durch das Bestehen der Meisterprüfung. Die Zulassung zu dieser Prüfung ist aber von der Ablegung der Gesellenprüfung a b- hängig gemacht. Schon au< diesem Grunde ist die Ab­legung der Gesellenprüfung unumgänglich. Für ein» zelne Handwerke bietet die Gesellenvrüfung noch spezielle Vor­teile. Betrachten wir z. D. das Schlosser-, Maschinenbauer-, Mechaniker- und Buchdruckerhandwerk. Wie mancher Lehr­ling auS diesen Berufen hegt die Absicht, einmal bet der Werft, Post, Eisenbahn ober in der Reichsdruckerei unter- zukommen. Er darf von diesen Behörden aber nicht einge­stellt werden, wenn er die Gesellenprüfung nicht bestanden hat. Alle diese Tatsachen müßten nunmehr auch die noch nicht genügend aufgeflärten Lehrlinge und Lehrmeister von der Wichtigkeit der Gesellenprüfung überzeugen. Die Lehr­meister haben übrigen» die Pflicht, ihre Lehrlinge zur Ab­haltung der Prüfung anzuhalten. (§ 131e Hbf. 1 R.-G.-O.). Die Zuwiderhandlung gegen diese Bestimmung ist mit Strafe bi« zu 150 Mk. event. 4 Wochen Haft bedroht. (8 148 Ziff. 9 R-.G.-O.). Ebenso kann in Wiederholungsfällen dem Lehrmeister, der gegen dies« Pflicht verstößt, gemäß § 126a R.-G.-O. das Recht der Lehrlingsanleitung ent­zogen werden. Die Anmeldung zu den diesjährigen^ Früh- jahrsprüfungen sind sofort an die Vorsitzenden der Prüfungs­ausschüsse zu richten, die bei der Kammer zu erfahren sind. An ihnen können alle diejenigen Lehrlinge auS Handwerks­betrieben teilnehmen, die ihre Lehre in der Zeit vom 1. Ja­nuar bis 30. Juni 1910 beenden. In Zukunft bat die An­meldung zu Frühjab' »Prüfungen bis zum 1. März jeden Jahre», zu den Herbstprüfungen bis zum 1. September jeden JahreS zu erfolgen. Dem Gesuch um Zulassung sind bei- zufâgen: 1. ein selbstgeschriebener LebenStauf; 2. das Lehr- zeugniS bei Lehrmeisters; 3. der Nachweis über die Ein­tragung in die LehrlingSrolle und 4. Schulzeugnisse (Fort­bildungsschule, Volksschule, Fachschule). Die vorstehenden Ausführungen treffen in allen Teilen auf die Lehrmädchen im Damenschneider-, Putzmacher-, Friseur- und Photographen­handwerk zu.

* Stadttheater»Wochensptelplan. Montag den

4. April: Außer Aboun. Bei volk-tümiichen Operetten* Preisen!Der fidele Bauer". Anfang 8 Uhr. Dienstag den 5. April: Abonn. C. Neu einstudiert:Don Carlos", ein dramatisches Gedicht von Schiller. Anfang 7 Uhr. Mittwoch den 6. April: Abonn. A.Der Zigeunerbaron". Donnerstag den 7. April r Außer Abonn. Bei ermäßigten Preisen! Zum letzten Maler Die geschiedene Frau". Freitag den 8. April; Abonn. B. Neu einftubiert:W a 8 t h r wollt", Lustspiel von W. Shakespeare. Sonntag den 10. April: Nach­mittags halb 4 Uhr: Außer Abonn.Der Zigeuner­baron". Abends halb 8 Uhr: Abonn. C.W a» ihr wollt". Schluß der Spielzeit.

* Stadttheater. Auf die heute Montag bei volks­tümlichen Operetten*greifen staltsindende Aufführung vor» D e r f i d e l e B a u e r" fei nochmal» hingewiesen. In der heutigen Vorstellung wird sich da» langjährige beliebte Mitglied unseres Staditheater», Herr Walther Krug, darstellerisch verabschieden. Herrn Walther Krug, der

9 Jahre an unserer Bühne gewirkt, sich als Darsteller be­währt und namentlich als Dramaturg große Verdienste um die künstlerische Hebung unseres Staditheater» erworben hat, wird dieser Abend gewiß manche Ehrung erbringen, die wir ihm von Herzen gönnen. Anfang der Vorstellung 8 Uhr.

Am Dienstag geht Schillers dramatische» GedichtDon Carlos" neu einstudiert als Vorstellung im Abonn. 0 in Szene. Das prächtige Werk, in dem unser National- dichter mit edler Begeisterung für Menschenwürde und Frei­heit spricht, hat sich durch seine poetische Fassung stet» all besonders wirkungsvoll bewährt und wird auch setzt wieder seinen Hörern einen auserlesenen Genuß bereiten. Dou Herrn Burau sorgfältig inszeniert, dürfte e« bei guter Be­setzung der Hauptrollen einen interessanten Abend bieten. Am Mittwoch wird im Abonn. A die OperetteDer Zigeunerbaron" nochmals gegeben.

* Aus dem Zuge gestürzt. Zwischen den Station»« Erbstadt und Hrldenb^rgen ist gestern vormittag der 8jährige Jakob Raab aus Obertsberg bei Rockenberg, der sich »ii seiner älteren Schwester in einem Wagen 8 Klasse befand