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Erstes Blatt

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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme ber Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Nr. 69 K«rnIpr«0>a»Ichliis> Nr. 005. Mittwoch Stil 23. MâkZ

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Seite».

Amtliches.

Stadtkreis Ranau. Bekanntinachung.

Nach Ausbau der R ü ck e r t ft r a fi e zwischen Geibelstraße und Kinzigsteg sind die Straßenkostenbeiträqe für diese Straßrnsirecke für 1 Ub. Meter Baugrundstücksfront auf Grund der Abrechnung der Bauarbeiien 'estgesetzt wie folgt:

a) Freilegung 179,29 Mk.

b) Eiste Einrichtung 45,98 Mk.

Die Kosten der Eutwäsierung betragen ortsstatutarisch 25 Mk. für 1 Hb. Meter Baugrundstückssront.

Hanau den 17. März 1910.

Der Magistrat.

Hild. 7253

Bekanntmachung

Nachdem der Fluchtlinienplan für das Gelände zwischen Nordbahnhof und Kinzig sAntoniterstraße) durch Beschluß vom 8. d. MtS. förmlich festgestellt worden ist. wird er auf Grund deS $ 8 des Gesetzes vom 2, Juli 1875 von nun an im städtischen VermessungSamt, Rathaus, Zmmer 21, während der Gefchäftsstunden zu jedermanns Einsicht offen gelegt.

Hanau den 19. März 191Ö.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschu». 7251

Handelsregister.

Firma: Bayersdorf & Co.

Der Kaufmann Harry Dannenberg in Hanau ist aus der G'sellscha't ausgeschieden. Die offene Handels­gesellschaft ist aufgelöst. Das Handelsgeschäft wird unter unveränderter Firma zu Hanau von dem Kaufmann Michael Bayersdorf in Hanau al» Einzelkaufmann fortgesührt.

Hanau den 18. März 1910.

, Königliches Amtsgericht 5. 7309

Zwangsversteigerung.

$m Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Groß­auheim belegenen, im Grundbuche von da, Band VI Artikel 809 in Abteilung I unter Nr. 1. 4 bis mit 7, 10, 13 bis mit 23, 27 bis mit 51, 53 und 58 zur Zeit der Eintragung des Bersttiaerungsvermerkes auf den Namen des Holzhändlers Peter Schroth, Peters Sohn, in Großauheim einge­tragenen Grundstücke:

Krtbl. H Parz. 424 = 6 ar 44 qm Acker auf dem Gânse- rasen, Reinertrag 1 Mk. 83 Pfg.,

Krtdl I Parz. 867 = 25 qm Wiese an oer Hainbach, o m Reinertrag 9 Pfg., xribl. U Parz. 283 = 33 qm Wiese in der Hainbach, Reinertrag 6 Pfg.,

Krtbl. Y Parz. 175 = 2 ar 80 qm Wiese das Bruch, Reinertrag 99 Pfg.,

JtrtbL ü Parz. 389 Wiese in der Hainbach, 1 ar 3 qm, a Reinertrag 36 Pfg.,

Krtbl. Parz. 259 Acker in den Hecken, 7 ar 40 qm, Reinertrag 1 Mk. 2 Pfg.,

ICrtbl. s Parz. 93 = 8 ar 19 qm Acker beim Hainbachsee,

- ... _ m Reinertrag 78 Pfg..

Rrwl. Parz. 5 = 8 ar 67 qm Acker am Tümpelpfad, Reinertrag 3 Mk. 6 Pfg.,

Krtdl. X Parz. 564 = 43 qm Garten im Tümpel, zwischen

- m Fluß und Feld, Reinertrag 15 Pfg., wwl. T Parz. 92 = 7 ar 40 qm Acker beim Hainbachsee, Reinertrag 69 Pfg.,

Krtbl. H Parz. 66 = 4 ar 14 qm Acker das Hungerbühl, Reinertrag 87 Pig.,

Krtbl. H Parz. 66a = 7 ar 42 qm Acker da» Hungerbühl, Reinertrag 1 Mk. 62 Pfg ,

Krtbl. II Parz. 66b 11 ar 93 qm Acker das Hungerbühl, Reinertrag 2 Mk. 52 Pfg.,

Krtbl. H Parz. 66c = 10 ar 66 qm Acker das Hungerbühl, Reinertrag 2 Mk. 25 Pfg..

Knbl. H Parz. 67 = 8 ar 83 qm Ack-r das Hungerbühl, Reinertrag 1 Mk. 86 Psg.,

Krtbl. H Parz. 68 = 7 ar 8 qm Acker daS Hungerbühl, Reinertrag 1 Mk. 50 Pfg.,

Krtbl. H Parz. 751/72 = 13 ar 80 qm Acker daS Hunger- bühl, Reinertrag 2 Mk. 91 Pfg.,

Krtbl. U Parz. 183 38 qm Garten in der Hainbach, Reinertrag 18 Pkg.,

Krtbl. S Parz. 232 = 43 qm Wiese in den HergerSgärten, Reinertrag 30 Pfg.,

Krtbl. U Parz. 170 = 70 qm Garten in der Hainbach, Reinertrag 33 Pfg.,

Krtbl. U Parz. 171 67 qm Garten in der Hainbach, Reinertrag 33 Pfg.,

Krtbl. W Parz. 3 = 26 qm Wiese in den neuen Wald- wiesen, Reinertrag 9 Pfg.,

Krtbl. W Parz. 66 = 60 qm ©arten in den neuen Wald- wiesen, Remertrag 21 Pfg.,

Krtbl. EE Parz. 123 = 4 ar 61 qm Ack^r auf dem Ober- boben, Reinertrag 80 Pfg.,

Krtbl. DD Parz. 737 = 3 ar 12 qm Acker der Elberain, Reinertrag 1 Mk. 65 Pfg.,

Krtbl. BB Parz. 58a 28 ar Acker auf dem Mittelweg, Reinertrag 99 Psg.,

Krtbl. BB Parz. 58b = 9 ar 15 qm Acker auf dem Mittel­weg, Reinertrag 33 Pfg.

Krtbl. DD Parz. 760 = 6 ar 60 qm Acker der Elberain, Reinertrag 3 Mk. 48 Pfg,

Krtbl. 8 Parz. 199 = 46 qm Wiese in den HergerSgärten, Reinertrag 33 Pfg.,

Krtbl. 8 Parz. 210 = 94 qm Wiese in den HergerSgärten, Reinertrag 66 Pfg.,

Krtbl. 8 Parz. 236 = 1 ar 51 qm Wiese in den HergerS- aârten, Reinertrag 1 Mk. 5 Pfg.,

Krtbl. Y Parz. 246 = 22 ar 4 qm Wiese daS Bruch, Reinertrag 7 Mk. 77 Psg.,

Krtbl. 8 Parz. 397 = 41 qm Wiese in der HergerSwiese, Reinertrag 18 Pfg.,

Krtrl. 8 Parz. 397a = 41 qm Wiese in der HergerSwiese, Reinertrag 15 Pfg.,

Krtbl. 8 Parz. 397b = 4 qm Wiese in der HergerSwiese, Reinertrag Psg.,

Krtbl. 8 Parz. 398 = 31 qm Wiese in der HergerSwiese, Reinertrag 21 Pfg.,

Krtbl. 8 Parz. 398a = 31 qm Wiese in der HergerS- wiese, Reinertrag 21 Pfg.,

Krtbl. 8 Parz. 398b = 1 ar 34 qm Wiese in der Hergers- wiese, Reinertrag 93 Pfg.,

Krtbl. R Parz. 192 = 12 qm Wiese Plankengarten, Rein­ertrag 6 Pfg.,

Krtbl. R Parz. 265 = 57 qm Wiese Planken garten, Rein­ertrag 27 Pfg.,

Krtbl. 8 Parz. 463 = 31 qm Wiese in der HergerSwiese, Reinertrag 57 Pfg.,

Krtbl. 8 Parz. 464 = 1 ar 50 qm Wiese in der HergerS- wiese, Reinertrag 1 Mk. 5 Pfg.

Krtbl. L Parz. 46 = 11 ar 6 qm Acker Schafbrücken- gewann, Reinertrag 2 Mk. 34 Pfg.

Krtbl. H Parz. 423 = 6 ar 76 qm Acker auf den GânS- wiesen, Reinertrag 1 Mk. 92 Pfg. Grundsteuermutterrolle Art. 121 am 20. Mai 1910, nachmittags 4 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht in Grohauheim im Gasthaus zum Löwen" versteigert werden.

Hanau den 7. März 1910.

__Königliches Amtsgericht Abt. 2. 7217

GkfiindtNt und verlorene Gktienffiiiibt rc.

Gefunden: 1 Portemonnaie mit einem 10 Ma' kstück, 1 Kinderschaufelchen, 1 feststehendes Messer (Knicker), 1 Portemonnaie mit 1,35 Mk., 1 gelbe Damentasche.

Stehen geblieben bei Wi^theiß, Marktplatz 4: 1 Herrenschirm. Empianonahme daselbst. '

Verloren: 1 goldener Trauring (gez. P. F. 21. 9. 04), 1 Kneifer mit Fut'eral, 1 silbernes Kettenarmband, 1 kleines Pakeichen (mit Handarbeit, 1 Slickjchere und 1 goldener Fmgerhnt).

Hanau den 23. März 1910.

Politische Rundschau.

Die Fahrt von Rcichstaqsnb,geordneten nach Kiautschou. Der nationalliberale Ab.zeoidnete Dr. Görcke und der Zentrnmsabgeordnele Nacken erhiel en vom Reichs- marineaml Einladungen, als Gäste der Reichsmarine im Herbst eine Reise nach Kiautschou zur Kenntnisnahme der r dortigen Verhältnisse zu unternehmen, Auf der Rückreise

Ferusprechanschluh Nr. 605» 1910 sollen die Betriebe in Port Arthur, Hongkong und Batavia besichtigt werden. Den beiden Herren wird ein Marine- attacbé z,»geteilt werden.

Eine brutsche Pilgerfahrt nach Jerusalem. Der vomDeutschen Verein vom Heiligen Lande" veran­staltete Pilgerzug nach Jerusalem zur EinweihungSseier der SionSkirche am 10. April ist am Mittwoch von Köln ab« gegangen. Die Beförderung der 700 Pilger besorgt von Rotterdam bis Jaffa ein Dampfer der Holland-Amerika- Linie. Die Ankunft in Jerusalem erfolgt voraussichtlich am 4. April. Der Aufenthalt daselbst bauert bis zum 12. April. Die Pilger werden an der feierlichen Einweihung der SionS­kirche teilnebmen und auch der tags vorher stattfindenden Eröffnung deS großen evangelischen Sanatorium», Kaiserin Auguste Viktoria-Stiftung, auf dem Oelberg, beiwohnen. Zu beiden Feierlichkeiten erscheint bekanntlich Prinz Eitel mit seiner Gemahlin als Vertreter des Kaiser». Al» Teilnehmer der Pilgerfahrt werden a. a. genannt die Prinzen Georg von Bayern und Konrad von Bayern, Dr. Augustinus Bludau, Bischof von Ermland, Weihdischof Dr. Josep) Müller (Köln) unq Dr. Georgiu» von Grüneck, Bischof von Ehur.

Die hessische Erste Kammer nahm einen Antrag deS Fürsten zu Jienburg-Blrstein an, eine Kommission auS Mitgliedern beider Kammern zu wählen, die unter Zuziehung von Sachverständigen darüber beraten soll, welche Vorschläge der Regierung bezüglich der Neuorganisatiou der staatlichen Organe zu machen seien. Nachdem in der Ersten Kammer von dem Berichterstatter eine Erklärung verlesen worden war, nach der der Ausschuß der Ersten Kammer trotz schwerer Bedenken, um einen Konflikt mit der Zweiten Kammer zu vermeiden, der von der letzteren beschlossenen Steuererhöhung beizutreten sich entschloffen hat, ist eine endgültige Einigung zwischen den beiden Kammern nunmehr dahingehend erzielt worden, daß die Einkommensteuer um 15 Prozent und die Vermögenssteuer um 20 Pfennig pro 1000 Mark erhöht wird. Die Regierung hat schon früher ihr Einverstândnit hiermit erklärt.

Der Skanbal im «nstarischen Reichstage. Nach dem tollen Skandal am Montag, wobei der Minister­präsident Khuen-Hrderoary und der Ackerbauminister ver­wundet wurden, hat sich die Schließung deS ungarische» Reichstage» am Dienstag ohne weiteren Zwischenfall voll­zogen. In der Thronrede, mit der der Reichstag geschloffev wurde, wird e.klärt, daß die Tätigkeit bei Reichstages nach vierjähriger Dauer sowie bal notwendige harmonische Zu­sammenwirken der verfaffungSmäßigen Faktoren inS Stocken geraten sei. In dieser für daS Land schädlichen Lage sei be­schlossen worden, den Reichstag vor Ablauf bei Mandat» auszulösen. Die Thronrede gibt der Hoffnung AuSdruck, daß das Einverständnis und da» gegenseitige Vertrauen zwischen König und Nation den ungestörten Gang deS ver- faffungSmâßigen Leben» sichern werde. Kaiser Franz Joses drückte dem Ministerpräsidenten und dem Ackerbauminister anläßlich der gegen sie unternommenen tätlichen Angriff« seine innigste Teilnahme au». Erzherzog Josef besuchte den Ministerpräsidenten, um ihm sein Bedauern auSzudrücken. DieKöln. Ztq." meldet: Zu dem Skandal im Abge­ordnetenhaus wird noch bekannt, daß mehrere Abgeordnet» behaupten, daß die Angriffe gegen die Regierung vorbereitet wareit und mit kühler Neberlegung auSgrfübrt wurden. Sie beweisen dies damit, daß sie schon vorher Mitteilungen Über die geplanten Angriffe erhalten hatten und mehrere all Wurfgeschosse benutzte Gegenstände sorgfältig in Papier ein» gehüllt waren. Außer den beiden Ministern wurden auch einige Abgeordnete verletzt. In der Bevölkerung der Haupt­stadt haben die Vorgänge große Empörung hervorgerufen; für kommenden Sonntag wurde eine Protestversammlung einberiifen, au» mehreren Provinzstädten laufen ebenfalls Nachrichten ein über Protestoersammlungen, die man dort abhalten will.

Englische- OberhanS. Die dritte Resolution Rose­berys, welche brn Grundsatz aufftcQt, daß der Besitz der Peersivürde an sich nicht ohne weiteres die Mitgliedschaft des Oberhauses mit sich bringt, wurde mit 170 gegen 17 Stimmen angenommen. Die Minderheit bestand aus dem früheren Lordkanzler Halsbury und anderen unionisti'chen Peers, die liberalen Peers stimmten dafür. Der Staats­sekretär für die Kolonien Earl of Crewe erklärte, die Regie­rung habe damit, daß sie zunächst die Beziehungen der beiden Häuser zueinander klariustellen vorgeschlagen habe, keines­wegs die Reform des Oberhauses ausgesckaltet. Auf den von Lord Halsbuiy geäußerten Vorwurf, daß kein endgültiger Reformplan geschaffen sei, erklärte Lord Rosebery, sein Ziel iei es, Sicherheit dafür zu erlangen, daß das Hau» nach'der Beraiung gewisse allgemeine Grundsätze festlege, auf denen die Reform sich aufbauen solle. Em ins einzeln, gebende-