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Gcneral-Auzeiger

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Nr. 13

Kernsprechanschltttz Nr. 605»

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14 Seiten.

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Amtliches.

Eandkreis Ranau.

Unter den Schweinen in Mittelbuchen ist die Schweine- leuche festgestellt worden.

Hanau den 14. Januar 1910.

Der Königliche Landrat.

V 267 Frhr. L au r.

An die Ortspolizeibehörden des Kreises.

Unter Bezugnahme auf meine Rundverkügung vom 3. Januar 1900, V 13416, ersuche ich, soweit dies noch nicht geschehen ist, mir binnen 5 Tagen anzuzeigen, wieviel Legitimationskarten (§ 44a Abs. 1 der Reichsgew-rbeordnung) während des Kalenderjabres 1909 ausgestellt worden sind.

Hanau den 14. Januar 1910.

Der Königliche Landrat.

V 320 Frhr. Laur.

Bekanntmachung.

Don dem Kurmärkischen Dragoner-Regiment Colmar i. E. werden bis Ende August 1910

Nr. 14 in Freiwillige im Besitze

angenommen. Junge Leute, welche bereit und eines Meldescheines zum dreijährig-freiwilligen Dienst sind,

wollen denselben an das Regiment einsenden. Handwerker, insbesondere Schuhmacher, Schneider, Sattler, Schmiede, Schreiber, Musiker rc. haben den Vorzug.

Vorstehendes wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht.

Hanau den 14. Januar 1910.

>Der Königliche Landrat.

M 141 I. A.: Dr. v. Waldow, Reg.-Assessor.

Stadtkreis F)anau.

Bekanntmachung.

Am Donnerstag den 20. d. MtS., vormittags 3 Uhr, findet im unteren Saale des Neustädter Rathauses, Zimmer 1, öffentliche Sitzung des Gewerbegerichts statt.

Hanau den 11. Januar 1910.

Der Vorsitzende des Gewerbegerichts.

Hild. 1497

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N 2. Abomtmentskostzert des Nratorikmeeem

am 18. Januar 1910.

Hl.

Beschreibung der alten Instrumente.

Bon heute ungebräuchlichen Instrumenten verwendet die Deutsche Vereinigung für alte Musik" das Cembalo, die Viola bamore und die Viola da gamba.

Das Cembalo (deutsch Kielflügel, engl. Harpsichord) ist bas zur stilvollen Ausführung des aller vorklassischen Orchester- und Kammermusik zugrunde liegenden bezifferten Baffes unentbehrliche Instrument. Die Tonerzeugung ge­schieht in der Weise, daß auf den Tastenenden stehende, mit Gillich hervorragenden Rabenfederspitzen oder Lederstückchen versehene Holzstäbchen durch den Anschlag emporgeschleudert, die Saiten anreißen. Eine Nuancierung des Tones durch den Anschlag ist dabei fast ausgeschlossen, sie geschieht viel- mehr, hier ähnlich wie bei der Orgel, durch Registerzüge. Ein gutes Cembalo hat für sehen Ton mehrere Saiten, die m verschiedenen Oktaven (wie bei der Orgel in 4'?, 8\ 16'^on) gestimmt sind und sich auf 2 Manuale verteilen. Dazu kommt ein Lautenzug, der die Saiten abdämpft, so daß sie nur wie schwach gezupft erklingen. Durch Koppelung und Trennung der Register und Manuale kann man nun die mannigfaltigsten Klangvariationen und Tonstärken er­zielen. Da die alten Originalinstrumente sämtlich durch die Zeii so gelitten haben, daß sie praktisch nicht gut mehr zu verwenden sind, so geht man neuerdings daran, neue zu bauen, die bei strenger Wahrung des Charakters der alten, die Errungenschaften moderner Klavierbautechnik nicht außer Acht lassen, so daß die neugebauten Instrumente den alten gegenüber den Vorzug größerer Präzision und Dauerhaftig­keit besitzen. Das von derDeutschen Vereinigung für alte Musik" benutzte Cembalo stammt von her Jtirma M. J. Schramm in München, hat 2 Manuale. 4 Saitenchöre und

Montag den 17. Januar

Verdingung.

Die Aenfterlieserunq für den Neubau der Bade­anstalt in Keffelstadt soll unter Zugrundelegung der allge­meinen Bestimmungen für die Vergebung städtischer Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.

Verdingungsunterlagen sind, soweit der Vorrat reicht, gegen Entrichtung von 50 Pfg. vom Stadtbauamt, Zimmer Nr. 18, zu beziehen.

Die Angebote sind versiegelt mit der AufschriftFenster- liekerung für die Badeanstalt" post- und bestellgeldfrei bis Mittwoch den 26. d. Mts., vormittags 11 Uhr, bei vorgenannter Dienststelle einzureichen, woselbst um diese Seit die Eröffnung der Angebote im Beisein etwa erschienener Anbieter stattfindet.

Zuschlagsfrift 4 Wochen.

Hanau den 14. Januar 1910.

Der Magistrat.

Dr. GebeschuS. 1549

Handelsregister.

Unter der Firma

Sterna« & Lanz ist mit dem Sitze zu Hanau eine offene Handelsgesellschaft errichtet worden, welche am 13. Januar 1910 begonnen hat.

Persönlich haftende Gesellschafter sind:

1. Kaufmann Hermann S1 ernan,

2. Privatmann August Lanz, beide in Hanau wohnhaft.

Hanau den 14. Januar 1910.

Königliches Amtsgericht 5. 1517

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über den Nachlaß des am 8. Juni 1909 in Hanau gestorbenen CigarrenhändlerS Heinrich Salzmann von dort wird das Verfahren ein­gestellt, weil sich ergeben hat, daß eine den Kosten des Ver­fahrens entsprechende Konkursmasse nicht vorhanden ist.

Hanau den 14. Januar 1910.

Königliches Amtsgericht 5. 1519

Bekanntmachung.

Das Proviantamt kauft Roggen, Hafer, Weizen-, Hafer' und Roggenstroh (Flegeldrusch, gepreßtes und ungepreßtes Maschinenstroh) diesjähriger Ernte zu den gang­baren Tagespreisen.

Die Einlieferung der Naturalien kann ohne vorherige Ankraae und, mit Ausnahme der Samstag-Nachmittage, an

7 Reg'sterzüge, die, um ein ungehindertes Spiel beider Hände zu ermöglichen, durch 7 Pedale regiert werden.

Da das wesentliche eines Instrumentes, die Art der Ton­erzeugung, beim Cembalo ganz anders ist als beim modernen Klavier, so ist e» nicht angängig, beide miteinander zu ver­gleichen und das eine durch das andere zu ersetzen. Die Reize alter Klaviermusik kommen naturgemäß am besten und der Absicht des Komponisten am meisten entsprechend zur Geltung bei Benutzung des Instrumentes, für welches diese Werke geschrieben wurden; da außerdem die Klangfarben deS Cembalo sich unvergleichlich mit denen der Streichinstru­mente milchen, so ist eS ein ideales Degleitinstrument für alte Orchester- und Kammermusik. Soviel über das Cembalo.

Die Viola Damore und die Viola da gamba gehören zur großen Familie der Violen, die lange Zeit der Violinen- Familie den Rang streitig machten, bis diese bei fortschreiiender Spieltechnik und wachsender Vorliebe für die Stärke des Tons die Oberhand gewann. Das Charakteristische der Violen ist ein flacher' Boden, hohe Zargen und ein gegen den Halsansatz sich verjüngender Körper, sowie meist eine größere Zahl von Saiten (allgemein 57) und folglich ein flacher Steg. Noch hewe werden vielfach (Kontrabässe in Violesorm gebraucht, während alle übrigen Gattungen fast auSgestorbeu sind. Das ist in vieler Hinsicht zu bedauern und, was besonder die Viola da gamba betrifft schwer er klärlich da diese mit ihrem celloähnlichen, kräftigen, aber leichtverschleierten Ton und ihren Akkord- und Arpeggien- möglichkeiten ein ganz hervorragendes Instrument ist.

Die Viola Damore hat noch die Eigentümlichkeit, dap sie mi6fr 67 Spielsaiten mindestens die gleiche Anzahl von Alianotsaiten besitzt, die unter dem Steg angebracht sind und durch ihr Mitschwingen dem Tone eine ganz ungewöhnliche ÄS Jb Stte --r"ih-n. »«5016. sie ,on . rin J* K^hprinftrument par excellence war. Bei ihr ist hauptsächlich ;o6r^ 6« T-N- und bi« Sch°»°ri-k.it b«

Kernsprechanfchlutz Nr. 605. 1910

WBggg 1 11_____I L_-SB"B»Baeg jedem Wochentage von 812 Uhr vormittags sowie »on 24 Uhr nachmittags erfolgen.

Hanau den 5. Januar 1910.

Königliches Proviant-Amt. M 48

Gkfitndcne und verlorene GeizenstSndk«.

Gefunden: 1 Portemonnaie mit etwas über 10 Mk., 1 Reichskassenschein (im AbfertigungSraum der Kreissparkasse), 1 graues Herrenkapes.

Verloren: 1 Krankenkassenbuch der Hanauer Orts­krankenkasse für Heinrich Becker, 1 Trauring (gez. M. K. Weihnachten 1909), 1 rotes Portemonnaie mit einem Zehn­markschein, 2 weiße Damentaschentücher (gez. B. D.), 1 goldener Herrenring mit rotem Stein, 1 Herrenvortemonnatt (mit etwas über 4 Mk., 1 Radfahrkarle für Heinrich Günther in Bruchköbel und 1 Monatskarte zur Fahrt zwischen Bruch­köbel und Hanan-Nord).

Zugelaufen: 1 Hund m. Geschl., grauer Pinscher. Abzuholen Bürgermeisteramt Ostbeim.

Hanau den 17. Januar 1910.

Politische Rundschau.

Dom Hanfa'Bund. Der Hansa-Bund hat daS ihm aus den Kreisen seiner Mitglieder und der ihm angeschlossenen Verbände zugegangene Material, die im neuen französischen Zolltarif vorgesehenen ZollerhLhungen (besonders auf Spiel- waren, Metallwaren usw.) betreffend, in einer Denkschrift den amtlichen Stellen übergeben. In Verfolg de» in den Richtlinien des Hansa-Bunde» vom 4. Oktober 1909 aus­gesprochenen Grundsatzes, wonach er für die Erhaltung und Belebung dw Verbindung der im AuSlande lebenden Deutschen mit dem Vaterlande eintritt, hat das Präsidium des Bundes beschlossen, den Deutschen Verein zu Smyrna zugunsten eines dort zu errichtenden deutschen Hauses zu unterstützen und an der Verwirklichung des Plan» mitzuarbeiten. In Tsing­tau ist von den Deutschen des Schutzgebietes Kiautschau ein# Gruppe deS Hansa-BundeS gegründet worden.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" über den deutsch-portngiesischen Handelsvertrag. Du Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Kommission, welche über den deutsch-portugiesischen Handelsvertrag zu verhandeln hatte, hat ihre Abstimmung auf nächste Woche vertagt. Leider scheint eS, als liege die Ablehnung des Vertrages durch den Reichstag nicht außerhalb de» Bereiche» der Möglichkeit. Die Opposition, die mit großer Energie gegen den Vertrag vorgeht, übersieht dabei vollständig, daß die Ablehnung deS Vertrage» nicht den geringsten Vorteil gegenüber seiner Annahme bieten kann. Der Vertrag siche^

Stimmens (oft 14-16 Wirbel!) die Ursache gewesen, we». halb sie außer Gebrauch gekommen ist.

Was die Stimmung betrifft, so hat sie bei der Viols d'amore vielfach gewechselt, um schließlich beim O-ckur-Akkors zu bleiben. Die Viola da gamba dagegen hat durchweg die Stimmung in Quarten mit einer Terz in der Mitte bei- behalten. Die von der Deutschen Vereinigung für alte Musik gespielten Exemplare sind gute alte Original- instrument» au» dem XVin. Jahrhundert.

Dr. Ernst ® obenßeia.

Stadttdeatcr in Hauall.

Freitag den 14. Januar: Kabale und Liebe", Trauerspiel von Fr. v. Schiller.

In dieser Vorstellung gastierten zwei Damen und zwei Herren, die nach der Ankündigung der Direktion für di, nächste Spielzeit in Aussicht genommen sind. Als Bewerbenn für das Fach der 1. Heroine und Heldin stellte sich vor Frl. Rose Großmann-Treu vom Hoftheater in Weuna, alsLady Miliord", die namentlich bei ihrem zweiten Auf- treten auf der Bühne in der Szene mit der »^wfe -v fesseln vermochte und starken Beifall fand. Auch btt Louise" fand in Frl. Meißner vom Stadttheater tn Bonn, die sich um das Fach der 1. Sentimensalen bewirbt eine recht sympathische Vertreterin. DenPräsidenten spielte Herr K l i e w e r vom Hoftheater in Oldenburg, welcher für dasHeldenväterfach" in Aussicht genommen ist Daß er durch sein Spiel zu interessieren verstand, ist nicht abzustreiten, ob er eine vorhandene Lücke derart ausfüllen wird, wie wir eS verlangen können, wird die Zukunft lehren, da sein Gastspiel zu einem Engagement geführt hat. Herr Fritz Kranz auS Mülhausen, der dm Wurm" spielte und für das Fach des 1. Charakter­darstellers in Frage kommen soll, vermocht» nicht zu **