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n. 9m*m
Die Waldbründe in Prcußcn während der Jahre 1903—1907.
Am Königlichen Statistischen Landesamt ist im vergangenen Jahre zum ersten Male eine Zahlung der Waldbrände in Preußen nach der Anzahl der Besitzungen, der Größe der verwüsteten Fläche sowie nach der Höhe des angerichteten ScbadenS, und zwar zunächst für die fünf Fähre 1903—1907, vorgenommen worden, deren Ergebnisse für den Staat und die einzelnen Regierungsbezirke jetzt in der „Etat. Korr." veröffentlicht worden sind.
Danach stellten sich die Gesamt äffern für den Staat in den einzelnen Jahren wie folgt. Es betrug
int
Jahre
die verwüstete Fläche ha
der unversicherte Ectnden Mk.
der versicherte Schaden
der Gesamtschaden
ha
Mk.
ha
Mk.
1903
1196
155 840
94
20 750
1290
176 590
1904
7424
964 142
507
380 725
7931
1 344 867
1905
3184
761 017
133
26 404
3317
787 421
1906
2154
251 276
112
17 603
2266
268 879
1907
2152
649 748
220
117 326
2372
767 074
Die Waldbrände zeigen also ganz außerordentliche Schwankungen; der durch sie verursachte Brandschaden schwankt in angrenzenden Jahren geradezu um mehr als das Achifache.
Außerordentlich bedauerlich ist der Umstand, daß die Versicherung gegen Waldbrände noch einen so geringen Umfang besitzt. Von dem 1903 — 1907 angerichteten Geiamtschaden in Höhe von 3 344 831 Mk. waren nur 562 808 Mark rersichert; an Entschädigung sind aber gar nur 242 567 Mk. gezahlt. Das sind unhaltbare Zustände, dir sich durch die versicherungstechnisch ganz ungerechtfertigte große Vorsicht der Versicherungsanstalten gegenüber der Waldversicherung erklären. Denn gefetzt, ein Hektar Wald hätte einen durchichnittlichen Wert von nur 500 Mk, so wären doch alle Wälder in Preußen etwa rund 4 Milliarden wert. Wenn nun im Laufe von 5 Jahren davon nur 3,34 Millionen durch Brände vernichtet werden, so ist das Risiko einer Waldversicherungsanstalt sehr gering; es ist um ein Mehrfaches niedriger als bei der Gebäude- und der Mobiliarverstcherun-», bei der im Jahresdurchschnitt mindestens 1 vom Tan'end der versicherten Werte der Zerstörung durch Feuer unterliegt. Für den Wald stellt sich das durchschnittliche Jahresrisiko noch nicht auf 2 Zehntausendstel.
Kunst und Leben.
Peary Sieger! ? Die Prüfung der Aufzeichnungen des NordpolfahreiS Peary durch die Nationale Geographische Gesellschaft der Vereinigten Staaten in Netv-Pork hat zu einem den Erfolg deS Forschers anerkennenden Ergebnis ge- fübrt. Die Verwaltungsstelle der Gesellschaft hat dem Kommodore Peary mitgeteilt, die Gesellschaft sei der Ansicht, daß er am 6. April 1909 den Pol erreicht habe. Peary verließ am 6. Juli 1908 New-Pork an Bord des Dampfers „Roosevelt". Der Aufbruch au dem Vorstoß nach Norden erfolgte am 15. Februar 1909 von Kap Sheridan; kurz nacheinander schlug Peary die von den Nordpolfahrern verschiedener Nationalitäten früher aufgestellten Breitenrekords. Der Aufenthalt am Pol dauerte drei Tage; am 7. April 1909 trat Peary die Rückreise an. Nach den der Geographischen Gesellschaft in New-Bork vorgelegten Auszeichnungen Pearys sieht das Polgebiet wesentlich anders aus, als der famose Pseudo-Nordpolfahrer Cook in einer Photographie die Mitwelt glauben machen wollte. Nach Peary ist das Gelände am Pol vielfach zerklüftet, durch Schründe und Spalten zerrissen und scheint die Spuren vulkanischer Ausbrüche zu zeigen. Im übrigen unterscheidet sich das Polgebiet durch keinerlei charakteristische Erscheinungen von der weiteren Umgebung in der polaren Zone. Es dürfte zu erwarten sein, daß die Aufzeichnungen Pearys, nachdem sie der wissenschaftlichen Prüfung uud Begutachtung unterlegrn haben, demnächst der Oeffentlichkeit zugängig gemacht werden.
Ueber Wohltätigkeitsfefte plaudert Dr. Lothar Schmidt, der bekannte Verfasser der zurzeit viel gegebenen Komödien „Sie heilige Sache" und „Nur ein Traum" im neuesten Heft von „Welt und HauS". Woher kommt es? fragt der Verfasser, daß man so häufig an dem Elend, das uns alltäglich umgibt, blinden AugeS vorübergeht? Unser Einbildungsvermögen hat naturgemäß das Bestreben, unangenehmen Vorstellungen eher auszuweichen als nachzugehen. Der nie erlöschende Wohltätigkeitssinn des Menschen hat darum allmählich eine Form angenommen, worin das soziale Gewissen einen erträglichen Pakt zu schließen sucht mit dem mehr oder weniger egoistischen Bedürfnis, die eigene Seelenruhe nicht zu stören. Man verband die Nützlichkeit deS Wohltuens mit der Annehmlichkeit des geselligen Vergnügens. So entstanden die jetzt allgemein üblichen Wohltätigkeitsfeste. Freilich, wer tiefer zusieht, wird sagen müssen, daß oft viel Lärm um nichts gemacht wird, daß die Resultate der meist mit großem Kostenaufwand inszenierten Feste in einem kläglichen Mißverhältnis zu den Spesen stehen. Und so wird der strengere Kritiker mit dem Vorwurf nicht zurückhalten dürfen, daß im Namen der Nächstenliebe eigentlich nur eine Farce cmfgefübrt wird, an der mitzuspielen jeder sozial empfindende Mensch sich hüten sollte. Es liegt nur an uns, all diesen zweifelhaften und mitunter auch mißbräuchlichen Anwendungen des Wohltätigkeilssinnes einen Riegel vorzu- schieben. Wieviel Elend könnte überhaupt gelindert werden, täglich, stündlich, wenn unsere Phantasie aus eigener Kraft die nötige Energie zur Wohltätigkeit auszubringen vermöchte.
Hus aller Meir.
Die bösen Deutschen! Folgendes Geschlchtchen aus London erzählt Georg Wegener in der „Tägl. Rbsch." : „Es handelt sich nur um ein kurzes, englisches Witzwort, aber es spricht Bände für die Stimmung, die im Laufe der Zeit und in dieser Wahlkampagne ganz besonders durch die ZeitungsarKel, Theaterstücke und SenlationSromane, die mit „Germanovhobie" arbeiten, in den weitesten Volksichichten verbreitet ist. Ich fuhr im „Bus" die Oxford-Street entlang. Plötzlich ertönte in unserer unmittelbaren Nähe ein . Heftiger Knall auf dem Dtlast«. Einige Augenbitcke stockte '
»onnersra«
der riesige Verkehr, fragende Menschengruppen drängten sich um den Polizisten auf der Insel inmitten der Straße. Rasch klärte sich jedoch auf, daß eS sich nur um einen außerordent- licf) starken Automobil-Puff gehandelt hatte. Die Spannung löst sich in Gelächter, und unser Schaffner wandte sich in den Wagen hinein mit den Worten: „Dear me. J thought, the Germans came out“ (Also etwa: „Jesses, ich dachte, die Deutschen kämen raus.")
Ein empfehlenswertes Regiment. Anläßlich der Ermordung der Frau Gouin durch Soldaten des 31. französischen Infanterie-Regiments wird daran erinnert, daß der Direktor des Gefängnisses von Melun Lantin schon vor sechs Monaten bei der Militärbehörde den Antrag gestellt hatte, daß fortab keine Soldaten des in Melun garnisonierenden Bataillons des 31. Infanterie-Regiments mehr als Wachtposten in die Gefängnishöfe gestellt würden, da dies den Bock zum Gärtner machen heiße. Anstatt die Strafgefangenen zu bewachen und ihre evtl. Flucht zu hindern, fraternisierten die Soldaten mit den Zuchthäuslern, gaben ihnen heimlich Tabak und Lebensmittel und wechselten skandalöse Reden mit ihnen. Der Gefängnisdirektor fügte hinzu, er ziehe bei weitem vor, gar keine Soldaten als Wächter des Gefängnisses zu haben, als die des 31. Regiments. Auf eigene Kräfte angewiesen, werde es viel ruhiger sein. Die Bitte wurde in der Tat gewährt, und seither ziehen die Soldaten vor dem Gefängnisse nicht mehr auf Wache.
Opiumrauchstuben in Toitlon. Aus Toulon wird berichtet: Die Polizei entdeckte abermals eine Opiumrauchstube. Zahlreiche Land- und Seeoffiziere, die dort in Gesellschaft von Frauen rauchten, wurden den Militärbehörden angezeigt.
Familiendrama. Dienstag nachmittag versuchte in Darmstadt der 47 Jahre alte Slraßen7ehrer Emil Lauer sich und seine zwei Kinder, Mädchen im Alter von 3 und 4 Jahren, mit Lysol zu vergiften. Alle drei konnten noch gerettet werden.
Mord. An der Landstraße bei Weibern (Rheinland) wurde ein Bewohner jener Gegend ermordet aufgefunden. Anscheinend liegt Raubmord vor.
5 Bergleute schwer verletzt. Im Schacht der Bergbaugesellschaft „Teutonia" bei Wustrow wurden durch einen verspätet losgegangenen Sprengschuß 5 Arbeiter schwer verletzt.
Das gänzliche Verlöschen der Cholera in Petersburg wird amtlich bekannt gegeben. — Es fragt sich allerdings, ob diese amtliche Bekanntmachung gänzlich zuverlässig ist. .
Furchtbare Stürme mitten an den Küsten von Nord- unb Mittelengland. Nach Blättermeldungen ist die Schifffahrt an den Küsten vollständig eingestellt. Man fürchtet von vielen Schiffen, die sich auf dem Meere befinden, daß sie mit Mann und Maus untergegangen sind. Das offene Meer ist von einem wütenden Orkan heimgesucht. Dazu herrscht bittere Kälte. Das Thermometer steht auf 53 Grad Fahrenheit.
Ein Nachspiel zur Echterdinger Katastrophe.
Stuttgart, 11. Jan. Die Echterdinger Katastrophe kam heute vor dem hiesigen Landgericht abermals zur Verhandlung. Wie erinnerlich, wurde der Mechaniker Böhler, der am 5. August 1908 sich unter den Zuschauern beim Zeppelinschen Luftschiff befand, von dem Anker deS Schiffes, als dieser sich losriß, am linken Bein erfaßt und so schwer verletzt, daß ihm das Bein abgenommen werden mußte. Böhler erhob gegen den Grafen Zeppelin Klage zunächst auf Schadenersatz. In dec heutigen Verhandlung beantragte der Vertreter Böhlers, Rechtsanwalt Lindenmaier, die Ladung der Majore Groß, Parseoal, Sperling, des französischen Ingenieurs Kapferer, des Vorsitzenden des bayerischen Bezirks- vereinS des deutschen Lustschiffoereins und deS Baumeisters Hoffmann sowie des Luftschiffers Leitz als Sachverständige. Der Vertreter des Grafen Zeppelin, Rechtsanwalt Dieterle- Ravensburg, erklärt sich mit der Ladung der wirklichen Sachverständigen einverstanden, widerspricht jedoch der Ladung der beiden letztgenannten. Er führt aus, daß die Verankerung in Verbindung mit dem Festhalten durch die Soldaten für einen sehr starken Sturmwind genügt hätte. Der außerordentlich heftige Sturm aber sei völlig überraschend gewesen, wofür er sich auf den Vorstand der Rettungsstation Hohenheim berufe. Er habe das Luftschiff von unten her gepackt und in die Höhe gerissen. Eventuell behaupte er, daß die Verankerung nach den damals vorhandenen Erfahrungen als vollständig genügend anzusthen gewesen sei. Im übrigen sei es gar nicht notwendig und möglich, in einem solchen Falle Beweise über die Fahrlässigkeit bei der Verankerung einzuziehen. Graf Zeppelin habe eine Notlampe emporgenommen und das Publikum habe es in der Hand gehabt, in die Nähe des Schiffes zu gehen oder nicht. Die Zuschauer hätten auch deshalb die Verantwortung allein zu tragen, zumal da der Platz der Landung Privateigentum gewesen sei. Dagegen wendete der Vertreter deS Klägers ein, daß das Verbot, Privateigentum zu betreten, zweifellos ausgehoben gewesen seß. Auf eine Frage des Vorsitzenden bemerkte der Vertreter des Grasen Zeppelin, daß die Vergleichsverhandlungeu an den enormen Forderungen Böhlers gescheitert seien. Dem widerspricht der Anwalt des Klägers. Man müsse berücksichtigen, daß Böhler zeitlebens körperlich ruiniert sei. Wenn der Beklagte 50000 Mk. geboten hätte, so hätte der Klager daS angenommen. Der Kläger bemerkte, davon könne doch keine Rede sein. Die Sache liege rechtlich und tatsächlich sehr zweifelhaft. Der Vertreter des Klägers meinte, in einem solchen Falle, wo durch die Nationalspende ^af Zeppelm an das Ziel seines Lebens gekommen sei, dürfe sich doch dieser nicht auf den bloßen Nechtsstandpunkt stellen. Rechtsanwalt Dieterle erwiderte, man würde es nicht verstehen, wenn Oras Zeppelin aus der Nationalspende hohe Forderungen des Klägers erfüllen würde. Der ^ttreter^des obYa^
«SM«-«» DienStag festgesetzt. ____________.—
Kandel« Gewerbe und Verkehr. « Mai 227.25. Juli 227.60, Roggen Mai 177.25, Juli 179.25, Sept. ® pL Hafer Mai 166.75, Juli — — • M al s Mai —Rüböl Mai 56.60. Oktober W'Ti'zenmehl 27.75-30.50. Roggenmebl 20.30 biS 22.20.
-_________ S«n« n
Jamburg, 12. Jan. Kaffee good average SantoSi Marz 36'/,. Mai 37-, Sept. 36'/,. Dez. 36'/. Pfg. Roh- surfet Fan. 1315-, März 13.30-, Mai 13.42'/., Aug. ^ 60—, 0kt. 11.40—. Amerikan. Baumwolle Jan. 77—, Marz 77'/., Mai 77'/, Br.
Mannheim, 12. Jan. Weizen Ulka 9 p. 25 M. 182-, Ulka 9 p. 30 Mk. 180, Ulka 10 p. Mk. 183. Rumänischer 77/78 Ko. Mk. 189.-. Laplata Jan.-Febr.-Abl. Bah-Blanka 80 Ko. Mk. 182'/,. Red. Winter U Jan.-Febr.- Abl. Mk. —-. RussischerR o g g e n 9 p. 10/15 Mk. 134.— Mais Laplata Mk. 127-,
Bttvapest, 12. Jan. Weizen April 1436 G.,0.00B. Mai 14.15®., —.—B, Okt. 12 01 G, 00.00B. Roggen Avril 9 98 G., 00 00 B., Okt. 8.99 ®., 0.00 B. Hafer April 7.69 ®., 0.00 B., Okt. 0.00 G., 0.00B. Mais Mar 6.69 ®„ 0.00 B. RapS Aug. 13.70 ®„ —.— B.
Varis, 12. Jan. Roggen Januar 16.50, Febr. 16.50, März-Juni 17.10, Mai-Aug. 17.10. Weizen Jan. 24.10, Febr. 24 35, März-Juni 24.95, Mai-Aug. 24 80. Mehl Jan. 31.50, März-Juni 32.25, Mai-Aug. 32.50. Rüböl Jan. 63—, Febr. 63'/,, März-Avril 64—, Mai-August 65—. Spiritus Jan. 47'/«, Febr. 48'/«, Mai-August 50-, Sept.- Dez. 44*/*. Zucker, Rohzucker 88»/, loco 34'/«. weißen Zucker Nr. 3 per 100 Kilogr., Jan. 38'/., Febr. 38*/«, März- Juni 38'/,. Mai-Aug. 39-. Leinöl per März-April 77.25, Mai-Aug. 77L0. Talg -.-.
Kurs -Bericht.
11. Jan. 112. Jan. 11. Jan. i 12. Ja«
Provinzial- unb KommnnalObl.
4®/o Abeinvrovinz
101.30
101.30
Aktien v. Transport- Unternehmungen.
Kablarnnd <L-P.
118.-
118.80
4°/e Hauauer
Hamburg-Amerika
135.—
Stadt-Anleihe
100.60
100.50
Paket
4®/o Lissaboner
82.-
82.5t
Rorddnttsche Llovd
103.-
103.30
Oesserr. StaatSbahn
161.50
162.40
Lose.
Oesterr. Südbabn
3'/,»/« Köln-
(Lombards
23.60
24.-
Mind. Pofe
188.10
138.10
Baltimore nOhio Sch.
118.25
4®/« Mein. Vrâm^ Pfandbriefe
4°/« Oesterr. h. 60
188.20
174.10
138.20
174.50
Aktie« indnsiriell.
2'/,"!<» Naab Mraz.
114.50
113.90
Unternehmungen.
133.25
Unaar. fl. (Guld.)
^rkf. Henninaer Br.
134.-
100 Lose Deutsche
872.60
373.-
Hanmt Rieolav-Br.
Badische Anilin» n.
7C.—
70.—
Sodakabrik
440.10
438.-
StaatSpapiere.
Dentlche Oif» Tb« nnd
578.50
4®/o D. Neichsanl.
102.60
102.50
Silber-Scheideansi.
569.—
3'/»®/o
94.30
94.20
Höchster Farbwerte
454.40
452150
3°/o' ’
85.30
85.20
Allaem. Clektr^Aktien
260.60
261.—
4% Preuß. Kons.
102.50
102.50
Labmener
107.30
107.30
3'/8°/0 „ " „
94.20
94.25
Schnckert-Astien
138 —
137.90
3°/o " '
85.30
85.20
Siemen? n. Halske
244.25
244.—
3'/»®/o Vapern
93.70
93.70
Riederrb. Leder, Spier
210.-
210.—
4®M 1399er Hessen
101.40
101.60
Adlerwerkt Klever
379.—
376.—
4o/o 1906er ,
101.50
101.70
Westd. Jutespinnerei
123,—
123,—
4"/o 1909er ,
102.-
102.-
8'/»•/• 8%
93.40
82.10
93.10
82.20
Bergwerks-Aktie«
Bochumer
250.70
Ausländische
Pudern« Eisenwerk
116 50
11580
StaatSpapiere.
Harpener
213.40
213.20
4°/oOesterr.Eoldr.
100.-
100.10
Dr. König. Laura
5% 1903er Rinn.
4®/o Rum. mnort.
102.50
102.50
91.10
PrioritlitS-Obsiga«.
convert.
91.20
5°/« Oesterreich. Süd-
102.70
102.90
4'/»°/o Russen
99.70
99.60
babn (Lomb.)
4°/o 1902er Russen
91.20
90.90
4®/o Oester. Südb.
—- —
85.40
4°/o Serben
84.70
4®/o Oesterr. Staatsb.
99.40
4®/oUngarn(@oIb)
95.90
$-5.90
von 1883
99.40
4®/o „ Kronen
9270
92.70
4°/o Russ. Süd ost.
— . —
87.80
5% Chinesen
102,90
102.75
4®/. Rvbinsk E.-B.
88.30
— .—•
Dank-Aktien.
5®/o I. Anatolier
3 ’/• Saloniaue
103.50
103.40
Berliner Handels-
183.50
18X50
Monastir-Anl.
67.—
67.—
gel.-Aktien
Darinstâdter Bank DiSk.-Komm. A.
196^50
196*20
Pfandbriefe.
Dresdner Bank-
4®/o Franks. Hppoth.-
100.70
100.70
Aktien
164.-
164.40
Bank, Ser. 20
Mitteldeutsche
4°/«Franks.Hypothek.-
100.60
100.60
Kreditbank
120.50
120.10
Kredit-Ver., Ser. 48
Oesierreichilche
4®/o Meininger Hypo«
100.40
100.40
Kredit-Anstalt
211.70
212 —
tbekenbank, Ser. 13
Die Einfuhr von Zigaretten nach Dentschlan- nimmt laut den Veröffentlichungen des Kaiserlichen Statistischen Amtes enorm zu. Diese Zunahme wird begünstigt durch den vielfach verbreiteten Irrtum, vom Ausland« kommende Produkte seien bester und preiswerter als heirmlch« Erzeugnisse. Schon allein die Kenntnis, daß für 1 jttio® ammm Zigaretten (etwa 1000 Stück) ein Einfuhrzoll von Mk. 10 zu entrichten ist — ungefähr 1 Pfg. für das Stuck) /außer der auch für deutsch« Zigaretten vorgesehenen Zigarettensteuer) - müßte die Raucher überzeugen daß gut. deutsche Zigaretten um etwa einen Pfg. pro Stück b.Mger geliefert, mindestens genau so gut sein können, wie die b'S- her gerauchten Zigaretten, welche vom Auslande stammen Es ist andererseits dem deutschen Fabrikanten die Mögllchkett geboten, zum gleichen Verkaufspreise den Konsumenten eine Ware zu bieten, für welche er selbst den Betrag^mehr an legen tann «13 ble »Mbifferenj MM W ^®M)«u* macht. Zu berücksichtigen bleibt hierbei noch, ,,daß der ^ breitung deutscher Zigaretten in den we'st^ Lande n Euro^ pas die Tabakinonopole entgegenstehen Die Recheoerwm tuuaen achten streng darauf, daß die Einfuhrbestimmungen rücksichtslos beobachtet werden. Es ist anzuerkennen, unter solchen Schwierigkeiten die deutsche Zigaretten-J " ihrer heutigen Stellung sich emporgeschwungen hat.Vor £n nhpr sinn sie unter solchen Umständen vom Raucher erwarten daß dieser nicht ausländische Erzeugnisse den ihren bevorzugt zum Nachteil der deutschen Nationalwirtschaft. Die Firma Orientalische Tabak- und Zigarettenfabrik „Yenidze" (Inh.: Hugo Zietz) bringt laut der- choni e^ schienenen Anzeigen unter dem Namen „Miriam" (gesetzlich geschützt) eine Konsum-Zigarette in den Handel, di« mit 27» Pfg. das Stück im einzelnen verkauft wird. In diesen Zigaretten sind ausschließlich türkische, gut nuSgereifte und daher wohlbekömmliche Tabake verarbeitet. Dem Geschmack« und der Vorliebe des Publikums ist bei der Zusammenstellung der Mischungen weitgehend Rechnung getragen. — Man versäume nicht, durch einen neuen Versuch dieser neuen Marke sich von ihren Vorzügen gegenüber dem auständilcha» Fabrikat tu überzeugen.