Erstes Blatt.
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General-Anzeiger
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Amtliches Organ für Stadt- uni Landkreis Hanan
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Die füufgespa»«« Pattie eber der« ««um M W^ im Äefliuntotel di« Z«il« Sd Pfg.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Kr. 301 »««frtedMnMM Rr. 60». Freitag den 24. Dezember K«r»,p»cha«ichlub Nr. eos. 1909
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14 Seiten.
Hierzu eine Weihnachtsbeilage.
Amtliches.
Candkreis Planati»
Unter den Schweinen in Bischofsheim ist die Schweine» seuche festgestellt.
Hanau den 29. Dezember 1909.
* Der Königliche Landrat.
V 7027 Frhr. Laur.
Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.
Die städtischen Körperschaften haben unter dem 2S. Oktober und 18. November d. Js. beschlossen, die mit dem Flucht» linienplatt für bett Salksweg — Strecke: Frankfurt—Hanauer Eisenbahn bis Hauptstraße — am 12. Mai 1908 förmlich festgestellten Einmündungen der Straßen Nr. 132 und 152, zwischen der Eisenbahn und der Brauerei Kaiser bezw. deS BaumwegeS, abzuändern.
Nach erfolgter Zustimmung der Polizeibebörbe zu dem Abänderungsplan wird dieser auf Grund deS § 7 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 vom 28. d. Mts. an 4 Wochen lang auf dem städtischen VermessungSbureau, Rathaus, Zimmer 21, während der Geschäflestunden zu jedermanns Einsicht offen gelegt.
Einwendungen gegen den AbänderungSplan sind während dieses Zeitraumes schriftlich oder mündlich bei uns an» zubringen.
Hanau den 23. Dezember 1909.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschus. _____ 29137
Gerichtsbauten Hanau.
Die Lieferung und das Berlegett von Linoleum
für den Neubau deS Land- und Amtsgerichte» in Hanau soll in öffentlicher Ausschreibung vergeben werden.
Unterlagen werden, soweit der Vorrat reicht, gegen poft* und bestellgeldfreie Einsendung von Mk. 1,50 zugeschickt.
Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am
Samstag Den 8. Januar 1910, vormittags 11 Uhr, versiegelt und mit kennzeichnender Aufschrift versehen ein» zureichen.
Die ZuschlagSfrist beträgt 4 Wochen.
Hanau, Fischerhüttenweg, den 23. Dezember 1909.
Der Königliche Landbauinspektor.
B o d e. 29149
Gefundene und verlorene Gegenstände re.
Stehen geblieben bei Ch. I. Lossow, Marktplatz 13: 1 besserer Spazierstock. Empfangnahme daselbst.
Verloren: 1 wasserdichte Pferdedecke (gez. PH. Kärcher), 1 rotes Damentäschchen mit etwa 28—30 Mk., 1 Kneifer mit Hoineinfassung, 1 Anhänger an eine Uhr (Siegel, grüner Stein mit Goldeinsassung, auf der einen Seite Wappen auf der anderen Monogramm L. P. mit Krone), 1 Herrenschirm.
Hanau den 24. Dezember 1909.
Politische Rundschau.
DaS belgische Königspaar empfing gestern um 3 Uhr nachmittags im Stadtsckloß die Deputationen der Depu- tieitenfammer und deS Senats unter der Führung ihrer Präsidenten. In der Adresse der Kammer wird gesagt, das Volk habe Zutrauen zu König Albert, daß er, treu seinem Schwure, an den nationalen Institutionen und Ueberlieferungen festhalten werde, um den Frieden zu erhalten. In der Adresse des Senats wird der Verdienste König Leopolds gedacht unter ausdrücklicher Betonung des Nutzens, den Belgien aus der Kongokolonie ziehen könne. Beide Adressen begrüßen die Königin Elisabeth als treue Mitarbeiterin des Königs, die dem Volke das Beispiel einer mustergültigen, edlen Frau geb«.
Die franzSstfche Kammer beriet gestern das Budget deS Ministeriums deS Aeußern und bit dazu »ingebrachte« Interpellationen. Millevoye (Nationalist) interpellierte über die Beziehungen Frankreich» zu den übrigen Mächten und sprach von den Bemühungen, eine Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich herbeizuführen. Trotzdem fahr« Deutschland fort, sich die Vermehrung seiner Armee und seiner Marine angelegen sein lassen. Frankreich müsse daS Gleiche tun; um dem europäischen PangermaniSmuS di« Stirne zu bieten. Habe Frankreich kein andere» Mittel, all seinen Bündnissen treu zu bleiben. Der Redner sprach sich sodann gegen die Zulassung deutscher Wert« auf dem französischen Markte au» und warnte vor allzu großer finanzieller Duldsamkeit Deutschland gegenüber, die eine Gefahr für den Frieden sei. Zu der französisch-italienischen Entente könn« Frankreich sich beglückwünschen. Italien könn« sich au» dem Dreibund nicht zurückziehen, ohne den Frieden der Welt zu gefährden, aber der Dreibund habe sich neuerlich gelockert. Frankreich könn« sich zu d«r augrnblicklichen Lage beglückwünschen, ohne mehr zu verlangen. Er beglückwünsche die Diplomatie, daß sie mit zu dem Zustandekommen der französtsch- englisch-italienischen Entente und zu der englisch-russischen Annäherung brigetragen habe. Frankreich und England hätten Rußland große Dienst« geleistet, indem sie ihm zur Mäßigung während der Balkankrise geraten hätten. Frankreich habe in der Balkankrisr eine versöhnende Politik ttnge« halten, denn es arbeite nicht auf die Schwächung Oesterreich* Ungarns hin. Der Redner schloß mit einem Lob« der französisch-russischen Alliance und mit der Billigung der auswäriigen Politik der Regierung.- Deny» Cochin verlangte, daß die Regierung energisch in Marokko vorgehr; Frankreich müsse sich bemühen, ein dauernde» Gleichgewicht im Orient herzustellen. Lucien Hubert sprach feine Freud« aus über das französisch-deutsche Einvernehmen und über die Abkommen Englands mit Franreich und Italien» mit Rußland. Hierauf wurde die Writrrberatung auf morgen vertagt.
%ran|öfifd)<r Senat. Bei der Fortsetzung der Beratung bei Berner UebelrinkommenS betreffend die Zugang»- straßen zum Simplon, wies Minister Millerand in Erwiderung auf die Ausführungen mehrerer Redner auf die nicht zu verkennenden Vorteile des UebereinkommenS hi». Da» Uebe®»